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Irgendwie ausgegrenzt

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  • Irgendwie ausgegrenzt

    Hallo,

    ich lese hier seit einiger Zeit mit, und nun will ich hier auch mal mein Problem loswerden. Das heißt, ein richtiges Problem ist es gar nicht, vergleichbar mit dem, was andere hier so schreiben.

    Ich arbeite seit über zwei Jahren in einem kleinen Büro, in dem nur Frauen arbeiten. Von Anfang an hatte ich, bis auf wenige Ausnahmen, Probleme, mit den Damen warm zu werden. Ich sitze allein in einem Büro, während die anderen zu zweit sitzen und sich aber auch untereinander besuchen, um miteinander privat zu reden. Wenn ich höre, dass im Nachbarbüro privat gesprochen wird, kann ich schlecht von meinem Arbeitsplatz aufstehen, mich dazustellen und z. B. sagen: "Hierzu wüsste ich auch etwas." Ich spreche die Frauen aber auch so oft an - meistens irgendwelche belanglose Themen. Man antworte mir zwar höflich, mehr aber auch nicht - keinerlei Rückfragen. Heute habe ich z. b. eine Kollegin am Kopierer gefragt, ob sie diesen Winter wieder Skifahren geht. Sie hat mir sehr ausführlich geantwort - eine Gegenfrage, ob ich dieses Jahr auch Skifahren gehe, kam nicht.

    Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich gehe nicht in die Arbeit, um Freunde zu finden. Auch habe ich so viel zu tun, dass ich nicht ständig plaudern kann. Aber so ein Bisschen Small talk finde ich ganz normal. Bei meinem einen Sohn wurde dieses Jahr Krebs diagnostiziert (Gott sei Dank so früh, dass er geheilt werden konnte), mein anderer Sohn hatte drei Wochen später einen schweren Motorradunfall und ist seither behindert. Ich habe kein Problem, über diese Themen zu reden, d. h. ich breche nicht in Tränen aus oder so. Meine Kolleginnen wissen Bescheid, meine Chefin auch. Während meine Chefin oft nach meinen Kindern fragt (und die anderen auch mitbekommen, dass wir darüber reden), sprechen mich die Kolleginnen nie darauf an.

    Ach so, eiine der Kolleginnen grüßt mich nicht, wenn sie es vermeiden kann. Wenn ich sie zuerst grüße oder meine Chefin steht daneben, grüßt sie mich halt notgedrungen zurück. Sie geht z. B auch ins Nebenzimmer und wünscht den Kolleginnen ein schönes Wochenende oder schöne Weihnachten. In meine Richtung kam so etwas noch nie.

    Manch mal, denke ich, Sch... drauf. Ich mache meinen Job gut, meine Chefin ist sehr nett und mit mir zufrieden, aber dann käst es mich doch wieder an, dass meine Kolleginnen so zugeknöpft mir gegenüber sind. Habt ihr eine Idee, was ich tun kann?

    Gruß Gundis

  • #2
    AW: Irgendwie ausgegrenzt

    Hallo Gundis,

    verständlich, dass dich das nervt, aber mach dir nichts draus. Ich denke, du warst damals die Neue, oder? In eine bestehende Gruppe hinein zu kommen ist immer schwierig. Manchmal braucht es Zeit, manchmal klappt es auch nicht. Und leider ist es oft so, dass Frauen da etwas "eigen" sind.
    Ich kann mir denken, dass auch ein bisschen Neid von anderer Seite mitschwingt. Du hast ein Büro für dich allein, du kommst gut mit der Chefin aus...
    Daß das Eine mit dem Anderen nichts zu tun hat (du wirst wohl weder darum gebeten haben, ins Einzelbüro zu kommen, noch der Chefin ständig Honig um den nicht vorhandenen Bart schmieren, sondern einfach nur deinen Job machen) sehen manche nicht.
    Es ist zwar nicht besonders toll, in so einem Betriebsklima zu arbeiten, aber auf ein derart albernes Verhalten deiner Kolleginnen kannst du letztlich doch eigentlich verzichten, oder? Wenn sie sich wie Hühner benehmen wollen, lass sie. Zwingen kann man sie nicht, dein Verhalten zu ändern, in dem du z. B. so "richtig" überfreundlich wirst, bringt auch nichts. Wichtig ist, dass deine Chefin mit dir zu frieden ist. Alles andere kann dir egal sein, solange es keine Vorkommnisse von anderer seite gibt, die sich auf deine Arbeit auswirken.

    LG

    Ilythia

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    • #3
      AW: Irgendwie ausgegrenzt

      Ilythia, vielen Dank für deine Antwort. Ich denke, du hast recht. Ich habe von Anfang an gemerkt, dass ich nicht zu den Kolleginnen passe. Ich bin z. B. die Einzige, die sich schminkt - nicht übermäßig, aber ich trage immer Lippenstift. Das mache ich schon immer so und werde es nicht aufhören, nur damit mich meine Kolleginnen mögen (wobei ich gestehen muss, dass ich mal ein paar Tage fast ungeschminkt zur Arbeit kam und sehr unauffällig angezogen war. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich das nicht bin und bin wieder zu meinem vorherigen Aussehen zurückgekehrt).

      Ich werde mich in Zukunft eher zurückhalten, zwar freundlich grüßen und den Kolleginnen geschäftlich helfen, aber mich ansonsten mit irgendwelchen privaten Äußerungen zurückhalten. Ich finde es halt echt schlimm, dass man sich immer wieder gerne über die schmerzenden Knie der einen Kollegin oder die kranke Tante der anderen Kollegin unterhält, es aber nicht ein Mal fertigbringt, mich zu fragen, wie es bei mir zu Hause mit meinem teilweise gelähmten Sohn läuft.

      Grüßle Gundis

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      • #4
        AW: Irgendwie ausgegrenzt

        Hi Gundis!

        Vorsicht!!! Sprich über nichts privates auf der Arbeit! Ein typischer Mobber schmeichelt sich ein, horcht Dich aus und zum Schluß kann er Dich mit von Dir erzählten privatem Zeug erpressen. Das kannst Du hier im Forum in einigen zig Fällen nachlesen. Trage Lippenstift so wie Du es gewohnt bist und so wie Du Dich wohl fühlst.
        Dezent geschminkt ist für Frau sowiso besser aufzutreten. Das wirkt wie eine Mobbingbarriere. Sei professionell distanziert dann kann nicht wirklich was schlimmes passieren. Versuche Deine Arbeit so gut wie möglich zu machen und versuche so viel wie möglich über die Abläufe zu lernen damit Du fachlich punkten kannst.

        Grüßlinge!

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        • #5
          AW: Irgendwie ausgegrenzt

          Lieber Alteisenfahrer, wie Du bei Gundis ja lesen konntest, spricht sie ja nicht über private Dinge, schon weil sie von den Kolleginen ja auch nicht darauf angesprochen wird.


          @Gundis,

          Ilythia hat Recht. Ich würde höflich und freundlich sein und auch grüßen. Auch sich bei den Kolleginen hin und wieder mal erkundigen, was für Urlaubspläne da sind oder was eben sonst zum Smalltalk gehört. Im Übrigen mach einfach Deine Arbeit. Dein Vorteil, Du hast ein Büro für Dich und verstehst Dich mit der Chefin gut. Auf den Rest kannst Du pfeifen, mal salopp gesagt. Wie Ilythia schon schrieb, ein Frauenteam ist eigen und wenn diese Damen schon länger dort arbeiten,haben sich dann schon Bindungen ergeben. Entweder mußt Du einfach noch etwas länger Geduld haben oder Du siehst über das Verhalten Deiner Kolleginnen hinweg. Solange Dir die Arbeit als solche gefällt und Du sie anerkannt gut erledigst mache Dir keinen Kopf um den Rest. Mit dem, was Dir an persönlichen Schicksalsschlägen wiederfahren ist, hast Du genug andere Probleme und mußt Dir das dumme Verhalten der Anderen nicht auch noch aufladen.

          Sei so wie Du bist !!

          LG

          Krautjunker

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          • #6
            AW: Irgendwie ausgegrenzt

            Krautjunker, du glaubst gar nicht, wie gut mir deine Worte tun. Genauso, wie du es schreibst, mache ich es.

            Als ich heute morgen ins Büro kam, hat es die eine Kollegin wieder vermieden, mich zu grüßen, von der anderen kam außer "Guten Morgen" und "Tschüss" nichts. Ich habe mich dazu entschieden, mich damit abzufinden, dass es halt so ist. Ich werde auch von meiner Seite aus keine krampfhaften Gespräche mehr anfangen. Wenn die nicht wollen, dann halt nicht. Wie ich schon geschrieben habe, ist meine Chefin total nett, und dann arbeitet bei uns noch eine Kollegin (leider nur zwei Mal die Woche), mit der ich mich immer wieder nett unterhalte.

            Ich habe wirklich zu Hause genug am Hals, da habe ich nicht auch noch die Nerven, mich um meine unerzogenen Kolleginnen zu kümmern.

            Ich hoffe mal, dass ich bei dieser Einstellung bleibe. Es tut nämlich unheimlich gut, selbst zu entscheiden, und nicht das Opfer irgendwelcher Launen anderer Leute zu sein.

            Gruß Gundis

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            • #7
              AW: Irgendwie ausgegrenzt

              Gute Entscheidung, Gundis, und den Worten von Krautjunker kann ich mich nur anschließen. Frauen sind leider weniger teamfähig als Männer. Da ist unterschwellig immer ein Konkurrenzgefühl. Aber wie sagt das Sprichwort: Große Geister geniert es nicht und kleine geht es nichts an.
              Sei Du selbst, mach Deine Arbeit und freue Dich darüber, dass Du ein gutes Verhältnis zu Deiner Chefin hast. Der Rest ist Kinderkram, resp. simple Dummheit und Unerzogenheit. Grüße, wenn Du gegrüßt wirst, antworte freundlich, wenn Dich jemand etwas fragt, hilf, wenn Du um Hilfe gefragt wirst, und damit ist gut. Mehr kannst Du momentan sowieso nicht ändern. Du hast im Privatleben genug Probleme und bist offensichtlich bewundernswert stark genug, diese auch zu meistern.Das sollen Dir Andere erst mal nachmachen. Da hast Du es nicht nötig, auch noch um Gunst zu buhlen.

              Ich wünsche Dir weiter Kraft

              Salü

              Gerdis

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