Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Nach monatelangem Mobbing ein hoffentlich gutes Ende in Sicht

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Nach monatelangem Mobbing ein hoffentlich gutes Ende in Sicht

    Hallo ihr lieben.
    Ich werde seit Monaten gemobbt und war schon einem Nervenzusammenbruch nahe. Da ich das alles psychisch nicht mehr ausgehalten habe, hatte ich bereits vor einigen Wochen dem Chef gegenüber eine Kündigung ausgesprochen. Er hat mich dann doch überredet zu bleiben. Er hat gesagt, ich solle mich nicht kleinkriegen lassen, Stärke und Überlegenheit zeigen. Wenn die Mobberin merkt, dass sie mir nichts anhaben kann, wird sie damit aufhören. Hat sie aber nicht, sondern es wurde immer schlimmer. Vorletzte Woche dann habe ich gesagt, dass ich das nicht mehr ertrage und wenn ich jetzt nicht gehe, bekomme ich Depressionen und bin ein Fall für den Psychologen. Der Chef hat wieder versucht mich umzustimmen. Er meinte, er will mich nicht verlieren und würde der anderen kündigen. Auch das hat mich im ersten Moment nicht umstimmen können, weil die schon so viel Gift versprüht und so viele Lügen unter den Kollegen erzählt hat, dass ich Angst hatte, mit denen würde das ganze Mobbing weitergehen und ich käme nie aus diesem Kreislauf raus. So habe ich also Bewerbungsunterlagen gekauft, Bilder machen lassen und Bewerbungen geschrieben. Zum Glück habe ich eine tolle Familie und Freunde, mit denen ich die ganze Zeit über reden konnte. Sie waren von meiner Entscheidung nicht begeistert, konnten aber auch verstehen, dass ich mit der Situation so überfordert bin und einfach am Ende meiner Kräfte. Seit ein paar Wochen haben wir eine neue Kollegin, die von mir eingearbeitet wird. Es ist ein sehr gutes Miteinander unter uns und wir teilen die gleiche Arbeitseinstellung und haben beide ein sehr hohes Pflichtbewusstsein. Der Chef hatte sie zu einem Gespräch in sein Büro gerufen und am nächsten Tag, als wir alleine waren, hat sie mit mir ein ganz tolles Gespräch begonnen. Seit sie mit dem Chef über die Situation geredet hat, wäre sie ganz voll davon und könne an nichts anderes denken. Sie meinte, ich würde den falschen Weg gehen. Ich würde mit Sicherheit irgendwann bereuen, alles, was ich in den ganzen Jahren in der Firma aufgebaut habe, meiner Kollegin (der Mobberin) überlassen zu haben. Es wäre doch egal, was die anderen draußen denken und reden. Wichtig wäre nur, dass wir beide zusammenhalten. Wenn die Mobberin raus wäre, gäbe es wahrscheinlich eine schwere Zeit für mich, aber das Interesse an der und mir würde auch verfliegen. Sie meinte, ich müsste ja gar nicht gehen, weil der Chef mich behalten möchte und sie möchte auch weiterhin mit mir zusammen arbeiten. Sie gab mir neuen Mut und so ging ich dann auch zum Chef rein und habe ihm gesagt, dass ich es mir nochmal überlegt habe. Er hat sich sehr gefreut und selbst nochmal eingeräumt, dass er viel früher hätte handeln müssen. Die Kollegin wird nach Weihnachten ihre Kündigung erhalten. Ich bin so erleichtert.
    Vielleicht sollte ich auch kurz die Konstellation bei uns erklären. Wir sind 3 Frauen in einem Büro. Meine Aufgabe besteht auch darin, alle Vorgänge zu kontrollieren. Eine Kollegin von uns wurde vor ein paar Monaten entlassen. Sie hat schlecht gearbeitet, mehr Zeit mit privaten Dingen verbracht, als ihrer Pflicht nachzukommen, musste eigentlich wöchentlich zum Chef wegen falsch vorbereiteter Unterlagen und einer totalen Larifari Einstellung. Wir haben eine wichtige Aufgabe in der Firma und müssen daher sehr präzise arbeiten. Ich bin immer wieder mit ihr aneinandergeraten, weil sie ihre Arbeit gar nicht oder nur schlecht erledigt hat. Sie zog die andere Kollegin immer mehr auf ihre Seite und dann fing das Mobben an. Ich wurde geschnitten, hinter meinem Rücken wurde getuschelt, Gespräche waren abrupt beendet, wenn ich dazu kam und Gerüchte verbreitet. Man kann sich also vorstellen, dass ich nicht traurig war, dass besagte Kollegin entlassen wurde. Danach legte die andere Kollegin erst richtig los. Natürlich wurde mir die Schuld gegeben, dass die Kollegin ihre Kündigung bekommen hatte. Ist ja klar. Wie sollte sie auch selbst schuld sein, wo sie doch immer so nett war und sooooo viel Zeit hatte, sich mehr als ausführlich mit anderen Abteilungen zum Schwätzchen zu treffen oder endlose private Telefonate zu führen. All das hat der Chef schon sehr genau registriert. Nun ja, mein Privatleben wurde durch den Kakao gezogen, Lügen über mich erzählt, jeder kleinste Fehlerhinweis auf die Arbeit der Kollegin musste und muss geschwind an andere Abteilungen weitergegeben werden mit herablassenden Ausführungen über mich (die Fehlerhinweise waren in jeder Hinsicht korrekt und nicht tragbar und die anderen Abteilungen haben gar keine Ahnung, welche Auswirkungen Fehler und nachlässiges Arbeiten bei uns haben), mir wurden und werden Dinge unterstellt, die so unfassbar sind, dass ich mich frage, wie das überhaupt jemand glauben kann. Selbst vor dem Chef hat sie nicht halt gemacht zu lügen. Nicht genug, dass sie die Kollegen gegen mich aufhetzt, fing sie dann auch noch an, mich vor Kunden schlecht zu machen. Sie ist sogar so abgebrüht, dass sie ihre Fehler als meine ausgibt und den Kunden dann erzählt, sie hätte den Fehler nun aber gefunden und berichtigt. Natürlich habe ich diese Vorfälle notiert mit dem Beweis, dass sie selbst fehlerhaft gearbeitet hat. Es gab mal die Möglichkeit einer Aussprache, die sie jedoch abgelehnt hat. Seitdem bin ich ihr durch und sehe keinerlei Veranlassung mehr, überhaupt noch irgendein Wort mit ihr zu wechseln. So geht das seit Wochen und trotzdem läuft sie zu Kollegen, um sich über meinen Ton zu beschweren. Ich frage mich da nur, wie ich einen gewissen Ton haben soll, wo ich kein Wort mit ihr rede. An dem Tag, als unsere neue Kollegin zum ersten Mal mit uns allen im Büro war (ich musste sie da was fragen und wollte mich auch aus Rücksicht auf unsere Neue beherrschen), hatte eher sie mir gegenüber einen Ton drauf, der so was von respektlos und frech war, dass dies selbst unserer neuen Kollegin bitter aufgestossen ist.
    Ich habe jetzt viel geschrieben und trotzdem ist das nur ein kleiner Einblick auf das, was passiert ist.
    Obwohl ich erleichtert bin, dass sie gehen muss und dass ich eine so tolle und nette neue Kollegin habe, die zu mir steht, ängstigt mich die Zeit, nachdem die andere ihre Kündigung erhalten wird. Sie wird dann mit Sicherheit nochmal alles daran setzen, mich völlig unmöglich zu machen in der Firma, indem sie ihre Lügen noch übertrumpfen wird mit neuen Geschichten. Sie hat dann ja nichts mehr zu verlieren und will nur noch Rache, dass sie es nicht geschafft hat, mich rauszuekeln.
    Also Kopf hoch, Schulter nach hinten, aufrechter Gang und immer daran denken, dass nicht ich die böse bin, sondern sie.

    Gruss Johanna

  • #2
    AW: Nach monatelangem Mobbing ein hoffentlich gutes Ende in Sicht

    Hallo
    Erst einmal meine herzliche Gratulation zu solch einem Chef. Der erkannt hat welche Kräfte hier am Werke sind und mit Macht einen Schlussstrich gezogen hat.
    Dieses Glück, im wahrsten Sinne des Wortes, haben nicht viele hier, wenn man so die Beiträge durchliest.

    Ich bin mir sicher, dass sich für Dich alles zum Guten wenden wird. Du bist in jeder Hinsicht professionell und das will Dein Chef nicht mehr missen.

    Mit der Kündigung in Aussicht wird Deine Widersacherin niemand mehr wirklich ernst nehmen. Glaub mir man wird sie schnell vergessen.
    Zumal deren Fürsprecher sich wohlwissend in Acht nehmen werden und müssen. Ganz besonders in Anbetracht des harten wie ebenso gerechten Durchgreifens seitens Deines Chefs.
    Sie werden sich davor hüten sich ebenfalls zur Zielscheibe zu machen.
    Denke dabei hin und wieder an das alte Sprichwort: "Alle lieben den Verrat, aber keiner den Verräter!"
    Schön auch, dass Du eine neue, kompetente und mitmenschlich tolle Kollegin bekommen hast.

    Ich wünsche Dir und Deiner dich unterstützenden Familie alles Gute und viel Erfolg.
    Auf ein erfolgreicheres und deutlich ruhigeres Jahr 2016

    Viele Grüsse
    Compliance
    Compliance
    besonders erfahrenes Mitglied
    Zuletzt geändert von Compliance; 27.12.2015, 19:02.

    Kommentar


    • #3
      AW: Nach monatelangem Mobbing ein hoffentlich gutes Ende in Sicht

      Vielen lieben Dank für Deine netten Worte Compliance

      Es war allerdings auch ein harter Weg, bis der Chef wirklich verstanden hat, dass es sich hier nicht nur um Gezicke unter Kolleginnen handelt, sondern viel ernsthafter zu betrachten ist.
      Mit meinem Beitrag wünsche ich mir auch, anderen Mut zu machen und nicht die Hoffnung zu verlieren, dass sich alles zum Guten wenden kann.
      Leider gewinnen viel zu oft die Mobber/innen und manchmal frage ich mich, ob ihnen überhaupt bewusst ist, was sie mit ihrem Tun anrichten.
      Ich hoffe sehr, dass sich nach der Kündigung alles beruhigen wird, aber ich habe bis dahin (die Kollegin ist seit Anfang letzter Woche bis Ende des Jahres in Urlaub) noch ein sehr mulmiges Gefühl. Natürlich ist die Lage sehr angespannt für mich und zwei Kolleginnen aus einer anderen Abteilung wechseln nicht ein Wort mit mir. Mir werden Blicke zugeworfen, dass mir die Röte ins Gesicht steigt und dass, obwohl ich mit denen nie ein persönliches oder berufliches Problem hatte. Allerdings kann ich auch sagen, dass Kollegen und Kolleginnen, die mir mehr als distanziert begegnen, wenn die Mobberin da ist, mir im Moment freundlich gegenübertreten.

      Dir wünsche ich ebenso einen guten Rutsch und ein glückliches, gesundes und zufriedenes neues Jahr 2016.

      Viele Grüße
      Johanna

      Kommentar


      • #4
        AW: Nach monatelangem Mobbing ein hoffentlich gutes Ende in Sicht

        Hallo Ihr Lieben.
        Ich möchte Euch schreiben, was gerade bei mir passiert.
        Wie ich es befürchtet hatte, ist mit dem Weggang der Mobberin noch nicht alles zu Ende. Gewisse Kolleginnen lästern in üblicher Weise weiter.
        Die eine Kollegin, die mit in unserer Abteilung sass, aber ein anderes Aufgabengebiet hat, hat sich 2 Tage nach der Entlassung mit sofortiger Freistellung der Mobberin, aus unserer Abteilung in eine andere versetzen lassen.
        Damit hat sie uns einen großen Gefallen getan, denn eine Kommunikation hat eh nicht stattgefunden. Sie hat weder gegrüßt, noch sich verabschiedet, geschweige denn, sonst einen Ton von sich gegeben. Zudem war sie bereits in mehreren Abteilungen eingesetzt und hatte überall Streit mit den Kollegen.
        Ihre Bitte um Versetzung kann ich deswegen nur belächeln.
        Seitdem sie raus ist, kommen die Kollegen wieder öfter in unsere Abteilung. Man hat fast das Gefühl, die Männer wären erleichtert.
        Ein Kollege erzählte mir, dass eine andere Kollegin den Kollegen hinterherläuft und sie zur Rechenschaft zieht, sobald sie das Gefühl hat, sie wären zu lange in unserer Abteilung gewesen. Das ist ungeheuerlich.
        Sie ist nach wie vor, extrem unfreundlich, spricht nicht (nur, wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt, weil sie etwas fragen muss) und beobachtet jedes Kommen und Gehen mit Argusaugen. Das ist schon wieder fast lächerlich.
        Ein anderer Kollege gab den Rat, mit keiner der Damen nur ein persönliches Wort mehr zu reden. Ist für mich im Moment sowieso schwer vorstellbar, dass wir überhaupt nochmal persönlich reden.
        Ein anderer beschrieb den jetzigen Zustand mit : Die drehen nun doch alle durch. Ich komm mir vor wie im Kindergarten.
        Alle Unterlagen, die es zu Arbeitsvorgängen gab, die die gekündigte Mobberin bearbeitet hat, sind verschwunden. Entweder hat sie sie am Kündigungstag selbst noch eingepackt oder eine ihrer Verbündeten hat die mitgehen lassen. Wenn eine der Damen es war, weiß ich nicht, ob sie sich bewusst sind, dass sie firmeninterne Unterlagen entwendet haben.
        Auch das kann ich nur als bösartig beschreiben und zeigt den schlechten Charakter der Mobberin.
        Sie würde sich ja so sehr wünschen, dass meine neue Kollegin und ich ohne Unterlagen total aufgeschmissen sind. Den Gefallen werden wir ihr nicht tun.
        Da meine neue Kollegin ja auch in den Genuss gekommen ist, dass die Mobberin schlecht über sie geredet hat und sie, man kann schon sagen, von ihr vorgeführt wurde und auch bestimmte andere Kolleginnen so unfreundlich zu ihr sind, halten wir noch mehr zusammen.
        Wir versuchen positiv zu denken und ignorieren, soweit möglich, die gehässigen Damen. Dass wir auch von Kollegen Zuspruch erfahren, hilft uns ebenso in dieser unschönen Situation.
        Viele Grüsse
        Johanna

        Kommentar


        • #5
          AW: Nach monatelangem Mobbing ein hoffentlich gutes Ende in Sicht

          Hallo Johanna,
          so wie es aussieht kannst Du doch jetzt zufrieden sein. Mobberin weg, ob mit oder ohne Unterlagen, die andere Kollegin auch weg. Die Dame mit den Argusaugen kannst Du doch vergessen und ignorieren. Wenn sie Kollegen hinterher läuft und sie zur Rechenschaft zieht ist das nicht Dein Problem. Es gibt beinahe an jedem Arbeitsplatz einen Menschen, der einem nicht so liegt oder der nicht gerade freundlich ist. Man kann nicht mit allen gut Freund sein. Du kennst doch das Sprichwort:" Jedem Menschen wohlgetan ist eine Kunst, die keiner kann". Da Du mit Deiner neuen Kollegin gut auskommst und Unterstützung durch die anderen Kollegen hast sollte doch alles ok sein.
          Ich freue mich für Dich, dass sich das Hauptproblem so gut gelöst hat.

          LG

          Cinderella

          Kommentar


          • #6
            AW: Nach monatelangem Mobbing ein hoffentlich gutes Ende in Sicht

            Hallo Cinderella,

            ich stimme dir zu. Es gibt immer Menschen mit denen es nicht so gut harmoniert.

            So, wie es jetzt ist, kann ich wieder fast normal meiner Arbeit nachgehen. Ich kann mich besser konzentrieren und vor allem fahre ich nicht mehr mit Magenschmerzen in die Firma und heulend nach Hause.

            Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich durch die monatelangen Anfeindungen sehr empfindlich geworden bin. Wenn man weiß, dass Lügen, die verbreitet wurden, immer noch die Runde machen, fühlt man sich manchmal, sobald jemand mal etwas pampig ist, sofort angegriffen. Den Gedanken, dass die Person dann vielleicht einfach mal einen schlechten Tag hat oder im Stress ist und es überhaupt nichts mit mir zu tun hat, kann ich nur langsam wieder in mir abrufen.
            So ergeht es sicher vielen, die diese Situationen durchleben mussten.

            Liebe Grüße
            Johanna

            Kommentar


            • #7
              AW: Nach monatelangem Mobbing ein hoffentlich gutes Ende in Sicht

              Hi Johanna, es freut mich für Dich, dass jetzt alles wieder so ziemlich im Lot ist, und ich kann Cinderella voll und ganz zustimmen.
              Dass Du momentan empfindlicher reagierst kann ich gut verstehen. Es braucht seine Zeit. Scher Dich nicht um Andere und wie Du schon schreibst, jeder ist mal pampig, weil er einen schlechten Tag hat. Du scheinst doch ein netter Mensch zu sein, sonst würden die Kollegen nicht gerne in Euer Büro kommen und Deine neue " Mitstreiterin" mag Dich offensichtlich auch. Die Lügen werden schnell vergessen sein.
              Dir von ganzem Herzen alles Gute weiterhin!

              LG

              Krautjunker

              Kommentar


              • #8
                AW: Nach monatelangem Mobbing ein hoffentlich gutes Ende in Sicht

                Ich danke dir Krautjunker

                Kommentar

                Lädt...
                X