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Ausgelacht

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  • Ausgelacht

    Hallo zusammen,

    ein tolles Forum habt ihr hier! Seit ein paar Stunden lese ich mich durch die Beiträge und bin begeistert, wie viele sich hier gegenseitig helfen!

    Es würde mich sehr freuen, wenn der ein oder andere meinen Fall lesen würde und mir vielleicht ein paar Tipps oder Erfahrungen nennen könnte.

    Ich arbeite im öffentlichen Dienst. Diesen Sommer habe ich meine dritte Stelle angenommen und zum dritten Mal werde ich gemobbt, wobei ich nicht sicher bin, ob ich in diesem Falle wirklich von Mobbing sprechen kann, oder ich es nicht eher hänseln nennen müsste.

    Zurzeit ist es so, dass so gut wie alle Kollegen über mich lachen. Das gilt zum einen für die, die nicht bei mir in der Abteilung sind und denen ich auf dem Flur begegne (man sieht die Belustigung in den Augen) und es gilt insbesondere für die Leute aus meiner Abteilung, die sich in den Abteilungsbesprechungen das Lachen regelrecht verkneifen müssen. Auch die Abteilungsleiterin verhält sich so.

    Zwei Tage nachdem das offensichtlich wurde (vorher war es nur ganz dezent und vereinzelt von ein paar Leuten, ich habe das ignoriert) habe ich mich erst einmal krank schreiben lassen, weil man mir meine Panik und mein Entsetzen angemerkt hat und das wollte ich nicht. Als ich wieder da war, schienen alle entsetzt, dass ich überhaupt wieder da bin. Und seitdem reagieren manche Kollegen offen mit Mitleid, wenn ich ihnen begegne.

    Im Grunde werde ich schon mein Leben lang gehänselt und im Grunde kann ich es auch verstehen, denn ich war und bin immer anders als die meisten Menschen, die mir begegnen. Ich habe andere Interessen, andere Werte und andere Wichtigkeiten. Dennoch versuche ich seit vielen Jahren mich anzupassen. Aber ich habe immer noch Probleme mit meiner Körpersprache. Oft wird mir Agression nachgesagt, obwohl ich etwas rein sachlich meine oder einfach nur konzentriert bin. Meine Gestik kommt mir oft übertrieben vor und die Leute halten mich oft für arrogant, obwohl ich das eigentlich nicht bin. Meine Ärztin meinte, dass ich evtl. AD(H)S haben könnte. Im Februar werde ich daraufhin getestet, allerdings bin ich mir relativ sicher, dass - wenn überhaupt - nur eine leichte Ausprägung bei mir vorliegt.

    Bei meiner jetzigen Stelle bin ich jedem immer höflich, offen, freundlich und gutgelaunt begegnet, habe Small Talk gehalten und versucht, wenig von mir zu erzählen, aber immer auf das einzugehen, was mein Gegenüber zu mir sagt.

    Nun weiß ich nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Mein Umfeld meint immer nur, ich bräuchte ein dickeres Fell.

    Ich weiß einfach nicht, was ich davon halten soll: einerseits denke ich mir, "sch*** drauf, denen ist langweilig, die haben nichts besseres zu tun. Die zeigen mit dem Finger nur auf andere, um von sich selbst abzulenken. Keiner von denen kennt dich wirklich und kann sich eigentlich ein Urteil bilden. Und wie gesagt, durch mein "Anderssein" gebe ich irgendwie auch ziemlich viel Angriffsfläche."

    Aber andererseits denke ich mir auch "Hallo? Hab ich nicht vielleicht auch ein Recht auf ein Minimum an Respekt? Ist ja schön, wenn die mich lächerlich finden, aber können die das nicht vielleicht machen, wenn ich nicht dabei bin? Ich bin da schließlich bei der Arbeit und weder auf Freunde-Suche, noch in der Schule!" Und am meisten macht es mich fassungslos, dass meine Abteilungsleiterin dabei mit macht.

    Ich weiß einfach nicht, wie ich es einordnen soll; ist das ganze nur ein Spiel, wie es täglich gespielt wird oder wollen mich die Leute ernsthaft weg haben? Wie kann es eigentlich sein, dass man sich so verhält?

    Wie würdet ihr auf so etwas reagieren?

    Bei den Abteilungsbesprechungen mal einen Spruch drücken?
    Ich trau mich das nicht mehr, ich habe Angst, dass es dadurch nur schlimmer würde, denn im Grunde ist es ja so, dass, wenn die einen einmal auf dem Kiecker haben, die einen aus allem was man sagt, einen Strick drehen können.

    Es einfach weiterhin ignorieren und trotzdem immer freundlich sein?
    Wird es dann jemals aufhören oder wird man mir eher die ganze Zeit dann mit Mitleid begegnen, weil die denken, ich würde es nicht bemerken?

    Mit der Abteilungsleiterin sprechen?
    Auch bei dieser Möglichkeit habe ich Angst, dass es danach nur noch schlimmer wird. Sie müsste dann schließlich mit den anderen Kollegen darüber sprechen und was weiß ich, was die dann denken.

    Also, soweit erst mal von mir. Vielen Dank fürs Lesen und viele Grüße
    Mrs Ch

  • #2
    AW: Ausgelacht

    Hi!

    Mache Deine Arbeit gut und gewissenhaft. Führe ein Mobbingtagebuch. Schreibe alles hinein was Dir nicht koscher vorkommt. Vermeide Interpretationen
    wie "... hat geglotzt um mich zu ärgern...". Hier ein Link dazu http://ra-burg.de/mobbing/mobbingtagebuch/ Wenn Du ein gut geschriebenes Tagebuch hast, kannst Du es sogar bei einem Rechtstreit verwenden. Dafür wirst Du einen Anwalt brauchen der Deine Aufschriebe dann einortnen kann. Sprich über nichts privates denn das geht dieser Meute nichts an. Die werden es nur gegen Dich verwenden. Versuche Dich nicht anzubiedern denn das könnte die Ursache für das Getuschel und Gegrinse sein sein. Sei Du Dir selbst treu. Arbeite an Deinem Selbstwertgefühl durch ein gutes Hobby oder/und Sport. Durch Tanzsport kannst Du auch an Deiner Körperhaltung etwas verbessern. Vermeide Überreaktionen. Was stört´s die Eiche wenn ´ne Sau sich dran kratzt?! Ich schreibe ein wenig ins blaue hinein weil Du noch keine typische Situation / Anlass beschrieben hast. Wie gesagt, analysiere erstmal die Ramenumstände melde Dich wieder und bereite Dich gut auf ein Gespräch mit Chefe´s Chef vor. Frohe Weihnachten Kopf hoch, Sch... brüllen und weitermachen.

    Grüßlinge!

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    • #3
      AW: Ausgelacht

      Hallo Alteisenfahrer,

      vielen Dank für Deine Antwort. Obwohl Du "ins Blaue" geschrieben hast, finde ich vieles hilfreich. Angebiedert habe ich mich vielleicht wirklich zu viel.

      Allerdings kann ich die Situation nicht näher beschreiben. Es ist einfach wie es ist: die Lachen über mich. Nicht mehr und nicht weniger.

      Dafür kann es hundert Gründe geben (mein Aussehen, die Tatsache, dass ich nicht den gleichen scheiß im Fernsehen schaue, ein missverstandener Nebensatz, der weitergetragen und dabei verfremdet wurde) - oder eben auch keinen! Schließlich sollte man auch ein bisschen Toleranz an den Tag legen, oder? Ich finde das Verhalten meiner Kollegen auch manchmal merkwürdig oder nervig oder was auch immer. Aber ich mach mich ja nicht über sie lustig.

      Irgendwie würde ich denen bzw. meiner Abteilungsleiterin gerne mal sagen, dass es mir egal ist, was die über mich denken und dass sie sich über mich lustig machen, aber sie möchten doch bitte darauf verzichten, das in meinem Beisein zu machen. Ich finde das irgendwie sozusagen "unprofessionell". Ich mach da doch nur meine Arbeit, bin höflich zu allen und gut ist.

      Was meinst Du: könnte ich damit erfolgreich sein?

      Mit Dank und Gruß
      MrsCH

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      • #4
        AW: Ausgelacht

        Hi!

        Ich mache meine Arbeit so gut und zügig wie ich kann. Ich bekomme von meinem Chef ja auch Geld dafür. Meine Kollegen haben mich noch nie bezahlt also bin ich auch denen zu nichts verpflichtet. Freunde habe ich außerhalb meiner Arbeit genug. Wenn es übertrieben wird lasse ich auch mal eine Freundlichkeit weg oder bin übertrieben freundlich. Darüber ärgern sich die Mobber am meisten. Wichtig ist das ich im Team versuche meine Gedanken anzubringen und wenn ein anderer Kollege überhört wird, dann frage ich nach. Ich versuche immer konstruktiv und zielführend zu agieren. Ich verteile, wenn mir geholfen wird, Lob und Dank denn das kostet ja nichts. Damit kann ich inzwischen ziemlich gut Mitarbeiter motivieren. Dann macht auch denen die Arbeit Spaß und sie konzentrieren sich besser auf ihre Aufgaben. Hinter meinem Rücken wird schon getratscht. Das ich das weis, weis nur mein Chef und der hat schon "Einläufe" verteilt. Ich lasse mir da aber nichts anmerken.

        Grüßlinge!

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        • #5
          AW: Ausgelacht

          Hallo MrsCh

          Bei all dem was Du geschildert hast würde mich vor allem eines interessieren.
          Beurteile bitte auf einer Skala von 1-10

          1. Liebst Du das was Du beruflich tust? Oder ist es lediglich Dein Broterwerb?
          2. Bist Du ein Mensch der am liebsten heute schon wissen möchte was Übermorgen auf ihn zukommt. Sprich: Was hat das Wort "Sicherheit" für eine Bedeutung in Deinem Leben?
          3. Liebst Du die lebendige Abwechslung auf die Du innovativ und pragmatisch reagierst?
          3. Wie wichtig sind Dir die Beziehungen zu anderen Menschen überhaupt?
          4. Wie wichtig ist des Dir unabhängig von anderen Menschen zu sein?

          Und das Allerwichtigste: Was genau würdest Du gerne tun wenn Du noch einmal frei von allen Verpflichtungen wärst und Dich frei entscheiden könntest was Du mit Deinem Leben anstellen könntest?
          Was befeuert Deine brennende Leidenschaft bei dem Du Raum und Zeit um Dich herum vergisst? Hast Du Dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?
          Ein klares Selbstbewusstsein bzgl. Deiner Stärken aufgebaut?

          Ich glaube, aufgrund Deiner Ausführungen, dass Du dich in einem vollkommen falschen Beruf und damit Umfeld befindest.
          Sprich von Menschen umgeben bist, die Deine persönlichen Werte und Präferenzen nicht im Geringsten teilen. Weder die Kollegen noch vor allem die Vorgesetzten.

          Deshalb begegnet Dir das auch immer wieder. Ganz einfach da Du zwar schon öfters die Stelle aber nicht die Berufssparte gewechselt hast.
          In der sich immer die gleichen Menschen tummeln, die, egal wo auf der Welt, nicht auf einer Wellenlänge mit Dir kooperieren können.
          Aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur gar nicht gute Kollegen für Dich sein können. Sie sind so vollkommen anders wie Du. Deshalb finden und behandeln sie Dich als "lächerlich".
          Für sie bist Du fürwahr ein Fremdkörper, ein Ausserirdischer, wenn nicht gar der Todfeind ihrer ureigenen Werte und Präferenzen.
          Der, mit Verlaub, "Geisterfahrer", der selbst nicht klar erkennt aber irgendwie tief in sich drinnen fühlt im Leben auf der vollkommen falschen Spur zu fahren.

          Denk mal drüber nach die Tage. Ich würde mich über eine Antwort freuen.

          Gruss Compliance
          Compliance
          besonders erfahrenes Mitglied
          Zuletzt geändert von Compliance; 27.12.2015, 09:28.

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          • #6
            AW: Ausgelacht

            Hallo Compliance,

            danke für Deine Antwort! Und erst einmal: ein frohes neues Jahr!

            Was Du schreibst, ist sehr interessant.

            Zu Beginn meines Arbeitslebens, war mein Job mehr als ein Broterwerb. Aber das änderte sich schnell. Egal wo ich war; meine Kollegen hatten nicht so ein großes Interesse an dem Thema, an neuen Entwicklungen usw. Mittlerweile möchte ich in der Tat nur noch Geld verdienen mit meinem Job.

            Und ja: ich fühle mich wie ein Ausserirdischer. Ich interessiere mich kaum für Oberflächlichkeiten, für Gossip, für TV-Serien, Kleidung, Schminke und sonst alles, worüber Menschen im Büro am liebsten Reden. Dennoch habe ich versucht mich anzupassen.

            Natürlich würde ich gerne aussteigen und was völlig anderes machen, aber das geht nicht so einfach und vor allem nicht, von heute auf Morgen. Und außerdem macht mir meine Arbeit als solche eigentlich nach wie vor Spaß und das Gehalt ist ganz ordentlich.

            Ich kann mich irgendwie nicht wehren. Mag ja sein, dass meine Kollegen mich seltsam finden. Mag auch sein, dass ich nicht immer alles richtig mache. Aber das berechtigt doch niemanden sich so offensichtlich über andere lustig zu machen, oder habe ich da eine zu naive und idealistische Einstellung? Ich tue meinen Kollegen nichts und sehe sie auch nicht allzu oft. Können die mich nicht einfach in Ruhe lassen?

            Ich weiß einfach nicht, ob ich die Abteilungsleiterin darauf ansprechen soll. Zuerst hatte ich es, wie gesagt, versucht zu ignorieren. Daraufhin reagieren einige KOllegen mit Mitleid auf mich. Vielleicht denken sie, ich würde es nicht schnallen, dass man sich über mich lustig macht? Ich würde meiner Abteilungsleiterin gerne sagen, dass es mir egal ist, was sie von mir halten, dass ich einfach nur meine Arbeit machen will und nicht mehr. Meinst Du, das wäre ein guter Weg?

            Mit Dank und Gruß
            MrsCh

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            • #7
              AW: Ausgelacht

              Meiner Meinung nach ist das, was Sie getan haben am Arbeitsplatz wirklich wichtig. Sie sollten zunächst geben Sie Ihre eigene Einstellung über Mobbing!




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              • #8
                AW: Ausgelacht

                Hallo MrsCH

                Auch erst einmal ein frohes neues Jahr. Ich hoffe es hat besser angefangen als aufgehört ;-)

                Interessant Deine Antwort auf die ich nun etwas näher eingehen möchte.

                1. So wie Du schreibst bist Du voller Enthusiasmus in Deinen Beruf gestartet. Doch musstest schnell erkennen, dass nicht alle so wie Du denken und mit demselben Herzblut dabei sind.
                Es ist allerdings normal, dass nur etwa 15-20% der Mitarbeiter eine solche Einstellung mitbringen und so als Streber gegen 80-85% der übrigen Mitarbeiter stehen, die sich natürlich in negativem Sinne herausgefordert fühlen.
                Sprich nichts unversucht lassen diese Menschen wie Du einer bist, ihre Konkurrenz zu bremsen, damit sie besser dastehen als es ihnen eigentlich gebührt.
                Wenn ihnen das fachlich nicht gelingt, was eben nicht selten gerade nicht ihre Stärke ist, geht es eben unterhalb der Gürtellinie los.
                Bilden sich Koalitionen die den ungeliebten Störenfried in die Schranken zu verweisen, wenn nicht sogar zu entfernen suchen.
                Wer zu den oben genannten 15-20% gehört ist in der Regel einsamer und hat weniger Fürsprecher als die Übrigen.
                Wenn dann auch noch der Chef zu den "Übrigen" gehört wird es erst recht komisch.

                Dieses negative Trommelfeuer hat jedoch mit der Zeit dazu geführt, dass Dir die Freude an Deinem Beruf genommen wurde und wie für alle anderen auch nur ein Broterwerb darstellt.
                Es ist nicht der Beruf oder die Aufgaben selbst, sondern die bestehenden Rahmenbedingungen, Kollegen und Vorgesetzte, die Dir einen beträchtlichen Teil deiner unbezahlbaren Eigen-Motivation genommen haben.
                Und Du hast es zugelassen. Passieren Dir mangels Fokus vielleicht sogar Flüchtigkeitsfehler die früher nicht passierten und so dem Gegner Genugtuung und Bestätigung bietet, dass ein Glück auch Du nicht perfekt bist.
                Das wird dann natürlich ausgekostet bis zum Erbrechen.

                2. Deinen Kollegen sind Oberflächlichkeiten wichtig, weil sie selbst oberflächlich sind bzw. so nach außen zumindest erscheinen. Ich könnte mir vorstellen, dass es schwierig sein dürfte sich ernsthaft mit jemandem über ein Thema zu unterhalten oder mit diesem produktiv auseinanderzusetzen. Deine Kollegen können nicht verstehen wie man sich für etwas so Lästiges wie seine Arbeit oder ein berufliches Thema bis in die Tiefe analytisch zu betrachten, ja sogar begeistern kann.

                3. Ich könnte mir vorstellen Du bist ein Mensch der seine Unabhängigkeit sehr liebt. Daher suchst Du eher wenig Kontakt zu Deinen Mitmenschen. Bist vielleicht gerne unter Menschen aber nicht der der auf Andere zugeht.
                Diesbezügliche Versuche wirken daher eher mehr gezwungen statt an natürliches Interesse am Anderen zu erwecken, was das Gegenüber alleine schon durch Körpersprache und Tonfall sehr schnell spürt.
                Wirkt nicht authentisch sondern als Anbiedern statt natürlichem Interesse. Worüber sich das Umfelder Kollegen natürlich köstlich amüsiert und das Maul zerreisst, satt positiv als einen Versuch zu deuten, normale Beziehungen mit ihnen aufzubauen. Da eure Präferenzen und Themengebiete grundverschieden sind ist es schwer eine Brücke zwischen euch zu bauen, zumal auch offensichtlich aus den Aufgaben kaum Druck besteht die Zusammenarbeit und Interaktion zu verbessern.

                4. Obwohl Du angibst, dass Dir deine Kollegen weitestgehend egal sind belastet Dich die soziale Isolation dennoch. Kratzt dies an Deinem Selbstwert in nicht unbeträchtlicher Art und Weise.
                Das ist nur verständlich denn trotz aller Unabhängigkeitsbedürfnisse wollen wir dazugehören. Wollen wir geliebt anerkannt oder zumindest respektiert werden. Das ist uns angeboren.
                Menschen sind durch und durch soziale Wesen.
                Auch in Dir gibt es daher ein Bedürfnis, eine Sehnsucht nach Harmonie und Zugehörigkeit. Doch es fehlt Dir der Wegweiser: Wo geht es bitte zu meinen Mitmenschen?
                Deine Kollegen sind, anders wie Du, Beziehungsmenschen. Der mutmasslich kühle und analytische Verstand Deinerseits strahlt ihnen zu wenig Wärme aus. Wärme an denen sich die anderen eben wärmen könnten.
                Du gleichst in ihren Augen eher einer Gefriertruhe mit der irgendwie keiner warm werden kann.

                5. Die Lösung zwischenmenschlicher Engpässe liegt nicht darin sich der Anderen zu erwehren, sondern auf seine Gegner/Mitmenschen angemessen zuzugehen.
                "Lerne deinen Feind kennen und er ist keiner mehr" gab einmal ein bedeutender und erfolgreicher Feldherr der Antike seiner Nachwelt weiter.
                Oder auch: "Der klügste Krieger ist der, der niemals kämpfen muss!" Sun Tzu: "The art of war"/"Die Kunst des Krieges"
                Stephen R. Covey meinte hierzu: "Erst verstehen, dann verstanden werden." Zitat aus "Die Sieben Wege zur Effektivität"
                Das Problem hast Du selbst benannt: Zitat: "Ich tue meinen Kollegen NICHTS!" Und damit wird seitens von Dir indirekt ausgeschlossen, dass Du ihnen zwar nichts Schlechtes aber eben auch nichts GUTES für sie tust ;-)

                6. Die Abteilungsleiterin darauf anspreche halte ich für eine überaus gute Idee. Von der Art und Weise wie Du das angehen willst würde ich mich, selbst Vorgesetzter, nicht begeistern lassen.
                Was hältst Du von der Idee das Ganze einmal von der anderen Seite her anzugehen? Nicht aus Deiner Sicht sondern aus der Sicht der Kollegen?
                Das Gespräch zu planen und zu eröffnen mit der Frage: "Wie zufrieden sind sie mit meiner Arbeit? Was ist gut und wo würden sie sich etwas anders oder Anderes wünschen?"
                Dann zuhören!
                Falls das Gespräch nicht von alleine darauf kommt die persönliche soziale Situation mit der Frage ansprechen: "Bestimmt ist Ihnen nicht entgangen, dass ich nicht unbedingt gut in die Gemeinschaft eingebunden bin. Eher ein Sonderling bin, über den sich einige Kollegen gerne einmal lustig machen. Woran glauben Sie könnte das liegen. Ihre Meinung dazu ist mir sehr wichtig!" Wieder nur gut zuhören und Verständnisfragen stellen. Keinerlei Verteidigungshaltung einnehmen oder gar Kontra geben, auch wenn es noch so schwer fällt.
                Alle Informationen auf und mitnehmen und sich bedanken für das freundliche und offene Feedback. Selbst wenn es vielleicht nicht sehr schmeichelhaft war.
                Im Sinne "Erst verstehen, dann verstanden werden" dann über das Feedback nachdenken.

                Was glaubst Du, versetzt in die Lage Deiner Chefin, würde dies für einen Eindruck bei ihr über Dich hinterlassen?
                Wie würde sich ein solches Gespräch von denjenigen unterscheiden die Du bisher, wenn überhaupt mit ihr darüber geführt hast?
                Was hältst Du von dieser Vorgehensweise?

                Ich bin gespannt auf Deine Antwort

                Viele Grüsse
                Compliance
                Compliance
                besonders erfahrenes Mitglied
                Zuletzt geändert von Compliance; 05.01.2016, 11:59.

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                • #9
                  AW: Ausgelacht

                  Hallo MrsCh,

                  mit deiner Abteilungsleiterin solltest du schon einmal reden. Erkläre ihr die Situation, erwähne aber bitte das Wort "Mobbing" nicht. Andere des Mobbings zu bezichtigen kommt nicht besondert gut an, auch, wenn es letzten Endes stimmt.
                  Ich verstehe zwar dein Zögern. In solchen Gesprächen kommen auch manchmal Dinge zur Sprache, die man nicht hören möchte. Es gehört aber schon einmal abgeklärt, ob es reinweg die Anderen sind, oder ob es mit deinem Verhalten / deiner Leistung zu tun hat.

                  Wobei du dich nicht mit aller Macht irgendwo angleichen musst. Das merken die anderen und von vielen wird man dann schon von vorn herein nicht mehr Ernst genommen. Sei so, wie du bist. Es kann dir egal sein, was deine Kollegen "privat" über dich denken. Es ist, wie es ist; es sind Kollegen und keine Freunde.

                  Gruß

                  Crissi

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