Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Ausgrenzung am Arbeitsplatz

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Ausgrenzung am Arbeitsplatz

    Hallo zusammen,

    vorab: ich bin - leider eine sehr ehrgeizige Person, die gerne Leistung bringt und sich für den Beruf einsetzt.
    Gerade das scheint mir jetzt zum Verhängnis zu werden. Ich bin Lehrerin und finde den beruf und die Arbeit mit den Schülern einfach super. Auch nach Unterrichtsbesuchen bekam ich positives Feedback, was mich noch weiter aufbaute und mich motivierte mich zum Personalrat aufstellen zu lassen. Das bin ich jetzt auch geworden, da sich fast keiner aufstellen ließ und keine richtige Wahl stattgefunden hat. Allerdings sind damit viele nicht einverstanden. Anfangs habe ich die Blicke und Situationen nicht richtig deuten können, aber jetzt verdichtet sich alles. Zuletzt hat mich auch ein Kollege angesprochen und gewarnt: "Mit zuviel Euphorie verscherzt man es sich beim Kollegium." Ich wollte mich einfach nur für die Kollegen interessieren und habe auch für viele - u.a. auch für den Kollegen - Aufgaben übernommen. Weiterhin äußerte sich ein anderer scheidender Kollege, dass ich es in Zukunft sehr sehr schwer haben werde im Kollegium. Andere Kollegen machen Bemerkungen, wieder andere beenden Gespräche, wenn ich komme.
    Na gut, ich habe mich zu stark engagiert und habe zu viel selbständig gemacht, so dass mich jetzt nicht einer oder zwei auszugrenzen versuchen, sondern eine unbestimmte Anzahl von mehreren Kollegen.
    Hinzu kommt, dass ich ein teilweise kommunikativer Mensch bin, wenn ich mich an einem Ort wohl fühle. Wahrscheinlich habe ich zu viel kommuniziert und mich zu positiv dargestellt.

    Das einzig Positive an der Sache: ich habe zu den meisten ein Arbeitsverhältnis und einen privaten Freundeskreis. Außerdem wohne ich soweit vom Arbeitsplatz weg, dass ich in meiner Freizeit keinen Kollegen sehe.

    Meine Frage ist jetzt: Wie soll ich mich verhalten? Ich habe vor, mich zurückzunehmen und weniger zu sprechen (bzw. nur dann, wenn jemand was von mir wissen will.)

    War jemand schon mal in einer ähnlichen Situation?
    Ich wirke halt sehr dominant und überzeugend...bietet alles natürlich Angriffsfläche...

    Lola

  • #2
    AW: Ausgrenzung am Arbeitsplatz

    Hallo Lola,

    nu hör mal auf zu rennen und schnaufe mal tief durch.

    <!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDo§§§ent> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables/> <w:SnapToGridInCell/> <w:WrapTextWithPunct/> <w:UseAsianBreakRules/> </w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplore r4</w:BrowserLevel> </w:WordDo§§§ent> </xml><![endif]--> An Ehrgeiz ist an sich gesehen ja nicht schlechtes. „Gefählich“ wird es aber dann, wenn du augenscheinlich anfängst, deinen Kollegen Arbeit „weg zu schnappen“. Du sagst ja selbst, dass du viele Aufgaben deiner Kollegen übernommen hast. Das erweckt zum Einen den Eindruck, als ob du dich für „besser“ hältst und läßt möglicher Weise die Kollegen auch in einem nicht gerade guten Licht dastehen. Einmal davon abgesehen, dass sich der ein oder andere auch übergangen fühlt.
    Klar, dass die dann allmählich säuerlich werden.
    Natürlich neigt ein sehr ehrgeiziger Mensch auch dazu, sich im besten Licht dazustellen. Zuviel reden, wenn du dich irgendwo wohl fühlst, ist möglicherweise nicht das Problem, aber „ich mache dies, ich mache das“ ... Ok, und was machen deine Kollegen? „Ach da hab ich dies übernommen, das mache ich jetzt auch noch...“

    Klingt ein bisschen überheblich, oder?

    Tritt mal ein bisschen auf die Bremse und lass deine Kollegen ihre Arbeit machen. Versuche damit aufzuhören, alles „an dich reißen zu wollen“. Das ist / wirkt arrogant. Das macht niemand lange mit. Kümmere dich, einfach gesagt, um deine Sachen. Versuche auch, mehr auf deine Kollegen einzugehen. Gerade als Personalrat ist es eigentlich deine Aufgabe für die Leute und ihre „Probleme“da zu sein und nicht, ihnen Arbeit abzunehmen, sondern auch eher nach einer Lösung zu schauen, wie die Kollegen ihre Arbeit auch zufriedenstellend für die „Allgemeinheit“ erledigen können.

    LG

    Ilythia

    <!--[if gte mso 10]> <style> /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Table Normal"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman";} </style> <![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <o:shapedefaults v:ext="edit" spidmax="1026"/> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <o:shapelayout v:ext="edit"> <o:idmap v:ext="edit" data="1"/> </o:shapelayout></xml><![endif]-->
    Ilythia
    besonders erfahrenes Mitglied
    Zuletzt geändert von Ilythia; 01.08.2016, 17:32.

    Kommentar


    • #3
      AW: Ausgrenzung am Arbeitsplatz

      danke für deine schnelle Antwort.
      Ja, ich stimme dir zu. Ich muss da wirklich auf die Bremse drücken.
      Allerdings war es bei einem Kollegen so, dass er den Anschein erweckte, er hätte eh keine Lust und ich bin auch immer für ihn eingesprungen, wenn er nicht wegen einer Extraveranstaltung kommen wollte.
      Meinst du, ich sollte mit den entsprechenden Kollegen reden? Ich glaube, es sind mittlerweile einige und ich bin mir auch sicher, die wollen mich jetzt irgendwie ausschließen, da ich ihnen auf die Nerven gehe.

      Lola

      Kommentar


      • #4
        AW: Ausgrenzung am Arbeitsplatz

        Wie schätzt du denn deine Kollegen ein? Sind sie eher vernünftig und können auch zuhören? Dann wäre ein Gespräch sicher angebracht. Du brauchst dabei ja auch nicht "unterwürfig um Verzeihung bitten". Wenn es Leute sind, die es anerkennen, wenn jemand Fehler zugibt, hast du sicher gute Karten. Ich denke, du wirst nicht die erste sein, die beim "Versuch" das Beste aus einer neuen Stellung zu machen, etwas "zuviel Gutes" tut. "Anfängerfehler" gibt es nun einmal (oder wie lange bist du schon "höher gerutscht?) Das dich einige auf deine "Euphorie" angesprochen haben, muss man auch nicht gleich in die negative Ecke schieben. So ein kleiner Gong zum Aufwachen tut manchmal auch ganz gut.

        Wenn man mit den Kollegen nicht offen reden kann, dann ändere stillschweigend dein Verhalten. Sei - beruflich - freundlich, lasse sie ihren Job machen und halte dich, sofern es nicht dich direkt betrifft - einfach raus. Sie werden dann schon von selbst merken, dass sich dann "was tut". Die jenigen, die nach einiger Zeit dann vielleicht wieder etwas aufgeschlossener dir gegenüber werden könnten, kannst du dann immer noch ansprechen. Andere lass erst einmal links liegen (bis auf das kollegiale Verhalten) und ignoriere irgendwelche dummen Sprüche.

        Du brauchst auch nicht plötzlich vor Freundlichkeit übersprudeln. Das wäre wieder zuviel des Guten und letztlich bei den Leuten, die so oder so schon dumme Sprüche reißen, ein Zeichen von Schwäche.
        Du magst zwar im Personalrat sein, aber letztens bist du "auch nur" eine Kollegin und Lehrerin. Wenn du dich ganz normal verhältst werden einige schon merken, dass du ruhiger wirst und deinen "Höhenflug" wieder in normale Bahnen lenkst.

        Ilythia

        PS.: Zu dem lustlosen Kollegen...
        Das ist letztlich auch nicht deine alleinige Sache.
        Ilythia
        besonders erfahrenes Mitglied
        Zuletzt geändert von Ilythia; 01.08.2016, 19:51.

        Kommentar


        • #5
          AW: Ausgrenzung am Arbeitsplatz

          hallo Lola,
          Nimm Dich einfach ein wenig zurück. Man kann andere Menschen auch mit der eigenen Dynamik überfahren.Immer auf Abruf als Ersatz einzuspringen ist eine Sache, dann sich aber zudem noch weitere Arbeit in Form von Personalrat aufzuhalsen, das ruft sicher bei den meisten Deiner Kollegen ein Gefühl der Unzulänglichkeit hervor.Sie mögen vielleicht fürchten an Dir gemessen zu werden.
          Wie war Dein Verhältnis zum Kollegium denn vorher?
          Lass jetzt einfach mal Ruhe einkehren, lass das, was Ilythia geschrieben hat mal einsickern, bremse Dich ein wenig und " überrolle" Deine Kollegen nicht mit Deinem ( sicherlich positivem) Tatendrang. Das wäre so mein Ratschlag.

          Viel Glück!!!
          Cinderella

          Kommentar


          • #6
            AW: Ausgrenzung am Arbeitsplatz

            Danke euch zwei für die hilfreichen Tipps
            Das Verhältnis zum Kollegium hätte ich bis vor kurzem als positiv eingestuft, allerdings mit einer gehörigen Portion Naivität.
            Im Nachhinein fällt mir auf, dass mich schon vor der "dynamischen Phase" Kollegen einstuften als eine, "die sich profilieren will" (Das bewerte ich jetzt mal negativ!) und demzufolge schon auf Abstand gegangen sind (meine Interpretation).
            Hm, ich bin so gepolt, dass ich bei allem, was ich tue immer 100% herausholen will und kein Mittelmaß kenne. Demzufolge war ich noch nie ein typischer Mitläufertyp, der problemlos in einer Menschenmasse "verschwindet". Ich möchte aber auch keine anderen in einem negativen Licht darstellen und tendiere dazu, anderen den Vortritt zu lassen, was, glaube ich, aber auch nicht so von den Kollegen gesehen wird. Es gibt einfach immer welche, die lästern wollen und dafür bieten sich Charaktere wie ich ja an.
            All das wäre für mich ja ok, wenn ich auf die Meinung anderer nicht so viel geben würde. Ich möchte es einfach allen recht machen und mache mir seit Freitag über diese unglückliche Situation Gedanken und kann nicht mehr abschalten. Besonders, dass sich Gruppen auflösen wenn ich komme und fadenscheinige Ausreden gebracht werden, finde ich schlimm.

            Zusätzlich habe ich die "Rangordnung" und Gepflogenheiten des Kollegiums missachtet, denn dort ist es Usus, dass Kollegen, die Ämter anstreben so tun, als ob sie sich nach reiflichen Überlegen breitschlagen haben lassen und das Amt ursprünglich ja gar nicht machen wollten. Ich bin nicht so und kann mich auch nicht so verstellen, als dass ich es ansatzweise wäre.

            Ich muss mir noch überlegen, ob ich wen anspreche, denn ich tendiere auch dazu, mich dann mit vielen Argumenten zu rechtfertigen...alles in allem fühle ich mich, als hätte ich eine Straftat begangen...

            Kommentar


            • #7
              AW: Ausgrenzung am Arbeitsplatz

              Hallo Lola,

              allem einmal vorweg: Man kann es nicht jedem recht machen! Dazu bräuchte man schon Superkräfte und die kann man nun auch nicht mal schnell aus dem Hut zaubern.
              Aha, deine Kollegen heucheln also Bescheidenheit und du nicht. Also tust du etwas, zu dem sie offensichtlich nicht in der Lage sind: Du bleibst dir selbst treu und bist ehrlich. Das spricht für dich, macht aber gleichzeitig auch so manchen neidisch, der auch lieber gerade heraus sein möchte, es sich aber eben wegen der anderen nicht traut. Und heraus kommen dann solche Aussagen wie: Die will sich ja nur profilieren!

              Ich stimme zwar mit Ilythia und Cinderella überein, wenn sie sagen, dass du ein bisschen auf die Bremse treten musst. Aber rechtfertigen brauchst du dich vor niemandem. Du hast, als es um das Amt des Personalrates ging, reagiert, als sich - jedenfalls so wie du es beschreibst - jeder den Buckel sauber halten wollte. Eine richtige Wahl gab es ja, laut dem, was du schriebst, nicht. Mit "Ach nein, mach du!" "Nöö, doch lieber du" "Ach ja sollte ich, nee, doch lieber der da drüben...." kommt man im Leben auch nicht weiter und wenn dann jemand aufsteht und sagt, ich mache, verhagelt man denen dann auch schon einmal die Suppe. Was folgt ist Neid und blöde Sprüche um sich selbst wieder besser zu fühlen.

              Ich kann sehr gut verstehen, dass dich das alles verunsichert. Man weiß nie, wie man auf solch blödes Verhalten anderer reagieren soll. Aber willst du, nur um es allen recht zu machen, dein Leben nach deren Maßstäben leben? Ach nöö, oder?

              Zieh dein Ding durch. Nur eben "etwas langsamer". Du musst nicht jedem hinterher rennen, aber wie meine beiden "Vor - Schreiberinnen" schon ganz richtig sagten... Ehrgeiz ist gut, solange er in gesunden Bahnen läuft und andere nicht überfährt. Man muss sich dabei auch nicht kleiner machen, als man ist, aber mit ein bisschen Diplomatie und Fingerspitzengefühl geht es leichter.

              Mache dir nicht so viele Gedanken darum, was DU alles falsch machst. Das führt zu nichts außer, dass man anfängt sämtliche Schuld bei sich zu suchen. Denke einmal anders herum. Deine Kollegen hatte alle die gleiche Chance, als es um die Wahl des Personalrates ging. Statt "hier!" zu rufen, hielten die sich lieber mit hin und her - Geschunkel auf. Selbst Schuld!
              Das du Arbeiten von deinen Kollegen übernommen hast, war das in diesem Moment notwendig, oder sind sie zu dir gekommen?

              Das macht dich zwar noch immer nicht zu "etwas Besserem", aber zu jemandem, der "die Katze beim Schwanz packt". Das wird von anderen auch gern als Gefahr gesehen, ohne dass kapiert wird, dass es an jedem selbst liegt. Solche Personen begegnen einem überall.
              Lass irgendwelche verstummenden Gespräche oder komische Blicke nicht zu nah an dich heran kommen. Auch das bringt nichts.
              Wie gesagt, die berühmte Bremse halte ich auch erst einmal für richtig. Schon, um die Gemüter etwas zu beruhigen. Langsamer kommt man auch zum Ziel. (Und wesentlich stressfreier) Letztlich dankt es dir niemand, wenn du arbeitest wie ein "Berserker". Im Gegenteil, fällst du dann auf den Allerwertesten, ist die Schadenfreude deren schönste Freude.

              Gruß

              Thorsten

              Kommentar


              • #8
                AW: Ausgrenzung am Arbeitsplatz

                Danke für deine Antwort, Thorsten. Ist ja auch einmal gut die ganze Angelegenheit aus der Sicht eines Mannes erklärt zu bekommen
                Ich habe dem älteren Kollegen viel Arbeit abgenommen, da er nur 2 Stunden in einer Klasse unterrichtet hat und ich eben 7 Stunden, so dass ich die Klasse öfter gesehen habe. Außerdem hat er immer so getan, als wollte er sich aus der Affäre ziehen und ich habe mir dann gedacht, dass ich das dann gleich selber erledige, da ich "rumeiern" auch nicht für sonderlich sinnvoll finde. Aber scheinbar wollte er ja was machen, hat sich allerdings nicht konkret und direkt geäußert. Nur am letzten Schultag hat er eben "nachgetreten" und seinen ganzen Frust in eine Art "Minimoralpredigt" verpackt mit dem dezenten Hinweis, dass das gesamte Kollegium so denken würden wie er.

                In den Personalrat wollte keiner. Auch die ehemaligen Mitglieder haben andere Aufgaben und wollten dieses Amt nicht noch einmal übernehmen. Leider kam es auch zu einer kleinen Diskussion über den "Vorsitz". Ich habe halt wieder gesagt, dass ich es machen würde, nachdem wieder nur rumgeeiert wurde. Letztendlich ist es jetzt eine Kollegin, die nach eigenen Aussagen dieses Amt nie machen wollte und von anderen überredet wurde. Warum sie dann den Vorsitz machen wollte, weiß ich nicht. Ich habe herausgefunden, dass das alles ziemlich viel Gelabere ist. keiner macht klare Ansagen. Am besten, man würde in der Masse verschwinden, indem man rumjammert und ablästert.

                Zudem kommt, dass ich ein Kleinkind habe, das meine Familie und ich betreuen. Auch das begreifen die Kollegen nicht, wie das mit Kind gehen sollte und machen Bemerkungen.

                Wie gesagt, ich habe die Strukturen dieses Kollegiums lange Zeit überhaupt nicht durchschaut und bin jetzt zu dem Schluss gekommen, dass diese Strukturen nicht zu meinem Charakter passen. Ich werde mich zurücknehmen, aber meinen Weg weiter gehen. In diesem Beruf ist man ja nicht wirklich auf die Zusammenarbeit mit Kollegen angewiesen (so denn keiner mehr was mit mir machen möchte).

                Lola

                Kommentar

                Lädt...
                X