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Mobbing in der Ausbildung

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  • Mobbing in der Ausbildung

    Hallo ihr lieben!

    Ich bin das erste mal in einem Forum und hoffe alles richtig zu machen.

    Ich bin in der Ausbildung als MFA und mache die vorgezogene Prüfung. Das heisst ich bin in 4 Monaten fertig mit der Ausbildung.

    Nun ist es so dass ich die Ausbildung damals angefangen habe und total glücklich war. Ich dachte alle sind mega nett. Ich wurde eingestellt da eine Kollegin in Mutterschaftsurlaub gegangen ist. Also musst ich in 5 Monaten bis sie weg gegangen ist, so schnell wir möglich eine Vollzeitkraft ersetzen. Damals fing es schon an mit. Bis in 5 Monate musst du das alles können. Ich dachte mir: Ok, dass schaffe ich. Dann wurde ich immer mehr angefaucht das ich dies und das nicht zu 100% korrekt mache. Sie fingen an hinter meinen Rücken zu reden. Haben fehler gemacht und mir in die Schuhe geschoben und immer wenn ich mich wehren wollte und sagen wollte, dass ich das nicht war. Wurde ich immer als Lügnerin abgestempelt. So fing es an das ich jeden Tag Angst hatte fehler zu machen und ein anschieß zu bekommen. Kritik ist wichtig und mir ist bewusst das sie mich auch kritisieren müssen. Aber es kammen sprüche wie: "Bist du Dumm","Für was hast du eine Brille wenn du eh nichts siehst." "Du bist zu mager, bist du Magersüchtig." etc. Ich hab die zähne zusammen gebissen und hab einfach alles unkomentiert gelassen und habe mich angestrengt besser zu werden, sodass keiner mehr so reden brauchte mit mir.

    Das war glaub ich der größte Fehler, denn es wurde immer schlimmer. Als die eine Kollegin dan in Mutterschuz war und ich mit der einen Kollegin alleine war. Fing der Stress noch schlimmer an. Meine Kollegin hat mir ständig gesagt das sie so viel zu tun habe und müsste auch noch meine Fehler ausbaden und bla bla bla. Ich hab ständig versucht ihr Verstänis zu zeigen. Hab sie in allem wie es nur geht versucht zu helfen. Selbst als sie kein Auto hatte habe ich sie abgeholt etc.
    Doch es wurde immer und immer schlimmer. Sie schrie mich an wegen Kleinigkeiten, drohte mir einmal mit Prügel etc. Ich konnte nicht mehr und bin letzendlich zur Chefin die versuchte es runter zu spielen und meinte: In einem Ohr rein und anderen Ohr raus. Ich habe es versucht. Jedoch habe ich mich vor Ansgt in die Arbeit zu gehen angefangen 6 Kilo abzunehmen und hab mich jeden Tag in der Früh übergeben. Ich konnte nicht mehr abschalten in der Freizeit. Ich dachte nur noch an die Arbeit. Bin selbst Nachts nochmal in die Praxis um zu kontrollieren ob ich alles richtig gemacht habe. Nur aus Angst vor der Reaktion meiner Kollegin. Auf jedenfall hat sich das immer mehr verschlimmert und meine Chefin habe ich alles Berichtet nur sie versuchte immer alles sich schön zu reden.

    Es kam so weit das ich zitternt und aufgelöst vor der Chefin stand und sagte ich kann nicht mehr. Diese bestellte dann ein Therapeuten in die Praxis der nichts gebracht hat auser zu sagen das einer von uns beiden Kündigen müsse. Ich hab mich bereit erklärt, da meine Kollegin mich noch danach anschrie, dass ich das aller letzte sei, das ich mich verpissen soll, das ich das schlimmste bin, mich keiner da haben will etc. Also suchte ich mir was. Dann bekam ich ein anruf dass ich es doch noch probieren soll und meiner kollegin tut es leid und es wird besser und und und. Also habe ich mich weichklopfen lassen, da ich dachte 6 Monate bis zur Prüfung schaffe ich noch.

    Falsch gedacht. Es kam jetzt eine neue Auszubildende die auch im 3. Lehrjahr ist. Mit diese Verstand ich mich gut. Nach einer Woche fragte ich sie wie sie sich in der Praxis fühlte. Sie erzählte mir das der Ton meiner Kollegin schlimm sei und sii nicht weis wie sie das aushalten soll. Also in meiner Dummheit versuchte ich sie aufzubauen erzählte ihr von meinen Erfahrungen und versuchte sie zu motivieren weiter zu kämpfen und das ich für sie da bin.

    1 Woche später geriet alles aus dem Ruder als meine neue Auszubildende mit der Ärztin geredet hatte und gemeint hatte das der Ton meiner Kollegin nicht gut sei. Dann sprach meine Cheffin mit meiner Kollegin. Meine Kollegin ist total ausgerastet und hat mir gleich die Schuld gegeben. Ich bin ruhig geblieben.

    Meine Kollegin hat dann gleich die neue Auszubildende angerufen und gemeint das ich über sie gelästert habe, dass sie ganz anders sei, dass sie kein Kontakt mit mir haben soll und dass sie mich am Montag Fertig machen will und wenn ich nicht bald gehe würde sie mich raus moben.

    Meine Ausbildende hat mir dass dann telefonisch mitgeteilt. Ich war fertig das ganze Wochenende und wusste nicht mehr was tun.

    Ich bin also am Montag hin zitternt und dann kam die Teambesprechung in der ich fertig gemacht werden sollte. Ich hab dann angefangen zu heulen und zu zittern und bin dann zum Arzt und habe mich Krankschreiben lasse. Mein Arzt kannte die Geschichte schon, da ich ihn über alles Informiert hatte. Jetzt bin ich schon seit 2 Wochen nicht mehr auf der arbeit und die Auszubildende hat den Kontakt mit mir abgebrochen. Meine Chefin wurde anscheinend so bearbeitet dass sie jetzt auch nicht mehr gut zu sprechen ist auf mich. Sie hat sogar in der Berufschule angerufen um zu Fragen wieso ich in der Schule bin und nicht auf der Arbeit. Obwohl ich ein Ärztlichesattest habe, dass ich in die Schule darf.

    Jetzt sitz ich hier und machen in 2 Monaten meine Prüfungen und kann nicht mehr in meine Arbeitsstelle weil ich das nicht mehr aushalte dort. Und lernen schaff ich auch nicht da ich ständig nur über die arbeit denke und was ich jetzt machen soll. Ich habe mich schon beworben um zu Wechseln aber für 4 Monate stellt kaum einer jemanden ein.

    Ich bin total verzweifelt.

    Ich würde nur gerne wissen was ihr darüber denkt.

    Sorry das es so lang geworden ist. Ich hab versucht mich Kurz zuhalten.

  • #2
    AW: Mobbing in der Ausbildung

    Hallo Lovie,

    du Arme! Da bist du ja in einem Wespennest gelandet. Aber sieh eines erst einmal positiv, du bist krank geschrieben und musst erst einmal nicht zurück in diesen "Laden". Und wenn dein Arzt die Situation kennt, wird er dich auch länger krank schreiben. Notfalls bis zur Prüfung.
    Und mach dir auch keine Gedanken, wegen den Anrufen deiner Chefin in der Schule. Du hast ein Attest, alles andere hat sie nicht zu interessieren. Ebenfalls kann dir der andere Lehrling egal sein. Sie muss selbst wissen, was sie tut und wenn sie keinen Kontakt mit dir sucht, ist das ihre Sache.
    Konzentriere dich allein auf die Dinge, die dir im Moment wichtig sind und lass dich nicht weiter unter Druck setzen. Gönne dir auch einmal eine "geistige Auszeit" indem du die Zeit für deine Hobbys nutzt um auch einmal wieder auf andere Gedanken zu kommen. Das hilft auch, um wieder ein bisschen auf den Boden zu kommen.

    LG

    Ilythia

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    • #3
      AW: Mobbing in der Ausbildung

      Leider ist es so geregelt das man nur 10 % der Ausbildung Krank sein darf. Wenn diese Überschritten werden, darf man die Prüfung nicht machen.
      Ich habe mich schon an alle Stellen gewendet um zu wissen wie ich weiter vorgehen soll. Jedoch hat keiner Interesse nur ansatzweise mir zuzuhören.
      Man ist in solchen Fällen oft einfach allein gestellt. Ich habe früher kaum verstanden wie sehr manche Menschen unter so einen Druck leiden. Jedoch jetzt weis ich wie sehr andere Personen einem das Leben zur hölle machen kann.
      Ich bin immer wieder am Zweifeln ob ich nicht an allem Schuld bin und mache mir selber Vorwürfe die total schwachsinnig sind.

      Ich danke dir sehr dass du mir geantwortet hast

      Leider kann ich nur jetzt mich anderweitig bewerben oder 4 Monate noch in die alte Arbeitstelle zu gehen und versuchen durchzuhalten. Obwohl ich schon an den Gedanken wieder in die Arbeitstelle zu gehen mich total fertig macht. Ich habe jedes mal Angst wenn mein Handy klingelt oder meine Klingel von der Haustür, dass meine Kollegin da steht um mich fertig zu machen.

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      • #4
        AW: Mobbing in der Ausbildung

        Wie lange geht deine Ausbildung insgesamt? Im Normalfall sind das ja drei Jahre, davon 10% Fehltage wären 12 - 15 Wochen. Wenn du also nicht schon vorher X mal krank warst, kannst du dich bis zur Prüfung krankschreiben lassen. Danach könntest du einen Aufhebungsvertrag machen. Dann bräuchtest du auch nicht mehr die leidigen zwei Monate "absitzen".
        Hast du noch Urlaubstage frei? Die könntest du (offiziell zum Vorbereiten und Lernen für die Prüfung) nehmen. In dieser Zeit brauchst du keine Krankschreibung, hättest also schon etwas von den 10% "gespart".
        Warst du schon bei der für dich zuständigen Kammer (IHK?)? Wenn du es in deinem Betrieb gar nicht mehr aushältst, kann man auch versuchen, dort als externer Prüfling zugelassen zu werden. Allerdings muss man dann die Prüfungsgebühren selbst tragen. Hättest du notfalls jemand, der dir dabei hilft?

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        • #5
          AW: Mobbing in der Ausbildung

          Meine Ausbildung geht insgesamt 2 Jahre. Habe vielleicht vorher 6 Tage gefehlt oder so. Konnte ja nicht Krank sein da wir Personalmangel hatten.

          Ja ich war bei der Ärztekammer, die mich eher genervt vermittelt haben dass sie das nicht interessiert und ich nur wechseln kann oder wieder in die Praxis soll. SIe meinten auch das ich doch 4 Monate aushalten kann in der Praxis und jetzt doch nicht einfach Krank sein dürfte.

          Ob Schule, Ärztekammer, Anwalt alle haben mich eher weg geschoben und mir gesagt ich habe keine wahl auser wechseln oder in die Praxis. Also hat man absolut keine Anlaufsbahn irgendwie zu wissen wie man jetzt weiter machen soll und welche rechte ich habe.

          Leider habe ich im November die Schriftliche Prüfungen und erst Januar meine Mündliche. An den Tag wo ich die Mündliche abschliesse ist meine Ausbildung zuende.

          Ich hab mich informiert ob ich selber die Schule und Prüfung bezahlen kann. Jedoch ist es bei der Ausbildung der MFA zwingend notwendig in einer Praxis zu sein. Das heisst ich kann nur meine Ausbildung beenden wenn ich in einer Praxis als Auszubildende gemeldet bin.

          Manchmal denke ich, ich sollte einfach die 4 Monate in die Praxis und es aushalten aber schon der gedanke daran macht mir Panik und ich bekomme Magenschmerzen.

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          • #6
            AW: Mobbing in der Ausbildung

            Hast du dir schon einmal überlegt, deinen Arzt "mit ins Boot" zu holen? Frage deinen Arzt, ob er bereit wäre, sich mit der Kammer in Verbindung zu setzen. Mobbing ist auch seitens des Betriebes eine grobe Pflichtverletzung gegenüber einem Auszubildenden und es gibt Stellen bei der Kammer, die das prüfen.Notfall auch einen Vermittler in den Betrieb / die Praxis schicken. Leider wird das Thema Mobbing oft nicht ernst genommen. Wenn jetzt aber von "zweiter Seite", sprich deinem Arzt vielleicht auch noch Druck gemacht wird, könnte das etwas bewirken. Vielleicht lässt sich deine Praxis auch auf eine Freistellung ein. D. h. du bist dort weiterhin gemeldet als Azubine, musst dort aber nicht mehr hin. Das muss aber vertraglich geregelt werden.
            Wenn du jetzt schon beim bloßen Gedanken an diesen Betrieb Panik bekommst und Magenschmerzen, hat es wenig Sinn, dass du dort nochmal hin gehst. Ich kann die Zwickmühle in der du gerade steckst, gut verstehen. Eine Ausbildung ist wichtig, es ist der Beruf, in dem man auch arbeiten möchte. Aber in deinem jetzigen Zustand hängst du völlig in der Luft, hast Zukunftsängste, weißt nicht mehr weiter. Eine letzte Möglichkeit wäre noch, dort zu kündigen und die Prüfung später nachzuholen, wenn du eine andere Praxis gefunden hast. Dieser Gedanke schnürt einem zwar zunächst auch erst einmal den Magen zu, du willst ja auch fertig werden und richtig ins Berufsleben. Aber letztlich geht deine Gesundheit absolut vor und mit der Psyche ist nicht zu spaßen.

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