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S.O.S.! Hilfe! Bin verzweifelt! Teil 2

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  • S.O.S.! Hilfe! Bin verzweifelt! Teil 2

    Zum Hintergrund: Ich befinde mich in einer Maßnahme zur Wiedereingliederung auf den 1. Arbeitsmarkt für psychisch Kranke, habe selbst chronische Depressionen. War vorher in einer Einrichtung desselben kirchlichen Trägers, (siehe hierzu: S.O.S.! Hilfe! Bin verzweifelt! Teil 1 von Ende April 2022) dieser hat 2 Einrichtungen dieser Art in unserer Stadt. Derzeit werde ich dort von mehreren Personen, auch von den Sozialpädagoginnen, gemobbt. Eine von ihnen tut sich dabei besonders hervor. Dazu später.

    Das Mobbing zeigt sich nicht nur durch Lästern hinterm Rücken und bestimmte Gesten, sondern auch durch Ausschließen und nicht mehr grüßen. Fast keiner spricht mit mit, wenn dann nur die Sozialpädagogin Frau U. und selbst die Sozialpädagogin Frau M. redet, wenn überhaupt, nur das Nötigste mit mir. T. Hat mir mehrfach hintereinander im Sommer, als ich draußen saß, den Vogel gezeigt, A. hat mich gleich zu Anfang als dumm bezeichnet, ebenso wie C. Ich höre öfter, wie verrückt, dumm und teilweise auch asozial ich bin (dies speziell von So.). Teilweise kann man das auch auf Toilette oder dem Gang hören, wenn die Tür zum Garten geöffnet ist. Im Garten wird öfter über mich gesprochen. Auch To., C., W., An. und F. haben mit den Vogel gezeigt. A. macht manchmal Anspielungen, die sich auf mich beziehen. Er redet dann laut vor sich hin, spricht mit sich selbst. Habe durch Mobbing Schlafstörungen, Kopf- und Magenschmerzen, ein Stresssyndrom und tiefere Phasen meiner Depression.

    Das Mobbing begann schon relativ früh durch C. und A. Wenn ich im Ruheraum bin, mobbt mich F. mit Anspielungen. Nicht mal dort finde ich Ruhe. Es wird sich im Ergoraum über mich unterhalten. Ich habe auch schon einmal, als ich an der Tür zum Garten vorbeiging, gehört: „Ich kann die Frau nicht leiden!“ oder im Ergoraum behauptete man, ich würde das Krankfeiern richtig zelebrieren. (Von An. Hörte ich vor kurzem: „Die grüßt mich nicht mehr!“ in einem enttäuschten Ton. Das kann nur eine Anspielung auf mich sein, denn ich grüße oft und werde im Gegenzug fast nicht gegrüßt.) Als C. einmal im abgetrennten Raum saß, erwähnte er meinen Namen, den ich deutlich hören konnte. Wenn die Leute aus der anderen Einrichtung des Trägers aus der S.-straße montags oder mittwochs dazukommen, fühle ich mich sehr unwohl, vor allem dank F.s Anwesenheit.

    Mit meinen Depressionen ist dieser Zustand des Mobbings nicht länger tragbar. Es muss etwas geändert werden, sonst gibt es nach mir noch weitere Opfer. Viel Aggression ist im Spiel: Einige sind sehr wütend, andere eiskalt und zeigen mir ihre Wut auf andere Art, auch durch passive Aggression. Ich werde ignoriert, fast niemand setzt sich zu mir, egal, wo ich sitze. Sie vermitteln mir ständig, dass sie gebildeter sind als ich. Meine gesamte Energie konzentriert sich nur auf die Maßnahme. Ich denke sehr viel über das Geschehene nach, während und nach der Maßnahme, d. h. mein gesamtes Leben dreht sich praktisch nur noch darum. Deshalb haben sich hauptsächlich die vielen Fehltag angehäuft. Die feindseligen Handlungen werden systematisch vorgenommen. (Evtl. werde ich, weil ich durch die Depressionen schon vorgeschädigt bin, gemobbt, oder weil ich als relativ neu in der Einrichtung gelte oder weil ich so ruhig und zurückhaltend bin.) Ein Anzeichen dafür, dass die Feindseligkeiten systematisch sind, ist, dass sich bei mir psychosomatische Beschwerden wie Bauch- und Kopfschmerzen, aber auch Schlafstörungen und das Stresssyndrom zeigen. Es werden Gerüchte über mich verbreitet.

    Die Sozialpädagogin Frau M., die mich anfangs noch in der Einrichtung betreute, kam mir anfangs noch entgegen. Sie sagte, ich könne ihr etwas über das Mobbing in der anderen Einrichtung des kirchlichen Trägers erzählen und hörte sich alles geduldig an. Als ich jedoch, völlig naiv und verzweifelt, nach einem Gespräch pro Woche bei ihr fragte (es stehen einem Gespräche mit den Sozialpädagoginnen zu) reagierte sie wütend darauf. Auch am Telefon sprach sie in einem aggressiven Ton mit mir, worauf ich sie ansprach und sie rasch diesen änderte und ihren Zorn verleugnete. Sie hat, als ich mich einmal für etwas bedankte, das „bitte“ ebenfalls in einem wütenden bis arroganten Ton erwidert. Darüber gab es ein Gespräch, in dem sie ihren Ton als „selbstbewusst“ beschrieb. Dies aber erst auf meine Frage hin, ob das auch Selbstbewusstsein von ihr gewesen sein könnte. Nach ca. einem Monat in der Einrichtung hatte ich dann so eine Art kleinen Nervenzusammenbruch im Ruheraum, der direkt an ihr Büro grenzt, und sie hat darüber gejubelt und „Ja!“ gerufen. Kurz danach kam sie zu mir in den Raum und berührte die Decke an der Stelle, wo sich meine Hand befand, und tröstete mich. Ich habe sie auch erlebt, wie sie in einem etwas abgelegenen Raum mit anderen Teilnehmern über mich redete. Gegenwärtig ignoriert sie mich so ziemlich, redet eigentlich nur noch das Nötigste mit mir, außer ich initiiere ein Gespräch über ein unverfängliches Thema mit ihr. Sie hat noch viel mehr über die insgesamt 8 Monate, die ich jetzt in der neuen Einrichtung bin, getan, aber ich habe dies, wie auch das mir von den anderen Teilnehmern widerfahrene verdrängt, habe auch kein Mobbingprotokoll darüber geführt, weil ich gesundheitlich gar nicht in der Lage dazu war. Sogar der stellvertretende Geschäftsführer hat mich, als ich auf dem Gang saß und auf die Gruppe zum gemeinsamen Spaziergang wartete, vom Gang entfernen wollen und fragte die Sozialpädagogin, Frau M., ob es denn auch stimme, dass ich auf sie und die anderen Leute warte. Dabei wartete ich noch gar nicht so lange auf dem Gang. Er sprach auch in einem unfreundlichen Ton mit mir.

    Durch meine Recherchen im Internet habe ich übrigens herausgefunden, dass sich im Aufsichtsrat des örtlichen kirchlichen Trägers, d. h. konkret bzgl. dieser von mir besuchten Einrichtung, eine Psychiaterin befindet. Sehr interessant zu wissen... Es gab bisher 2 Gespräche über das Thema Mobbing mit der Einrichtungsleiterin Frau U., doch diese bewirkten nichts. Beim 1. Gespräch kam heraus, dass ich die Einrichtung wechseln sollte und beim 2. wurden meine Verbesserungsvorschläge, unter anderem der „No-Blame-Approach“, die Ausbildung von Teilnehmern als Mediatoren, eine Gruppenrunde (= eine Art WG-Runde, in der Themen und Probleme, die es gibt, besprochen werden) abgeschmettert. Die Sozialpädagogin, Frau U., kenne den „No-Blame-Approach“ nicht, es sollen auch keine Klienten als Mediatoren ausgebildet werden und ich könne nicht die Zeit der gesamten Gruppe für eine Gruppenrunde einfordern. In der Einrichtung existiere kein Mobbing, dies sagte mir Frau U. wiederholt und in einem entschiedenen Ton, wodurch ich merkte, dass dort nichts zu machen ist.

    Jetzt steht Weihnachten vor der Tür und das Mobbing läuft ungebremst weiter. Ich weiß mir dagegen nicht mehr zu helfen. Deshalb bitte ich euch an dieser Stelle um Hilfe. Das Ziel der Mobber ist, mich mit voller Absicht in die Psychiatrie zu bringen und mir die Chancen auf eine Wiedereingliederung ins Arbeitsleben zu nehmen.

    Wo in Deutschland gibt es Mobbingberatungsstellen? Was kann ich in meinem Fall gegen das Mobbing tun? Lektüre? Internetseiten, die weiterhelfen? Wer hilft mir noch weiter? Welche Tipps habt ihr? Wie würdet ihr euch an meiner Stelle verhalten? Was kann ich zur Prävention gegen Mobbing tun, dass so etwas nie wieder passiert? Ich möchte, dass dies auch keinem nach mir widerfährt.

    Danke schon mal im Voraus für eure Hilfe.




  • #2
    Hallo Lisafence,
    es tut mir leid zu lesen, was du mitmachst. An deiner Stelle würde ich mir auch dringend Hilfe holen. Einmal kannst du die Telefonseelsorge anrufen. (Telefonseelsorge.de) Die bieten auch online eine Unterstützung. Dann würde ich auch die Beschwerdestelle von dem kirchlichen Träger kontaktieren und fragen ob und wie die helfen können. Solche Zustände darf es nicht geben. Evtl. kann dir auch die Depressionsliga Tipps geben, wie du dich wehren kannst. Beim Hilfetelefon.de findest du auch kompetente Ansprechpartner. Ansonsten würde ich auch eine Psychologin aufsuchen, die sich mit Mobbing auskennt. Gute Hilfe beim Durchstehen von Krisen bieten in manchen Kirchen auch die Seelsorger. Vielleicht findest du im Internet auch noch eine Online-Selbsthilfegruppe oder eine Gruppe, die sich bei dir in der Nähe trifft. Als Christin würde ich dir auch immer raten ein Gebet um Hilfe zu sprechen. Das hat mir schon viel geholfen. Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft und ein gutes, neues Jahr.

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    • #3
      Liebe Limette,

      danke, ich wünsche dir auch ein frohes neues Jahr und vielen Dank für deine Antwort und deine Anteilnahme. Die Telefonseelsorge hatte ich schon im April '22 kontaktiert. Dort konnte man mir aber leider kaum helfen. Ja das ist schon ein komplexeres, schwierigeres Thema. Ich habe schon online auf einer anderen bekannten Seite Hilfe eingefordert. Warte noch auf die Antwort, das dauert warscheinlich noch 1-2 Wochen wegen der vielen Anfragen. So gut wie du konnte mir noch niemand helfen. Ich wünsche dir auch alles Gute und viel Glück und Erfolg für deinen weiteren Lebensweg.

      Liebe Grüße

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      • #4
        Üble , mobbende Personen gibt es überall. Aber es macht besonders betroffen, wenn sich die miesen Verhaltensweisen hinter der sog. christlichen Nächstenliebe verbergen.

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        • #5
          man sollte nicht erwarten, dass sich "kirchliche Träger" anders verhalten als "weltliche Träger". man empfindet lediglich die Argumentation als zynisch, weil es halt so absolut nichts mit der Bibel, Nächstenliebe etc. zu tun hat. Obwohl, im AT geht es ja auch hart zu ... Aber das waren auch andere Zeiten.

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          • #6
            Hallo Lisafence, vielen Dank für deine Antwort. Geht es dir schon etwas besser? Hat sich jemand bei dir gemeldet, um dir zu helfen? Ich habe im Internet noch den Krisenchat.de gefunden.
            Selbst habe ich jetzt mit dem Krisenchat noch keine Erfahrungen gemacht, aber evtl. könnten dir diese Menschen auch helfen. Ansonsten wäre evtl. auch die Mobbing-Beratung-Muenchen.de eine Stelle, die dir helfen in deiner Nähe kompetente Ansprechpartner und Helfer zu finden. Gemeinsam ist man immer stärker als alleine. Alles LIebe und Gute und Gottes Segen für dich weiterhin.

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