Hallo Liebe Leute...
Bin Foren-Neuling und habe keine Ahnung von dem, was ich hier mache. Allerdings bin ich auf eure Hilfe angewiesen.
Folgendes:
Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst (bin Pflegehilfskraft und examinierte RettSan, habe einen Behandlungspflege Schein zum umstieg in die Pflege gemacht) und fühle mich nun schon seit Jahren "terrorisiert" von meinen Teamleiter/Vorgesetzen.
Es fing damit an, dass unser Teamleiter in die Rolle der Pflegedienstleitung gerutscht ist (ohne jegliche Qualifikationen). Der "Ruhm" scheint ihm zu Kopfe gestiegen zu sein. Die erste Kollegin wurde kurz darauf gekündigt, weil sie anderer Meinung als er war, was die Tourenplanung betraf (Natürlich werden in der Kündigung andere Gründe angegeben - Gründe gibt's ja immer, wenn man nur sucht). Er hat angefangen die Kollegin im Team schlecht zu reden, was die Arbeit betraf und auch den geistigen Zustand ihrerseits. Zog auch die Masche seinerseits. Muss zugeben, er war sehr überzeugend. Die Kollegin hat versucht der Kündigung entgegen zu wirken und schneller die Kündigung ihrerseits einzureichen (ich weiß nicht, wer schneller war). Die Kollegin beteuerte uns allen gegenüber, dass dies alles nur gemeine Anschuldigungen waren und nichts von alldem, was gegen sie erbracht wurde, der Wahrheit entspreche. Auch dem Chef gegenüber. Aber unser Teamleiter hat uns wirklich alle von ihrer Unfähigkeit überzeugt.
Ich bin erst nach dem Vorfall eines Besseren belehrt worden.
Bevor ihr weiter lest, muss ich euch mitteilen, dass ich keinesfalls Rassist bin, aber hin und wieder gibt es nun mal Ländergruppierungen die zusammenhalten. Man kennt es ja schon aus der Schule... Ich komme mit allen klar, die Respektvoll mit mir umgehen...
Ich musste mit ansehen, wie neue Kollegen kamen und gingen und das alles in sehr kurzen Abständen. Teilweise kam es zu Gerichtsverhandlungen, auf Grund von Klagen seitens der ehemaligen Kollegen gegen Betrieb bzw. Teamleiter. Niemand kam bisher gegen ihn an, da er vom Chef gedeckt wird. Niemand kann sich erklären, warum der Chef ihn deckt, weil wir schon vieles schwarz auf weiß vorlegen konnten.
Weiter im Geschehen... (ich springe ein bisschen hin und her, weil ich nicht weiß, wo ich anfangen und aufhören soll. Ich bin nervlich ziemlich am Ende. Erzählen ist nun mal einfacher, als schreiben)
Ich konnte mich lange aus allem heraus halten, weil ich eher der stille Beobachter bin. Meine Unterdrückung fing damit an, dass ich eine Abmahnung bekam. Der Betrieb hat sich vergrößert und es wurde eine Senioren WG eröffnet (eine Art Heim). Diese WG war bzw. ist unserem Teamleiter nicht Recht. Durch den regelmäßigen Verlust von Kollegen waren wir schnell unterbesetzt und es gingen nur Bewerbungen für die stationäre Einrichtung ein. Da die Eröffnung sich um Monate verschob wurde dem für die WG eingestellten Personal angeboten, erst einmal ambulant zu arbeiten. Den Kollegen die dieser Idee zusagten, ging es schnell nicht mehr gut im Betrieb. Es wurde vom Teamleiter gedroht, dass sie gekündigt wären, wenn sich noch vor hätten, bei Eröffnung in die WG zu gehen. Sie hätten schließlich einen Vertrag mit dem Betrieb und nicht mit der WG geschlossen. Eine Kollegin hat Kind und Ehemann, der ebenfalls im Schichtdienst arbeitet. Diese wird nun gezwungen sowohl ambulant, als auch stationär zu arbeiten. Auf den Umstand des Kindes wird keine Rücksicht genommen, obwohl ihr bei Einstellung zugesichert wurde, dass dies kein Problem sei. Nun wird auch ihr regelmäßig mit Kündigung gedroht, sobald sie nur erwähnt sie könne nicht, weil das Kind keine Betreuung hat. Über eine weitere Kollegin höre ich immer wieder, dass sie bei Neuzugang für die WG gekündigt wird, da sie "bescheuert" sei. Sie hat sich aus dem ambulanten Dienst entzogen, weil sie wegen des Stress einen Krankenschein auf Burn-Out hatte. Eine neue Kollegin hat sich letzten Dezember auf die WG beworben und ist wegen erneutem Personalmangel auch bei uns gelandet. Sie hat den Chef gefragt, wann sie in die WG könne, sie hätte sich schließlich dafür beworben und könne dem Druck im ambulanten Dienst nicht Stand halten (Sie bekam Chemos). Sie sollte das mit dem Teamleiter abklären und wurde abgewiesen. Es gab eine Diskussion, dass sie da nicht hin gehöre. Sie setzte eine Frist, wenn nicht innerhalb einer Woche ein Termin gesetzt werden würde, ginge sie. Die Drohung wurde abgetan, ihr wurde gesagt, das würde sie eh nicht tun und sie kündigte. Der Teamleiter erzählte dem Chef, sie hätte gekündigt, da sie spontan eine Stellenzusage vom Medizinischen Dienst der Kassen bekommen hätte und leugnete das geschehene. Sie deckte ihn, um weiteren Stress aus dem Weg zu gehen und erzählte mir erst vor kurzem davon. Auch ich wollte letzten Sommer in die WG wechseln, da ich einfach keine Lust mehr haben in diesem "Zoo" zu arbeiten. Bin immernoch da...
Ein weiterer Kollege hat letztes Jahr die Kündigung eingereicht, da er jeden Monat um seine Stunden betrogen wurde. Es wurde erwartet, dass eine halbstündige Versorgung auch in 15 Minuten gemacht werden könnte, Zeit sei schließlich Geld... So wurden die Stunden, ohne schriftliche Begründung gestrichen. Er kam zurück, weil er allein Erziehend ist und auf das Geld angewiesen ist. Nun vermeidet er alle Konfrontationen und Diskussionen und zieht sich selbst einfach täglich eine Stunde Arbeitszeit ab, um ruhig arbeiten zu können. Auch meine Stunden werden regelmäßig gekürzt. Bei der Zeiterfassung im System, werden unwillkürlich Zeiten abgezogen. Frei nach dem Motto merkt sie eh nicht. Die von uns monatlich erfassten Stundenzettel, die auf das System übertragen werden, werden sofort in den Müll geworfen und nicht archiviert. Aber das spielt keine Rolle, die Gehälter werden scheinbar auch frei Schnauze überwiesen. Nachdem ich 6 Wochen im Krankenschein war, gab es schließlich mehr Gehalt, als über die Dezember-Feiertage an denen knapp 30% der schichten Doppelschichten waren.
Und noch so vieles mehr, aber wenn ich auf alles Eingehe, kann ich auch gleich ein Buch verfassen.
Meinen Lebensgefährten habe ich letztes Jahr im Betrieb kennengelernt. Er war für viele Kollegen ein Hoffnungsschimmer, weil er die erste Zeit geschafft hat, den Teamleiter am Boden zu halten. Auch die Situation hat sich schnell Zugespitzt. Der Teamleiter ging ihn immer mehr an (Existenzangst?!) und erfand miese Lügen. Mein Freund hatte sich für die Pflege beworben, aber sein Studium wurde sofort ausgenutzt. Da die Arbeitsmotivation bei uns auf Null gesunken ist, gab es viel nachzuholen. Er sollte QM- arbeiten erledigen, sollte als stellvertretende PDL hinhalten, da der Teamleiter ja rechtlich gesehen keine ist und nebenbei noch Pflege fahren. Ein normaler Tag hatte somit schnell an die 12 h. Mein Freund hat immer wieder den Chef angesprochen und ihm mitgeteilt, dass er es nicht macht. Er hätte sich für die Pflege beworben und entweder macht er das eine, oder das andere, aber nicht alles auf einmal. Der Teamleiter hat sich sehr zurück gelehnt diese Zeit, er saß seine 8h Arbeitszeit ab und man sah ihn nur mit Kaffee oder Zigarette in der Hand. Er wütete gegen meinen Freund, als der sagte, er könne ja auch etwas erledigen, statt nur zu deligieren, oder sich aber mal dazu setzen und lernen, was er nicht kann. Zur Antwort kam immer öfter, er könne sich mit seinem Studium den Arsch abwischen und er könne sowieso alles besser. Irgendwann ist meinem Freund der Kragen geplatzt und er ist gegangen. Es gab einen Krankenschein auf Mobbing bis Vertragsende. Der Teamleiter hat seit die arbeiten liegen geblieben sind, auch nichts mehr selbstständig erledigt und wütet weiterhin gegen die nächste neue Kollegin. Auch sie wird Respektlos behandelt, ständig angeschrien, Stunden unwillkürlich gekürzt.
Vor 7 Wochen habe ich mich das zweite mal in den Jahren, die ich da bin krank gemeldet. Natürlich eine Woche nachdem mein Freund gekündigt hat, aber ich kann meinen Körper schließlich nicht beherrschen. Ich hatte massive Schmerzen, Schüttelfrost, Fieber und konnte weder Essen, Trinken noch sitzen vor Schmerzen. Ich rief also Sonntag am Abend die Rufbereitschaft an, um mich krank zu melden und sagte, dass ich mich am nächsten Tag nach dem Arzt melden würde und dies wahrscheinlich erst gegen Mittag sei, wegen der Wartezeit, ohne Termin. (Kurzer Einschub: Bereitschaft hatte ein Kollege, der auch ziemlich unter Druck arbeitet. Meiner Meinung nach ist er ein "Angstbeißer". Er hat auch immer viel zu beklagen, verdreht aber jedem die Worte, um im guten Licht zu stehen. Auch ihm wurde häufig mit Kündigung gedroht.) Knapp 10 Minuten nach meinem Anruf klingelte das Handy meines Freundes. Ihm wurde zugeschoben, ich hätte mich seinetwegen krank gemeldet und ob er das denn gut heißen würde. Es wurde ziemlich laut... Hab aber auch nur Bruchstücke des Gesprächs mitbekommen, da ich zusammengerollt auf der Couch lag. Ich hätte wahrscheinlich auch nicht anders geschlussfolgert, als der Kollege. Aber Professionalität sieht anders aus. Ich meine, man hätte es ja im Nachhinein ansprechen können, aber man hat wirklich gehört, dass es mir nicht gut ging. Ich war am Telefon am weinen vor Schmerzen. Jeder Mensch hätte wenigstens, erstmal versucht herauszufinden, was denn überhaupt los ist. Aber mein Anruf wurde mit einem schlichten "OK" beendet.
Am nächsten Tag hat mein Freund mich also zum Arzt chauffiert, da ich selbst weiterhin den Tag in Embryonalstellung verbrachte. Danach hat er mich vor dem Büro abgesetzt, damit ich den Krankenschein abgeben konnte. Er wollte nicht mit (verständlicher Weise). Also quälte ich mich die letzten Meter in das Büro, wo mich auch mein Teamleiter schon erwartete. Ich war ziemlich erbost, nach dem Anruf am Abend... Mein Teamleiter wollte ein Gespräch mit mir führen. Ich lehnte ab. Ich war Schweißgebadet und konnte nicht aufrecht stehen vor Schmerz, aber er bestand darauf. Also bin ich in das Büro und habe mich auf der Bank im Eingangsbereich zusammengerollt. Bevor er anfangen konnte ist mir dann aber endgültig der Kragen geplatzt. Der Abend hat mich sehr belastet und ich ließ den Kummer ab. Ich berichtete von Vorkommnissen im Januar. Patienten sprachen mich an, was ich denn bei ihnen suchen würde. Die Kollegen haben doch berichtet, ich und mein Freund hätten zum 1.1. gekündigt (das war noch vor seiner Kündigung, bevor er überhaupt einen Gedanken daran verschwendet hat). Das Gespräche mit mir, oder meinen Freund immer auf den jeweils anderen implementiert werden (Bsp.: Unsere Schülerin hat ihr Examen bestanden und somit noch andere Versorgungen bei Patienten zu tätigen. Sie rief MICH auf meinem Handy an, um MICH zu fragen, wann Patient "XY" wieder versorgt werden müsste. Also habe ich meinen neben mir sitzenden, Mittagessenden Freund gefragt, wobei ich die Antwort kannte, da die Frage diesen Tag schon mehrmals gestellt wurde und ich nicht verstehe, was an "Jeden Tag." so schwer zu verstehen ist. So antwortete er mir mit vollem Mund "Jeden Tag." und gab es weiter. Am nächsten Tag behauptete die Kollegin, mein Freund hätte sie am Telefon völligst angefahren und er solle sich einen anderen Ton zulegen). Zum Schluss berichtete ich von dem Anruf des Bereitschaftsdienstes und gab hinzu, dass der Kollege mich nicht mehr ansprechen, oder angucken brächte. Wenn er etwas dienstliches von mir möchte, könne er mir einen Zettel schreiben. Er wurde verteidigt, da er behauptete, mein Freund ihn angerufen, um den Teamleiter zu beschimpfen. Und auch da wurde mir mitgeteilt, ich könne ihm ausrichten, es käme eine Klage wegen Verleumdung. Habe ihm viel Glück dabei gewünscht und bin aufgestanden und gegangen. War krank, konnte die Schmerzen nicht mehr aushalten und habe ihn mit offenem Mund stehen lassen. Der Stress ging gar nicht, in der Situation.
Am Mittwoch ist mein Freund dann mit mir ins Krankenhaus gefahren, weil der Schmerz immer schlimmer wurde und nichts half. Wurde dann auch aufgenommen und sofort operiert. Mein Freund rief dann im Büro an, um mitzuteilen, dass ich im OP liege und soviel zu, ich würde mich wegen ihm krank melden. Hatte mehrere Diagnosen, auf die ich hier nicht weiter eingehe. Habe es als Blinddarm auf der Arbeit abgetan, damit der Telefonterror endlich endete.
In meinem Krankenschein meldete sich plötzlich eine Kollegin, die seit Oktober mehr als drei Monaten Krank geschrieben war. Niemand hatte etwas gehört und sie antwortete nie und ging auch nicht an ihr Telefon. Sie hat mitbekommen, dass ich im Krankenhaus war und machte sich sorgen. Dann fing sie an zu erzählen was los sei. Sie erzählte mir das sie in psychiatrischer Behandlung auf geschlossener Station sei, nach dem sie inzwischen mehrere Suizidversuche hinter sich hatte.
Ich bin sie besuchen gefahren, als ich wieder halbwegs im Auto sitzen konnte. Sie erzählte mir, dass auch sie nicht dem Druck auf der Arbeit stand halten konnte. Das sie nicht mehr bereit war, Dokumente und Unterschriften zu fälschen , dass sie sich nicht mehr für die Fehler des Teamleiters beschuldigen lassen wollte, dass sie nicht mehr Schuld sein wollte an dem fehlendem Geld der Teamkasse (Teamleiter und sie haben die einzigen Schlüssel dafür und jetzt dürft ihr mal raten, wer nie Schuld trägt, auch wenn die andere Person im Krankenschein ist.) Sie erzählte mir, wie es einen Abend über sie kam und sie alle Schlaftabletten aus ihrem Besitz auf einmal einnahm. Und das vor den Augen ihres heißgeliebten 5-jährigen Sohnes. Mir war bekannt, dass sie durch den Druck, der auf ihr lastete Depressionen hatte. Aber sie verschloss sich immer mehr, so dass ich nicht merkte wie schlecht es ihr wirklich ging. Als sie dann die ersten Male über das Wochenende zur Probe nach Hause durfte hatte sie jedesmal Rückfälle und auf den verschiedensten Arten Versucht sich das Leben zu nehmen. Mir ist bisher nur ein geglücktes Wochenende bekannt und das hat sie bei ihrer Mutter verbracht, weil sie jedes Mal zu Hause an die Arbeit denken musste (Sie wohnt nur 3 Minuten Fußweg vom Büro entfernt). Diese Gespräche mit ihr haben mich sehr mitgenommen und machen mir das arbeiten nun noch schwerer. Ich vermisse sie sehr, weil sie eine gute Freundin geworden ist.
Zu Anfang habe ich erwähnt, dass ich keinesfalls Rassistisch veranlagt bin. Nun zu diesem Punkt:
Der Teamleiter und die bereits erwähnte Kollegin, mit dem neu erworbenen Examen kommen beide aus dem selben Land und reden innerhalb des Betriebs sehr viel in ihrer Sprache, so dass niemand etwas versteht, außer die eigenen Namen für die es scheinbar kein Synonym oder auch Übersetzung gibt. Der Chef toleriert es.
Die Kollegin hat absolute Narrenfreiheit und Schuldzuweisungen des Verhaltens gegenüber der Patienten (auch nach Beschwerde der Patienten) werden als lapidar abgetan. Was hab ich ärger bekommen, als ich aus Reflex eine Patienten angeschrien habe, weil sie mich auf Grund von Antipathie in einer kleiner Räumlichkeit gefangen genommen hat und mir das ganze Bein blau geschlagen hat... Weiter zur Narrenfreiheit: Sie darf sich Patienten aussuchen und ablehnen, weil ihr der Arbeitsaufwand zu hoch ist. Kollegen mit Bandscheibenvorfall sollen sich nicht so anstellen, nur weil sie den 130 kg Patienten alleine heben müssen. Ihr ist es freigestellt, den Kollegen zu drohen. Irgendjemand muss ja für Zucht und Ordnung sorgen. Bei der letzten Klage gegen den Betrieb, hat sie vor Gericht zu Gunsten des Teamleiters ausgesagt, obwohl sie von den beklagten Geschehnissen überhaupt nichts mitbekommen hat. So viel zum Eid. Also, die beiden sind das perfekte Team und gegen die beiden kann man auch nicht erbringen. sie werden immer wieder vom Chef gedeckt. Es gibt noch eine weitere Kollegin, die sich scheinbar auf der Schiene mit eingeklinkt hat. Sie redet den beiden immer gut zu bekommt nun auch so ziemlich alles, was sie möchte... Meine Güte, was rege ich mich denn auch auf. Der 18-jährige Sohn muss schließlich am Wochenende um 18 Uhr ins Bett. Wieso sollte sie denn dann mal im Notfall am Abend einspringen?!
Diese Kollegin hat es inzwischen auch ganz gut drauf, einem die Worte im Mund umzudrehen.
Am Montag war ich das erste Mal wieder arbeiten und bekam erneut von meinen Patienten zu hören, dass sie dachten, ich würde nicht mehr zurück kommen. Schließlich haben meine Kollegen erzählt, ich hätte wegen meinem Freund gekündigt und sei nun woanders. Ich wurde wieder sehr sauer. Hab das Decken des Betriebes auch so langsam satt und habe trocken erklärt, dass die Patienten sich leider bei der Anmeldung vertan haben. Sie hätten sich im Kindergarten angemeldet, deswegen dieser unprofessionelle Umgang mit Erwachsenen Menschen. Das sei aber nicht schlimm, ich bin ja wider Erwartung wieder da, wir können wieder ganz normal miteinander reden und arbeiten und der selbe Fehler ist mir auch Unterlaufen. Ich bin schließlich auch im Kindergarten gelandet. Ganz ehrlich?! Was soll man dazu noch sagen?!
Ich wieder ins Büro nach dem Dienst und den Teamleiter alles mitgeteilt. Der kann sich aber gar nicht Vorstellen, dass irgendjemand sowas gesagt haben könnte, im Büro hat er schließlich auch nichts gehört. Hab ihm gesagt, dass ich auch erwarte, dass wenigstens ein bisschen Verstand bei demjenigen sei. Wäre ja schön doof, solche Äußerungen im Büro zu tätigen. Habe ihm auch gesagt, dass ich ziemlich enttäuscht bin, dass nichts passiert ist, seit ich ihm das 6 Wochen vorher schon einmal gesagt habe. Im Gegenteil, es wird ja nur schlimmer.
Der Chef kam zwischenzeitlich auch ins Büro und habe ihn auch nochmal darauf angesprochen. Er war sehr erstaunt, weil er vom letzten Mal auch noch nichts wusste. Er versicherte mir sich zu kümmern. Dann kam der Teamleiter ins Büro des Chefs geplatzt und das Thema war sofort beendet.
Achso... habe mich jetzt so in Rage geschrieben, dass ich nicht weiß, ob es schon irgendwo steckt. Letztes Jahr im Februar wollte ich nicht auf meinen Urlaub verzichten, da ich meine Wohnung einzurichten hatte. Habe extra Urlaub dafür genommen und auch mitgeteilt, dass es deswegen ist. Nach Trennung meines Ex-Freundes habe ich ein halbes Jahr bei meinen Elter Wohnen müssen, bis meine neue Wohnung frei wurde. Dieser Urlaub sollte mir gestrichen werden (Personalmangel), was ich aber ablehnte, da der Urlaubsantrag schon genehmigt wurde, andere Menschen auch arbeiten können und ich noch fast einen ganzen Jahresurlaub Rest hatte. Danach wurde mir auch wieder gedroht, auf für ihn noch recht harmlose Weise. Habe den Chef darüber informiert, der mir versicherte die Sache zu klären. Er versicherte mir außerdem, dass mein Urlaub nicht gestrichen sei und ich noch einen Anruf von meinem Teamleiter bekommen würde, in dem er sich bei mir entschuldigen wird. Keine halbe Stunde später kam dann auch der Anruf, allerdings keine Entschuldigung. Mir wurde nur mitgeteilt, dass ich mich nicht wagen bräuchte, mich im dunkeln auf der Straße sehen zu lassen. Es würde nicht gut enden. Auch das habe ich dem Chef am nächsten Tag mitgeteilt, aber scheinbar neige ich zur Übertreibung. Solche Worte kann er sich schließlich nicht von ihm Vorstellen. Ich glaube das war sogar der Anfang meiner Bredouille. Ab da kamen dann Abmahnungen, unglaubwürdige Anschuldigungen (ein anderer Pflegedienst hätte angerufen und sich beschwert, ich hätte ihnen den Mittelfinger gezeigt. Und das war auf jeden Fall ich und keiner meiner Kollegen, weil die meinen Namen genannt haben! Da frage ich mich, wo der den steht... Vielleicht auf meiner Stirn?! Aber der Chef hat's natürlich auch geglaubt) und der fortlaufende Stress.
Danke an all diejenigen die sich mein Gefühls- und Gedankenchaos durchlesen. Ich hoffe mir kann jemand helfen, bzw. mich beratschlagen was ich zu tun habe. Es geht nicht nur darum, mir zu helfen, sondern einem ganzen Betrieb (bis auf ein zwei Ausnahmen ;P). Hat jemand eine Idee, wo mir geholfen wird, wo ich so etwas anonym melden kann?! Wir haben weder MAV, noch Betriebsrat, oder Vertrauenspersonen. Ich stehe alleine da, weil sich niemand traut zu handeln. Nein, falsch. Eine Kollegin hat sich mir gestern angeschlossen. Wir wissen aber auch zu zweit nicht mehr weiter. Habe schon einmal versucht zu handeln und sämtliche Aussagen von Kollegen wurden zurück gezogen, als es darauf ankam. Alleine haben wir keine Chance was zu ändern...
Ich denke ich habe alles noch etwas harmlos und lustig dargestellt, weil ich es mir selbst verherrlichen muss, um noch in dieser Situation arbeiten zu können. Das Geschriebene ist auch nicht alles Vorgefallene, aber es sind die Dinge, die mich am meisten beschäftigen. Ich bin ein Mensch der sehr selten weint, aber seit Montag mache ich es täglich. Ich weiß einfach nicht mehr weiter und will das alles nicht mehr. Mir ist bewusst, dass es auch immer wieder Auseinandersetzungen in jedem Betrieb gibt, aber nicht täglich, seit fast drei Jahren, mit persönlichen Drohungen...
Bin Foren-Neuling und habe keine Ahnung von dem, was ich hier mache. Allerdings bin ich auf eure Hilfe angewiesen.
Folgendes:
Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst (bin Pflegehilfskraft und examinierte RettSan, habe einen Behandlungspflege Schein zum umstieg in die Pflege gemacht) und fühle mich nun schon seit Jahren "terrorisiert" von meinen Teamleiter/Vorgesetzen.
Es fing damit an, dass unser Teamleiter in die Rolle der Pflegedienstleitung gerutscht ist (ohne jegliche Qualifikationen). Der "Ruhm" scheint ihm zu Kopfe gestiegen zu sein. Die erste Kollegin wurde kurz darauf gekündigt, weil sie anderer Meinung als er war, was die Tourenplanung betraf (Natürlich werden in der Kündigung andere Gründe angegeben - Gründe gibt's ja immer, wenn man nur sucht). Er hat angefangen die Kollegin im Team schlecht zu reden, was die Arbeit betraf und auch den geistigen Zustand ihrerseits. Zog auch die Masche seinerseits. Muss zugeben, er war sehr überzeugend. Die Kollegin hat versucht der Kündigung entgegen zu wirken und schneller die Kündigung ihrerseits einzureichen (ich weiß nicht, wer schneller war). Die Kollegin beteuerte uns allen gegenüber, dass dies alles nur gemeine Anschuldigungen waren und nichts von alldem, was gegen sie erbracht wurde, der Wahrheit entspreche. Auch dem Chef gegenüber. Aber unser Teamleiter hat uns wirklich alle von ihrer Unfähigkeit überzeugt.
Ich bin erst nach dem Vorfall eines Besseren belehrt worden.
Bevor ihr weiter lest, muss ich euch mitteilen, dass ich keinesfalls Rassist bin, aber hin und wieder gibt es nun mal Ländergruppierungen die zusammenhalten. Man kennt es ja schon aus der Schule... Ich komme mit allen klar, die Respektvoll mit mir umgehen...
Ich musste mit ansehen, wie neue Kollegen kamen und gingen und das alles in sehr kurzen Abständen. Teilweise kam es zu Gerichtsverhandlungen, auf Grund von Klagen seitens der ehemaligen Kollegen gegen Betrieb bzw. Teamleiter. Niemand kam bisher gegen ihn an, da er vom Chef gedeckt wird. Niemand kann sich erklären, warum der Chef ihn deckt, weil wir schon vieles schwarz auf weiß vorlegen konnten.
Weiter im Geschehen... (ich springe ein bisschen hin und her, weil ich nicht weiß, wo ich anfangen und aufhören soll. Ich bin nervlich ziemlich am Ende. Erzählen ist nun mal einfacher, als schreiben)
Ich konnte mich lange aus allem heraus halten, weil ich eher der stille Beobachter bin. Meine Unterdrückung fing damit an, dass ich eine Abmahnung bekam. Der Betrieb hat sich vergrößert und es wurde eine Senioren WG eröffnet (eine Art Heim). Diese WG war bzw. ist unserem Teamleiter nicht Recht. Durch den regelmäßigen Verlust von Kollegen waren wir schnell unterbesetzt und es gingen nur Bewerbungen für die stationäre Einrichtung ein. Da die Eröffnung sich um Monate verschob wurde dem für die WG eingestellten Personal angeboten, erst einmal ambulant zu arbeiten. Den Kollegen die dieser Idee zusagten, ging es schnell nicht mehr gut im Betrieb. Es wurde vom Teamleiter gedroht, dass sie gekündigt wären, wenn sich noch vor hätten, bei Eröffnung in die WG zu gehen. Sie hätten schließlich einen Vertrag mit dem Betrieb und nicht mit der WG geschlossen. Eine Kollegin hat Kind und Ehemann, der ebenfalls im Schichtdienst arbeitet. Diese wird nun gezwungen sowohl ambulant, als auch stationär zu arbeiten. Auf den Umstand des Kindes wird keine Rücksicht genommen, obwohl ihr bei Einstellung zugesichert wurde, dass dies kein Problem sei. Nun wird auch ihr regelmäßig mit Kündigung gedroht, sobald sie nur erwähnt sie könne nicht, weil das Kind keine Betreuung hat. Über eine weitere Kollegin höre ich immer wieder, dass sie bei Neuzugang für die WG gekündigt wird, da sie "bescheuert" sei. Sie hat sich aus dem ambulanten Dienst entzogen, weil sie wegen des Stress einen Krankenschein auf Burn-Out hatte. Eine neue Kollegin hat sich letzten Dezember auf die WG beworben und ist wegen erneutem Personalmangel auch bei uns gelandet. Sie hat den Chef gefragt, wann sie in die WG könne, sie hätte sich schließlich dafür beworben und könne dem Druck im ambulanten Dienst nicht Stand halten (Sie bekam Chemos). Sie sollte das mit dem Teamleiter abklären und wurde abgewiesen. Es gab eine Diskussion, dass sie da nicht hin gehöre. Sie setzte eine Frist, wenn nicht innerhalb einer Woche ein Termin gesetzt werden würde, ginge sie. Die Drohung wurde abgetan, ihr wurde gesagt, das würde sie eh nicht tun und sie kündigte. Der Teamleiter erzählte dem Chef, sie hätte gekündigt, da sie spontan eine Stellenzusage vom Medizinischen Dienst der Kassen bekommen hätte und leugnete das geschehene. Sie deckte ihn, um weiteren Stress aus dem Weg zu gehen und erzählte mir erst vor kurzem davon. Auch ich wollte letzten Sommer in die WG wechseln, da ich einfach keine Lust mehr haben in diesem "Zoo" zu arbeiten. Bin immernoch da...
Ein weiterer Kollege hat letztes Jahr die Kündigung eingereicht, da er jeden Monat um seine Stunden betrogen wurde. Es wurde erwartet, dass eine halbstündige Versorgung auch in 15 Minuten gemacht werden könnte, Zeit sei schließlich Geld... So wurden die Stunden, ohne schriftliche Begründung gestrichen. Er kam zurück, weil er allein Erziehend ist und auf das Geld angewiesen ist. Nun vermeidet er alle Konfrontationen und Diskussionen und zieht sich selbst einfach täglich eine Stunde Arbeitszeit ab, um ruhig arbeiten zu können. Auch meine Stunden werden regelmäßig gekürzt. Bei der Zeiterfassung im System, werden unwillkürlich Zeiten abgezogen. Frei nach dem Motto merkt sie eh nicht. Die von uns monatlich erfassten Stundenzettel, die auf das System übertragen werden, werden sofort in den Müll geworfen und nicht archiviert. Aber das spielt keine Rolle, die Gehälter werden scheinbar auch frei Schnauze überwiesen. Nachdem ich 6 Wochen im Krankenschein war, gab es schließlich mehr Gehalt, als über die Dezember-Feiertage an denen knapp 30% der schichten Doppelschichten waren.
Und noch so vieles mehr, aber wenn ich auf alles Eingehe, kann ich auch gleich ein Buch verfassen.
Meinen Lebensgefährten habe ich letztes Jahr im Betrieb kennengelernt. Er war für viele Kollegen ein Hoffnungsschimmer, weil er die erste Zeit geschafft hat, den Teamleiter am Boden zu halten. Auch die Situation hat sich schnell Zugespitzt. Der Teamleiter ging ihn immer mehr an (Existenzangst?!) und erfand miese Lügen. Mein Freund hatte sich für die Pflege beworben, aber sein Studium wurde sofort ausgenutzt. Da die Arbeitsmotivation bei uns auf Null gesunken ist, gab es viel nachzuholen. Er sollte QM- arbeiten erledigen, sollte als stellvertretende PDL hinhalten, da der Teamleiter ja rechtlich gesehen keine ist und nebenbei noch Pflege fahren. Ein normaler Tag hatte somit schnell an die 12 h. Mein Freund hat immer wieder den Chef angesprochen und ihm mitgeteilt, dass er es nicht macht. Er hätte sich für die Pflege beworben und entweder macht er das eine, oder das andere, aber nicht alles auf einmal. Der Teamleiter hat sich sehr zurück gelehnt diese Zeit, er saß seine 8h Arbeitszeit ab und man sah ihn nur mit Kaffee oder Zigarette in der Hand. Er wütete gegen meinen Freund, als der sagte, er könne ja auch etwas erledigen, statt nur zu deligieren, oder sich aber mal dazu setzen und lernen, was er nicht kann. Zur Antwort kam immer öfter, er könne sich mit seinem Studium den Arsch abwischen und er könne sowieso alles besser. Irgendwann ist meinem Freund der Kragen geplatzt und er ist gegangen. Es gab einen Krankenschein auf Mobbing bis Vertragsende. Der Teamleiter hat seit die arbeiten liegen geblieben sind, auch nichts mehr selbstständig erledigt und wütet weiterhin gegen die nächste neue Kollegin. Auch sie wird Respektlos behandelt, ständig angeschrien, Stunden unwillkürlich gekürzt.
Vor 7 Wochen habe ich mich das zweite mal in den Jahren, die ich da bin krank gemeldet. Natürlich eine Woche nachdem mein Freund gekündigt hat, aber ich kann meinen Körper schließlich nicht beherrschen. Ich hatte massive Schmerzen, Schüttelfrost, Fieber und konnte weder Essen, Trinken noch sitzen vor Schmerzen. Ich rief also Sonntag am Abend die Rufbereitschaft an, um mich krank zu melden und sagte, dass ich mich am nächsten Tag nach dem Arzt melden würde und dies wahrscheinlich erst gegen Mittag sei, wegen der Wartezeit, ohne Termin. (Kurzer Einschub: Bereitschaft hatte ein Kollege, der auch ziemlich unter Druck arbeitet. Meiner Meinung nach ist er ein "Angstbeißer". Er hat auch immer viel zu beklagen, verdreht aber jedem die Worte, um im guten Licht zu stehen. Auch ihm wurde häufig mit Kündigung gedroht.) Knapp 10 Minuten nach meinem Anruf klingelte das Handy meines Freundes. Ihm wurde zugeschoben, ich hätte mich seinetwegen krank gemeldet und ob er das denn gut heißen würde. Es wurde ziemlich laut... Hab aber auch nur Bruchstücke des Gesprächs mitbekommen, da ich zusammengerollt auf der Couch lag. Ich hätte wahrscheinlich auch nicht anders geschlussfolgert, als der Kollege. Aber Professionalität sieht anders aus. Ich meine, man hätte es ja im Nachhinein ansprechen können, aber man hat wirklich gehört, dass es mir nicht gut ging. Ich war am Telefon am weinen vor Schmerzen. Jeder Mensch hätte wenigstens, erstmal versucht herauszufinden, was denn überhaupt los ist. Aber mein Anruf wurde mit einem schlichten "OK" beendet.
Am nächsten Tag hat mein Freund mich also zum Arzt chauffiert, da ich selbst weiterhin den Tag in Embryonalstellung verbrachte. Danach hat er mich vor dem Büro abgesetzt, damit ich den Krankenschein abgeben konnte. Er wollte nicht mit (verständlicher Weise). Also quälte ich mich die letzten Meter in das Büro, wo mich auch mein Teamleiter schon erwartete. Ich war ziemlich erbost, nach dem Anruf am Abend... Mein Teamleiter wollte ein Gespräch mit mir führen. Ich lehnte ab. Ich war Schweißgebadet und konnte nicht aufrecht stehen vor Schmerz, aber er bestand darauf. Also bin ich in das Büro und habe mich auf der Bank im Eingangsbereich zusammengerollt. Bevor er anfangen konnte ist mir dann aber endgültig der Kragen geplatzt. Der Abend hat mich sehr belastet und ich ließ den Kummer ab. Ich berichtete von Vorkommnissen im Januar. Patienten sprachen mich an, was ich denn bei ihnen suchen würde. Die Kollegen haben doch berichtet, ich und mein Freund hätten zum 1.1. gekündigt (das war noch vor seiner Kündigung, bevor er überhaupt einen Gedanken daran verschwendet hat). Das Gespräche mit mir, oder meinen Freund immer auf den jeweils anderen implementiert werden (Bsp.: Unsere Schülerin hat ihr Examen bestanden und somit noch andere Versorgungen bei Patienten zu tätigen. Sie rief MICH auf meinem Handy an, um MICH zu fragen, wann Patient "XY" wieder versorgt werden müsste. Also habe ich meinen neben mir sitzenden, Mittagessenden Freund gefragt, wobei ich die Antwort kannte, da die Frage diesen Tag schon mehrmals gestellt wurde und ich nicht verstehe, was an "Jeden Tag." so schwer zu verstehen ist. So antwortete er mir mit vollem Mund "Jeden Tag." und gab es weiter. Am nächsten Tag behauptete die Kollegin, mein Freund hätte sie am Telefon völligst angefahren und er solle sich einen anderen Ton zulegen). Zum Schluss berichtete ich von dem Anruf des Bereitschaftsdienstes und gab hinzu, dass der Kollege mich nicht mehr ansprechen, oder angucken brächte. Wenn er etwas dienstliches von mir möchte, könne er mir einen Zettel schreiben. Er wurde verteidigt, da er behauptete, mein Freund ihn angerufen, um den Teamleiter zu beschimpfen. Und auch da wurde mir mitgeteilt, ich könne ihm ausrichten, es käme eine Klage wegen Verleumdung. Habe ihm viel Glück dabei gewünscht und bin aufgestanden und gegangen. War krank, konnte die Schmerzen nicht mehr aushalten und habe ihn mit offenem Mund stehen lassen. Der Stress ging gar nicht, in der Situation.
Am Mittwoch ist mein Freund dann mit mir ins Krankenhaus gefahren, weil der Schmerz immer schlimmer wurde und nichts half. Wurde dann auch aufgenommen und sofort operiert. Mein Freund rief dann im Büro an, um mitzuteilen, dass ich im OP liege und soviel zu, ich würde mich wegen ihm krank melden. Hatte mehrere Diagnosen, auf die ich hier nicht weiter eingehe. Habe es als Blinddarm auf der Arbeit abgetan, damit der Telefonterror endlich endete.
In meinem Krankenschein meldete sich plötzlich eine Kollegin, die seit Oktober mehr als drei Monaten Krank geschrieben war. Niemand hatte etwas gehört und sie antwortete nie und ging auch nicht an ihr Telefon. Sie hat mitbekommen, dass ich im Krankenhaus war und machte sich sorgen. Dann fing sie an zu erzählen was los sei. Sie erzählte mir das sie in psychiatrischer Behandlung auf geschlossener Station sei, nach dem sie inzwischen mehrere Suizidversuche hinter sich hatte.
Ich bin sie besuchen gefahren, als ich wieder halbwegs im Auto sitzen konnte. Sie erzählte mir, dass auch sie nicht dem Druck auf der Arbeit stand halten konnte. Das sie nicht mehr bereit war, Dokumente und Unterschriften zu fälschen , dass sie sich nicht mehr für die Fehler des Teamleiters beschuldigen lassen wollte, dass sie nicht mehr Schuld sein wollte an dem fehlendem Geld der Teamkasse (Teamleiter und sie haben die einzigen Schlüssel dafür und jetzt dürft ihr mal raten, wer nie Schuld trägt, auch wenn die andere Person im Krankenschein ist.) Sie erzählte mir, wie es einen Abend über sie kam und sie alle Schlaftabletten aus ihrem Besitz auf einmal einnahm. Und das vor den Augen ihres heißgeliebten 5-jährigen Sohnes. Mir war bekannt, dass sie durch den Druck, der auf ihr lastete Depressionen hatte. Aber sie verschloss sich immer mehr, so dass ich nicht merkte wie schlecht es ihr wirklich ging. Als sie dann die ersten Male über das Wochenende zur Probe nach Hause durfte hatte sie jedesmal Rückfälle und auf den verschiedensten Arten Versucht sich das Leben zu nehmen. Mir ist bisher nur ein geglücktes Wochenende bekannt und das hat sie bei ihrer Mutter verbracht, weil sie jedes Mal zu Hause an die Arbeit denken musste (Sie wohnt nur 3 Minuten Fußweg vom Büro entfernt). Diese Gespräche mit ihr haben mich sehr mitgenommen und machen mir das arbeiten nun noch schwerer. Ich vermisse sie sehr, weil sie eine gute Freundin geworden ist.
Zu Anfang habe ich erwähnt, dass ich keinesfalls Rassistisch veranlagt bin. Nun zu diesem Punkt:
Der Teamleiter und die bereits erwähnte Kollegin, mit dem neu erworbenen Examen kommen beide aus dem selben Land und reden innerhalb des Betriebs sehr viel in ihrer Sprache, so dass niemand etwas versteht, außer die eigenen Namen für die es scheinbar kein Synonym oder auch Übersetzung gibt. Der Chef toleriert es.
Die Kollegin hat absolute Narrenfreiheit und Schuldzuweisungen des Verhaltens gegenüber der Patienten (auch nach Beschwerde der Patienten) werden als lapidar abgetan. Was hab ich ärger bekommen, als ich aus Reflex eine Patienten angeschrien habe, weil sie mich auf Grund von Antipathie in einer kleiner Räumlichkeit gefangen genommen hat und mir das ganze Bein blau geschlagen hat... Weiter zur Narrenfreiheit: Sie darf sich Patienten aussuchen und ablehnen, weil ihr der Arbeitsaufwand zu hoch ist. Kollegen mit Bandscheibenvorfall sollen sich nicht so anstellen, nur weil sie den 130 kg Patienten alleine heben müssen. Ihr ist es freigestellt, den Kollegen zu drohen. Irgendjemand muss ja für Zucht und Ordnung sorgen. Bei der letzten Klage gegen den Betrieb, hat sie vor Gericht zu Gunsten des Teamleiters ausgesagt, obwohl sie von den beklagten Geschehnissen überhaupt nichts mitbekommen hat. So viel zum Eid. Also, die beiden sind das perfekte Team und gegen die beiden kann man auch nicht erbringen. sie werden immer wieder vom Chef gedeckt. Es gibt noch eine weitere Kollegin, die sich scheinbar auf der Schiene mit eingeklinkt hat. Sie redet den beiden immer gut zu bekommt nun auch so ziemlich alles, was sie möchte... Meine Güte, was rege ich mich denn auch auf. Der 18-jährige Sohn muss schließlich am Wochenende um 18 Uhr ins Bett. Wieso sollte sie denn dann mal im Notfall am Abend einspringen?!
Diese Kollegin hat es inzwischen auch ganz gut drauf, einem die Worte im Mund umzudrehen.
Am Montag war ich das erste Mal wieder arbeiten und bekam erneut von meinen Patienten zu hören, dass sie dachten, ich würde nicht mehr zurück kommen. Schließlich haben meine Kollegen erzählt, ich hätte wegen meinem Freund gekündigt und sei nun woanders. Ich wurde wieder sehr sauer. Hab das Decken des Betriebes auch so langsam satt und habe trocken erklärt, dass die Patienten sich leider bei der Anmeldung vertan haben. Sie hätten sich im Kindergarten angemeldet, deswegen dieser unprofessionelle Umgang mit Erwachsenen Menschen. Das sei aber nicht schlimm, ich bin ja wider Erwartung wieder da, wir können wieder ganz normal miteinander reden und arbeiten und der selbe Fehler ist mir auch Unterlaufen. Ich bin schließlich auch im Kindergarten gelandet. Ganz ehrlich?! Was soll man dazu noch sagen?!
Ich wieder ins Büro nach dem Dienst und den Teamleiter alles mitgeteilt. Der kann sich aber gar nicht Vorstellen, dass irgendjemand sowas gesagt haben könnte, im Büro hat er schließlich auch nichts gehört. Hab ihm gesagt, dass ich auch erwarte, dass wenigstens ein bisschen Verstand bei demjenigen sei. Wäre ja schön doof, solche Äußerungen im Büro zu tätigen. Habe ihm auch gesagt, dass ich ziemlich enttäuscht bin, dass nichts passiert ist, seit ich ihm das 6 Wochen vorher schon einmal gesagt habe. Im Gegenteil, es wird ja nur schlimmer.
Der Chef kam zwischenzeitlich auch ins Büro und habe ihn auch nochmal darauf angesprochen. Er war sehr erstaunt, weil er vom letzten Mal auch noch nichts wusste. Er versicherte mir sich zu kümmern. Dann kam der Teamleiter ins Büro des Chefs geplatzt und das Thema war sofort beendet.
Achso... habe mich jetzt so in Rage geschrieben, dass ich nicht weiß, ob es schon irgendwo steckt. Letztes Jahr im Februar wollte ich nicht auf meinen Urlaub verzichten, da ich meine Wohnung einzurichten hatte. Habe extra Urlaub dafür genommen und auch mitgeteilt, dass es deswegen ist. Nach Trennung meines Ex-Freundes habe ich ein halbes Jahr bei meinen Elter Wohnen müssen, bis meine neue Wohnung frei wurde. Dieser Urlaub sollte mir gestrichen werden (Personalmangel), was ich aber ablehnte, da der Urlaubsantrag schon genehmigt wurde, andere Menschen auch arbeiten können und ich noch fast einen ganzen Jahresurlaub Rest hatte. Danach wurde mir auch wieder gedroht, auf für ihn noch recht harmlose Weise. Habe den Chef darüber informiert, der mir versicherte die Sache zu klären. Er versicherte mir außerdem, dass mein Urlaub nicht gestrichen sei und ich noch einen Anruf von meinem Teamleiter bekommen würde, in dem er sich bei mir entschuldigen wird. Keine halbe Stunde später kam dann auch der Anruf, allerdings keine Entschuldigung. Mir wurde nur mitgeteilt, dass ich mich nicht wagen bräuchte, mich im dunkeln auf der Straße sehen zu lassen. Es würde nicht gut enden. Auch das habe ich dem Chef am nächsten Tag mitgeteilt, aber scheinbar neige ich zur Übertreibung. Solche Worte kann er sich schließlich nicht von ihm Vorstellen. Ich glaube das war sogar der Anfang meiner Bredouille. Ab da kamen dann Abmahnungen, unglaubwürdige Anschuldigungen (ein anderer Pflegedienst hätte angerufen und sich beschwert, ich hätte ihnen den Mittelfinger gezeigt. Und das war auf jeden Fall ich und keiner meiner Kollegen, weil die meinen Namen genannt haben! Da frage ich mich, wo der den steht... Vielleicht auf meiner Stirn?! Aber der Chef hat's natürlich auch geglaubt) und der fortlaufende Stress.
Danke an all diejenigen die sich mein Gefühls- und Gedankenchaos durchlesen. Ich hoffe mir kann jemand helfen, bzw. mich beratschlagen was ich zu tun habe. Es geht nicht nur darum, mir zu helfen, sondern einem ganzen Betrieb (bis auf ein zwei Ausnahmen ;P). Hat jemand eine Idee, wo mir geholfen wird, wo ich so etwas anonym melden kann?! Wir haben weder MAV, noch Betriebsrat, oder Vertrauenspersonen. Ich stehe alleine da, weil sich niemand traut zu handeln. Nein, falsch. Eine Kollegin hat sich mir gestern angeschlossen. Wir wissen aber auch zu zweit nicht mehr weiter. Habe schon einmal versucht zu handeln und sämtliche Aussagen von Kollegen wurden zurück gezogen, als es darauf ankam. Alleine haben wir keine Chance was zu ändern...
Ich denke ich habe alles noch etwas harmlos und lustig dargestellt, weil ich es mir selbst verherrlichen muss, um noch in dieser Situation arbeiten zu können. Das Geschriebene ist auch nicht alles Vorgefallene, aber es sind die Dinge, die mich am meisten beschäftigen. Ich bin ein Mensch der sehr selten weint, aber seit Montag mache ich es täglich. Ich weiß einfach nicht mehr weiter und will das alles nicht mehr. Mir ist bewusst, dass es auch immer wieder Auseinandersetzungen in jedem Betrieb gibt, aber nicht täglich, seit fast drei Jahren, mit persönlichen Drohungen...
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