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Mobbing am Arbeitsplatz

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  • Mobbing am Arbeitsplatz

    Hallo zusammen,

    ich habe jetzt zwar den Arbeitsplatz gewechselt aber es beschäftigt hat es mich trotzdem...

    Hier kurz zur Ausgangssituation: Ich habe eine Studiengang studiert wo es relativ wenig Frauen gab. Wenn man etwas aus sich gemacht hat gab es schon mal vor, dass man Interessenten hatte und es Mädels gab die das durchaus auch manchmal ausgenutzt haben. Ich war jedoch nie so. Ich war immer sehr fleißig habe viel für die Uni getan und mein wichtigstes Ziel war immer meine Neugierde auszuweiten. Dies war auch der Grund weshalb ich mich für eine Doktorarbeit entschieden habe. Nun kam es dazu das mein Doktorvater die Behauptung aufgestellt hat, dass ich mit meinem Betreuer meiner Abschlussarbeit eine Affäre gehabt (was natürlich nie gestimmt hat) und hat das an meinem Chef weiter gegeben. Leider hat dieser dies an alle Kollegen weiter gegeben, so das ich von Tag 1 nur Probleme hatte. Es kam dazu das es immer mal zu sexistischen Bemerkungen kam, man angebaggert wurde oder manche Kollegen nicht ihre Distanz bewahr haben.
    Ich hatte das Gefühl das darüber sehr viel getrascht wurde habe. Habe mich auch mal bei meinem Chef beschwert, dass ich das nicht in Ordnung finde (damals wusste ich aber auch nicht das er diesen Rumor gestreut hatte), worauf man ganz erschüttert darauf reagiert hat. Verfolgt wurde das nicht, weil ich daraus kein Elefanten machen wollte. Beschäftigt hat mich das jedoch jeden Tag.
    Bin mir auch sicher, dass man alles was ich am Computer gemacht habe überwacht wurde und die ganze Zeit alle in der Führungsetage davon eingeweiht war (herausgefunden habe ich das weil man ganz überrascht war als ich gesagt habe das ich ein komplett anderen Rechner benutze (war dort nur extern beschäftigt) worauf alle plötzlich zeitweise total nett wurden).

    Ich habe es in dem Landen nun 4 Jahre ausgehalten. Ich hatte zwar ein gutes Verhältnis zu meinem Chef. Mittlerweile weiß ich jedoch, dass er dies weitergeleitet hat und mittlerweile alles auf meine Arbeitsmotivation schiebt obwohl ich - wie jeder Promotionsstudent - das Wochenende nur der Arbeit gewippnete hatte. Zu nennen ist auch ein Gespräch, wo ich der festen Überzeugung bin das es mitgehört wurde. Ich hatte damals einen Versuchstand aufbereitet weil mein Chef es so wollte, obwohl ich der vollen Überzeugung war das es nicht funktionieren würde. Das habe ich dann meiner Mutter am Telefon gesagt als ich spät Abends noch bei der Arbeit war. Dabei war ich über mein Chef verärgert und habe gesagt, dass es andere Kollegen auch so sehen wie ich und mein Chef in dem Bereich nicht so viel Expertise mitbringen wie meine anderen Kollegen die tagtäglich diese Problematiken vor Auge haben. Leider wurde das sehr negativ durch meinen Chef aufgefasst. Falls es mitgehört wurde sehe ich dies als Grund abdem sich alles verändert hat...
    Ab da fingen alle Probleme an. Da seine Verbindungen zum Management sehr gut hat hat er alles verwendet um mich dort schlecht zu reden. Plötzlich war ich nicht mehr die, für die eine neue Managementstelle geschaffen wird sondern die, die angeblich unmotiviert sei und nicht programmieren könnte (obwohl ich das seid ich 14-16 bin tue und ihm ein Programmiercrashkurs gegeben habe damit er sich reinfindet). Irgendwann wurde das Mobbing auch von meinen Kollegen angenommen, da sie das über das Management alles mitgeteilt wurde. Nur mit denen ich eng gearbeitet habe oder mir gut gesonnen waren haben mich darauf hingewiesen was da eigentlich Sache war. Zu mir stehen würde jedoch keiner, da sie große Angst haben, dass das Licht auf sie fällt.

    Nun bin ich nach 4 Jahren gegangen weil ich es dort nicht mehr ausgehalten habe. Ich hatte Panikattacken. Habe plötzlich soziale Ängste bekommen (besonders im Umgang mit Männern). War mehrmals in der Psychatrie. Jetzt habe ich eine neue Arbeitsstelle wo man wirklich achtsam mit seinen Mitmenschen umgeht. Trotzdem würde ich gerne meine Doktorarbeit fertig machen. Sie bedeutet mir sehr viel.

    Ich schreibe dies anonym. Habe mich noch nie getraut jemanden mich diesbezüglich zu offenbaren, da ich unfassbare Angst habe..

    Könnt ihr mir ein Ratschlag geben wie ich damit umgehen kann? Was soll ich bezüglich meiner Doktorarbeit machen?

    Grüße

    das angeblich unmotivierte Flittchen

  • #2
    Nun, die Beobachtung meines nun schon etwas längeren Lebens ist: Leistung setzt sich immer durch. Also, ran an die Doktorarbeit und lass den Dreck einfach mal links liegen ! Viel Erfolg !
    Ich grüße Euch !
    Je vous salue !
    Greetings to you !

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    • #3
      Hallo für deine Antwort. Das war auch meine Denkweise aber ich habe es irgendwann nicht mehr ausgehalten und habe jetzt den Arbeitgeber gewechselt. Ich habe trotzdem Angst, dass meine Doktorväter mir diesbezüglich etwas reinwürgen wollen. In der heutigen Universitätslandschaft gibt es kein Blind review Verfahren indem man komplett unabhängig und ohne irgendwelchen "bias" bewertet wird.

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      • #4
        Es tut mir leid zu hören, dass Sie sich Sorgen um Ihre Doktorandenbetreuer machen. Es kann eine Herausforderung sein, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die einen solchen Einfluss auf Ihren akademischen Erfolg und Ihre künftigen Berufsaussichten haben.

        Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass Ihre Betreuer dazu da sind, Sie zu unterstützen und Ihnen zum Erfolg zu verhelfen. Sie haben Zeit und Ressourcen in Ihre Ausbildung investiert, und es ist in ihrem Interesse, dass Sie erfolgreich sind.

        Es ist auch wichtig, dass Sie mit Ihren Beratern offen und ehrlich über alle Bedenken und Probleme sprechen, die Sie möglicherweise haben. Versuchen Sie, ein Treffen mit ihnen zu vereinbaren, um Ihre Bedenken zu besprechen und sie um Feedback zu Ihren Fortschritten zu bitten. Vielleicht stellen Sie fest, dass sie verständnisvoller und hilfreicher sind, als Sie zunächst dachten.

        Wenn Sie sich weiterhin ängstlich oder unsicher in Bezug auf die Beziehung zu Ihren Beratern fühlen, kann es hilfreich sein, sich Unterstützung von anderen Studierenden, Fakultätsmitgliedern oder einem Berater zu holen. Sie können Ihnen Ratschläge geben, die Situation aus ihrer Sicht betrachten und Ihnen helfen, Strategien zur Bewältigung Ihrer Gefühle zu entwickeln.

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        • #5
          Mobbing am Arbeitsplatz kann ein ernsthaftes Problem darstellen, das Einzelpersonen, Teams und Organisationen als Ganzes betrifft. Es kann eine Reihe negativer Folgen haben, wie z. B. Produktivitätseinbußen, erhöhte Fehlzeiten und eine hohe Personalfluktuation. Im Folgenden finden Sie einige wichtige Punkte zum Thema Mobbing am Arbeitsplatz:

          Definition: Mobbing am Arbeitsplatz ist definiert als wiederholtes und anhaltendes Verhalten, das darauf abzielt, eine andere Person einzuschüchtern, zu demütigen oder zu schädigen. Es kann viele Formen annehmen, darunter verbale Beschimpfungen, körperliche Angriffe und soziale Ausgrenzung.

          Auswirkungen: Mobbing am Arbeitsplatz kann schwerwiegende negative Auswirkungen auf den Einzelnen haben, darunter Stress, Angstzustände, Depressionen und körperliche Gesundheitsprobleme. Außerdem kann es zu einem toxischen Arbeitsumfeld führen, das die Moral und Produktivität des Teams untergräbt.

          Prävention: Unternehmen können Maßnahmen ergreifen, um Mobbing am Arbeitsplatz zu verhindern, z. B. die Einführung klarer Richtlinien und Verfahren für die Meldung und Behandlung von Mobbing, Schulungen für Führungskräfte und Mitarbeiter zur Erkennung von und Reaktion auf Mobbing sowie die Förderung einer Kultur des Respekts und der Integration.

          Ansprechen: Wenn Sie von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen sind, ist es wichtig, dass Sie Maßnahmen ergreifen. Dazu kann es gehören, dass Sie das Mobbing einem Vorgesetzten, der Personalabteilung oder einer benannten Kontaktperson melden, Unterstützung bei Kollegen suchen und Vorfälle von Mobbing dokumentieren.

          Rechtliche Überlegungen: Mobbing am Arbeitsplatz kann in einigen Ländern illegal sein, und die Opfer können unter Umständen rechtliche Schritte einleiten, um ihre Rechte zu schützen und Wiedergutmachung zu verlangen.

          Insgesamt ist Mobbing am Arbeitsplatz ein ernstes Problem, das Aufmerksamkeit und Maßnahmen von Unternehmen, Führungskräften und Mitarbeitern erfordert. Durch die Schaffung einer Kultur des Respekts, die Förderung des Bewusstseins und der Prävention sowie die rasche Reaktion auf Mobbingvorfälle können wir dazu beitragen, einen sichereren, gesünderen und produktiveren Arbeitsplatz für alle zu schaffen.
          Ich grüße Euch !
          Je vous salue !
          Greetings to you !

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          • #6
            Hallo hopeful

            Das mit der Doktorarbeit könnte insofern schwierig werden, wie weit der Arm, das Netzwerk Deines ehemaligen Doktorvaters, ich nehme an ein Professor, in Deinem Fachgebiet reicht.
            Egal wo Du vorstellig wirst, so wird der schale Geschmack der Vergangenheit, das direkt oder nur indirekt offensichtliche Zerwürfnis mit Deinen ehemaligen Betreuern, immer an Dir haften.

            Indiskretionen, ob verboten oder nicht, sind auf dieser Ebene Gang und Gäbe. Ein Anruf genügt und schon werden alle Betroffenen nicht unversucht lassen Dich erneut zu demontieren.
            Doch ich kann mich auch täuschen. Versuchen solltest Du es zumindest nachdem Du so viel Arbeit investiert hast. Kampflos sollte man sich nie geschlagen geben.

            „Ja, wer kämpft kann verlieren. Doch wer nicht kämpft hat bereits verloren!“
            Berthold Brecht

            Ich empfehle Dir keine 5 mehr gerade sein zu lassen. Was Unrecht ist muss ausgesprochen, angeprangert und wenn nötig auch bestraft werden.
            Ob nun anzügliche Bemerkungen oder gar körperliche Zudringlichkeiten darfst Du nicht mehr tolerieren, hättest Du niemals tolerieren dürfen.
            Das Dulden solcher Handlungen wird von den Urhebern ja bereits schon als stillschweigende Zustimmung umgedeutet.

            Es gibt immer mehr „kranke“, narzisstische Menschen denn je auf dieser Welt. Leider!

            Grüsse
            Compliance

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