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Nur auf den ersten Blick kein Mobbing !

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  • Nur auf den ersten Blick kein Mobbing !

    Hallo, ich hoffe, ich bin hier in diesem Forum richtig und danke für die Aufnahme.

    Ich bin 58 Jahre alt, weiblich, arbeite im öffentlichen Dienst seit 36 Jahren und bin seit 30 Jahren bei einem Arbeitgeber.

    Es handelt sich in diesem Fall auf den ersten Blick sicher nicht um Mobbing, aber es ist ein Teil des Ganzen, womit man sich neben einen hohen Arbeitsbelastung, Kollegen, die keine Informationen weitergeben, und wenn, ausschließlich dienstliche, einer Chefin, die sehr gut zurechtweisen kann, junge Berufsanfängerinnen, die rotzfrech auftreten, herumschlagen muss.

    Ich weiß nun nicht, wie ich auf diese Art und Weise einer Kollegin reagieren soll:
    Leider war ich die letzten 2 Wochen aufgrund eines Infektes arbeitsunfähig. Ich arbeite an zwei Tagen in der Woche in homeoffice und an zwei Tagen im Büro.
    Meine Vertretung hat Zugriff auf mein Benutzerkonto und wir haben ein Programm, in das wir alle Vorgänge einpflegen müssen und die somit der Vertretung zur Verfügung stehen.
    Ich habe meine Kollegin über die Abwesenheit telefonisch und per Mail darüber informiert, welche Vorgänge offen sind und wir sind alles durchgegangen. Ich habe ihr angeboten, sich zu melden, wenn irgendwelche Fragen auftauchen sollten. Auch deshalb, weil ich aus der Vergangenheit weiß, welche riesigen Dramen sie aus den einfachsten Dingen macht.
    Ich habe ein paar Tage im Bett zugebracht und ab und zu in meinen PC geschaut und einige wirklich unwichtige Mails gelöscht was ich nicht getan hätte, wenn ich es nicht angeboten hätte. Sie hat sich aber nicht gemeldet. Mitte der 2. Woche rief mich mein Vorgesetzter an und erklärte mir, dass ich - wenn ich krank sei - nicht arbeiten solle. Es habe ein paar unschöne und schwierige Situationen gegeben, über die sich meine Vertretung beschwert habe. Auf die Frage, was denn los sei und warum sie sich nicht gemeldet habe, sagte er, das würden wir in einem Gespräch mit dem obersten Chef, ihm als Personalverantwortlicher und meiner Vertretung besprechen. Ich habe meine Kollegin am ersten Tag nach meiner Erkrankung gefragt, was denn los sei und so schwierig gewesen ist. Sie weigert sich mit mir darüber zu sprechen.
    Um was es sich nun genau handelt, dass der Personalverantwortliche mich während meiner Krankheit anruft, um mir mitzuteilen, dass ich während ich krank bin nicht arbeiten solle und dass es ein Gespräch mit dem obersten Chef gibt, weiß ich nun nicht. Ich habe der Vertretungskollegin gesagt, dass ich ihr Verhalten ziemlich unkollegial finde. Ich hätte ihr angeboten, sich zum melden, wenn irgendwelche Fragen sind. Statt dessen geht sie zum Vorgesetzten und beschwert sich.
    Mein Vorgesetzter ist nun in dieser Woche nicht im Haus, ich werde also warten müssen, welches geheimnisvolle Unheil sich nun auftut.

    Ich arbeite in einem Büro und mache Termine, die auch allesamt stattgefunden haben. Es wird also nichts passiert sein, was Leib oder Leben gekostet hätte.
    Auch kann ich mir - da ich selbst nun - mit dieser Kollegin arbeiten muss- vorstellen, wie es in der Vergangenheiten mit anderen Kolleginnen abgelaufen sein könnte, von denen mindestens eine davon gekündigt worden ist. Meistens macht sie aus einer Mücke einen riesigen Elefanten und geht gerne wechselweise zu verschiedenen Vorgesetzten, um darzutun, welche Fehler man gemacht hat.

    Bei mir war das bisher so, dass sie sich beschwert hat, sie wüsste nichts und ich hätte mich mal melden sollen. Bisher war sie zwei Mal bereits bei unserem Personalverantwortlichen und lässt es auch nicht aus, sich an meine direkte Vorgesetzte zu wenden.
    Wenn man sich nicht meldet, beschwert sie sich, dass ich ja hätte anrufen können. Wenn man sich meldet und alles durchgeht und noch anbietet, sich bei Unstimmgkeiten zu melden, arbeite ich während meiner Krankheit. Ich muss zugeben, ich habe einige wirklich unwichtige Mails gelöscht, um mein Postfach nicht allzu voll werden zu lassen. Ich habe keinen Vorgang bearbeitet bis auf einen Fall, den ich ihr vorher gesagt habe, dass ich mich dort melde, weil ich dem Gesprächspartner noch die Beantwortung in einer anderen Sache versprochen hatte.


    Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, wie ich damit umgehen soll, da der Personalverantwortliche sich ja noch unglaublicher verhält.
    Soll ich mich auf das Gespräch mit dem obersten Chef zu Viert einlassen oder mache ich einen eigenen Termin? Wer weiß schon, was einem da vorgeworfen wird?
    Gehe ich zum Betriebsrat und schildere den Fall? Ich kann mir eine weitere Zusammenarbeit mit dieser Kollegin leider nicht mehr vorstellen.

    Herzlichen Dank.

    Zuletzt geändert von Moderatorin; 31.10.2023, 11:41.

  • #2
    Zitat : einer Chefin, die sehr gut zurechtweisen kann, junge Berufsanfängerinnen, die rotzfrech auftreten, herumschlagen muss.


    Das kann ich gut nachvollziehen. Die Jüngeren, so um die 20 - 25 haben oft einen recht frotzeligen Stil. Zumindest empfinde wir als Ältere so.
    Aber, es ist Ausdruck der neuen Lebensweise wie sie in den amerikanischen Sitcoms propagiert wird. Da muss man sich auch erst dran gewöhnen.

    Der Betriebtsrat kann bei Mobbing nicht viel helfen, wenn es um eher unterschwellige Probleme geht. Die ( Männer) sind meist nicht besonders sensibel und wiegeln einfach ab.
    * Gendersternchen

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