Hallo zusammen,
es scheint so als ob durch die weiter fortschreitende Digitalisierung, Homeoffice, Onlineunterricht sich das Thema Mobbing, auf allen Ebenen der Gesellschaft, langsam aber sicher verflüchtigt.
Für mich ein klarer Hinweis dafür, dass die physische Nähe von Menschen dieses Geschwür offenbar mehr begünstigt als alles andere.
Daher stellt sich die überaus interessante Frage ob die Digitalisierung sich nun konstruktiv/positiv auf das zwischenmenschliche Verhalten auswirkt oder doch eher destruktiv/negativ.
Positiv/konstruktiv wirkt sich die Digitalisierung ganz gewiss in der Hinsicht auf das Phänomen Mobbing aus, dass die Kontrahenten schon mal räumlich voneinander getrennt sind.
Für die aktiven Mobber kommt zudem erschwerend hinzu, dass es dadurch schwieriger ist/wird jemanden per E-Mail oder sonstige harte/beweiskräftige Daten hinterrücks zu diskreditieren oder zu demontieren.
Da eine gewisse Daten-Speicherfunktion in den IT Systemen den Zugriff auf ggf. Hassmails etc. pp. zulässt.
So gesehen die Digitalisierung es den Mobben drastisch erschwert ihr perfides Spiel zu spielen. Zieht ihnen den Boden unter den Füssen weg.
Deren Mitläufer interessieren sich dadurch natürlich aktiv weniger für all solche Spielchen, weil die "Sensation" des direkten Erlebens durch den Wegfall des persönlichen Kontakts bzw. der Teilhabe in der "Arena" Arbeitsplatz wegfällt. Der "Circus Maximus". das "Colosseum" Arbeitsplatz ist, zumindest vorübergehend, geschlossen. Die "Masse" schreit und johlt vor Verzückung zwar gerne mit, alle lieben den Verrat, exponiert sich der Einzelne selbst aber eher weniger. Wohlwissend, dass er sonst ja aus der sicheren anonymen Deckung heraustreten, selbst aktiv und natürlich verantwortlich/greifbar werden müsste.
Destruktiv/negativ wirkt sich die Digitalisierung aus, weil der zwischenmenschliche Kontakt aktiv und massiv unterbunden wird. Kein geschriebenes Wort, ja nicht einmal das Telefon kann den direkten Kontakt mit seinen Mitmenschen ersetzen. Dadurch kommen den Menschen die menschlichen sozialen Skills noch mehr abhanden als dies schon vor der "Krise" der Fall war.
Das wird tiefe Spuren hinterlassen. Denn wenn jeder primär nur noch in seiner eigenen Welt aus Wünschen, Träumen und Hoffnungen lebt, ohne die sonst übliche Beschränkung derselben durch die natürlichen Widerstände der Umwelt, und sei es nur der Regen oder die der Schwerkraft, dann geht dies mit einem Realitäts- wie Empathie-Verlust für das Gegenüber einher, was fatale Folgen haben wird, sobald die Menschen eines Tages wieder aufeinander treffen sollten.
Man kennt dieses Phänomen von Menschen die Monate allein in der Wildnis verbracht haben. Deren Verhalten wirkt auf ihre Mitmenschen, die soziale Interaktion gewohnt sind, absolut "strange" fremdartig.
In Canada hat man dafür eine Bezeichnung "He or she is bushed". Für dieses "bushed" finde ich kein adäquates Wort im Deutschen. Bedeutet jedoch, dass der oder diejenige vom Busch verändert wurde.
Ggf. ebenso geheimnisvoll, mystisch wie aber auch voller unsichtbarer Gefahren und Bedrohungen.
Die Betroffenen berichten davon, dass sie trotz dieses Bewusstseins einige Wochen brauchen, um von diesem Trip wieder herunter zu kommen. Sprich sich wieder nahtlos in die Gemeinschaft, selbst derer die ihnen sehr nahe stehen, einfügen zu können.
Wir dürfen also sehr gespannt sein wie sich bei Wiedereröffnung des gesellschaftlichen Lebens diese Zwangs-Isolation auswirken wird.
Ich würde mich freuen wenn es aus der Runde ein paar andere auch völlig abweichende Meinungen/Statements hierzu gäbe :-)
Gruss an die Gemeinde
Compliance
es scheint so als ob durch die weiter fortschreitende Digitalisierung, Homeoffice, Onlineunterricht sich das Thema Mobbing, auf allen Ebenen der Gesellschaft, langsam aber sicher verflüchtigt.
Für mich ein klarer Hinweis dafür, dass die physische Nähe von Menschen dieses Geschwür offenbar mehr begünstigt als alles andere.
Daher stellt sich die überaus interessante Frage ob die Digitalisierung sich nun konstruktiv/positiv auf das zwischenmenschliche Verhalten auswirkt oder doch eher destruktiv/negativ.
Positiv/konstruktiv wirkt sich die Digitalisierung ganz gewiss in der Hinsicht auf das Phänomen Mobbing aus, dass die Kontrahenten schon mal räumlich voneinander getrennt sind.
Für die aktiven Mobber kommt zudem erschwerend hinzu, dass es dadurch schwieriger ist/wird jemanden per E-Mail oder sonstige harte/beweiskräftige Daten hinterrücks zu diskreditieren oder zu demontieren.
Da eine gewisse Daten-Speicherfunktion in den IT Systemen den Zugriff auf ggf. Hassmails etc. pp. zulässt.
So gesehen die Digitalisierung es den Mobben drastisch erschwert ihr perfides Spiel zu spielen. Zieht ihnen den Boden unter den Füssen weg.
Deren Mitläufer interessieren sich dadurch natürlich aktiv weniger für all solche Spielchen, weil die "Sensation" des direkten Erlebens durch den Wegfall des persönlichen Kontakts bzw. der Teilhabe in der "Arena" Arbeitsplatz wegfällt. Der "Circus Maximus". das "Colosseum" Arbeitsplatz ist, zumindest vorübergehend, geschlossen. Die "Masse" schreit und johlt vor Verzückung zwar gerne mit, alle lieben den Verrat, exponiert sich der Einzelne selbst aber eher weniger. Wohlwissend, dass er sonst ja aus der sicheren anonymen Deckung heraustreten, selbst aktiv und natürlich verantwortlich/greifbar werden müsste.
Destruktiv/negativ wirkt sich die Digitalisierung aus, weil der zwischenmenschliche Kontakt aktiv und massiv unterbunden wird. Kein geschriebenes Wort, ja nicht einmal das Telefon kann den direkten Kontakt mit seinen Mitmenschen ersetzen. Dadurch kommen den Menschen die menschlichen sozialen Skills noch mehr abhanden als dies schon vor der "Krise" der Fall war.
Das wird tiefe Spuren hinterlassen. Denn wenn jeder primär nur noch in seiner eigenen Welt aus Wünschen, Träumen und Hoffnungen lebt, ohne die sonst übliche Beschränkung derselben durch die natürlichen Widerstände der Umwelt, und sei es nur der Regen oder die der Schwerkraft, dann geht dies mit einem Realitäts- wie Empathie-Verlust für das Gegenüber einher, was fatale Folgen haben wird, sobald die Menschen eines Tages wieder aufeinander treffen sollten.
Man kennt dieses Phänomen von Menschen die Monate allein in der Wildnis verbracht haben. Deren Verhalten wirkt auf ihre Mitmenschen, die soziale Interaktion gewohnt sind, absolut "strange" fremdartig.
In Canada hat man dafür eine Bezeichnung "He or she is bushed". Für dieses "bushed" finde ich kein adäquates Wort im Deutschen. Bedeutet jedoch, dass der oder diejenige vom Busch verändert wurde.
Ggf. ebenso geheimnisvoll, mystisch wie aber auch voller unsichtbarer Gefahren und Bedrohungen.
Die Betroffenen berichten davon, dass sie trotz dieses Bewusstseins einige Wochen brauchen, um von diesem Trip wieder herunter zu kommen. Sprich sich wieder nahtlos in die Gemeinschaft, selbst derer die ihnen sehr nahe stehen, einfügen zu können.
Wir dürfen also sehr gespannt sein wie sich bei Wiedereröffnung des gesellschaftlichen Lebens diese Zwangs-Isolation auswirken wird.
Ich würde mich freuen wenn es aus der Runde ein paar andere auch völlig abweichende Meinungen/Statements hierzu gäbe :-)
Gruss an die Gemeinde
Compliance
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