Hey Ho
Ich möchte etwas zum Thema Konkurrenzdenken loswerden.
Meine Kinder machen seit ihrem 6. Lebensjahr Karate.
Beide Dämchen haben von Haus aus eine gehörige Portion Talent,
seitens der Schule eine Empfehlung zur sportlichen Karriere.
So hat zB. die eine im zweiten Schuljahr den Distanzlauf
gegen den kompletten Rest der Schule (auch 3., 4. Schlj.) gewonnen.
Seit Sie in den Landeskader aufgenommen wurde, hagelt es Neid.
Wie kann ausserdem ein Kind, dass aus ärmlichen Verhältnissen stammt,
gleichzeitig aufs Gymnasium gehen und im Sport erfolgreich sein?
Das geht doch nicht.
Zunächst haben wir den Verein quittiert, da eine Kommunikation
mit der Vereinsleitung zu dem Zeitpunkt nicht möglich war,
und diverse Schwierigkeiten sich als Karriere-unfreundlich heraustellten.
Es gibt Eltern, die schaffen es einfach nicht zu verstehen,
dass zu einem sportlichen Wettkampf gewinnen und verlieren gehört,
und es total uncool ist, sich mit den Gewinnern anzulegen.
Im neuen Verein, der einige erfolgreiche Kinder beherbergt,
bin ich direkt in die Neidfalle gestolpert, die das Strebertum gebiert.
Mein Kindchen ist total lieb, schüchtern, zurückhaltend.
Dies macht sie zum idealen Mobbing Opfer, von dem die Täter meinen,
sie können es durch pure Aggression zum Aufgeben zwingen.
Ich war zunächst der Meinung, dass alle Kinder toll sind,
und jedes Kind verdient, von mir bewundert und befreundlicht zu werden.
Da ich dachte, dass andere Kinder ebensolche Eltern haben wie meine,
nämlich solche, denen Fairness und die Freude am Sport
so am Herzen liegen wie mir... war ich der Meinung,
dass sämtliche Kinder in Harmonie miteinander umgehen können sollten.
Alles andere passte nicht in mein Weltbild hinein, ein Fehler,
wie sich herausstellte. Mein Töchterchen berichtete mir häufig,
wie ein weiteres, auch sehr talentiertes Kind aus wohlhabendem Hause,
verwöhnt, mit erfolgsorientierter Hintergrundgeschichte, sie gezielt verletzte,
angriff, demütigte, bloßzustellen und zu provozieren versuchte.
Immer wieder versuchte ich sie zu beruhigen und meinte,
sie würde das sicher mißverstehen, die andere habe einen schlechten Tag, und, und, und.
Weiterer Fehler. Meine Idee, alle Kinder müssten miteinander friedlich sein.
Es war auch so, dass dieses Mädel dies immer hinter meinem Rücken tat.
Ich war weiterhin immer lieb und aufgeschlossen allen Kindern gegenüber.
Nun hat es sich zufällig so ergeben, dass mein Kind für die DM aufgestellt wurde,
und sie nicht. Was ich auch überhaupt nicht verstanden habe,
da sie ja so gut ist! Daher hab ich gleich herumgefragt,
was wohl die Erklärung für diese Ungerechtigkeit sein möge.
Ich glaube nämlich, dass das andere Mädel besser ist als meine Tochter,
und es daher viel eher verdient habe, aufgestellt zu werden.
Ich fragte also persönlich bei ihr nach, wieso sie nicht nominiert wurde.
Es hätte ja auch sein können, dass sie am Wettkampftag einen wichtigen,
nicht aufschiebbaren Termin gehabt hätte, oder ähnliches, wer weiss das schon.
Sie konnte mir keine vernünftige nachvollziebare Erklärung dafür geben.
Da ich dachte, dass dies ein empfindliches Thema sei, fragte ich nicht mehr.
Vor kurzem rief mich die Vereinsleitung zu sich,
die Eltern des Kindes, ihrer Freundin und die Eltern der Freundin,
plus die Vereinsleitung haben mir dann vorgeworfen,
meine Tochter und ich hätten uns über das Kind lustig gemacht,
weil sie nicht als Teilnehmerin für den DM ausgewählt worden sei.
Der Witz an der Sache ist nur, die Eltern waren da gar nicht dabei,
sie haben die Geschichten der Kinder einfach für bare Münze genommen,
und statt dies mit mir direkt zu klären, sind sie nahtlos zum Angriff
übergegangen und haben beim Vereinsvorstand Klage eingelegt.
Der hat sich natürlich nicht lange lumpen lassen,
und sofort mit drastischen Maßnahmen reagiert,
nämlich uns die gelbe Karte zu geben und zu beschimpfen.
WA! Unglaublich.
Und dann erklär das mal 6 aufgebrachten Leuten,
die dir lauthals aggressiv durcheinander brüllend einen erzählen,
die die Vereinsleitung hinter sich haben (die sie aufgehetzt hatten)
weil sie diese auch schon viel länger kennen als wir,
was Sache ist, und was sich zwischen diesen Kindern abgespielt hat!
Im Nachhinein sieht das natürlich so aus, als wolle ich mich rausreden.
Klare Androhung: passiere das nochmal, werden wir aus dem Verein geworfen.
Klare Sache: Da das Kind (die Mobberin) nun ein Erfolgserlebnis hatte,
wird es ganz ganz sicher nochmal passieren, ist sicher wie das Amen in der Kirche.
Im Moment sieht es so aus, als würde das Mädel immernoch mobben...
Nun, wir werden einfach schauen, wie sich die Sache weiterentwickelt.
Vielleicht ist damit unsere Karriere im Karate beendet, vielleicht auch nicht.
°
Ich möchte etwas zum Thema Konkurrenzdenken loswerden.
Meine Kinder machen seit ihrem 6. Lebensjahr Karate.
Beide Dämchen haben von Haus aus eine gehörige Portion Talent,
seitens der Schule eine Empfehlung zur sportlichen Karriere.
So hat zB. die eine im zweiten Schuljahr den Distanzlauf
gegen den kompletten Rest der Schule (auch 3., 4. Schlj.) gewonnen.
Seit Sie in den Landeskader aufgenommen wurde, hagelt es Neid.
Wie kann ausserdem ein Kind, dass aus ärmlichen Verhältnissen stammt,
gleichzeitig aufs Gymnasium gehen und im Sport erfolgreich sein?
Das geht doch nicht.
Zunächst haben wir den Verein quittiert, da eine Kommunikation
mit der Vereinsleitung zu dem Zeitpunkt nicht möglich war,
und diverse Schwierigkeiten sich als Karriere-unfreundlich heraustellten.
Es gibt Eltern, die schaffen es einfach nicht zu verstehen,
dass zu einem sportlichen Wettkampf gewinnen und verlieren gehört,
und es total uncool ist, sich mit den Gewinnern anzulegen.
Im neuen Verein, der einige erfolgreiche Kinder beherbergt,
bin ich direkt in die Neidfalle gestolpert, die das Strebertum gebiert.
Mein Kindchen ist total lieb, schüchtern, zurückhaltend.
Dies macht sie zum idealen Mobbing Opfer, von dem die Täter meinen,
sie können es durch pure Aggression zum Aufgeben zwingen.
Ich war zunächst der Meinung, dass alle Kinder toll sind,
und jedes Kind verdient, von mir bewundert und befreundlicht zu werden.
Da ich dachte, dass andere Kinder ebensolche Eltern haben wie meine,
nämlich solche, denen Fairness und die Freude am Sport
so am Herzen liegen wie mir... war ich der Meinung,
dass sämtliche Kinder in Harmonie miteinander umgehen können sollten.
Alles andere passte nicht in mein Weltbild hinein, ein Fehler,
wie sich herausstellte. Mein Töchterchen berichtete mir häufig,
wie ein weiteres, auch sehr talentiertes Kind aus wohlhabendem Hause,
verwöhnt, mit erfolgsorientierter Hintergrundgeschichte, sie gezielt verletzte,
angriff, demütigte, bloßzustellen und zu provozieren versuchte.
Immer wieder versuchte ich sie zu beruhigen und meinte,
sie würde das sicher mißverstehen, die andere habe einen schlechten Tag, und, und, und.
Weiterer Fehler. Meine Idee, alle Kinder müssten miteinander friedlich sein.
Es war auch so, dass dieses Mädel dies immer hinter meinem Rücken tat.
Ich war weiterhin immer lieb und aufgeschlossen allen Kindern gegenüber.
Nun hat es sich zufällig so ergeben, dass mein Kind für die DM aufgestellt wurde,
und sie nicht. Was ich auch überhaupt nicht verstanden habe,
da sie ja so gut ist! Daher hab ich gleich herumgefragt,
was wohl die Erklärung für diese Ungerechtigkeit sein möge.
Ich glaube nämlich, dass das andere Mädel besser ist als meine Tochter,
und es daher viel eher verdient habe, aufgestellt zu werden.
Ich fragte also persönlich bei ihr nach, wieso sie nicht nominiert wurde.
Es hätte ja auch sein können, dass sie am Wettkampftag einen wichtigen,
nicht aufschiebbaren Termin gehabt hätte, oder ähnliches, wer weiss das schon.
Sie konnte mir keine vernünftige nachvollziebare Erklärung dafür geben.
Da ich dachte, dass dies ein empfindliches Thema sei, fragte ich nicht mehr.
Vor kurzem rief mich die Vereinsleitung zu sich,
die Eltern des Kindes, ihrer Freundin und die Eltern der Freundin,
plus die Vereinsleitung haben mir dann vorgeworfen,
meine Tochter und ich hätten uns über das Kind lustig gemacht,
weil sie nicht als Teilnehmerin für den DM ausgewählt worden sei.
Der Witz an der Sache ist nur, die Eltern waren da gar nicht dabei,
sie haben die Geschichten der Kinder einfach für bare Münze genommen,
und statt dies mit mir direkt zu klären, sind sie nahtlos zum Angriff
übergegangen und haben beim Vereinsvorstand Klage eingelegt.
Der hat sich natürlich nicht lange lumpen lassen,
und sofort mit drastischen Maßnahmen reagiert,
nämlich uns die gelbe Karte zu geben und zu beschimpfen.
WA! Unglaublich.
Und dann erklär das mal 6 aufgebrachten Leuten,
die dir lauthals aggressiv durcheinander brüllend einen erzählen,
die die Vereinsleitung hinter sich haben (die sie aufgehetzt hatten)
weil sie diese auch schon viel länger kennen als wir,
was Sache ist, und was sich zwischen diesen Kindern abgespielt hat!
Im Nachhinein sieht das natürlich so aus, als wolle ich mich rausreden.
Klare Androhung: passiere das nochmal, werden wir aus dem Verein geworfen.
Klare Sache: Da das Kind (die Mobberin) nun ein Erfolgserlebnis hatte,
wird es ganz ganz sicher nochmal passieren, ist sicher wie das Amen in der Kirche.
Im Moment sieht es so aus, als würde das Mädel immernoch mobben...
Nun, wir werden einfach schauen, wie sich die Sache weiterentwickelt.
Vielleicht ist damit unsere Karriere im Karate beendet, vielleicht auch nicht.
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