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Terror in Norwegen, "fundamentalistische Christen ?"

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  • Terror in Norwegen, "fundamentalistische Christen ?"

    "fundamentalistische Christen ?" ich kannte das Wort noch nicht. Aber ist das nicht ein Widerspruch zum Christentum Bomben zu bauen und Leute zu erschiessen ?

    Mein Opa sollte immer in die Kirche, aber er hat das abgelehnt mit der Begründung dass er im Krieg gesehen hat wie auf beiden Seiten die Kanonen gesegnet wurden. jetzt verstehe ich meinen Opa.

    Zur neuen Zeit: auch bei diesem Terror-Amoklauf scheinen "Ballerspiele" ein Ursache zu sein.

    Ich möchte mal sagen, das sind wohl die Ausnahmen bei denen diese Computerspiele so eine Reaktion bewirken. Aber was bedeutet es für die Normalen ? Wird deren Unbewusstes nicht auch verändert in Richtung Aggression ?

    lG

  • #2
    AW: Terror in Norwegen, "fundamentalistische Christen ?"

    Guten Morgen!

    Ich will was zu "fundamentalistische Christen" bzw. "fundamentalistische Islamisten" sagen.
    Ich bin auf dem Wege zum Staatsexamen als Heilpraktikerin und werde mich wohl später mit Psychatrie beschäftigen. Daher lese ich heute schon sehr vieles darüber, habe durch meinen Mobbingfall sehr viel Interesse daran gefunden.
    Was ich sagen will:
    Die Religion darf nicht für solche Anschläge verantwortlich gemacht werden. Denn die Attentäter haben einen (fachmännisch gesagt) sog. Religionswahn. Eine krankhafte Wahnidee.

    In meinem Lernskript wird dieses so beschrieben:

    Eine Wahnidee ist eine inhaltliche Debkstörung mit Verlust des Bezuges zur allg. akzeptierten Realität bei subjektiver Gewissheit uns Unkorrigierbarkeit des Denkinhaltes.
    In der Regel kann die Wahnidee von andren nicht geteilt werden.
    Unter diese Störung fallen auch: Größenwahn, Beziehungswahn, Eifersuchtswahn und Verfolgungswahn.
    Daraus resultierdens Störungen können sein: Narzisten und Stalker


    Das soll die schrecklichen Dinge aber jetzt nicht entschuldigen.

    Kommentar


    • #3
      AW: Terror in Norwegen, "fundamentalistische Christen ?"

      "fundamentalistische Christen" bzw. "fundamentalistische Islamisten" - ich mag keine Fanatiker, egal welche Richtung. Die denken sie sind was besonderes und haben das Recht andere zerstören.

      Kommentar


      • #4
        AW: Terror in Norwegen, "fundamentalistische Christen ?"

        Solange Menschen Glauben, wird es Menschen geben die diesen Glauben zu Extremen ausleben. Ein Lösung allerdings ist eine Welt ohne Glauben auch nicht denn im Glauben sind ethische Regeln und Normen verankert, sowie auch Hoffnung. Würde man also den Glauben streichen ( was auch nur rein theoretisch geht) würde man das wofür der Mensch lebt auch gleich nehmen.

        Fazit: Fundamentalisten gab es immer und wird es immer geben, nur durch den Medienrummel und die heutige Kommunikation nimmt das ganze viel heftigere Ausmaße an.

        Ich trauere mit Norwegen um die Opfer und hoffe das der dadurch entstehende Hass nicht noch mehr Schaden verursachen wird.
        Viele Grüße
        Das Muppelchen

        "Man reist nicht um anzukommen sondern um zu reisen."
        Johann Wolfgang von Goethe

        Kommentar


        • #5
          AW: Terror in Norwegen, "fundamentalistische Christen ?"

          "Gott statt Religion....." besang einst Peter Maffay.

          Spiritualität hat nichts mit einem Gott zu tun.
          Gott, das ist für mich die kindliche Umschreibung der Unfassbarkeit des Universums.

          Ein Priester fragte mich einmal: "Warum ich vom "rechten" Glauben abgekommen sei."
          Meine Antwort: "Weil ihr Gott nicht einmal unter den Fingernagel meiner Vorstellung von Göttlichkeit passt." Die Einzigartigkeit und Brillanz der Schöpfung welche selbst die schlauesten Köpfe niemals durchdringen werden sollte uns allen Geschenk genug sein. Wir sind ein Teil davon und haben das Glück all das sehen zu dürfen. Die Kraft des Universums und die Macht seiner Gesetze ruht und lebt in allen Menschen. Niemals wird das Produkt dieser Intelligenz auch nur im Ansatz die wahre Grösse dieser Schöpfungskraft erkennen, die da ist und sein wird wenn der Mensch schon längstens Geschichte ist. Ein Experiment auf einem wunderschönen Planeten wie wir einen zweiten nicht kennen und/oder viel zu weit entfernt ist um ihn zu erreichen. Deshalb sollten wir auf die immer kleiner werdende Kugel auf der wir herumtanzen gut aufpassen.

          Im Namen der Religion und "Barmherzigkeit" haben Kreuzritter ganze Landstriche entvölkert, wurden mehr Morde durch die Inquisition als durch alle Verbrecher dieser Welt verübt.
          Nein. Ich werde keinem Scheusal huldigen, dass Blutzoll für dessen Verehrung verlangt. Das ist wahrhaft Götzendienst.

          Deshalb sage ich, um "Spiritualität" auszuleben braucht es keinen Gott. Auch keinen, um den Sinn im Leben zu finden. Ich schaue aus dem Fenster oder an den Arbeitsplatz. Dort rennt er rum. Mein Sinn. Das sind meine Mitmenschen. Für sie bin ich da. Ob beruflich oder privat. Nichts geschieht auf diesem Planeten ohne Sinn, der nicht im Zusammenhang steht mit der Fürsorge für den Menschen.

          Auch der Erhalt unseres Ökosystems dient letztlich uns Menschen. Indem wir die Erde und deren Artenvielfalt erhalten erhalten wir letztlich unseren beschränkten Lebensraum. Aus diesem Grund sind Umweltfreunde gleichzeitig immer auch Menschenfreunde.

          Das Attentat von Oslo hat bei aller Greuel einen tieferen Sinn. Es zeigt uns, dass für den Attentäter in den entscheidenden Momenten des Lebens die falschen Kräfte wirkten und ihn zu dem machen konnten was er heute ist. Das leisten wir vor allem durch das Wegschauen wenn es uns braucht. Wegschauen wenn Zivilcourage gefragt wäre. Wegschauen und umdrehen wenn wir uns einmischen sollten. Wegschauen wenn unsere Verantwortung gefragt ist entschlossen einzuschreiten.

          Ich höre es jetzt schon wieder. "man" hätte dies oder jenes tun sollen. "Man" müsste dies oder jenes ab heute tun. Schwerere Strafen, Ballerspiele abschaffen, Waffen verbieten, Fernseher verbieten.

          Wer ist der "Man"? Wer ist das? Sind das nicht wir? Ist das nicht eine billige Ausrede die eigene Verantwortung weg zu delegieren?

          Wenn etwas verändert werden soll, dann beginnt dies immer mit mir selbst. Nur indem ich ein positives Beispiel gebe haben andere die Chance und finden den Mut mir zu folgen.
          Auch wenn es keiner verstehen kann, verbringe ich sehr viel Zeit hier. Das tue ich nur weil ich das Gefühl habe den Menschen hier etwas geben zu können. Etwas von meinen positiven Erfahrungen und damit meinem Wissen abgeben zu können, was auch anderen weiterhelfen kann.

          Ich arbeite täglich 6 Tage 10-12 h und trotzdem schaffe ich es hier anderen wenigstens ein wenig beizustehen die offenbar niemanden mehr haben mit denen sie das besprechen könnten. Weil ich so etwas spüre wie Verantwortung gegenüber den Menschen die vielleicht nicht über ein so solides Selbstbewusstsein verfügen. Die man zusätzlich auch noch des letzten Restes Selbstwert beraubt hat. Vielleicht färbt ja ein wenig von meinem auf andere ab. Gibt ihnen den Mut zurück sich aufrecht dem Unrecht entgegen zu stellen.
          Gewiss passt meine Sicht nicht für jeden Fall. Aber einigen hat's schon geholfen. Konnte ich Licht in ihren dunklen Alltag bringen. Einen Silberstreif an den Horizont heften. Manchen sogar zum Triumph verhelfen über ihre Widersacher und damit zu einem Meilenstein in ihrem Leben. Darauf bin ich stolz und macht mir Mut nicht nachzulassen. Ob mich dafür einige für bescheuert halten oder es ihnen suspekt ist ist mir vollkommen egal.

          Auf das sich niemand jemals so verlassen und von Problemen überfordert fühlen muss, um dann etwas, vom Hass getrieben, zu tun wie dieser verwirrte Mensch.
          Er der Attentäter ist das äussere Zeichen der Pest die in den Köpfen breit gemacht wird wer die "Guten" und wer die "Schlechten" sind. Welch ein Vergehen.
          Es sei die Frage erlaubt wer sich nun intensiv um den Bekannten und Freundeskreis dieses Mannes kümmert? Im Prinzip dürfte der ja voll sein von Menschen wie ihm die bereit sind für eine Irrlehre Unschuldige zu morden.

          Einen Wandel kann ich unmöglich alleine stemmen. Dazu braucht es einen jeden von uns. Ein Netzwerk der Anteilnahme aber auch der Förderung positiver Zukunftsgestaltung.

          Daher mein Appell: Was werdet ihr morgen tun, um aus dieser Welt eine bessere zu machen?

          Gruss Martin
          Psychobabbel
          besonders erfahrenes Mitglied
          Zuletzt geändert von Psychobabbel; 25.07.2011, 16:51.

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