Unser Bildungssystem hat die Zensur, 4+ erhalten! Jetzt steht die Frage im Raum, wer ist Schuld! Das Elternhaus? Unsere Schulbildung? Wer ist Schuld, daß es den Bach runtergeht? Die Kinder und Jugendlichen haben keinen Respekt und Achtung, mehr vor den Lehrern. Die Lehrer sind überfordert mit den Kindern und Jugendlichen. Viele sind Dauerpatienten beim Psychiater oder Psychologen, Lehrer, wie Kinder und Jugendliche!!! Viele diskutieren jetzt! Ich kann nur hoffen, daß es zu einer Lösung kommt!!! Aber Schuldabwälzung nur an die Eltern, daß kann es ja wohl nicht sein! Gestern, Gespräch mit einer Mutter aus dem Landkreis ROW. Sie mußte auch für Ihren Sohn kämpfen und hat ihn eine Klasse zurückgestuft, nur damit er von der Mobbinglehrerin wegkommt. Jetzt macht er die 2. Klasse nochmal. Damit nicht genug. An dieser Schule gibt es keinen Hort. Die Eltern mußten sich für viel Geld eine Tagesmutter besorgen, damit das Kind, Nachmittags betreut ist! Die Mutter ist mit Ihrem Mann voll berufstätig. Alles muß bezahlt sein, schon deswegen, müßen sie arbeiten.Und bieten soll man den Kindern ja auch was. Kinder sollen ja nicht zu Hause versauern, sondern sollen mal ins Kino, Schwimmen gehen oder Sport treiben oder sonstige Aktivitäten ausleben. Wer seinen Kindern heute sowas nicht bieten kann, wird doch gleich schräg angeschaut.// Fakt ist doch, nicht nur die Eltern sind gestreßt, sondern auch die Kinder und Jugendlichen. Gerade in Großstädten ist es schlimm. Es gammeln einfach zuviele vor sich hin, nach der Schule, kein Plan was sie machen sollen, kein Ziel vor den Augen, Nichts. Kinder brauchen Führung, wo`s langgeht, sinnvolle Beschäftigung und eine ordentliche Bildung. Und was die Erziehung betrifft, Kinder brauchen Grenzen! Man kann, aber nicht nur Grenzen setzen, sondern muß auch für den Ausgleich sorgen. Kinder sind doch keine Marionetten!! Wenn das Alles so weiter geht, haben wir bald bloß noch Rebellen und für die Zukunft...na ja, da sehe ich richtig Schwarz! Die Eltern überfordert, die Kinder und Jugendlichen genervt, das Schulsystem eine Katastrophe u.s.w... Da kriegen sogar Optimisten, daß Zweifeln, wo das Alles noch hinführen soll :-)) Biggi
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Bildungssystem mit 4+
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AW: Bildungssystem mit 4+
Die Situation in Großstädten ist (viertelabhängig) schon oft schlimm. Ich bin mit 12/13 meist am Nachmittag mit Gleichaltrigen "abgehangen". Wir hatten einige dabei, die sich wie 16 aufgeführt haben, Mädchen wie auch Jungs. Aber Autoaufbrechen und Diebstähle haben wir nicht gemacht! Aber für die meisten war Rauchen ab 11 und Alkohol trinken ebenfalls fast Tagesordnung.
Ich habe mein Gebiet eher auf die Schule verlegt sowie Leistungsmäßig (guter Erfolg) und leider auch Mobbingmäßig (Täter, Opfer).
Die meisten von uns, auch ich, wollten so lange wie möglich weg vom Elternhaus, das bei vielen von uns nicht intakt war.
Manches Mal kamen "oberschlaue" Menschen, die gemeckert haben, wir sollten lernen oder Sport machen, manche haben die ausländischen unter uns gesehen (mich halb) und dann ihre oft von Medien eingetrichterte Meinung von sich gegeben, klar haben viele von uns gelacht.
Da können die Lehrer auch nichts dafür, vieles liegt an den Eltern, die haben keine Zeit oder erziehen mit Schlägen und wenn das Kind nicht wird, wie gewünscht, dann resignieren sie entweder oder geben der Schule die Schuld. (Wozu Lehrer, die bei Mobbing mitlachen, wirklich beitragen!)
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AW: Bildungssystem mit 4+
Hallo,
ich denke, dass die Schule eine Bildungseinrichtung in erster Linie ist und das Elternhaus für die Erziehung zuständig. Ohne die Vorbereitung im Elternhaus (respektvolles Sozialverhalten, Gesundheit, räumliche Möglichkeiten, aktive Freizeitgestaltung) kann die Schule auch nicht hexen.
Die Eltern müssen dafür sorgen, dass das Kind gewaschen, sauber gekleidet, ausgeruht und mit Frühstück und Hausaufgaben in die Schule geht. Gewöhnen Eltern ihren Kindern dies von klein auf an, gibt es auch weniger Probleme in der rebellischen Pubertätszeit.
Klar gibt es übermäßig pingelige Lehrer, oder welche, die auch tatsächlich ihren Beruf verfehlt haben. Dennoch können auch Kinder lernen, damit zurecht zu kommen, mit Hilfe der Eltern.
Jeder sollte seine Aufgaben wahrnehmen, damit es weniger Störungen gibt. Für die Störungen sollten Lösungen gesucht werden. Das kann man im Einzelfall prüfen, welche Ursache dem abweichendem Verhalten zugrunde liegt.
Ich denke, dass es wichtig für Eltern ist, sich ausreichend Zeit für ihre Kinder zu nehmen, mit ihnen zu reden und sie nicht wegzuorganisieren. Denn es gibt auch die Wohlstandsverwahrlosung.
Pubertät ist Grenzen austesten, wie Valon es beschrieb. Eltern sollten das von ferne beobachten und einschreiten, wenn nötig. (Drogenkonsum, kriminelle Aktivitäten). Wichtig ist, dass sie das Vertrauen ihrer Kinder nicht verlieren. Wenn alle Beteiligten
im Gespräch bleiben und zwar nicht hinter dem Rücken des Jugendlichen oder Kindes, so sollte das eher funktionieren.
LG
Ibag
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AW: Bildungssystem mit 4+
Und genau diese Vorbereitungen auf das Leben (die Schule in der ersten Zeit) fehlte vielen von uns und sehr wahrscheinlich auch vielen anderen Jugendlichen. Meine Mutter war der Meinung, ich brauche keine Vereine (ich habe dann mit 15/16 in einem Fußballverein gespielt), ich brauche keinen Kindergarten und es reicht, wie sie mich erzieht. Wenn sie verständnisvoll gewesen wäre und nicht auf ihre Schlägeerziehung gesetzt hätte, wäre das nur eine Ansicht gewesen, mir sind jetzt Vereine auch nicht besonders wichtig, aber wenn ich Kinder habe, will ich ihnen die Möglichkeit anbieten, auch außerschulisch Freunde zu finden.
Die Schule hat sich eher auf die Bildung beschränkt bei mir. Die Lehrer haben fast alles geduldet, was in der Hauptschule geschehen ist. Zweimal kamen gerufene Schulpsychologen wegen mir zur Schule (und sehr wahrscheinlich auch zu anderen Schülern) und haben mit mir gesprochen. Geändert hat es nichts.
Ich würde das BILDUNGSsystem nicht schlecht benoten, aber das SOZIALE SCHULsystem, auch mit allem, was man hier so hört, (Lehrer, die nicht eingreifen) verdient diese Note.
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AW: Bildungssystem mit 4+
Hallo Valon,
ich glaube, dass lehrer mit "besonderen Schülern" oftmals überfordert sind. Sie müssen Dinge in der Schule auffangen, für die die Eltern verantwortlich sind. Ein Kind, das im unterricht einpennt und aggressiv wird, weil zu Haus ständig Randale ist, kann nicht erfolgreich am Unterricht teilnehmen. Mit einer Klassenstärke von 30 schülern dann solche verhaltensauffälligen Schüler auch noch zu reglementiern ist so gut wie unmöglich.
Leider gab es in der Vergangenheit sehr wenig Schulen, die permanent einen sozialen Dienst da hatten, der sich um diese Sorgenfälle kümmern kann. Mittlerweile wird das ja besser. Die Politiker haben erkannt, dass sie etwas tun müssen, für die Kinder, die unsere Zukunft sind.
Viele Lehrer sind wegen Überforderung in Frührente gegangen, die haben sich das sicher auch anders vorgestellt.
Die können dann einfach nicht mehr. Auch haben die an den Universitäten wenig Pädagogikunterricht. Mit sehr schwierigen Schülern können ganz viele Lehrer nicht umgehen, weil sie es nicht gelernt haben.Wer sich engagiert und sehr bemüht, leidet dann häufig auch unter burn-out, weil die Probleme nicht hinreichend gelöst werden können.
Ein sozialer Dienst sollte Eltern auf Defizite ihrer Kinder aufmerksam machen und gemeinsam mit der Familie eine Lösung suchen, wenn das Problem im Elternhaus lokalisiert werden kann.
Die Chancen stehen danach sehr gut, dass es besser wird.
LG
Ibag
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AW: Bildungssystem mit 4+
Hallo Ibag,
mein Großonkel ist Lehrer in einer höheren Schule. Er geht nach diesem Schuljahr in Pension. Wir haben öfter geredet und er hat erzählt, dass sich die Schüler eher zum negativen verändert haben in den letzten Jahren. Er hatte immer Klassen, in die er lieber ging als in andere, aber in letzter Zeit sind es meist Klassen, in die er nicht gerne geht, weil einige "Störenfriede" drinnen sind.
Er kümmert sich öfters um Fälle, wenn es Problemschüler gibt, er sagt, dass es schade ist, was aus manchen wird, auch teilweise, weil sie keine gute Erziehung bekommen haben. Er hat auch gesagt, dass bei manchen alles verloren wäre, dieser Meinung bin ich nicht. Das sind 14 bis 20-Jährige, die können sich noch ändern! Wir dürfen keinen Menschen abschreiben!
Es gibt jetzt schon mehr soziale Berufe v.a. im Schul- und Familienbereich, was auch gut ist.
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AW: Bildungssystem mit 4+
Hallo,
wer Schüler abschreibt, hat den Beruf verfehlt.
Sie brauchen Möglichkeiten, Veränderungsprozesse in Gang zu setzen und das geht nur, wenn das Problem lokalisiert wird.
Absprachen treffen, mit allen Beteiligten und zielgerichtet die Lösung anstreben.
Wie gesagt, jetzt passiert ja auch endlich was.
Zum Glück!
LG
Ibag
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