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Ein Fall von Selbstjustiz

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  • #16
    AW: Ein Fall von Selbstjustiz

    Hallo,
    ja, Deine Großmutter scheint ein kluger und zufriedener Mensch zu sein. Welch Glück für Dich.

    All das, was man einem abhängigen Menschen (Kinder sind abhängig) sagt, sollte man erklären und für sie transparent machen. Strafen sind natürlich manchmal nicht zu umgehen, dennoch denke ich, dass die Erklärung auch da sein muss und nicht nur eine Demütigung.
    Die Ursache für Gewalt ist doch meist selbst erlebte Gewalt. Meine Mutter hat auch selber Gewalt erfahren und die Ursache für das Weitergeben der Gewalt, ist doch gerade, dass sie glaubt, dass es ihr auch nicht geschadet habe.
    Natürlich hat es ihr geschadet! Das schadet Jedem.
    Wer das Gefühl zulässt, dass die Gewalt demütigt und zerstörerisch auf den Selbstwert wirkt, der hat sehr gute Chancen, die Gewalt nicht weiterzugeben.
    Mein Vater war nie gewalttätig und ich habe seine Anweisungen befolgt, weil er mir das erklärt hat, warum ich nicht Schule schwänzen darf und so weiter. Mir leuchteten seine Erklärungen ein und deshalb habe ich sie befolgt. Ich hätte das niemals gemacht, wenn ich das nicht eingesehen hätte.
    Einen Vorteil hat unsere teilweise blöde Kindheit für uns doch noch: Wir haben gelernt, was es heißt, Frust zu haben. Wir können einigermaßen gut damit umgehen, ohne das jetzt noch an falscher Stelle abbauen zu müssen.
    Sich mal zu wehren, wenn einem der Kragen platzt, an der richtigen Stelle, ohne persönliche Gewalt und wenn die Kommunikation nichts gebracht hat, ist irgendwie auch nachvollziehbar. Wir sind auch alle nur Menschen.
    Manches muss man sich eben selber auch verzeihen können.

    Am besten ist es wohl, wenn man sich von den Menschen fernhält, die so hinterhältige Züge haben, dass sie ihre Macht immer wieder mißbrauchen müssen.
    Leider kann man manchmal keinen anderen Arbeitsplatz finden, oder nicht so leicht die Schule wechseln.
    Bei Dir hat es ja zum Glück geklappt, da kannst Du froh sein.

    LG
    Ibag

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    • #17
      AW: Ein Fall von Selbstjustiz

      Mit meiner Großmutter habe ich wirklich Glück, sie ist die Mutter meiner Mutter, hat sie aber nicht geschlagen, meine Mutter wurde von ihrem Vater geschlagen, von dem meine Großmutter jetzt geschieden ist. Also auch ein Mensch, der Gewalt weitergegeben hat. Aber mit meiner Halbschwester kommt sie gut aus, die hat sich noch nicht beklagt über Schläge oder sonstige Sanktionen. (Wir haben kaum Kontakt, aber etwas sickert schon durch, weil auch meine Halbschwester meine Oma mag und manches Mal mit ihr telefoniert.)

      Das ist so der Glaube von vielen Leuten (leider): "Mir haben die Ohrfeigen auch nicht geschadet, dann meinem Kind wohl auch nicht."

      Es klingt blöd wenn ich jetzt sage, dass ich mir das mobben verzeihe, weil ich ja nicht weiß, wie es "meinen Opfern" jetzt geht. Äußerlich waren sie voll motiviert, mir ihre Demütigungen heimzuzahlen, aber innerlich weiß keiner.
      Ich habe keinen Hass mehr auf die Klassenkameraden, die sich an mir gerächt haben, weil ich weiß, Hass bringt nichts, ich bin fort von dieser Schule und dieser Stadt und habe ein schönes Leben, das hoffentlich auch gut weitergeht.

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      • #18
        AW: Ein Fall von Selbstjustiz

        Hallo Valon,

        ich dachte ich antworte dir hier.

        Also, erstmal zu deinem Thread...
        Ich muss grundsätzlich sagen, dass es mich immer wieder aufregt wenn für Alles und Nichts eine furchtbare/schreckliche Kindheit als Ausrede genutzt wird. Sicherlich habe ich da vollstes Mitgefühl mit dir, aber mein Vater hatte auch öfters seine Phasen wo ihm die Hand ausrutschte und ich musste deswegen meine Aggressionen trotzdem nicht an anderen abladen. Was nur soweit heißen soll, auf a folgt nicht immer b, dass du mit dem Mobbing angefangen hast, hatte vielleicht auch noch andere Ursachen. Zu dem Sozialisierungsprozess zählt nicht nur die Kindheit, sondern auch andere Faktoren...die Eltern sind nur die Partei, sie man am Greifbaresten dafür verantwortlich machen (und sie spielen auch eine wirklich große Rolle, dass will ich gar nicht leugnen).

        Ich kann dir ehrlich auch nicht sagen, ob du es verdient hattest oder nicht. Ich persönlich habe mir damals immer gewünscht, dass die Mobber irgendwie durch Zufall ums Leben kommen, tut mir ehrlich leid das jetzt so zu sagen. ich kann auch nicht sagen was passiert wäre, wenn sie in der 11 und 12 noch an meiner Schule geblieben wären, vielleicht hätte ich mir dann aber eher selbst etwas angetan, als denen... naja, darüber kann ich nur mutmaßen
        Okay, vielleicht geschah dir das Erlebnis auf der Klassenfahrt ganz recht, aber das es danach noch weiterging finde ich nicht okay. Und mich schockiert es, was für Pädagogen heutzutage ihr Unwesen treiben, dass ist echt krass o.O Ich finde in Deutschland sollte es mehr Schulpsychologen geben, nicht mal nur an Hauptschulen, bei mir auf dem Gymnasium haben sich die Lehrer auch nur in ihrem Lehrerzimmer versteckt -.-

        Es freut mich auch, dass du deine Fehler eingesehen hast. Und es ist leider so, dass sich dann viele mit anschließen, damit sie selbst nicht gemobbt werden (nicht mal unbedingt, weil sie dich mögen oder dich "cool" finden), sondern mehr aus Angst.

        Jura? Das hatte ich mir auch mal überlegt, aber da musst du dir ziemlich in Klaren sein, dass nicht alles "gerecht" ist, was als "Gesetz" gilt... dass ging bei mir nicht ;-) Aber wenn du darüber nachdenken solltest in den Bereich Soziologie oder Psychologie zu gehen, dann kann ich dir gerne weiterhelfen, wenn du dazu Fragen haben solltest.

        Zu mir... das mit dem "hässlich zu sein" hab ich irgendwie so gespeichert, ich habe mich damit abgefunden, dass es so ist. Ein hässlicher Charakter ist schlimmer...

        Viele Grüße
        Joleena

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        • #19
          AW: Ein Fall von Selbstjustiz

          Hallo Joleena,

          wenn ein Schüler als Mobber entlarvt ist, sollte doch irgendwer nach dem Hintergrund seiner Aggression fragen, oder?
          Meist ist es eben, dass diese Menschen, die mobben, selber Gewalt erfahren und ihren Frust nur so abbauen können.

          Es erscheint doch sinnvoll, bei einem dreizehnjährigen mal nachzufragen, warum er das braucht.
          Frust kann man auch anderweitig kompensieren, man muss nicht mobben, da gebe ich Dir vollkommen recht!
          Aber, wie eine Person Frust abbaut, hat sie ja auch irgendwo gelernt. Sie hat gelernt, den Frust an Schwächeren abzulassen. Es muss also dringend ein Umlernprozess in Gang kommen. Valon ist erst aufgewacht, als er ebenfalls gemobbt wurde.
          Die Mitschüler haben ihm einen Spiegel vorgehalten und er ist daran gewachsen.
          Ich finde, dass man ihn nun aber auch in Ruhe lassen sollte mit Vorwürfen, denn er hat es gelernt! Er weiß, dass er den Opfern Unrecht getan hat. So what?
          Ich finde es sehr stark, dass er die Kurve gekriegt hat, nach wie vor.
          Guckt euch nur die erwachsenen Mobber an, die lassen ihre Krankheit nicht behandeln, die machen immer weiter, die gehen über die Grenzen der Menschenrechte, weil sie genau wissen, dass es nicht oder kaum beweisbar ist und wenn ihnen was passiert, ist das nicht mit den Qualen der Opfer zu vergleichen.
          Unsere Gesellschaft muss einfach auch die Mobber stoppen und zwar so früh wie möglich!
          Ibag

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          • #20
            AW: Ein Fall von Selbstjustiz

            Hallo Joleena und Ibag,

            ich glaube, es ist mittlerweile allen klar, dass ich umgedreht habe von der Mobbingstraße. Ich kann Joleenas Beitrag auch verstehen, dass sie meint, nicht alles auf die/den Eltern(teil) schieben zu können, aber Ibag hat meiner Meinung nach mehr Recht. (Das soll jetzt nicht Rechtfertigung sein, aber wenn ich eine Familie mit Liebe gehabt hätte, wer weiß, wie es dann gekommen wäre...) Man muss den Grund suchen, warum Leute etwas machen. Wenn man den Grund kennt, ist es leichter, sein Handeln zu verstehen. Damit will ich mich auch nicht rechtfertigen, weil Mobbing ist nicht abzuschwächen, es war wirklich schrecklich, im Nachhinein beides, Täter und Opfer. Die Gefühle, wenn ich an meine Opfer denke, obwohl die dann mich grinsend selbst gemobbt haben, irgendetwas bleibt immer zurück, und natürlich die Erlebnisse als Opfer, das Gefühl der Machtlosigkeit.

            Ich muss ja noch zwei Jahre ins Gymnasium, dann fange ich mit dem Jusstudium (in Österreich wird Jura meist als Jus bezeichnet) an. Ich weiß, die Vorstellung von Gerechtigkeit wird nicht immer wirklich gerecht sein, aber ich will mein bestes tun.

            LG Valon

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            • #21
              AW: Ein Fall von Selbstjustiz

              Hallo Valon,
              ich denke Sie haben es verdient.

              Den gemobbten Kindern bleibt in der heutigen Zeit wohl keine Wahl mehr als sich selbst zu helfen.
              90 % der Lehrer geht es am Ar.... vorbei was da in der Klasse in Bezug auf Mob... abgeht.
              Aber man muss Sie auch verstehen wenn sie aufgegeben haben.
              In früheren Zeiten und ich spreche von vor 50 Jahren haben wir in der Schule noch den Bambusstock zu spüren bekommen.
              Wenn der Lehrer heute ein Kind anschreit wird er direkt an den Pranger gestellt.
              Deshab meine ich Hilfe zur Selbsthilfe ist eine annehmbare Lösung für gemobbte Kinder wenn es im Rahmen bleibt.

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              • #22
                AW: Ein Fall von Selbstjustiz

                Täter und opfer Zugleich und man hat noch daraus gelernt. Du gehörst also zu den seltenen Menschen die sich dankbar für so etwas Gutes entschieden haben. Allerdings, muss ich auch etwas Negatives dazu schreiben. Das Potenzial wieder zu einem Aggressor zu werden hast du immer noch und ich bin der Meinung, aber nicht der Überzeugung, dass das Arbeitsleben für dich als Mobber Einfacher zu gestalten ist, als es dem Opfer ist.

                Wenn du dich in der Not und in deinem Arbeits, und Aufstiegsalter weiterhin für einen guten Menschen halten willst, solltest du dir bewusst sein, dass du irgendwann in deinem Leben in eine Situation gerätst, die dich in diese Richtung des Mobbers treiben wird und da du dich so Gut wehren kannst, bestünde die Gefahr, dass du dich zur Selbstverteidigung zwischen den vielen Geisteskranken behaupten musst. Mir ging es Jahre lang so, bis es einen Bewusstseinsprung gab, der mich zu rationalem Handeln zwang.

                Stelle dir folgende Situation vor.

                Du sitzt mit deiner Familie friedlich im Wohnzimmer. Plötzlich ändert sich die Situation und ein riesiger Tiger steht in der Tür und du merkst dass er es Ernst meint.

                Du hast 3 Möglichkeiten...

                Fliehen.
                Angreifen.
                oder Tot stellen.

                welche Aktion wirst du ausführen?

                Mach dir mal darüber Gedanken und seie dir bewusst, dass dieser Zustand dich für dein Leben genauso prägt, wie die Täter zur Opfer Rolle!

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                • #23
                  AW: Ein Fall von Selbstjustiz

                  Hallo El Toro und Teufelchen 123,

                  zuerst zu der Situation, wenn ich fliehen kann, mit meiner Familie (damit meine ich zukünftige Freundin/Frau und unsere Kinder), wäre das sicher die beste Option. Aber wenn wir mit dem Rücken zur Wand stehen, greife ich den Tiger an, irgendein Wohnzimmertisch wird schon rumstehen...
                  (Mal abgesehen, dass es sehr unrealistisch ist.)

                  Ich habe nicht vor, andere Leute zu mobben, ich werde ihnen klar sagen, wenn ich in eine schlechte Situation komme, was sie mir (oder anderen Mitmenschen) antun. Ich werde nicht mehr mobben, nicht aus Angst, wieder ein Opfer zu werden, sondern, weil es schrecklich ist, in der Opferrolle zu stecken und ich das keinem wünsche.
                  Erwachsene mobben ja anders als Schüler, aber Mobbing bleibt Mobbing und verzichtbar!
                  Ich werde ohne andere zu mobben, meine Ziele erreichen, auch wenn es länger dauert, ich will dem Vorsatz treu bleiben, nicht mehr zu mobben und genauso einzugreifen, wenn ich so etwas sehe.

                  Zu früher: Gab es deswegen etwa weniger Mobbing, wenn die Lehrer zuschlagen durften? Die Gewalt lässt offiziell nach (kein Krieg in unseren Ländern) aber inoffiziell nimmt sie zu, weil die Kinder/Jugendlichen etwas suchen, wo sie sich abreagieren können und das Gewaltpotenzial vorhanden ist. Wenn dann noch Umweltfaktoren wie schlagende Eltern oder andere Gewalt vorkommt, umso stärker wird das Potenzial und es muss raus. Wenn keine andere Möglichkeit besteht, dann eben gleiches mit gleichem und das artet dann in Mobbing aus.

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                  • #24
                    AW: Ein Fall von Selbstjustiz

                    Hallo,

                    ich glaube nicht, dass es gut ist, den Valon jetzt zu etikettieren. Das könnte in die Sich-selbst-Erfüllende-Prophezeiung übergehen. So nach dem Motto: "Wenn die sowieso schon alle glauben, dass ich ein potentieller Täter bin, dann kann ich auch Täter werden". Ich halte das für gefährlich, sowas zu tun.
                    Valon hat eine Verhaltensänderung erreicht bei sich. Viele im Pubertätsalter können das nicht, denn da spielen die Hormone machmal verrückt.
                    Hilfreich wäre, dass es Anti-Gewalt-Training gibt. In den Schulen als präventives Angebot. Wer merkt, dass er massiv wütend ist und am liebsten schlagen würde, der dürfte einen Boxsack malträtieren, oder einmal um die Schule rennen, um Dampf abzulassen. Danach ist ein Einigungsgespräch dran, bei dem der Streit geschlichtet wird. Der Frust wird so abgebaut und kann nicht kumulieren. Wir wissen alle, was passiert, wenn der Frust und die Aggression nicht gewaltfrei abgeführt wird. Er bricht sich Bahn, führt zu psychischen Aussetzern, Amokläufen und so weiter, wenn es ganz schlimm wird.
                    Lehrer haben in erster Linie einen Bildungsauftrag und keinen Erziehungsauftrag. Die haben auch keine Zeit dafür, sich um den Frustabbau zu kümmern, bei den Schülern. Die Eltern meistens auch nicht mehr. Entweder sind die selber im Berufskampf unterwegs, oder viele haben eben die Lathargie gepachtet, oder sind einfach überfordert.
                    Wer Kinder hat, weiß, dass sie erst lernen müssen, ihren Frust adäquat abzubauen. Aggressionen sind physiologisch und nicht per se schlecht.
                    Viele Kinder werden doch von ihren Eltern zum Frustabbau oder bei Langeweile oder sonstigen Mißempfindungen vor die Glotze gesetzt, mit Süßigkeiten gefüttert, weil die Eltern ihre Ruhe haben wollen.Das fördert das Suchtverhalten.

                    Nein, man muss damit anders umgehen. Man muss den Kindern /Eltern beibringen, wie sie sich selber helfen können.
                    Dann werden auch Täter nie wieder Täter, oder sie werden erst gar nicht zu Tätern.

                    Die rege Beteiligung hier im Forum beweist doch, dass es dringend erforderlich ist, endlich Maßnahmen zu ergreifen, um dieser Gewaltspirale entgegen zu wirken. Am Ende spart es Kosten und viel Leid!

                    LG
                    Ibag

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                    • #25
                      AW: Ein Fall von Selbstjustiz

                      Teufelchen,

                      fliehen?
                      angreifen?
                      tot stellen?

                      alles 3 sind Angstereaktionen.

                      Cool bleiben!

                      Das schlimmste worunter deine ehemaligen Opfer leiden könnten,
                      ist ein schlechtes Gewissen, da sie sich dazu hinreissen haben lassen,
                      Rache zu üben.
                      Sie werden sich von ihre eigenen Untaten eher runterziehen lassen,
                      als von deinen Mobbingaktionen.
                      Es tut mehr weh, jemandem anderen Schaden zuzufügen,
                      als gequält zu werden!

                      Der Schlüssel hierzu ist unser Gewissen!

                      Wenn Du "dir selbst verzeihen" kannst, wirst Du vermutlich denselben Fehler wieder zu begehen in der Lage sein.
                      Denn sonst würdest Du dir dein Leben lang der Schuld bewusst sein- und dir niemals verzeihen.

                      So sehe ich das.
                      LGO.
                      Geld regiert die Welt.
                      Geld hat kein Gewissen.

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                      • #26
                        AW: Ein Fall von Selbstjustiz

                        Hallo Oje,

                        also, wenn sich ein Mensch verzeihen kann, dass er als Dreizehnjähriger seinen Frust an Schwächeren abgelassen hat, so bedeutet das doch gleichzeitig nicht, dass er das wiederholen würde!
                        Es bedeutet eher, dass er nie gelernt hat, seinen Frust auf adäquate Weise abzubauen! Valon hat von seiner frustrierten und überforderten Mutter gelernt, dass der Frust in Form von Gewalt abgebaut wird. Sie hat das so gemacht und als einzige Erziehungsberechtigte hatte er kein anderes Regulativ. Kinder lernen von ihren Eltern!

                        Wer sich lieber quälen lässt, als das er selber quält, ist lediglich ein Masochist und erstrebenswert ist das bestimmt auch nicht!
                        Ein sozial kompetenter Mensch kennt seine Grenzen, kann seinen Frust auf adäquate Weise abbauen und kann sich den ihn quälenden Menschen gegenüber abgrenzen, sich Hilfe holen. Manchmal nicht sofort, aber dann, wenn er erkannt hat, dass er gequält wird. (Das ist nicht immer sehr leicht zu erkennen, bei psychologischen Zersetzungsmaßnahmen).

                        So seh ich das aber!
                        LG
                        Ibag

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                        • #27
                          AW: Ein Fall von Selbstjustiz

                          Hallo Leute,

                          Ibag, ich lasse mich nicht von anderen beeinflussen! Was Menschen zu mir sagen, nehme ich auf und denke darüber (meistens wenigstens kurz) nach, aber entscheiden tu immer noch ich.
                          Keine Sorge also um mich, die Antworten, die nicht so freundlich sind (aber hier war keiner bis jetzt, der mich wirklich angefahren ist) nehme ich wahr und lese sie, ich verstehe die meisten Meinungen, aber ich lasse mich nicht runterziehen!

                          Oje, ich bin der Meinung, ich mus mir das verzeihen, weil ich nicht jeden Tag daran denken möchte, wie "böse" ich war. Ich habe die Lektionen meiner Klassenkameraden in der Hauptschule gelernt und das reicht.
                          Ich war auch in Therapie wegen Aggressionen und Vergangenem, die Therapeutin hat mir auch NICHT geraten, mir NICHT zu verzeihen.

                          Das ist meine Entscheidung und auch wenn ich mir die Taten verzeihe, werde ich nicht wieder in die Täterrolle rutschen!

                          LG Valon

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                          • #28
                            AW: Ein Fall von Selbstjustiz

                            Hallo Valon,

                            genauso muss es laufen. Du entscheidest, was Du tust oder tun musst. Denn Du alleine musst auch dafür gerade stehen, wenn es drauf ankommt.
                            Jetzt ist Dir das bewußt geworden durch die Therapie und das ist ein riesiger Schritt in die richtige Richtung.
                            LG
                            Ibag

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