Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Meine Schwester

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Meine Schwester

    Hi, ich hab mich in diesem Forum angemeldet da Ich mir Sorgen um meine kleine Schwester mache da sie vielleicht gemobbt wird. Aber erstmal zu mir, Ich bin 18 und musste in der Vergangenheit auch erleben was es heißt gemobbt zu werden. Es war eigentlich nur ein kurzer Zeitraum gewesen in dem Ich wirklich fertig gemacht wurde aber die Auswirkungen haben mich einige Jahre lang verfolgt. Heute könnte man das Thema Mobbing für mich als abgeschlossen bezeichnen, auch wenn Ich heute noch etwas Einsam bin.

    Nun zu meiner Schwester, sie ist in die 5. Klasse gekommen und bereits nachdem ersten Schultag auf der Realschule hat man schon gesehen das sie lieber noch in der Grundschule geblieben wäre. Von Mobbing hab ich am Anfang noch nichts bemerkt doch mittlerweile glaube Ich immer fester das sie von ihren Klassenkameraden zumindest ausgegrenzt wird. Gründe für meine Vermutung sind folgende:

    - Sie weigert sich standhaft morgens mit dem Bus zu fahren obwohl sie sogar mit mir mitfahren könnte da unsere Schulen in der gleichen Stadt liegen.

    - Sie will immer abgeholt werden, das klappt aber nicht jeden Tag und wenn Ich mal zur gleichen Zeit wie sie aus habe und mit meinen Kumpels zur Bushaltestelle laufe sehe Ich sie etwa alleine oder wie sie von Jungs geärgert wird.

    - Zudem hab Ich schon mitbekommen wie sie beleidigt wurde...z.B. "Du stinkst!" von einem Jungen. Anzumerken ist das meine Schwester nicht die Reinlichste ist...sie duscht eher selten und das merkt man dann vor allem an ihren fettigen Haaren.

    Seit geraumer Zeit ruft auch niemand mehr wegen ihr was mich vermuten lässt das sie keine Freundinnen in der Schule hat. Daher sitzt meine Schwester fast immer vor dem Fernseher oder dem PC.

    Ein Problem das die ganze Familie, vor allem mich, meinen Bruder(der mittlerweile woanders studiert) und meine Schwester(auch wenn sie es nicht zugibt) belastet ist das mein Vater oder meine Mutter, vlt. auch Beide, Messies sind. Ich kann euch gar nicht sagen wie schlimm es besonders in der Grundschule war STÄNDIG Anfragen von Freunden ob sie zu mir kommen können abzuweisen weils einfach nicht geht da man sich für den Dreck im Haus(Auch wenns bei uns bei weitem nicht so extrem wie bei anderen Messies ist) schämt obwohl Ich und meine Geschwister ja gar nicht daran Schuld sind sondern meine Eltern wobei besonders mein Vater die Schuld auf uns Andere abschiebt.

    Die Kindheit meines Bruders und von mir könnte man wohl als Horror und Sinnbild für Einsamkeit beschreiben. Immerhin hat das dafür gesorgt das Ich mittlerweile Optimistischer den je bin, schlimmer wie früher kanns nicht werden!

    Aber zurück zu meiner Schwester...hat jemand einen Plan was Ich für sie tun kann? Meine Eltern wissen es nicht oder verdrängen das sie so gut wie keine Freunde hat und den ganzen Tag daheim sitzt. Meine Eltern auch darauf anzusprechen wird wohl nicht viel nützen. Ich will nicht das ihre Kindheit genauso schrecklich wird wie die Meine und die meines Bruders! Sie ist 11 Jahre alt und auch wenn sie manchmal nervt...niemand hat soetwas verdient.

    Was kann Ich tun damit meine Schwester Freundinnen bekommt mit denen sie dann, vor allem auch wenn sie Älter ist, immer mal was unternehmen kann?

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen(!)

  • #2
    AW: Meine Schwester

    Mobbing in der Schule kenne ich auch. Anfangs war ich selbst gemobbter und später hin, wurde ich auch eher Unfreiwillig mobber. Das Problem hast du selbst beschrieben, in dem du Ehrlich die Situation deines Elternhauses geschrieben hast, das dich mitgeprägt hat. Der Ansatz würde zunächst bei deinen Eltern liegen, was eine menge Arbeit ist und das Problem für deine Schwester nur aufschiebt und sie wahrscheinlich schon Alt genug wäre, mit der Krankheit deiner Eltern umzugehen oder weg zuziehen.

    Da sich solche Probleme eher nicht von selbst lösen und für deine Schwester immer Schlimmer werden, weißt du bestimmt selbst, deswegen will ich dir auch keine umschweifenden Texte dazu schreiben, sondern dir eine Möglichkeit geben, wie sich für deine Schwester das Problem eventuell aus der Welt schaffen lässt.
    So wie du es beschreibst, willst du verhindern dass sie nicht ausgegrenzt wird und daher würde eine Fachvermittlungsstelle eines sozialen Trägers hier wohl deine Eltern dahin gehend trainieren in ihrer Bude Klar Schiff zu machen. Wenn der Zustand soweit ist, dass man Angst vor einem Besuch hat, würde ein Besuch eines Sozialarbeiters wohl nichts bringen.

    Anders sieht es bei deiner kleineren Schwester aus, was aber mit Geld zutun hat und man offizielle Stellen erst einmal davon überzeugen müsste, dass zusätzliches Geld hier Sinnvoll angelegt wäre. Das wäre das große Problem, aber ein wirklich sinnvoller Ansatz.
    Man müsste sich ein wenig Zeit nehmen, um einmal die Lage und die Fürsorge gegenüber den Schülern seitens der Schule abzuklären. Ganz Hilfreich sind hier Schulsozialpädagogen, die man auch nach den Unterrichtsstunden antreffen kann. Das hat den Vorteil, dass das Mädchen nicht zusätzlich blamiert wird. Man müsste also mit diesem Menschen erst einmal darüber sprechen und ihm die Situation genau erklären. Vielleicht erzählst du ihm einfach deine Situation von damals und wie Schwer du es hattest und wie Fertig du nach solchen Attacken warst. Dieser Pädagoge (Vertrauenslehrer tuns auch usw.) wird sich dann bei den übrigen Lehrern informieren, wie Schüler mit deiner Schwester umgehen. Sobald der Pädagoge nach seiner Meinung genügend Infos zusammen getragen hat, sollte er dir spezielle Stellen nennen können, die dich und deine Schwester unterstützen. Wenn er die Angelegenheit auf deine Eltern verschieben zu versucht, teile ihm mit, dass der Prozess soweit fortgeschritten ist, dass Jahre vergehen, bis deine Eltern Gesund sind.
    Wenn er sich darauf einlässt, wird er durch den Schulrat oder gleich beim Direktor einen Schulwechsel vorschlagen. Eine Walddorfschule finde ich für solche Situationen sehr passend. Achte nicht auf die Klischees wie Beispielsweise: "Die tanzen dort nur ihre Namen etc.", denn solche teilweise üblen Nachreden werden nur von Menschen publiziert die keine Ahnung von solchen Dingen haben. So eine spezielle Einrichtung kostet aber Geld, welches du, weder deine Eltern besitzen, deshalb muss hier in jedem Fall der Pädagoge sich über Finanzierungsmöglichkeiten Gedanken machen und dir Vorschläge unterbreiten können.
    Will, darf oder kann der Pädagoge nichts für dich tun, bleibt für dich nur das Jugendamt, welches aber zunächst das Elternhaus sanktionieren wird, aber eine Hilfe mit etwas Nachdruck, ist kein Einzelfall einer Klärung, sondern verspricht, wenn auch Zermürbend meistens Erfolg.

    Achte stetst aber immer darauf, dass du nur für deine Schwester einstehst. Achte ebenfalls darauf, dass Paralell dazu, sich auch um deine Eltern gekümmert wird, denn das ist im Eigentlichen die Ursache.

    Ich wünsche dir viel Erfolg!

    Kommentar


    • #3
      AW: Meine Schwester

      Du bist ein tollter Bruder
      Rede mit ihr darüber, höre ihr zu vielleicht braucht sie jemandem zum aussprechen.
      Dann: tut Euch zusammen, gemeinsam sind wir stark.
      Auch Messies sind Menschen?
      Ihr könntet ja auch ausziehen oder vielleicht mal aufräumen?
      Oder vielleicht ne Familienhilfe beantragen (beim Jugendamt)?
      Die Eltern unter Druck setzen, damit die ne Therapie machen?
      Naja, auf jedem Fall ist deine Schwester nicht allein, sie hat dich!
      Weiss sie das denn auch?

      @ Teufelchen : "unfreiwillig Mobber"
      lol
      Geld regiert die Welt.
      Geld hat kein Gewissen.

      Kommentar


      • #4
        AW: Meine Schwester

        @ Teufelchen : "unfreiwillig Mobber"
        lol
        Wenn du dich aus der Opferrolle heraus winden musst, ist der dran, der dir über Jahre am meisten Weh gemacht hat und wird Radikal genauso behandelt, wie er es mit mir gemacht hat. Vielleicht war das nicht gerade Nett, aber ich betrachte es mittlerweile als Mobbing aus Notwehr und es half mir meine Position von der Opferrolle zu verlassen, in dem er in diese Opferrolle schlüpfte...PUNKT!

        Kommentar

        Lädt...
        X