Hallo,
ich wollte mal fragen, ob es andere gibt, die wie ich durch Mobbing in der Schule schwer traumatisiert wurden. Ich glaube, dass da die Dunkelziffer leider sehr hoch ist
. Ich schreibe mal, was mir passiert, vielleicht kennt das jemand so wie ich. Es könnte eventuell triggern, wenn jemand das so erlebt hat wie ich, also ein bisschen Aufpassen beim lesen, falls ihr davor Angst habt.
Ich fange mal von vorne an: Ich wurde schon von meinen Eltern schlecht behandelt, ich wurde wegen jeder Kleinigkeit von meiner Mutter angeschrien und fertig gemacht, so dass ich meine Gefühle in meiner Kindheit unterdrückt habe, weil ich das nicht ausgehalten habe. Auch mein Vater hat mir nur negative Gefühle gegeben, nicht so krass wie meine Mutter aber auch nichts positives. Und mein Bruder wurde von meiner Mutter immer bevorzugt. Ich war immer der Böse, mein Bruder der Liebling.
Durch diese Erziehung hatte ich das Gefühl, dass mich keiner so richtig mag, weil das meine ersten Erfahrungen waren die ich gemacht habe, als ich auf die Welt kam. Und wenn ich schreibe keiner, dann meine ich das auch so, d.h. ich hatte das auch bei meinen Großeltern. Meine Oma mütterlicherseits hat mich, wenn ich das jetzt so betrachte, echt gut behandelt, in meiner Kindheit konnte ich mich aber auf das positive Gefühl nicht einlassen, dass ich ihr was wert bin, d.h. ich habe das nicht so richtig gemerkt. Das kam erst in meiner ersten Therapie zum Vorschein, dass sie gut zu mir war.
Durch diese Erziehung hat mir immer alles was negativ war, was ich von Menschen bekommen habe, einen richtig starken seelischen Schmerz gegeben. Also wenn schon jemand zum Beispiel gesagt hat: "Das war nicht gut was du gemacht hast", dann hat mich das schon stark verletzt und ich hatte dann das Gefühl, dass mich diese Person nicht mag, auch wenn derjenige sonst immer gut zu mir war. Leider konnte ich das nicht äußern und mit jemandem darüber sprechen, geht ja auch nicht, wenn man denkt, dass man von niemandem so richtig gemocht ist. Ich habe mich immer als Außenseiter gefühlt, das hat schon im Kindergarten angefangen. Ich habe mich so gefühlt, als wäre ich schlechter als alle anderen. Ich brauchte dann immer Aufmerksamkeit, damit dieses negative Gefühl nicht da war. Das Gefühl nicht gemocht zu sein.
Also habe ich in der Grundschule angefangen, den Klassenclown zu machen, um diese benötigte Aufmerksamkeit zu bekommen. Das gab natürlich immer Ärger und ich bekam in der ersten Klasse in den ersten Monaten von meiner Klassenlehrerin fast jeden Tag Ärger und meinen Eltern wurde das jedes Mal mitgeteilt. Meine Mutter ist dann immer ausgerastet und hat mich total zur Sau gemacht, eine halbe Stunde angeschrien usw und mir gesagt, dass man mit mir nur Arbeit hat und wenn ich mich nicht bessere, würde sie mich ins Internat stecken. Ich konnte aber nicht anders, ich musste den Klassenclown machen, weil ich mich sonst total schlecht gefühlt habe. Das ging dann so weiter, irgendwann hatten die Lehrer sich daran gewöhnt und es gab nicht mehr so viel Ärger, auf dem Gymnasium habe ich dann weiterhin den Klassenclown gemacht bis zur 8. Klasse.
In meiner Klasse auf dem Gymnasium gab es die Starken, sie waren die Coolen, die Macht über die anderen hatten. Wegen meiner Minderwertigkeitskomplexe wollte ich unbedingt zu den Starken gehören. Ich wollte mit denen befreundet sein, und die haben mich teilweise von Anfang an nur verarscht. Ich habe mit denen einige Monate lang nachmittags rumgehangen. Auch sie hackten auf einander rum, spuckten sich gegenseitig an und bewarfen sich mit Sachen. Ich war immer der Erste, der sie drauf bekam und konnte mich nicht wehren. Die beiden Starken haben sie nie drauf bekommen.
Die beiden Starken haben mich wie gesagt von Anfang an nur verarscht und haben das so manipuliert, dass ich das Opfer der Clique geworden bin. Und sie fingen an, wenn ich mit ihnen rumhing, mich mehrere Minuten lang anzuspucken, nicht mehr vereinzelt wie vorher. Sie machten sich über mein Aussehen lustig wenn ich dabei war. Und ich konnte mich einfach nicht von ihnen lösen, ich bin immer wieder zu Ihnen hingegangen und wollte immer noch von ihnen gemocht sein und dazu gehören.
Irgendwann haben sie mich dann so sehr angespuckt nachmittags wenn ich mit ihnen abhängen wollte, dass ich mich nicht mehr getraut habe, weil sie mir so sehr weh getan haben. Auch in der Schule hatten sie inzwischen damit angefangen sich über mich lustig zu machen, über mein Aussehen, über meine Kleidung und nahmen mir Sachen weg und spuckten mich an. Und ich wollte immer noch von ihnen gemocht werden. Und dann haben sie irgendwann angefangen, mich richtig nieder zu machen. Sie spuckten mich die ganze Pause über an, ins Gesicht und auf meine Kleidung, schubsten mich ins Gebüsch und leerten Getränke auf mir. Jedes Mal wenn sie das machten, waren das richtige seelische Qualen, wie psychische Folter. Jedes Mal war das traumatisch.
Und sie haben das monatelang gemacht, so lange, bis ich niemandem mehr glauben konnte, dass er mich mag. Auch dann wollte ich immer noch von ihnen gemocht sein, doch nun konnte ich mich jetzt wenigstens räumlich von ihnen trennen und bin nicht immer wieder zu ihnen hingegangen. Denn das Gefühl, dass man mich mögen kann, hatten sie zerstört. Ich bin durch die Stadt gelaufen und dachte, alle Leute wollen mir was. Wenn die Leute aber an mir vorbei gingen, ohne was zu machen, war ich erleichtert.
Und jedes Mal, wenn ich so eine Clique sah, die mich an diese Typen erinnert hat, dachte ich, die kommen gleich an und tun mir nochmal sowas an. Aber ich kam mir so vor, als würden mich alle hassen, als hätten meine Mitschüler mir das absichtlich angetan und alle haben dabei zu gesehen. Wahrscheinlich haben sie nicht darüber nachgedacht.
Sie haben genau in diese Kerbe reingehauen, die ich von zu Hause hatte und das derart krass...
Leider konnte ich mich niemandem anvertrauen, ich habe einfach damit weiter gelebt, diese traumatischen Erlebnisse einfach verdrängt. Naja, mit sowas kann man nicht weiter leben. Es hat mich beinahe in den Suizid getrieben, ich habe jahrelang den ganzen Tag an Selbstmord gedacht. Und meine Eltern haben das erst bemerkt, als ich eines Tages von einer Brücke springen wollte und einen Abschiedsbrief zu Hause hinterlassen habe, den meine Mutter gefunden hat, als sie sich gewundert hat, wieso ich nicht nach Hause komme. Das war 5 Jahre, nachdem meine Mitschüler mich fertig gemacht haben. Sie schickten mich zum Psychiater, auch dort konnte ich mich nicht öffnen, ich dachte ja, dass mich alle hassen, auch der Psychiater.
Ich hatte vor diesem Tag schon konkrete Planungen mir das Leben zu nehmen und auch schon einen Versuch hinter mir, der allerdings gescheitert ist, zum Glück kann ich heute sagen.
Nun bin ich schon 11 1/2 Jahre in psychiatrischer Behandlung, habe mehrere Psychiatrie und Tagesklinikaufenthalte hinter mir. Vor knapp 10 Jahren kam das Trauma aus der Schule in meiner ersten tiefenpsychologischen Therapie hoch, ich wusste es auch vorher tief in mir drin, dass mir das passiert ist, aber ich habe es ins Unterbewusstsein verschoben. Nachdem ich dem ersten Menschen glauben konnte, dass er mich mag, das war mein erstes Therapeut, kam das so richtig hoch. Vorher war es normal, dass man mich so scheiße behandelt und ich einfach nichts wert bin und es nicht wert bin, auf dieser Erde zu leben. Und auch erst dann habe ich mich darüber aufgeregt, es kamen nun jedoch wieder starke Selbstmordgedanken, ich dachte ich wäre so wertlos, dass ich es verdient hätte, dass man mich so behandelt. So habe ich das damals auch in der Schule erlebt. Nun geht es mir besser. Ich bin nun in meiner zweiten tiefenpsychologischen Therapie seit zwei Jahren dabei, diese Sachen los zu lassen und zu verarbeiten und Selbstwertgefühl zu erlangen.
Zwischendurch habe ich noch eine Verhaltentherapie gemacht, die erste tiefenpsychologische Therapie habe ich irgendwann aufgegeben, weil sie überhaupt nichts mehr gebracht hat und der Therapeut wichtige Sachen überhaupt nicht erkannt hat, die in einem zwischenzeitlichen Psychiatrieaufenthalt erkannt wurden.
Dieses Trauma zu verarbeiten ist sehr hart, das könnt ihr mir glauben. Ich habe sehr krasse Wutausbrüche, habe hier in meiner Wohnung schon ziemlich viel kaputt geschlagen in den letzten Monaten und weine in den letzten Wochen sehr viel deswegen. Das ist das Loslassen.
Leider kommt das sehr oft vor. Und das passiert nicht immer mit Spucken wie bei mir, oft auch mit Schlagen und Treten. Das ist dann zusätzlich noch körperliche Folter. Als das Thema Gewalt in der Schule Ende 2005/Anfang 2006 stark in den Medien vertreten war, habe ich so ein Prügelvideo mal gesehen, wo ich direkt gesehen habe, dass das so schwer traumatisch für das Opfer ist wie für mich, daher auch meine Triggerwarnung. Mich hat das damals ziemlich fertig gemacht, denn ich wusste genau, wie derjenige sich fühlt. Total hilflos, ausgeliefert, allein gelassen und alle haben zugeschaut, wie bei mir
.
Viele Grüße
ich wollte mal fragen, ob es andere gibt, die wie ich durch Mobbing in der Schule schwer traumatisiert wurden. Ich glaube, dass da die Dunkelziffer leider sehr hoch ist
. Ich schreibe mal, was mir passiert, vielleicht kennt das jemand so wie ich. Es könnte eventuell triggern, wenn jemand das so erlebt hat wie ich, also ein bisschen Aufpassen beim lesen, falls ihr davor Angst habt. Ich fange mal von vorne an: Ich wurde schon von meinen Eltern schlecht behandelt, ich wurde wegen jeder Kleinigkeit von meiner Mutter angeschrien und fertig gemacht, so dass ich meine Gefühle in meiner Kindheit unterdrückt habe, weil ich das nicht ausgehalten habe. Auch mein Vater hat mir nur negative Gefühle gegeben, nicht so krass wie meine Mutter aber auch nichts positives. Und mein Bruder wurde von meiner Mutter immer bevorzugt. Ich war immer der Böse, mein Bruder der Liebling.
Durch diese Erziehung hatte ich das Gefühl, dass mich keiner so richtig mag, weil das meine ersten Erfahrungen waren die ich gemacht habe, als ich auf die Welt kam. Und wenn ich schreibe keiner, dann meine ich das auch so, d.h. ich hatte das auch bei meinen Großeltern. Meine Oma mütterlicherseits hat mich, wenn ich das jetzt so betrachte, echt gut behandelt, in meiner Kindheit konnte ich mich aber auf das positive Gefühl nicht einlassen, dass ich ihr was wert bin, d.h. ich habe das nicht so richtig gemerkt. Das kam erst in meiner ersten Therapie zum Vorschein, dass sie gut zu mir war.
Durch diese Erziehung hat mir immer alles was negativ war, was ich von Menschen bekommen habe, einen richtig starken seelischen Schmerz gegeben. Also wenn schon jemand zum Beispiel gesagt hat: "Das war nicht gut was du gemacht hast", dann hat mich das schon stark verletzt und ich hatte dann das Gefühl, dass mich diese Person nicht mag, auch wenn derjenige sonst immer gut zu mir war. Leider konnte ich das nicht äußern und mit jemandem darüber sprechen, geht ja auch nicht, wenn man denkt, dass man von niemandem so richtig gemocht ist. Ich habe mich immer als Außenseiter gefühlt, das hat schon im Kindergarten angefangen. Ich habe mich so gefühlt, als wäre ich schlechter als alle anderen. Ich brauchte dann immer Aufmerksamkeit, damit dieses negative Gefühl nicht da war. Das Gefühl nicht gemocht zu sein.
Also habe ich in der Grundschule angefangen, den Klassenclown zu machen, um diese benötigte Aufmerksamkeit zu bekommen. Das gab natürlich immer Ärger und ich bekam in der ersten Klasse in den ersten Monaten von meiner Klassenlehrerin fast jeden Tag Ärger und meinen Eltern wurde das jedes Mal mitgeteilt. Meine Mutter ist dann immer ausgerastet und hat mich total zur Sau gemacht, eine halbe Stunde angeschrien usw und mir gesagt, dass man mit mir nur Arbeit hat und wenn ich mich nicht bessere, würde sie mich ins Internat stecken. Ich konnte aber nicht anders, ich musste den Klassenclown machen, weil ich mich sonst total schlecht gefühlt habe. Das ging dann so weiter, irgendwann hatten die Lehrer sich daran gewöhnt und es gab nicht mehr so viel Ärger, auf dem Gymnasium habe ich dann weiterhin den Klassenclown gemacht bis zur 8. Klasse.
In meiner Klasse auf dem Gymnasium gab es die Starken, sie waren die Coolen, die Macht über die anderen hatten. Wegen meiner Minderwertigkeitskomplexe wollte ich unbedingt zu den Starken gehören. Ich wollte mit denen befreundet sein, und die haben mich teilweise von Anfang an nur verarscht. Ich habe mit denen einige Monate lang nachmittags rumgehangen. Auch sie hackten auf einander rum, spuckten sich gegenseitig an und bewarfen sich mit Sachen. Ich war immer der Erste, der sie drauf bekam und konnte mich nicht wehren. Die beiden Starken haben sie nie drauf bekommen.
Die beiden Starken haben mich wie gesagt von Anfang an nur verarscht und haben das so manipuliert, dass ich das Opfer der Clique geworden bin. Und sie fingen an, wenn ich mit ihnen rumhing, mich mehrere Minuten lang anzuspucken, nicht mehr vereinzelt wie vorher. Sie machten sich über mein Aussehen lustig wenn ich dabei war. Und ich konnte mich einfach nicht von ihnen lösen, ich bin immer wieder zu Ihnen hingegangen und wollte immer noch von ihnen gemocht sein und dazu gehören.
Irgendwann haben sie mich dann so sehr angespuckt nachmittags wenn ich mit ihnen abhängen wollte, dass ich mich nicht mehr getraut habe, weil sie mir so sehr weh getan haben. Auch in der Schule hatten sie inzwischen damit angefangen sich über mich lustig zu machen, über mein Aussehen, über meine Kleidung und nahmen mir Sachen weg und spuckten mich an. Und ich wollte immer noch von ihnen gemocht werden. Und dann haben sie irgendwann angefangen, mich richtig nieder zu machen. Sie spuckten mich die ganze Pause über an, ins Gesicht und auf meine Kleidung, schubsten mich ins Gebüsch und leerten Getränke auf mir. Jedes Mal wenn sie das machten, waren das richtige seelische Qualen, wie psychische Folter. Jedes Mal war das traumatisch.
Und sie haben das monatelang gemacht, so lange, bis ich niemandem mehr glauben konnte, dass er mich mag. Auch dann wollte ich immer noch von ihnen gemocht sein, doch nun konnte ich mich jetzt wenigstens räumlich von ihnen trennen und bin nicht immer wieder zu ihnen hingegangen. Denn das Gefühl, dass man mich mögen kann, hatten sie zerstört. Ich bin durch die Stadt gelaufen und dachte, alle Leute wollen mir was. Wenn die Leute aber an mir vorbei gingen, ohne was zu machen, war ich erleichtert.
Und jedes Mal, wenn ich so eine Clique sah, die mich an diese Typen erinnert hat, dachte ich, die kommen gleich an und tun mir nochmal sowas an. Aber ich kam mir so vor, als würden mich alle hassen, als hätten meine Mitschüler mir das absichtlich angetan und alle haben dabei zu gesehen. Wahrscheinlich haben sie nicht darüber nachgedacht.
Sie haben genau in diese Kerbe reingehauen, die ich von zu Hause hatte und das derart krass...
Leider konnte ich mich niemandem anvertrauen, ich habe einfach damit weiter gelebt, diese traumatischen Erlebnisse einfach verdrängt. Naja, mit sowas kann man nicht weiter leben. Es hat mich beinahe in den Suizid getrieben, ich habe jahrelang den ganzen Tag an Selbstmord gedacht. Und meine Eltern haben das erst bemerkt, als ich eines Tages von einer Brücke springen wollte und einen Abschiedsbrief zu Hause hinterlassen habe, den meine Mutter gefunden hat, als sie sich gewundert hat, wieso ich nicht nach Hause komme. Das war 5 Jahre, nachdem meine Mitschüler mich fertig gemacht haben. Sie schickten mich zum Psychiater, auch dort konnte ich mich nicht öffnen, ich dachte ja, dass mich alle hassen, auch der Psychiater.
Ich hatte vor diesem Tag schon konkrete Planungen mir das Leben zu nehmen und auch schon einen Versuch hinter mir, der allerdings gescheitert ist, zum Glück kann ich heute sagen.
Nun bin ich schon 11 1/2 Jahre in psychiatrischer Behandlung, habe mehrere Psychiatrie und Tagesklinikaufenthalte hinter mir. Vor knapp 10 Jahren kam das Trauma aus der Schule in meiner ersten tiefenpsychologischen Therapie hoch, ich wusste es auch vorher tief in mir drin, dass mir das passiert ist, aber ich habe es ins Unterbewusstsein verschoben. Nachdem ich dem ersten Menschen glauben konnte, dass er mich mag, das war mein erstes Therapeut, kam das so richtig hoch. Vorher war es normal, dass man mich so scheiße behandelt und ich einfach nichts wert bin und es nicht wert bin, auf dieser Erde zu leben. Und auch erst dann habe ich mich darüber aufgeregt, es kamen nun jedoch wieder starke Selbstmordgedanken, ich dachte ich wäre so wertlos, dass ich es verdient hätte, dass man mich so behandelt. So habe ich das damals auch in der Schule erlebt. Nun geht es mir besser. Ich bin nun in meiner zweiten tiefenpsychologischen Therapie seit zwei Jahren dabei, diese Sachen los zu lassen und zu verarbeiten und Selbstwertgefühl zu erlangen.
Zwischendurch habe ich noch eine Verhaltentherapie gemacht, die erste tiefenpsychologische Therapie habe ich irgendwann aufgegeben, weil sie überhaupt nichts mehr gebracht hat und der Therapeut wichtige Sachen überhaupt nicht erkannt hat, die in einem zwischenzeitlichen Psychiatrieaufenthalt erkannt wurden.
Dieses Trauma zu verarbeiten ist sehr hart, das könnt ihr mir glauben. Ich habe sehr krasse Wutausbrüche, habe hier in meiner Wohnung schon ziemlich viel kaputt geschlagen in den letzten Monaten und weine in den letzten Wochen sehr viel deswegen. Das ist das Loslassen.
Leider kommt das sehr oft vor. Und das passiert nicht immer mit Spucken wie bei mir, oft auch mit Schlagen und Treten. Das ist dann zusätzlich noch körperliche Folter. Als das Thema Gewalt in der Schule Ende 2005/Anfang 2006 stark in den Medien vertreten war, habe ich so ein Prügelvideo mal gesehen, wo ich direkt gesehen habe, dass das so schwer traumatisch für das Opfer ist wie für mich, daher auch meine Triggerwarnung. Mich hat das damals ziemlich fertig gemacht, denn ich wusste genau, wie derjenige sich fühlt. Total hilflos, ausgeliefert, allein gelassen und alle haben zugeschaut, wie bei mir
.Viele Grüße
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