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Ständiger Stress mit Nachbarn

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  • Ständiger Stress mit Nachbarn

    Hallo,

    ich bin neu hier und doch froh, meine Probleme hier schildern zu dürfen.

    Vor über 4 Jahren bin ich frohen Mutes in ein Mehrfamilienhaus eingezogen und erlebte seitdem für mich persönlich die absolute Wohnhölle.
    Dies war auf den ersten Blick nicht absehbar und bereue bis heute da jemals eingezogen zu sein.
    Von Anfang war ich Lärmbelästigungen, Ruhestörungen, Unverschämtheiten sowie großer Rücksichtslosigkeit in diesem Hause ausgesetzt.

    Am Anfang sprach ich die Nachbarn sehr freundlich an, auch um zu verstehen, warum und woher diese allnächtlichen Lärmbelästigungen kamen und ob es möglich wäre, doch die Ruhezeiten einzuhalten. Dreck im Treppenhaus, ich wohne im Erdgeschoß und bin für den Bereich für die Reinigung zuständig, ohne Worte. Die Haustüre fiel zeitweise nicht richtig ins Schloss, meine freundichen Bitten darauf zu achten, dass die Leute die Tür fest hinter sich zuziehen, bis der von mir herbeirufene Handwerker kommt, wurden so quittiert, dass man freundlicher Aushang abgerissen wurde und zerknüllt in die Ecke geworfen wurde.

    Es folgten 4 Jahre von Nachbarschaftstress, ich kann es garnicht alles aufschreiben in der Kürze, 2 Mietparteien wurden zwanggeräumt, die über 2 Jahre einen dermassen Terror im Haus veranstalteten, sämtlichen Türen, die rund um die Uhr zugeknallt werden konnte, Haustüre, Kellertüre, Wohnungstüre wurden zugeschmissen, diese Typen hatten bis zum Auszug rund um die Uhr Dauerbesuch von mindestens 5-10 Leuten im viertelstunden Takt, es folgten Umbauarbeiten der beiden Wohnung, die grundsaniert wurden, heisst weiterer Stress durch Handwerker im Eingangsbereich, Kälte, Krach.

    Leider entpuppte sich mein direkter im Erdgeschoß noch als sehr rücksichtslos, er drehte seine im wahrsten Sinne des Wortes Böllermusik tagsüber in kurzen Sequenzen dermassen laut auf, dass er das ganze Viertel beschallte und benahm sich mir gegenüber völlig ignorant, nachts knallt er Fenster und Türen zu, dass es nur so scheppert. Auch muss er tag und nacht waschen, nach 7 Monaten meldete ich es der Wohnungsgesellschaft, da ich keinen Z eugen hatte, stritt er es ab.

    Die Nachbarn über müsen erst ab 22 Uhr bis 2 Uhr morgens Hausarbeit erledigen, mit Holzschuhen übers Laminat trampeln und m. E. mit den Möbel Kegeln spiegeln, dass es nur so kracht. Auch da meine freundliche Bitten umsonst.

    Es gab sehr lange Streitigkeiten über die Dauerbelüftung im Treppenhaus, bei 30 minus müssen alle Fenster dauernd aufstehen etc. Dieses Problem löste sich vor ca 2 Jahren, als neue Mieterinnen in die zwangsgeräumten Wohnungen einzog. Mit einer Mieterin des besagten Stockwerks hatte ich keinerlei Probleme, sie öffnete und schloß die Fenster und alles war gut, zumal wir auch gleich gegenüber einen großen Festplatz mit mehrwöchiger Kirmes haben und es sehr laut ist während dieser Zeit.

    Mit meinem direkten Nachbarn ist die Situation vor 2 Monaten um Mitternacht dermaßen eskaliert, da er nach Ruhestörungen und Abstellen eines Fahrrades direkt am Treppenhausgeländer neben meiner Wohnungstür mit lauten Getöse ich es gewagt hatte, dies zu fotografieren. Nachdem ich wieder in meiner Wohnung war, kam er aus seiner Wohnung und bedrohte mich lautstark, dass ich die Polizei zu Hilfe rief, die letztendlich nichts machen konnte, da gegen Rücksichtslosigkeit keine Anzeige gemacht werden könnte.

    Nach diesem Vorfall standen 2-3 Mieterinnen bei ihm vor der Wohnungstür und der Klüngel beschloß seit 2 Monaten wieder sämtliche Treppenhausfenster ständig aufzureissen, besonders in kürzerster Zeit, nach ich sie wegen Zugluft und Straßenlärm nach mehrstündigen Offenstehen zumachte.

    Diese Situation eskaliert in den letzten 2 Wochen dermassen, ich sprach eine Frau an, mit der ich keine Probleme hatte und bisher alles gut mit den Fenstern klappte und besonders bei der Hitze war es schön kühl, wenn tagüber die Fenster alle zu sind, die Wohnung runterkühlen kann.

    Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen stand diese Frau vor 2 Wochen nach 22 Uhr bei laut hämmernd und rufend an meiner Wohnungstür und meinte, das Fenster hätte offen zu bleiben, und war völlig außer ich und zu keinem Gespräch bereit. Ich war so erschrocken, dass ich nichts sagen konnte, aber beschloß in ein paar netten Zeilen um Verständnis zu bitten. Und war ihr diese Zeilen im Umschlag in den Briefkasten. Am nächsten Tag fand ich den Brief ohne Umschlag wer weiß wie lange vor meiner Wohnungstüre liegen und seitdem reisst sie innerhalb von 10 Minuten das Fenster und auch das untere Fenster dazu extra, aus m.E. purer Boshaftigkeit auf.

    Gestern abend habe ich von 21 Uhr bis 23.50 versucht die Fenster geschloßen zu halten, da lauter Krach von dem großen Festplatz kam.

    Die Zumutbarkeit ist überschritten, im Leben hätte ich mir das nicht vorstellen können, wie anstrengend wohnen sein kann.

    Zudem ich durch diese ganzen Vorfällen und Situationen mittlerweile dermaßen erkrankt, dass ich sozusagen die Nase wirklich voll habe.

    Seit drei Jahren versuche dort auszuziehen, bin aber wegen Kaution etc. aufs Amt angewiesen und die verweigerten bisher alles.

    Ist sehr lang geworden, aber nur ein Bruchteil, was ich da alles erleben darf, von fast 4 Jahren schlafloser Nächte wegen dieser Nachbarn und nun aktuell dieser Dauerstress wegen den Fenster, greift einen nervlich wirklich an.

    Leider weist die Wohnungsgesellschaft jegliche Verantwortung von sich.

    Für Rückmeldungen bedanke ich mich im Voraus.
    Ullarike

  • #2
    AW: Ständiger Stress mit Nachbarn

    Hallo,
    im Endeffekt bleibt dir tatsächlich nichts anderes übrig, als dort weg zu ziehen. Wenn die alle schon so selbstverwirklichend sind und von Rücksicht keine Ahnung haben, hast du schlechte Karten. Zumal es außer dir anscheinend niemand weiter zu stören scheint.
    Für Kaution ist, meines Wissens das Amt nicht zuständig, aber wenn du dort ausziehst, bekommst du die Kaution, welche du damals für deine jetzige Wohnung bezahlt hast ja wieder zurück.
    Kann dir das liebe Amt den Umzug nicht bezahlen? Und ein Anrecht auf Geld für neue Möbel hat man, wenn man in eine neue Wohnung zieht doch auch? Oder machen die das nur, wenn man Berufsbedingt umziehen muss, bzw. aus seiner Wohnung "komplimentiert" wird, wenn sie "zu teuer" ist?

    Gruß

    Crissi

    Kommentar


    • #3
      AW: Ständiger Stress mit Nachbarn

      Hallo,

      Zitat von Crissi225.01 Beitrag anzeigen
      Hallo,

      Für Kaution ist, meines Wissens das Amt nicht zuständig, aber wenn du dort ausziehst, bekommst du die Kaution, welche du damals für deine jetzige Wohnung bezahlt hast ja wieder zurück.
      Kann dir das liebe Amt den Umzug nicht bezahlen? Und ein Anrecht auf Geld für neue Möbel hat man, wenn man in eine neue Wohnung zieht doch auch? Oder machen die das nur, wenn man Berufsbedingt umziehen muss, bzw. aus seiner Wohnung "komplimentiert" wird, wenn sie "zu teuer" ist?
      Wenn man Harzt-IV oder Grundsicherung bezieht, muss man bevor man einen Mietvertrag unterschreibt, den dem Amt vorlegen und prüfen lassen, ansonsten wird die Miete häufig nicht übernommen.

      Voraussetzung ist auch, dass das entsprechende Amt den Umzug für notwendig hält und das ist oft ein Problem, wenn es sich um Streitigkeiten, Mobbing u.ä. Probleme mit den Nachbarn handelt.
      MEn. wird der Begriff "notwendig" von den Ämtern alles andere als großzügig ausgelegt. U.U. darf die neue Whg auch nicht mehr kosten als die vorherige, auch wenn die jeweilige Obergrenze nicht erreicht ist.

      Als notwendig wird ein Umzug anerkannt, wenn man

      - obdachlos ist
      - eine Wohnung für unbewohnbar erklärt worden ist
      - der Mietvertrag gekündigt wurde oder z.B. wegen Eigenbedarf oder auf Zeit abgeschlossen war und endet
      - die Miete die Mietobergrenze übersteigt (das wird aber unterschiedlich gehandhabt, u.U. kann man die Differenz aus eigener Tasche zahlen)
      (Aus beruflichen Gründen ist ein Umzug nur notwendig im Sinne der Behörden, wenn der Weg zur Arbeit länger als 90 Minuten einfach ist.)

      Die Kaution ist ebenfalls ein Problem, denn meistens hat man nicht genug im Sparstrumpf und ist darauf angewiesen, dass man sie vom Amt ggffs. als Darlehen gestellt bekommt. - Der Vermieter der alten Whg. hat ja das Recht, die Kaution einige Zeit einzubehalten (6 Monate sind gängige Rechtssprechung) für den Fall, dass Schäden erst verspätet auffallen. Es funktioniert häufig nicht, zu sagen, ich krieg die Kaution von der alten Whg. zurück und nehme sie für die neue.

      Geld für Einrichtung etc. läuft bei den Ämtern unter Erstausstattung und ist in aller Regel eine Leistung, die man nur einmal bekommt und auch nicht gerade üppig ausfällt, man muss zusehen, dass man Second Hand günstig etwas bekommt.

      Zudem ich durch diese ganzen Vorfällen und Situationen mittlerweile dermaßen erkrankt, dass ich sozusagen die Nase wirklich voll habe.
      Das solltest du dir auf alle Fälle vom Arzt attestieren lassen.
      Der nächste Weg wäre mMn der zu einem Anwalt für Sozialrecht oder falls du Mitglied bist zur Rechtsberatung von Vdk oder Gewerkschaft oder einer entsprechenden Beratungsstelle.
      Gerade Behörden nehmen einen erst ernst, wenn man sich juristische Unterstützung holt.
      Außerdem ist es auch wichtig, das du informiert bist, wie an deinem Wohnort verfahren wird, da gibt es teils gewaltige Unterschiede.

      Eine Bekannte hatte eine ähnliche Situation wie du, bei ihr kam erst Bewegung in die Sache, als sie wegen Unbewohnbarkeit der Wohnung dort nicht mehr wohnen konnte und dann auf dem Papier als obdachlos galt, untergekommen ist sie in einer städtischen Obdachlosenunterkunft in einem Ein-Raum-Apartment, was aber genauso als obdachlos gilt, als würde man unter der Brücke hausen.
      Eine reichlich verquere Sache, die man eigentlich niemanden raten kann, die aber immerhin dazu geführt hat, dass sich meine Bekannte endlich aus der jahrelangen Mobbingsituation befreien und eine neue Whg suchen konnte ohne noch mehr Probleme zu haben, als den angespannten Whg.smarkt.

      Falls mit dem Vermieter zu reden ist, würde dir eine Eigenbedarfskündigung oder saftige Mieterhöhung über die Obergrenze, die das Amt festgelegt hat natürlich auch weiterhelfen.

      Solltest du jemanden als Rückendeckung haben, der dir finanziell unter die Arme greifen kann, kannst du es evtl. auch riskieren, ohne Zustimmung des Amts umzuziehen, allerdings musst du dann um dein Recht kämpfen und vermutlich wird nur soviel gezahlt, wie für die alte Whg., wenn die Miete der neuen höher ist. Mietobergrenze auf alle Fälle beachten.

      LG Traudel
      -Traudel-
      besonders erfahrenes Mitglied
      Zuletzt geändert von -Traudel-; 15.09.2016, 10:01. Grund: Ergänzung

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      • #4
        AW: Ständiger Stress mit Nachbarn

        @ Traudel Danke dir für die ausführliche Information! LG Crissi

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