Hallo, Ihr Lieben,
möchte jetzt auch mal meine Leidensgeschichte loswerden.
Im Mai 2009 habe ich in einem kleinen Handwerksbetrieb als Sekretärin angefangen, 9 MA, Chef und Chefin (miteinander verheiratet).
Als ich 2 Wochen da war, die Arbeit hat mir sehr gut gefallen, habe ich durch einen anderen Kollegen erfahren, dass in den letzten 8 Jahren 5 Sekretärinnen dort gearbeitet haben (sie sind alle gekündigt worden!) Puh, dachte ich, die haben aber einen Verschleiss. Bis Ende der Probezeit ging alles gut. Dann bekam der Chef die Schweinegrippe, die Frau kam aber trotzdem zur Arbeit. Ich ließ so eine Bemerkung fallen, so von wegen "Sie hätten besser zuhause bleiben sollen" (schließlich hätte sie uns alle anstecken können) und danach war es mit der Harmonie vorbei. Sie kam immer gegen mittags, beschuldigte mich ich hätte sie nicht zuhause angerufen, um ihr zu sagen, dass der und der für sie angerufen hätte. Wie hätte ich das wissen können? Außerdem meinte sie, ich würde ihr immer ins Wort fallen, dabei war es umgekehrt, sie donnerte los und ich kam gar nicht zu Wort um die Sache richtig zu stellen. Ich machte meine Arbeit immer richtig, durch einen Kollegen habe ich dann mal erfahren, dass der Chef mit meiner Arbeit zufrieden sei. Aber sie fand immer irgendwelche Kleinigkeiten, die sie mir um die Ohren hauen konnte. Im Januar kam ich manchmal vollkommen fertig zur Arbeit, war nervös und beobachtete mich ständig um ihr nur ja keine Angriffsfläche bieten zu können. Sie infizierte dann auch ihren Mann, der mich dann auch einige Male "zur Brust" nahm. Ich würde mich aufführen wie Chefin (hä?), würde seine Frau nicht als Chefin akzeptieren (war sie auch eigentlich nicht, er war der GF, sie war angestellt), würde eigenmächtig handeln (hä?, nach der erfolgten Einarbeitungszeit brauchte ich nicht mehr alles nachzufragen, sondern konnte selbstständiger arbeiten).
Irgendwie war alles an den Haaren herbeigezogen. Bossing war im vollen Gange. Ich wollte da weg, bewarb mich.
Der Chef, von Natur aus ein barscher, unfreundlicher Typ setzte alles daran mir das Leben schwer zu machen.
Ich war nicht einen Tag krank, hatte auch 2009 keinen Tag Urlaub, war immer pünktlich, habe meine Arbeit korrekt gemacht, habe auch keine Überstunden gescheut, habe immer betont wie sehr mir das Wohl der Firma am Herzen läge (sie stand Ende Dezember 09 kurz vor der Insolvenz, und wenn es doch nach der Verhandlung mit den Banken weiterginge, würde das ja schließlich auch meinen Arbeitsplatz erhalten), ich war immer freundlich zu Kunden und Kollegen, ich habe sogar mehrmals freiwillig geputzt, weil sie keine Putzfrau hatten und der Boden immer schmutzig war, habe sogar auf meine Lohnerhöhung nach der Probezeit verzichtet, weil es der Firma so schlecht ging, habe mich auch mit allen anderen Kollegen blendend verstanden.
Meine zentrale Frage war: Was wollten die noch mehr? Perfekter ging es doch gar nicht.
Der Chef hörte nicht auf. In seinen Sternstunden drohte er lauthals mit Kündigung, prahlte damit wieviele MA er in den letzten Jahren von einem Tag auf den anderen entlassen hätte und mein Verhalten müßte wohl an meinem Sternzeichen liegen, eine frühere Sekretärin hätte dasselbe gehabt wie ich und die hätte sich genauso benommen wie ich.
Die Chefin stufte ich als neurotisch und mit Minderwertigkeitskomplexen beladen ein, was mir ein Kollege, der sie nicht leiden konnte, immer wieder bestätigte.
Einmal, bei einem angeblichen Fehler raunzte sie mich an, ihre Gesichtszüge entgleisten ihr, als würde sie gleich losheulen, dann stieg sie in ihr Auto und fuhr nach Hause. Ich fasste es nicht. Der Chef tobte dann später rum, das könne doch nicht sein, dass seine Frau wegen mir nach Hause fuhr usw. Ich rief sie zu hause an und entschuldigte mich. Wofür bloss? Den Auftrag, den sie kritisiert hatte, hatte ich richtig gemacht, wie ich später herausfand! Ich war regelrecht demütig freundlich, meine Selbstachtung war am Boden, ich hatte nur noch Angst vor der Kündigung.
Die kam dann auch, nach dem die Chefs aus dem Urlaub waren.
D.h. rein theoretisch hätten sie mir eine Abmahnung schreiben müssen, die ist ja schließlich dazu da, dass der MA eine Chance hat sein Verhalten zu ändern. Die Kündigung war aber aufgrund von Umsatzrückgang geschrieben worden. Tatsächlich habe ich auch in den letzten Monaten fast nur rumgesessen, weil ich nichts zu tun hatte, das hat mich schon genervt, aber da die im Sommer das meiste zu tun haben, hatte ich halt Hoffnung, das es bald wieder besser läuft.
Die Kündigung hat mich natürlich umgehauen. Bin 49 Jahre alt und ob ich jemals wieder eine Job finde, ist fraglich. Ich habe dem Chef bei Überreichung der Kündigung noch ein paar Takte gesagt, genützt hat es natürlich nichts.
Was haltet ihr davon?
möchte jetzt auch mal meine Leidensgeschichte loswerden.
Im Mai 2009 habe ich in einem kleinen Handwerksbetrieb als Sekretärin angefangen, 9 MA, Chef und Chefin (miteinander verheiratet).
Als ich 2 Wochen da war, die Arbeit hat mir sehr gut gefallen, habe ich durch einen anderen Kollegen erfahren, dass in den letzten 8 Jahren 5 Sekretärinnen dort gearbeitet haben (sie sind alle gekündigt worden!) Puh, dachte ich, die haben aber einen Verschleiss. Bis Ende der Probezeit ging alles gut. Dann bekam der Chef die Schweinegrippe, die Frau kam aber trotzdem zur Arbeit. Ich ließ so eine Bemerkung fallen, so von wegen "Sie hätten besser zuhause bleiben sollen" (schließlich hätte sie uns alle anstecken können) und danach war es mit der Harmonie vorbei. Sie kam immer gegen mittags, beschuldigte mich ich hätte sie nicht zuhause angerufen, um ihr zu sagen, dass der und der für sie angerufen hätte. Wie hätte ich das wissen können? Außerdem meinte sie, ich würde ihr immer ins Wort fallen, dabei war es umgekehrt, sie donnerte los und ich kam gar nicht zu Wort um die Sache richtig zu stellen. Ich machte meine Arbeit immer richtig, durch einen Kollegen habe ich dann mal erfahren, dass der Chef mit meiner Arbeit zufrieden sei. Aber sie fand immer irgendwelche Kleinigkeiten, die sie mir um die Ohren hauen konnte. Im Januar kam ich manchmal vollkommen fertig zur Arbeit, war nervös und beobachtete mich ständig um ihr nur ja keine Angriffsfläche bieten zu können. Sie infizierte dann auch ihren Mann, der mich dann auch einige Male "zur Brust" nahm. Ich würde mich aufführen wie Chefin (hä?), würde seine Frau nicht als Chefin akzeptieren (war sie auch eigentlich nicht, er war der GF, sie war angestellt), würde eigenmächtig handeln (hä?, nach der erfolgten Einarbeitungszeit brauchte ich nicht mehr alles nachzufragen, sondern konnte selbstständiger arbeiten).
Irgendwie war alles an den Haaren herbeigezogen. Bossing war im vollen Gange. Ich wollte da weg, bewarb mich.
Der Chef, von Natur aus ein barscher, unfreundlicher Typ setzte alles daran mir das Leben schwer zu machen.
Ich war nicht einen Tag krank, hatte auch 2009 keinen Tag Urlaub, war immer pünktlich, habe meine Arbeit korrekt gemacht, habe auch keine Überstunden gescheut, habe immer betont wie sehr mir das Wohl der Firma am Herzen läge (sie stand Ende Dezember 09 kurz vor der Insolvenz, und wenn es doch nach der Verhandlung mit den Banken weiterginge, würde das ja schließlich auch meinen Arbeitsplatz erhalten), ich war immer freundlich zu Kunden und Kollegen, ich habe sogar mehrmals freiwillig geputzt, weil sie keine Putzfrau hatten und der Boden immer schmutzig war, habe sogar auf meine Lohnerhöhung nach der Probezeit verzichtet, weil es der Firma so schlecht ging, habe mich auch mit allen anderen Kollegen blendend verstanden.
Meine zentrale Frage war: Was wollten die noch mehr? Perfekter ging es doch gar nicht.
Der Chef hörte nicht auf. In seinen Sternstunden drohte er lauthals mit Kündigung, prahlte damit wieviele MA er in den letzten Jahren von einem Tag auf den anderen entlassen hätte und mein Verhalten müßte wohl an meinem Sternzeichen liegen, eine frühere Sekretärin hätte dasselbe gehabt wie ich und die hätte sich genauso benommen wie ich.
Die Chefin stufte ich als neurotisch und mit Minderwertigkeitskomplexen beladen ein, was mir ein Kollege, der sie nicht leiden konnte, immer wieder bestätigte.
Einmal, bei einem angeblichen Fehler raunzte sie mich an, ihre Gesichtszüge entgleisten ihr, als würde sie gleich losheulen, dann stieg sie in ihr Auto und fuhr nach Hause. Ich fasste es nicht. Der Chef tobte dann später rum, das könne doch nicht sein, dass seine Frau wegen mir nach Hause fuhr usw. Ich rief sie zu hause an und entschuldigte mich. Wofür bloss? Den Auftrag, den sie kritisiert hatte, hatte ich richtig gemacht, wie ich später herausfand! Ich war regelrecht demütig freundlich, meine Selbstachtung war am Boden, ich hatte nur noch Angst vor der Kündigung.
Die kam dann auch, nach dem die Chefs aus dem Urlaub waren.
D.h. rein theoretisch hätten sie mir eine Abmahnung schreiben müssen, die ist ja schließlich dazu da, dass der MA eine Chance hat sein Verhalten zu ändern. Die Kündigung war aber aufgrund von Umsatzrückgang geschrieben worden. Tatsächlich habe ich auch in den letzten Monaten fast nur rumgesessen, weil ich nichts zu tun hatte, das hat mich schon genervt, aber da die im Sommer das meiste zu tun haben, hatte ich halt Hoffnung, das es bald wieder besser läuft.
Die Kündigung hat mich natürlich umgehauen. Bin 49 Jahre alt und ob ich jemals wieder eine Job finde, ist fraglich. Ich habe dem Chef bei Überreichung der Kündigung noch ein paar Takte gesagt, genützt hat es natürlich nichts.
Was haltet ihr davon?
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