AW: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?
@ Trauerweide
Zunächst einmal möchte ich noch mal schreiben, dass es mir leid tut, dass ich dein Hilfsangebot nicht angenommen habe.
Es kam sicherlich unehrlich bei dir an, weil ich nicht gleich abgelehnt hatte. Doch ich hatte mir wirklich vorgenommen, dir zu schreiben, aber leider konnte ich mich nicht aufraffen. Trotzdem hast du Recht, dass ich im allgemeinen ein Problem damit habe, NEIN zu sagen.
Anjin ist in ihrem letzten Beitrag ganz schön hart mit mir ins Gericht gegangen. Das musste ich erst einmal verdauen.
Im nachhinein weiß ich aber, dass es stimmt, was sie geschrieben hat. Ich war auch lange Zeit zu naiv, das Spielchen meines Chefs zu durchschauen.
Du hast geschrieben, dass ich wie ein Seelchen rüberkomme. Stimmt, auch wenn ich gerne anders wäre. Ich bin ein viel zu sensibler und weichherziger Mensch, nicht nur bei mir selbst, sondern auch was Mitgefühl anderen gegenüber betrifft. Ich bin daher sehr leicht zu manipulieren. Auch fällt es mir oft schwer, die Absichten anderer zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
Auch wenn es nicht hierher gehört, aber dieser Charakterzug ist mir schon mein ganzes Leben lang ein Hindernis, denn er wurde nicht einmal besonders geschätzt. Ich wurde zu oft belogen, ausgenutzt und ausgelacht.
Irgendwie hatte ich immer das Empfinden, dass ich nicht richtig bin, so wie ich bin. So habe ich immer versucht, meine ganzen "Makel" durch übertriebene Höflichkeit und teilweise unterwürfiges Verhalten zu kompensieren.
Vor zwei Jahren wurde bei mir auch noch eine Erkrankung diagnostiziert, die eine Schwerbehinderung ist. Seitdem ist mein eh schon fragiles Selbstwertgefühl noch mehr in den Keller gegangen. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, habe auch niemanden, dem ich mich da anvertrauen kann. Meine Eltern sind alt und haben selbst gesundheitliche Probleme. Für sie würde eine Welt zusammenbrechen, wenn sie davon erfahren würden und das kann ich ihnen nicht antun.
Kaum ein Arbeitgeber würde mich einstellen, wenn ich die Erkrankung angeben würde. Zum Glück besteht da bei einem Bürojob auch keine Notwendigkeit. Trotzdem denke ich oft, dass ich geradezu dankbar sein muss, wenn mein Chef mir nicht kündigt. Denn ich weiß, dass ich trotz aller Gewissenhaftigkeit manchmal unzulänglich bin in meinen Leistungen.
Was meinen Chef betrifft, so muss ich sagen, dass er seit einer Woche wie ausgewechselt ist.
Er ist plötzlich ganz sachlich, teilweise auch freundlich. Es hat keine sexuellen Anspielungen mehr gegeben.
Heute hat er wieder über privates gesprochen und es waren ganz normale Dinge.
Ich möchte nicht an eine große Veränderung glauben, aber vielleicht hält er sich jetzt doch etwas mehr zurück und die Zusammenarbeit mit ihm wird erträglicher?
Danke deiner Nachfrage bezüglich meiner Bewerbung.
Ich habe gestern bei der Firma nachgefragt, ob schon eine Entscheidung getroffen worden ist.
Die Personalchefin sagte mir, dass meine Bewerbung schon mal nicht auf dem Stapel Absagen gelandet sei. Bevor eine endgültige Entscheidung getroffen würde, würde aber wahrscheinlich noch ein Gespräch mit der Geschäftsleitung stattfinden. Genaueres würde ich nächste Woche erfahren.
Mich hat auf jeden Fall gefreut, anscheinend keinen schlechten Eindruck hinterlassen zu haben.
Entschuldigt, dass ich nicht eher eine Rückmeldung gegeben habe.
Liebe Grüße,
Cindra
@ Trauerweide
Zunächst einmal möchte ich noch mal schreiben, dass es mir leid tut, dass ich dein Hilfsangebot nicht angenommen habe.
Es kam sicherlich unehrlich bei dir an, weil ich nicht gleich abgelehnt hatte. Doch ich hatte mir wirklich vorgenommen, dir zu schreiben, aber leider konnte ich mich nicht aufraffen. Trotzdem hast du Recht, dass ich im allgemeinen ein Problem damit habe, NEIN zu sagen.
Anjin ist in ihrem letzten Beitrag ganz schön hart mit mir ins Gericht gegangen. Das musste ich erst einmal verdauen.
Im nachhinein weiß ich aber, dass es stimmt, was sie geschrieben hat. Ich war auch lange Zeit zu naiv, das Spielchen meines Chefs zu durchschauen.
Du hast geschrieben, dass ich wie ein Seelchen rüberkomme. Stimmt, auch wenn ich gerne anders wäre. Ich bin ein viel zu sensibler und weichherziger Mensch, nicht nur bei mir selbst, sondern auch was Mitgefühl anderen gegenüber betrifft. Ich bin daher sehr leicht zu manipulieren. Auch fällt es mir oft schwer, die Absichten anderer zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
Auch wenn es nicht hierher gehört, aber dieser Charakterzug ist mir schon mein ganzes Leben lang ein Hindernis, denn er wurde nicht einmal besonders geschätzt. Ich wurde zu oft belogen, ausgenutzt und ausgelacht.
Irgendwie hatte ich immer das Empfinden, dass ich nicht richtig bin, so wie ich bin. So habe ich immer versucht, meine ganzen "Makel" durch übertriebene Höflichkeit und teilweise unterwürfiges Verhalten zu kompensieren.
Vor zwei Jahren wurde bei mir auch noch eine Erkrankung diagnostiziert, die eine Schwerbehinderung ist. Seitdem ist mein eh schon fragiles Selbstwertgefühl noch mehr in den Keller gegangen. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, habe auch niemanden, dem ich mich da anvertrauen kann. Meine Eltern sind alt und haben selbst gesundheitliche Probleme. Für sie würde eine Welt zusammenbrechen, wenn sie davon erfahren würden und das kann ich ihnen nicht antun.
Kaum ein Arbeitgeber würde mich einstellen, wenn ich die Erkrankung angeben würde. Zum Glück besteht da bei einem Bürojob auch keine Notwendigkeit. Trotzdem denke ich oft, dass ich geradezu dankbar sein muss, wenn mein Chef mir nicht kündigt. Denn ich weiß, dass ich trotz aller Gewissenhaftigkeit manchmal unzulänglich bin in meinen Leistungen.
Was meinen Chef betrifft, so muss ich sagen, dass er seit einer Woche wie ausgewechselt ist.
Er ist plötzlich ganz sachlich, teilweise auch freundlich. Es hat keine sexuellen Anspielungen mehr gegeben.
Heute hat er wieder über privates gesprochen und es waren ganz normale Dinge.
Ich möchte nicht an eine große Veränderung glauben, aber vielleicht hält er sich jetzt doch etwas mehr zurück und die Zusammenarbeit mit ihm wird erträglicher?
Danke deiner Nachfrage bezüglich meiner Bewerbung.
Ich habe gestern bei der Firma nachgefragt, ob schon eine Entscheidung getroffen worden ist.
Die Personalchefin sagte mir, dass meine Bewerbung schon mal nicht auf dem Stapel Absagen gelandet sei. Bevor eine endgültige Entscheidung getroffen würde, würde aber wahrscheinlich noch ein Gespräch mit der Geschäftsleitung stattfinden. Genaueres würde ich nächste Woche erfahren.
Mich hat auf jeden Fall gefreut, anscheinend keinen schlechten Eindruck hinterlassen zu haben.
Entschuldigt, dass ich nicht eher eine Rückmeldung gegeben habe.
Liebe Grüße,
Cindra
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