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Mobbing auf der Arbeit

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  • Mobbing auf der Arbeit

    Ich bin Krankenpfleger und arbeite seit ca 10 Jahren beim ambulanten Pflegedienst. Seit ca zwei Jahren werde ich von unterschiedlichen Personen meistens Arbeitskollegen gerobbt. Beim Patienten sind mehrere Pflegefehler vorgefallen. Ich musste dies beheben und habe mich beim Patienten etwas aufgeregt. Ich weiß, dass ich dies hätte nicht tun dürfen, aber ich konnte nicht anders. Später hat sich der Patient bei meiner Kollegin beschwert, und sich an meine Vorgesetzte gewendet. Ich bekam eine mündliche Verwahrung, mit Androhung von Konsequenzen. Wir haben dienstlich eine öffentliche WhatsApp Gruppe. Durch diese wurde ich schön öfter angegriffen u gemobbt. Ohne, das dies irgendwelche Konsequenzen hätte. Der Dienstplan wird einfach geändert, ohne diesen mit mir abzusprechen. Fehlende Wertschätzung, kein Respekt, weder von Vorgesetzten noch Kollegen. Ich gehe 4 Stunden zur Arbeit kann mir aber nur 3 Stunden aufschreiben, da ich Wartezeit keine Arbeitszeit zwischen den Patienten habe. (Fehlplanung) Mittlerweile habe ich seit zwei Jahren schon soviel negative Punkte sammeln können, das jeder mir empfiehlt zu kündigen. Nur ich halte an meiner Arbeit an, da ich Angst habe das ich es nicht schaffe, woanders anzufangen bzw Ängste habe. Ich trage mich im Wunsch Dienstplan mit frei ein, dies wird einfach übersehen. Es wird sich einfach nur lustig über mich gemacht.
    Kollegen gehen mir schon aus dem Weg. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es nicht mehr schlimmer werden kann. Aber ich habe andere Erfahrungen gemacht. Mit Vorgesetzten Betriebsrat usw kann ich nicht sprechen, da diese alle zusammen halten. Wer bei und am besten Schleimen kann, hat den besten stand. Nur das kann ich nicht. Bitte helft mir.

  • #2
    AW: Mobbing auf der Arbeit

    Hallo Gartenzwerg und willkommen im Forum,
    neben einem schweren Beruf auch noch Stress mit Kollegen, das ist eine unschöne Situation. Ich kann gut verstehen, dass sich bei Dir Ängste entwickeln. Hast Du den Whatsapp Chat noch, in dem Du angegriffen und gemobbt wurdest? Ich hoffe, Du hast ihn noch, oder wenn Du dort nochmal angegriffen wirst, bitte aufheben. Das Chatprotokoll und ein Mobbingtagebuch (Link dazu findest Du hier im Forum) sind hilfreich im Fall es zu einem Gerichtstermin kommt. Das Chatprotokoll hat Beweiskraft im Gegensatz zum Mobbingtagebuch, dass lediglich nützlich für das eigene Gedächtnis ist, einem Rechtsanwalt ohne langatmige Darstellung der einzelnen Vorfälle einen Überblick verschafft und einem Richer -so er es liest- einen vorläufigen Eindruck vermittelt.
    Dein Arbeitgeber steht eigentlich in der Pflicht und müßte eingreifen. Gegen " Seilschaften" allerdings hat man als Gemobbter nur geringe Chancen. Ich würde mich zunächst mal krankschreiben lassen, damit Du innerlich etwas zur Ruhe kommst. Sprich mit Deinem Hausarzt über die ganze Situation, auch über Deine Ängste. Es ist auch ratsam, sich von einem Anwalt für Arbeitsrecht mal beraten zu lassen. Bei 3 ( aufgeschriebenen ) Stunden wirde das Gehalt nicht gerade üppig sein, und Du hast eine Chance bei Deinem zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein für den Anwalt zu erhalten. Über anwalt.de kannst Du dir einen Fachanwalt in Deiner Nähe anzeigen lassen. Vielleicht hast Du ja auch eine Rechtsschutzversicherung, die die entsprechenden Kosten trägt.
    Deinen Schilderungen nach gehe ich aber davon aus, dass es für Dich und Deine Gesundheit über kurz oder lang besser wäre, wenn Du nach einem anderen Arbeitsplatz Ausschau hältst. In Pflegeberufen wird - wenn ich hier in die Zeitung schaue- immer gesucht.
    Es wäre schön, wenn Du uns weiter berichten könntest

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    • #3
      AW: Mobbing auf der Arbeit

      Lieber Gartenzwerg!
      Wenn ich deine Zeilen so lese, kommt mir sofort der Gedanke auch an Bossing in den Sinn? – Manchmal ist es eben auch doppelt gemoppelt, wie wahrscheinlich bei mir! –

      Du scheinst schon recht erschöpft zu sein. Ich würde dir auch erst einmal wie cinderella467 raten dich krankschreiben lassen, damit Du wieder Kraft schöpfen kannst. Nicht das dir durch den Stress noch ein großer Fehler unterläuft, mit dem du dann klarkommen musst. Wenn du Abstand zu der Situation bekommst, kannst du das Plus und Minus besser abschätzen, verlierst deine Ängste und traust dir auch wieder etwas Neues zu. –

      Allerdings sehe ich persönlich bei dem Stand deiner Situation auch nur eine Kündigung als Lösung. Vielleicht sogar ein Berufswechsel, da in dem Bereich überall seit Jahren ein erhöhter Stress bis zum „burnout“ herrscht.
      Zuletzt geändert von speedy; 29.09.2017, 03:58.

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      • #4
        AW: Mobbing auf der Arbeit

        Zitat von cinderella467 Beitrag anzeigen
        Hallo Gartenzwerg und willkommen im Forum,
        neben einem schweren Beruf auch noch Stress mit Kollegen, das ist eine unschöne Situation. Ich kann gut verstehen, dass sich bei Dir Ängste entwickeln. Hast Du den Whatsapp Chat noch, in dem Du angegriffen und gemobbt wurdest? Ich hoffe, Du hast ihn noch, oder wenn Du dort nochmal angegriffen wirst, bitte aufheben. Das Chatprotokoll und ein Mobbingtagebuch (Link dazu findest Du hier im Forum) sind hilfreich im Fall es zu einem Gerichtstermin kommt. Das Chatprotokoll hat Beweiskraft im Gegensatz zum Mobbingtagebuch, dass lediglich nützlich für das eigene Gedächtnis ist, einem Rechtsanwalt ohne langatmige Darstellung der einzelnen Vorfälle einen Überblick verschafft und einem Richer -so er es liest- einen vorläufigen Eindruck vermittelt.
        Dein Arbeitgeber steht eigentlich in der Pflicht und müßte eingreifen. Gegen " Seilschaften" allerdings hat man als Gemobbter nur geringe Chancen. Ich würde mich zunächst mal krankschreiben lassen, damit Du innerlich etwas zur Ruhe kommst. Sprich mit Deinem Hausarzt über die ganze Situation, auch über Deine Ängste. Es ist auch ratsam, sich von einem Anwalt für Arbeitsrecht mal beraten zu lassen. Bei 3 ( aufgeschriebenen ) Stunden wirde das Gehalt nicht gerade üppig sein, und Du hast eine Chance bei Deinem zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein für den Anwalt zu erhalten. Über anwalt.de kannst Du dir einen Fachanwalt in Deiner Nähe anzeigen lassen. Vielleicht hast Du ja auch eine Rechtsschutzversicherung, die die entsprechenden Kosten trägt.
        Deinen Schilderungen nach gehe ich aber davon aus, dass es für Dich und Deine Gesundheit über kurz oder lang besser wäre, wenn Du nach einem anderen Arbeitsplatz Ausschau hältst. In Pflegeberufen wird - wenn ich hier in die Zeitung schaue- immer gesucht.
        Es wäre schön, wenn Du uns weiter berichten könntest
        Ich danke dir für die Antwort

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        • #5
          AW: Mobbing auf der Arbeit

          Zitat von Gartenzwerg Beitrag anzeigen
          Ich danke dir für die Antwort
          Es ist nicht sehr leicht, ich habe versucht mich schon krank zu melden. Bin ich wieder da, behandeln Sie mich noch schlechter als vorher. Dies führt täglich zu staken Magen Problemen u Durchfälle. Es gibt von Seiten meiner Arbeitgeber immer noch Steigerungen. Ich gehe denn lieber arbeiten, bevor es noch schlimmer wird. Kündigen traue ich mich nicht, da ich immer noch träume habe, dass es sich noch zum positiven ändern wird. Bloss der Zug ist abgefahren. Ich habe Angst zu kündigen, um woanders vielleicht zu versagen.
          Freunde sagen, das ich kündigen soll. Erstens erwarten Sie dies nicht. Zweitens bevor die Arbeit immer negativer wird, das diese mich kündigen.
          Vielleicht behandeln Sie mich auch so schlecht, da sie der Meinung sind ich kündige, dann brauchen sie keine Abfindung zahlen
          ich weiss es nicht, was soll ich tun.

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          • #6
            AW: Mobbing auf der Arbeit

            Hallo Gartenzwerg,
            warum solltest Du anderswo versagen? Wie ich schon zu Anfang geschrieben habe, sprich mal ausführlich mit Deinem Hausarzt über die ganze Situation. Es hat keinen Zweck, wenn Du dir die Gesundheit ruiniert oder Dich immer mehr in die Ecke drängen lässt.Dein Arzt kann Dich auch länger krankschreiben oder Dich ggf. auch in eine Kur schicken. Ruhe ist das, was Du meiner Meinung nach im Moment sehr nötig hast, Ruhe und Abstand.
            Von Deiner Seite aus kündigen ist nicht so ganz ratsam. Ich kann Dir nur nochmal das Mobbingtagebuch ans Herz legen, und hebe Chatprotokolle auf. Auch ein Anwalt für Arbeitsrecht kann Dir sicher weiterhelfen.Ich weis, ich wiederhole mich.
            Schaue Dich trotzdem nach einem neuen Arbeitsplatz um und habe etwas mehr Vertrauen in Dich selbst. Auch Deine Freunde können Dich sicherlich unterstützen und Dir Mut machen.
            Du hast wirklich mein ganzes Mitgefühl und ich erhoffe mir für Dich, dass die Tipps, die Du hier bekommst, Dir weiterhelfen können

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            • #7
              AW: Mobbing auf der Arbeit

              Hallo Gartenzwerg,

              ich finde es traurig, dass einerseits in Deutschland dringend Krankenpfleger/Pflegekräfte benötigt werden, andererseits die vorhandenen so unter Druck stehen, dass viele aufgeben. Deinem eindringlichen Ruf nach Hilfe kann ich ergänzend empfehlen, einen unabhängigen Integrationsfachdienst aufzusuchen. Die Ansprechpartner dort unterliegen der Schweigepflicht und intervenieren und agieren nur nach Erlaubnis des Betroffenen. Hier kann man Dir Wege aus dem Dilemma aufzeigen, auch neue Möglichkeiten, die Du vielleicht bisher so noch nicht in Betracht gezogen hast. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Du mit allen gesundheitlichen Beschwerden, organisch und psychisch, einen Arzt aufsuchst.
              Ich bin zwar keine Berufsberaterin, lese aber zwischen den Zeilen, dass Du in Deiner Berufssparte durch die Vorfälle und den psychischen Druck an Selbstvertrauen verloren hast.

              Einen Integrationsfachdienst - kurz IFD - findest Du in mittleren bis größeren Städten. Die Mitarbeiter dort sind nach meiner Erfahrung sehr einfühlsam und bemüht.

              Gruß
              Trauerweide

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              • #8
                AW: Mobbing auf der Arbeit

                Ich danke für die tollen Antworten. Mir gibt es wirklich, sehr viel Kraft. Ich habe einige Tage Urlaub gehabt, und hatte gestern wieder meinen ersten Arbeitstag gehabt. Ich wollte es noch einmal testen, ob sich die Situation nach meinen Urlaub etwas entschärft hat, aber leider war das Gegenteil der Fall.
                Ich habe diesen Monat einige Arzttermine, diese habe ich mit meinen Dienstplan abgestimmt. Am Montag teilte man mir mit, dass man mich für den spät Dienst eingeteilt habe und dies nicht anders ginge. Den ersten Termin müsste ich daher schon verschieben. In der Zentrale angekommen, müsste ich feststellen, dass ich neue Patienten in der Schicht habe, mich dazu aber keiner informiert hat. Mein Patienten Stamm war auf einmal weg, und ich hatte auf einmal neue Patienten. Patienten, die morgens abgesagt haben, für den Abend würde nicht an mich weiter gegeben. So das ich dort leider um sonst hingefahren bin. Ich benötige eine Info zu einer Patientin und rief die passende Kollegin dazu an. Die Verbindung war seltsam, bis ich feststellte, dass diese mich geblockt hatte. Heute wollte ich sie drauf ansprechen, aber sie ging mir aus dem Weg. Ein Patient war gestern nicht zu Hause. Ich habe ihn versucht anzurufen und zwei mal gestern besucht. Leider ohne Erfolg, heute morgen wurde in der WhatsApp Gruppe bekannt begeben, dass Herr G. von mir nicht besucht wurde. Heute morgen erster früh Dienst, habe die ersten zwei Patienten nach Vereinbarung um 6.45 Uhr besucht, beide teilten mir mit, dass bereits meine Kollegin schon da gewesen ist. Als ich Sie darauf ansprach, teilte sie mir mit, sie sei in der Spalte verrutscht. Was ihr noch nie passiert ist. So hatte ich fast 90 Minuten Pause bevor ich zum nächsten Patienten konnte. Ich habe das Gefühl, zwei Kollegen wollen mich besonders ärgern und ich habe keine Chance. Das traurige ist, dies wird ständig von der Pflegedienstleitung bedeckt. Mit anderen Worten, es kann ja mal passieren. Ich sehe das falsch .....
                Ich kann nicht 5 Stunden arbeiten, und nur 3 Stunden Arbeitszeit werden angerechnet, weil ich soviel Pause dazwischen ist. Meiner Meinung nennt man dies Fehlplanung, denn vorher klappte es alles bestens.
                Ich habe das Gefühl, für mich ist der Zug schon längst abgefahren. Ich habe nur Magenschmerzen usw. Lohnt es sich noch Energie in diesen Laden zu investieren. Bisher hat es mir eigentlich dort gefallen, denn mir gefällt meine Arbeit, und mich mögen die Patienten sehr. Vor ca einen Jahr war ich zur Reha, dort habe ich gelernt auch mal nein zu sagen und nicht ständig wie eine Marionette zu sein. Dies gefällt denen nicht mehr, u oft mache ich meine Mund auf, wenn sich der Dienstplan ändert und ich nicht informiert werde, usw. Nur dieses gefällt deben nicht. Habe ich mir diese Stelle versaut, nur weil ich nicht so funktioniere wie die es wollen. Lohnt sich noch ein Kampf. Denn zusammen halten, tun alle meine Kolleginnen.
                ich bitte nochmal um Hilfe danke

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                • #9
                  AW: Mobbing auf der Arbeit

                  Hallo Gartenzwerg,

                  jetzt in der Vergangheit zu graben,ob und wann Du vielleicht was falsch gemacht hast, ist Energieverschwendung. Du musst mit dem Heute und Jetzt zurechtkommen, das ist deprimierend genug und schlägt sich bereits in Deiner Gesundheit nieder. Nun akribisch "Beweise" zu sammeln und es dann auf einen Rechtsstreit ankommen lassen,davon halte ich im Moment nicht viel. Der Karren ist tief im Dreck. Je länger Du dem Druck ausgesetzt bist,je mehr wird Gesundheit und Selbstwertgefühl darunter leiden.
                  Suche Dir einen neuen Arbeitsplatz. Das ist meiner Meinung nach die beste Lösung für Dich. Vielleicht hat hier noch ein anderes Forenmitglied eine bessere Idee. Es sind ja einige hier, die vielleicht mehr Erfahrung speziell für Deinen Fall haben. Aber wie gesagt, ich an Deiner Stelle würde zusehen dort weg zu kommen..und das schaffst Du auch!

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                  • #10
                    AW: Mobbing auf der Arbeit

                    Hallo Gartenzwerg,

                    es war damals natürlich etwas ungeschickt von dir, deinen Ärger über die Fehler deiner Kollegin beim Patienten abzuladen. Daß das danach solche Kreise zog, ist natürlich blöde gelaufen. Das deine Kollegin dann säuerlich war, verständlich, aber das Verhalten, welches man jetzt inszwischen dir gegenüber zeigt, ist absolut nicht gerechtfertigt. Das ist wirklich nur noch reine Schikane, wird sich aber auch nicht bessern.
                    Einige hier haben dir ja bereits gesagt, dass es das Beste wäre, den Arbeitsplatz zu wecheln, womit sie aber auch Recht haben. Du hast bereits gesundheitliche Probleme und ein angeknaxtes Selbstbewusstsein. Du solltest also schon im eigenen Interesse sehen, dass du eine andere Stelle bekommst. Dort kannst du - unbelastet von irgendwelchen Altlasten - von vorne anfangen. Das tut auch dem Selbstbewusstsein gut und gibt wieder Kraft.
                    Für den Moment empfehle ich dir, dich so lange wie möglich krankschreiben zu lassen. Du schuldest dem "Laden" letztlich nichts. Das wäre wohl anders, wenn es für deinen Ausrutscher damals mal einen kleinen Klaps auf die Finger gegeben hätte, sonst aber weiter nichts. Statt dessen schubst man dich jetzt herum und ist dir gegenüber unverschämt. Bei einem derartig respektlosem Verhalten, brauchst du dir auch keine Gedanken mehr über Pflichtbewusstsein machen. Dein jetziger Arbeitgeber interessiert dies nicht. Es ist auch nicht so, dass man in der Zeit, in der du weg bist, niemand findet, der deine Patienten mit übernehmen kann. So etwas ist schnell geregelt.
                    Nein, Gartenzwerg. Nimm dir eine "Auszeit" so lange wie nur möglich. Dann kommst du auch wieder etwas zur Ruhe. Versuche, in der Zeit eine neue Stelle zu finden. Das dürfte im pfegerischen Bereich nicht so prolematisch sein. Fange neu an mit neuen Kollegen. Das gibt dir wieder Kraft und Selbstbewusstsein und du wirst wieder merken, dass du auch "wer bist".

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                    • #11
                      AW: Mobbing auf der Arbeit

                      Zitat von Gartenzwerg Beitrag anzeigen
                      Ich danke für die tollen Antworten. Mir gibt es wirklich, sehr viel Kraft. Ich habe einige Tage Urlaub gehabt, und hatte gestern wieder meinen ersten Arbeitstag gehabt. Ich wollte es noch einmal testen, ob sich die Situation nach meinen Urlaub etwas entschärft hat, aber leider war das Gegenteil der Fall.
                      Ich habe diesen Monat einige Arzttermine, diese habe ich mit meinen Dienstplan abgestimmt. Am Montag teilte man mir mit, dass man mich für den spät Dienst eingeteilt habe und dies nicht anders ginge. Den ersten Termin müsste ich daher schon verschieben. In der Zentrale angekommen, müsste ich feststellen, dass ich neue Patienten in der Schicht habe, mich dazu aber keiner informiert hat. Mein Patienten Stamm war auf einmal weg, und ich hatte auf einmal neue Patienten. Patienten, die morgens abgesagt haben, für den Abend würde nicht an mich weiter gegeben. So das ich dort leider um sonst hingefahren bin. Ich benötige eine Info zu einer Patientin und rief die passende Kollegin dazu an. Die Verbindung war seltsam, bis ich feststellte, dass diese mich geblockt hatte. Heute wollte ich sie drauf ansprechen, aber sie ging mir aus dem Weg. Ein Patient war gestern nicht zu Hause. Ich habe ihn versucht anzurufen und zwei mal gestern besucht. Leider ohne Erfolg, heute morgen wurde in der WhatsApp Gruppe bekannt begeben, dass Herr G. von mir nicht besucht wurde. Heute morgen erster früh Dienst, habe die ersten zwei Patienten nach Vereinbarung um 6.45 Uhr besucht, beide teilten mir mit, dass bereits meine Kollegin schon da gewesen ist. Als ich Sie darauf ansprach, teilte sie mir mit, sie sei in der Spalte verrutscht. Was ihr noch nie passiert ist. So hatte ich fast 90 Minuten Pause bevor ich zum nächsten Patienten konnte. Ich habe das Gefühl, zwei Kollegen wollen mich besonders ärgern und ich habe keine Chance. Das traurige ist, dies wird ständig von der Pflegedienstleitung bedeckt. Mit anderen Worten, es kann ja mal passieren. Ich sehe das falsch .....
                      Ich kann nicht 5 Stunden arbeiten, und nur 3 Stunden Arbeitszeit werden angerechnet, weil ich soviel Pause dazwischen ist. Meiner Meinung nennt man dies Fehlplanung, denn vorher klappte es alles bestens.
                      Ich habe das Gefühl, für mich ist der Zug schon längst abgefahren. Ich habe nur Magenschmerzen usw. Lohnt es sich noch Energie in diesen Laden zu investieren. Bisher hat es mir eigentlich dort gefallen, denn mir gefällt meine Arbeit, und mich mögen die Patienten sehr. Vor ca einen Jahr war ich zur Reha, dort habe ich gelernt auch mal nein zu sagen und nicht ständig wie eine Marionette zu sein. Dies gefällt denen nicht mehr, u oft mache ich meine Mund auf, wenn sich der Dienstplan ändert und ich nicht informiert werde, usw. Nur dieses gefällt deben nicht. Habe ich mir diese Stelle versaut, nur weil ich nicht so funktioniere wie die es wollen. Lohnt sich noch ein Kampf. Denn zusammen halten, tun alle meine Kolleginnen.
                      ich bitte nochmal um Hilfe danke

                      Hi Gartenzwerg.
                      Genau da liegt sehr oft der Hund begraben nämlich im " Nein " sagen. Viele gewöhnen sich daran das da jemand ist der immer JA sagt.^^ Es kann zur Gewohnheit werden für andere das da jemand ist der es schon " macht ". Ändert sich das schlagartig so kann man sehr schnell " Uninteressant " werden und dem entsprechend fällt man in der Beliebtheitsskala nach unten, weil vielleicht wenige nun nicht mehr so können wie sie wollen ( Oder es so gewohnt waren ).^^ Mobbing resultiert oft nach Konstrukten, also es wird auf etwas aufgebaut das in der Vergangenheit liegt. In deinem Fall, wie in sehr vielen wirst du den wahren Grund wahrscheinlich nie erfahren aber ich tippe u.a. darauf das es sein könnte das es mindestens 1 Jahr her ist wo du anfängst " Nein " zu sagen. Als eventuelle Begründung aber wird deine Arbeitsleistung vor geschoben. Wie du schon selber schreibst, dass du Fehler machst. Als " Ja " sager wird sehr vieles übersehen und hin genommen da man wenigen Personen ein schöneres leben verschafft aber als Nein sager wirst du plötzlich oft uninteressant. Nun sieht man plötzlich Fehler an dir die zuvor aber mit einem Ok tituliert wurden und als in Ordnung abgestempelt wurden. Auch wenn andere Fehler machen oder vielleicht auch die gleichen wie du so wird es immer bei dir am schlimsten sein.
                      Auch ich meine das du dir eine andere Arbeitsstelle suchen solltest denn wenn du gemobbt wirst wird deine Arbeitsleistung nicht besser sondern eher schlechter und je mehr kann u.a. über diese her gezogen werden.
                      Sichere dir auf jeden Fall dein WhatsApp, die Nachrichten darin wo du gemobbt wirst. Diese sind sehr hilfreich wenn es z.B. zu einem Rechtsstreit kommen sollte. Mobbingtagebuch solltest du natürlich auch führen da du sonst u.A. durcheinander kommen kannst, wann etwas geschehen ist u.s.w.
                      Mein Vorschlag: Zuerst zu deinem Hausarzt und lass dich krank schreiben. Damit hast du etwas ruhe. Er wird dich warscheinlich zu einem Psychologen schicken. nimm auch diesen Termin war wenn er das tut. Nicht zuletzt da du durch ihn erfährst ( wenn du willst ) wie du dort kündigen kannst ohne eine sperre vom Arbeitsamt zu bekommen. Nutze dann die Zeit dir eine neue Arbeitsstelle zu suchen in der du dann auch mal " Nein " sagst. :-)

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                      • #12
                        AW: Mobbing auf der Arbeit

                        Für mich ist das alles sehr, sehr schwierig. Auf der einen Seite liebe ich meine Arbeit sehr, komme sehr gut mit den Patienten zurecht. Ich habe am Wochenende Dienst gehabt, sowie Bereitschaft. Wollte diese heute los werden, da ich einen sehr wichtigen Arzt Termin habe. (Psychologen). Leider konnte keiner meiner Kollegen die Bereitschaft abnehmen, da diese alle was vor hatten. Die Kollegin, die ab heute die ab heute die Bereitschaft eigentlich haben sollte, ist plötzlich erkrankt. Meine Chefin fragte mich wann dieser Termin sei. Ich antwortete um 14 Uhr. Ich könnte die Bereitschaft im Büro vorher abgeben und gegen 15 Uhr nach dem Arzt wieder abholen. Mein Dienst ging heute etwas bis um 12.30 Uhr. Dann fuhr ich nach Hause um mich umzuziehen und zum Arzt zu fahren. So war s jedenfalls geplant. Kurz bevor ich los fahren wollte klingelte das Bereitschaft s Handy, und Ich hatte einen Notfall der länger dauerte. Ich konnte auch nicht im Büro anrufen, u um Hilfe bitten. Dadurch verpasste ich meinen Termin. Heute bekam ich zu meinen Patienten noch zusätzlich Patienten, da wir Krankmeldungen hatte. Ich habe das auch gerne gemacht, aber das kam kein kannst du bitte oder danke. Mir passt es einfach nicht, wie man mit mir umgeht. Das tut mir innerlich so weh. Ich habe jetzt zwar einen neuen Arzttermin bin aber nicht glücklich. Ich komme einfach nicht aus der Situation raus. Eine Kollegin hat einen Eintrag in der Doku gemacht, und mich damit angegriffen und es entstehen immer mehr Schikane. Ich bin freundlich, werde aber ständig in den Arsch getreten. Mittlerweile habe ich ich jetzt schon Stress mit meiner Freundin, die von der Situation genervt ist. Ich fühle mich sehr allein gelassen. Habe aber begriffen, dass es sich nicht mehr Lohnt dort zu kämpfen. Nur wie gehe ich persönlich damit um. Ich weiss nur, dass ich ganz grosse Angst habe. Mir fehlt aber auch die Freundlichkeit. Ich denke, dass ich diese aber nicht mehr erwarten kann. Oder...
                        deshalb schreibe ich jetzt Bewerbungen. Ich denke, dass es das beste ist. Leider bekomme ich zusätzlich Stress von meinen Vater, wenn ich mich krank melden würde. Er inzwischen Rentner jahrelang sehr erfolgreich in allen Bereichen, bezeichnet mich inzwischen als versager. Nur ich habe noch nie Stress beruflich gehabt , sowie privat.

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                        • #13
                          AW: Mobbing auf der Arbeit

                          Hallo Gartenzwerg,

                          das du Bewerbungen schreibst, ist schon einmal der richtige Weg. Dort zu bleiben hat wirklich absolut keinen Zweck. Es macht aber auch keinen Sinn, sich diesen Schikanen weiterhin auszusetzen, indem du dich jetzt täglich dorthin quälst, Angst hast etc. Das verschlechtert zudem noch deinen psychischen Zustand.

                          Was deine Freundin und dein Vater angeht, so ist es leider oftmals der Fall, dass Menschen, die noch nie mit Mobbing zu tun hatten, das Verständnis fehlt. Vielmals schieben sie auch die Schuld auf das Opfer, weil sie sich die Situationen denen du ausgesetzt bist, gar nicht vorstellen können. Es bringt auch nichts, diese Menschen "überzeugen" zu wollen, dass das eben nicht so ist. Das wollen sie auch gar nicht hören. Das sie damit jemanden buchstäblich im Regen stehen lassen, ist ihnen überhaupt nicht bewusst.
                          Daran darfst du dich aber auch nicht zerreiben. Es ist deine Gesundheit, um die es geht und du musst entscheiden, was für dich am Besten ist. Darauf Rücksicht zu nehmen, was andere denken, ist der falsche Weg. Vermeide notfalls erst einmal den Kontakt zu deinem Vater, oder erzähle ihm nichts weiter davon. Was du im Moment wohl kaum noch brauchst, ist Druck aus falschen Voraussetzungen heraus. Als Versager tituliert zu werden, tut weh und ist auch nicht die Tatsache.

                          Du gibst jeden Tag dein Bestes, versuchst so gut es eben geht, mit der Situation klar zu kommen. Mit Versagen hat das nichts zu tun. Das bei dir die Situation so ist, wie sie ist, liegt nicht mehr in deinem Einfluss. Du kannst also auch gar nicht mehr tun. In vielen Fällen ist Mobbing ein Kampf, den man nicht gewinnen kann. Aber du kannst dich wenigstens in soweit davor schützen, indem du dich "zurück ziehst", dich diesen Leuten soweit wie möglich entziehst. Also, sch... drauf, was andere von dir erwarten und lass dich krank schreiben. Du brauchst Ruhe und Abstand. Als nervliches Wrack nutzt du weder einer neuen Arbeitsstelle etwas, noch wird sich die Meinung deiner Umgebung ändern.

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                          • #14
                            AW: Mobbing auf der Arbeit

                            [QUOTE=Ilythia;48181]Hallo Gartenzwerg,

                            das du Bewerbungen schreibst, ist schon einmal der richtige Weg. Dort zu bleiben hat wirklich absolut keinen Zweck. Es macht aber auch keinen Sinn, sich diesen Schikanen weiterhin auszusetzen, indem du dich jetzt täglich dorthin quälst, Angst hast etc. Das verschlechtert zudem noch deinen psychischen Zustand.

                            Was deine Freundin und dein Vater angeht, so ist es leider oftmals der Fall, dass Menschen, die noch nie mit Mobbing zu tun hatten, das Verständnis fehlt. Vielmals schieben sie auch die Schuld auf das Opfer, weil sie sich die Situationen denen du ausgesetzt bist, gar nicht vorstellen können. Es bringt auch nichts, diese Menschen "überzeugen" zu wollen, dass das eben nicht so ist. Das wollen sie auch gar nicht hören. Das sie damit jemanden buchstäblich im Regen stehen lassen, ist ihnen überhaupt nicht bewusst.
                            Daran darfst du dich aber auch nicht zerreiben. Es ist deine Gesundheit, um die es geht und du musst entscheiden, was für dich am Besten ist. Darauf Rücksicht zu nehmen, was andere denken, ist der falsche Weg. Vermeide notfalls erst einmal den Kontakt zu deinem Vater, oder erzähle ihm nichts weiter davon. Was du im Moment wohl kaum noch brauchst, ist Druck aus falschen Voraussetzungen heraus. Als Versager tituliert zu werden, tut weh und ist auch nicht die Tatsache.

                            Du gibst jeden Tag dein Bestes, versuchst so gut es eben geht, mit der Situation klar zu kommen. Mit Versagen hat das nichts zu tun. Das bei dir die Situation so ist, wie sie ist, liegt nicht mehr in deinem Einfluss. Du kannst also auch gar nicht mehr tun. In vielen Fällen ist Mobbing ein Kampf, den man nicht gewinnen kann. Aber du kannst dich wenigstens in soweit davor schützen, indem du dich "zurück ziehst", dich diesen Leuten soweit wie möglich entziehst. Also, sch... drauf, was andere von dir erwarten und lass dich krank schreiben. Du brauchst Ruhe und Abstand. Als nervliches Wrack nutzt du weder einer neuen Arbeitsstelle etwas, noch wird sich

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                            • #15
                              AW: Mobbing auf der Arbeit

                              Hallo, ich habe eure Ratschläge befolgt, und habe mich krankschreiben lassen. Ich habe mich sogar krank schreiben lassen, als es besonders passend für mich war. An diesen Tag, waren sehr viele Kollegen krank, so bin ich denn zum Arzt gegangen. Es war besonders schwer, diese Dienste zu besetzen. Inzwischen habe ich auch tüchtig Bewerbungen geschrieben, und in nächster Zeit einige Vorstellungsgespräche. Leider habe ich es nicht lange geschafft, lange zu Hause zu bleiben, da mir meine Arbeit bzw Patienten fehlten. So bin ich denn nach einigen Tagen wieder zur Arbeit hingegangen. Der Wiedereinstieg gestaltete sich normal. Ich versorgte die Patienten ohne Probleme, die sich sogar über mich freuten, dass ich wieder da war. In der Zentrale änderte sich recht wenig. Teils teils wurde ich wenig beachtet, bis gar nicht. Wichtige Informationen wurden nicht an mich weiter gegeben. Der Dienstplan änderte sich ständig, obwohl ich zweimal die Woche wichtige Arzt Termine hatte. Darauf wurde aber einfach nicht eingegangen und ich musste an diesen Tag mal wieder arbeiten, so dass ich diesmal gar nicht erst versuchte, dagegen an zu gehen. und den Arzt Termine verschob. Der Dienstplan, der Mitte des Monats für den kommenden Monat rauskommt, dient laut der Leitung nur der Statistik. Einige bzw, die Lieblinge können nach diesen Plan gehen, da funktioniert dieses. Bei mir leider nicht, ich kann keine Termine für mich organisieren, ich weiss nicht wann ich frei habe, ich schaue nur auf den Dienstplan der sich oftmals ändert. Mich aber keiner fragt. Betriebsrat und die nächst höhere Leitung sind alle mit einander befreundet. Das ich mich beschwere, ist erfolglos. Ich weiss, manchmal nicht warum ich mir das alles antun. Mittlerweile habe, ich Zahnschmerzen oder andere Probleme. Die Zähne sind alle in Ordnung, der Arzt teilte mir mit, das dies bei mir alles psychisch ist. Ich weiss einfach nicht weiter. Inzwischen hat meine Freundin die Beziehung beendet, da ich lt ihrer Meinung kein Arsch in der Hose habe. Sie hat es gerade nötig, sie ist seit 6 Jahren Harz 4 Empfängerin, da sie zur Arbeit eine andere Einstellung hat. Und nach ihrer Meinung nur idioten arbeiten. Ich gehe hin, da es Ende November Weihnachtsgeld gibt. Geld was mir zusteht, und ich hart dafür gearbeitet habe. Solange muss ich irgendwie noch aushalten Soll ich darauf verzichten. Auch wenn man mich so behandelt, hänge ich an dieser Stelle. Habe Angst und nochmehr Angst. Ich fühle mich nicht gut. Möchte man was von mir, erhalte ich eine Nachricht. Der Textlaut heisst denn lieber ......kannst du bitte mal dies regeln, usw.
                              im ersten Moment freue ich mich darüber, später aber nicht, da ich mich manchmal wie eine Marionette fühle. Bin ich nochmal.

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