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Wird meine Kollegin gemobbt?

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  • Wird meine Kollegin gemobbt?

    Hallo, alle zusammen,
    ich bin auf dieses Forum gestossen, weil ich mir Sorgen um meine Kollegin mache und ich leider etwas unsicher bin, ob das vielleicht schon Mobbing ist. Aber für mich ist dieses Verhalten inakzebtabel oder bin ich zu empfindlich??
    Der Ton ihr gegenüber ist sehr pampig und unfreundlich, sie wird ständig zum putzen und niederen Arbeiten gezwungen. Es wird über sie behauptet, sie wäre faul und würde sich ständig durch ihren Arbeitstag mogeln und sie bräuchte eine Strenge Hand... Und ich sollte nicht mit allen einen auf gut Freund machen, damit wäre mir langfristig auch nicht geholfen... es sind auch schon andere Worte gefallen, die ich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte!! Es werden hier ganz klar Grenzen überschritten.Momentan sind es 2 Kolleginnen, die sie so gemein behandeln und ich merke wie es sich langsam in eine Richtung bewegt, die ich so nicht mittragen möchte, schließlich habe ich eine Mitverantwortung für meine Kollegin, sowie für das gesamte Team.. Ich würde gern ein Gespräch mit den beiden führen, weiß aber nicht so richtig, wie ich es anfangen soll.. unseren Chef möchte ich noch nicht mit einbeziehen und die Kollegin auch nicht, weil sie schon zu sehr eingeschüchtert ist... Dass Abeitsklima ist langsam aber sicher unter aller Kanone und ich möchte, dass wieder mehr Achtung und Respekt unter den Kollegen herrscht und vernünftig miteinander umgegangen wird! Kann mir jemand weiterhelfen, wie ich mit den beiden ein möglichst sachliches und klärendes Gespräch führen kann??
    Vielen Dank und viele Grüße
    Finja

  • #2
    AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

    Zitat von finja Beitrag anzeigen
    Hallo, alle zusammen,
    ich bin auf dieses Forum gestossen, weil ich mir Sorgen um meine Kollegin mache und ich leider etwas unsicher bin, ob das vielleicht schon Mobbing ist. Aber für mich ist dieses Verhalten inakzebtabel oder bin ich zu empfindlich??
    Der Ton ihr gegenüber ist sehr pampig und unfreundlich, sie wird ständig zum putzen und niederen Arbeiten gezwungen. Es wird über sie behauptet, sie wäre faul und würde sich ständig durch ihren Arbeitstag mogeln und sie bräuchte eine Strenge Hand... Und ich sollte nicht mit allen einen auf gut Freund machen, damit wäre mir langfristig auch nicht geholfen... es sind auch schon andere Worte gefallen, die ich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte!! Es werden hier ganz klar Grenzen überschritten.Momentan sind es 2 Kolleginnen, die sie so gemein behandeln und ich merke wie es sich langsam in eine Richtung bewegt, die ich so nicht mittragen möchte, schließlich habe ich eine Mitverantwortung für meine Kollegin, sowie für das gesamte Team.. Ich würde gern ein Gespräch mit den beiden führen, weiß aber nicht so richtig, wie ich es anfangen soll.. unseren Chef möchte ich noch nicht mit einbeziehen und die Kollegin auch nicht, weil sie schon zu sehr eingeschüchtert ist... Dass Abeitsklima ist langsam aber sicher unter aller Kanone und ich möchte, dass wieder mehr Achtung und Respekt unter den Kollegen herrscht und vernünftig miteinander umgegangen wird! Kann mir jemand weiterhelfen, wie ich mit den beiden ein möglichst sachliches und klärendes Gespräch führen kann??
    Vielen Dank und viele Grüße
    Finja
    hallo finja,
    falls du die kraft hast, ein gespräch zu führen, egal, ob nun kollegen oder chef, sollte eine neutrale person als zuhörer dabei sein. So werden Worte ausgesprochen, die dritte ohren mitbekommen. eine aussenstehende person hat in denm fall immer neurale ohren, die alles hören.

    tapsilotte
    ist besser als

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    • #3
      AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

      Hallo Finja,

      warum willst Du dich so für deine Kollegein einsetzen? Bist Du eine Fürungskraft oder Frauenbeauftrage o. ä.

      Ich denke das deine Kollegin wohl selbst einen Mund zum Reden hat. Warum lässt sie sich das gefallen? Du kannst max. als Zeuge für aussagen, aber wehren muss sie sich schon selber. Auch kannst Du ihr den Rücken stärken, dass sie sich wehren soll, aber mehr würde ich an Deiner Stelle erst einmal nicht tun.

      Und was die Klatschbasen angeht, die da so übel mit ihr umspringen. Lass sie machen und mache da auf keinen Fall mit. Halt dich raus. Nicht das Du am Ende das "Opferlamm" bist.

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      • #4
        AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

        Danke für die Antworten, nee ich bin weder Frauenbeauftragte noch sonst irgendetwas, aber ich bin Kollegin und habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn... ich kann meinen Mund nicht halten und einfach dabei zugucken, wie sich jemand durch seinen Arbeitstag quält und mit Magenschmerzen durch die Firma rennt...dass Problem ist, dass die genau wissen, mit wem sie es machen können und mit wem nicht.
        Viele Grüße Finja

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        • #5
          AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

          Guten Morgen,

          Dein Gerechtigkeitssinn und Dein Bedürfnis, sich für andere Kollegen einzusetzen, sind lobenswert. Allerdings sollte Dir bewusst sein, dass Du u.U. selbst bei den Betroffenen auf wenig Sympathie und Solidarität stoßen könntest und plötzlich allein da stehst, weil ja alles "gar nicht so schlimm ist und überhaupt...".
          Ich habe mich während einer Dienstbesprechung mit dem gesamten Team für einen schwerbehinderten Kollegen stark machen wollen, der vor allen Zeugen JA sagen sollte zur Reorganisation seines Aufgabengebietes, die evtl. eine Gehaltssenkung zur Folge gehabt hätte. Alle -einschließlich des Kollegen - sind über mich hergefallen angesichts der Intervention.
          Vorschlag: Sprich die Gemobbten an und schlage vor, dass ihr gemeinsam zum Betriebsrat/Vorgesetzten geht. um den Fall zur Sprache zu bringen. Überlasse den Betroffenen das erste Wort und greife nur ein, wenn es um Angelegenheiten geht, die Du mit eigenen Augen und Ohren bezeugen kannst.

          Gruß
          Trauerweide

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          • #6
            AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

            Hallo, erstmal ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010 für dich und deine Kollegin.
            Es ist hoch einzuschätzen, dass du dich um eine Kollegin kümmerst. ja, das ist Mobbing im Anfangsstadium.
            Du solltest auf jedenfalls das Gespräch suchen, gehe dabei nach deinen inneren Gefühlen vor. Lass dich eventuell niocht provozieren, nicht laut werden sondern sachlich bleiben.
            Schreibe ein einfaches tagebuch mit deinen Beobachtungen und Gesprächen, könnte später wichtig sein.
            Detelv Lengsfeld vom Moobing-Gegner berät dich gerne per Telefon.
            mobbing-gegner.de.
            Bei eine weiteren Eskaltion solltest Du den Chef ansprechen. Habt ihr einen Betriebsrat?
            Es ist gut, dass Du dich um deine Kollegin kümmerst, wie stehen die anderen dazu. Verscuhe weitere partner zu finden, son dass eine Kollegin der anderen hilft und die Mobber isoliert werden.
            In Bayern nennt man das Patenmodell, einer passt auf den anderen auf und meldet Mobbingattacken.
            Achte darauf, wie die beiden Mobber mit Dir in Zukunft umgehen, Du kannst sehr schnell zum Opfer werden.
            Ich drücke Dir die Daumen und hoffe, ihr könnt auch gut wehren.
            DochHarry

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            • #7
              AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

              Hallo Finja

              Es ehrt dich, dass du etwas tun willst für jemanden dem Unrecht geschieht.
              Da du jedoch nur Kollegin bist und nicht in Führungsverantwortung, so muss du etwas vorsichtiger sein im Vorgehen.

              Gehe in dich und frage dich ob die Kollegin tatsächlich durch fachliche Mängel oder geringes Engagement im Arbeitsalltg auffällt.

              Wenn Ja, dann kämpfst du auf verlorenem Posten, denn die Fakten liegen auf seiten der Gegner. Dann kann es passieren, dass du dich mit den falschen Leuten solidarisierst und in die gleiche Schublade gesteckt wirst.

              Ich würde weder mit den Kollegen noch mit dem Chef darüber sprechen. Lass das sein! Wenn Sie selbst den Mumm nicht hat, dann soll es so sein.
              Du hast weder die Zeit noch die Ressourcen die Welt alleine zu retten.

              Ich glaube, dass es der Kollegin viel mehr hilft, wenn du ihr im Alltag eine Stütze bist. Z.B. wenn du

              1. an ihrer Person anteil nimmst in der Form, dass man mal ein paar Minuten miteinander plaudert.
              2. An Ihrer Arbeit Anteil nimmst und sie auf Versäumnisse hinweist die es zu korrigieren gibt, damit den anderen die Munition ausgeht.
              3. Leiste nur Hilfe zur Selbsthilfe. Versuche nicht die ungebetene Retterin oder gar die Heldin zu spielen. Handle wenn man dich darum bittet. Das könnte schon passieren wenn sie dir Vertrauen schenkt aber eben nicht ungefragt.

              Wenn die Kollegin merkt, da ist ein Mensch der mich mag, dann wird ihr das eine Erleichterung und Stütze sein,
              Am schlimmsten ist es doch in der Opferrolle sich vollkommen alleine zu fühlen. Wenn du ihr dieses Gefühl nehmen kannst hast du schon mehr getan als viele Andere.

              Ich habe solche Situationen immer wieder am Arbeitsplatz erlebt. Und schon viele sind zu mir gekommen, mit dem Appell, gewissen "Spielchen" ein Ende zu setzen. Wenn es nicht um direkte Machtübergriffe ging oder massive Ausgrenzung durch die ganze Gruppe habe ich mich stets als Beobachter verhalten und bin den Kontrahenten fortan eher als Coach wie als Machthaber, der über "Leben und Tod" zu entscheiden hat, entgegen getreten.

              Merke: Beide Seiten tragen stets zur Situation etwas bei. Daher muss man für die neutrale Betrachtung erst mal gut recherchieren, sprich alle relevanten Fakten zusammen tragen, die zusammengefügt in Tat und Wahrheit eine neutrale Betrachtung möglich machen.

              Wir müssen uns als Aussenstehende in einem Konflikt jedoch immer die Unparteilichkeit bewahren. Das trägt zur Lösung unsagbar viel mehr bei, als jeder noch so selfmade salomonische Akt von "Selbstjustiz" in unserem Kopf, wer nun der "Gute" und wer der "Böse" im Spiel ist. Und diese Unparteilichkeit können wir nicht bewahren wenn uns der Nebel unserer eigenen Gefühle vor den Augen hängt, bzw wir uns nicht von unseren eigenen Gefühlen für die Betrachtung lösen können.

              Hört sich schwierig an: Ist es auch!!!!!

              Deshalb sollte man die Geschichte vom Zauberlehrling beherzigen, der da einsehen musste: "Die Geister die ich rief werd ich nun nimmer los."

              Fazit: Menschlicher Zuspruch ja. Retter spielen nein!!!!!

              Eine Prosa von Goethe über Lebenskompetenz für deine Kollegin:

              "Wer mit dem Leben spielt
              kommt nie zurecht.
              Wer sich nicht selbst befiehlt
              bleibt immer Knecht."

              In diesem Sinne viel Grüsse und guten Rutsch

              Martin

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              • #8
                AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

                Hallo,

                ich betrachte den Einsatz für Kollegen auch mit Vorsicht, wie ich bereits schrieb.

                Wenn jedoch Psychonabbels Bedeniken in die Tat umgesetzt werden, dann gibt es nie auch nur einen Hauch von Solidarität, dann wird Mobbing nie aufhören.

                Wir sind doch hier,weil wir selbst Mobbing erlebt haben und wissen, was es anrichten kann.
                Wir wollen doch - wenn es uns vielleicht selbst nicht gelungen ist - unsere Erfahrungen zumindest für andere Betroffene nutzen. Darum halte ich nicht viel von Hierarchieskrupel.
                Mobbing betrifft den Pförtner ebenso wie den Vertriebsleiter - und Alle machen mit, also kann auch jeder aus seiner Position, ganz gleich, wo er steht, Zivilcourage zeigen.

                Gruß und einen friedlichen Jahresausklang

                Trauerweide

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                • #9
                  AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

                  Ich danke euch sehr für eure schnellen Antworten!
                  Euer Feedback und die vielen unterschiedlichen Meinungen haben mich sehr zum nachdenken gebracht ... ich bin für meine Kollegin da und sie hat großes Vertrauen zu mir, möchte am liebsten nur noch mit mir arbeiten, was natürlich nicht möglich ist...ich möchte kein Märtyrertum und auch nicht den großen Retter der Welt spielen! Was mir aber durch eure Antworten bewußt geworden ist, dass ich als Person zwischen die Fronten gerate und genau da liegt der Punkt...Wir waren mal ein super Team und die beiden besagten Kolleginnen und ich waren mal ganz Dicke(hab mich aber durch derartiges Verhalten distanziert und wurde auch schon darauf angespochen, was los wäre) wollen mich natürlich beeinflußen und manipulieren, so frei nach dem Motto: Wir drei, wir halten fest zusammen!!
                  Für mich stand sofort fest, nicht mit mir liebe Leute, dass kann ja wohl nicht wahr sein. Ich bin auch so maßlos enttäuscht , wie gemein und unfair Menschen sein können.Wie aus vermeintlich, harmlosen netten, symphatischen Menschen, plötzlich solche Hyänen werden... aber das schlimmste für mich ist, dass ich nun die Erkenntnis habe, nichts dagegen tun zu können, außer für meine Kollegin da zu sein und immer ein offenes Ohr für sie zu haben.
                  Dass macht mich so unsagbar traurig und hilflos...
                  Sie wird niemals den Mut haben und die Kolleginnen darauf ansprechen, Ihre Angst ist zu groß und sie ist schon zu sehr eingeschüchtert...
                  Diese Menschen, die anderen soviel seelisches Leid antun, dass können doch nur ganz arme Würstchen sein, oder?? Die müssen doch selbst so massive Probleme haben oder welches Motiv steckt dahinter, jemanden derart schlecht und erniedrigend zu behandeln..
                  Nachdenkliche Grüße
                  Finja

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                  • #10
                    AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

                    @Trauerweide

                    In der Tat. Mobbing wird nie aufhören solange es Menschen gibt die einzig triebgesteuert sind und weder Erziehung noch Umfeld sie zu reifen Menschen gemacht hat. Mobber sind den wilden Tieren gleich und werden auch immer welche bleiben. Man kann sie zwar bändigen doch bekehren wohl niemals.
                    Ich habe schon so vielen Menschen aus der Scheiße geholfen und glaube daher, dass meine Strategien durchaus kampferprobt sind.
                    Solidarität nützt dem Opfer nichts wenn diese nicht von Hilfe zur Selbsthilfe begleitet ist. Niemand kann einen Kampf für jemand anderen fechten.....drum eben: ....Wer sich nicht selbst befiehlt bleibt immer Knecht!
                    Selbsthilfe kann darin bestehen, dass man den anderen wertschätzt aber auch durch ehrliches Feedback seine Entwicklung unterstützt. Coaching ist ein Mittel der Wahl, um Lebenskompetenz zu übertragen.

                    Ich verstehe nicht, was du als Aufruf zur Unsolidarität in meinem Beitrag verstehst. Ist er doch geradezu Aufruf am Schicksal des Anderen teilzunehmen aber mit gebotener Vorsicht!
                    Ich habe oft genug erlebt, dass selbsternannte Retter ins Verderben gingen und zu guter letzt auch noch von den Opfern, die sie erretten wollten, zu Boden getreten wurden.

                    Menschen sind egozentrisch die, noch bevor der Hahn kräht, dich drei mal verleugnen wenn sie selbst in Gefahr geraten, auch wenn sie dir so manchen Blutschwur zuvor geleistet haben.

                    "Worte sind Schall und Rauch...." aus Goethes "Faust"

                    @finja

                    Und dieses Bändigen gelingt dir scheinbar so schlecht nicht. Durch deine bewusste Abgrenzung können sich die "Kollegen" eben ihrer Sache nie ganz sicher sein und werden dein Verhalten schon jetzt mit Argusaugen verfolgen. Deine Verzweiflung, Ohnmacht und dein Mitleid ob der Situation sind keine guten Ratgeber. Jemand der mit leidet kann genauso wie das Opfer die Situation nicht aufbrechen weil er/sie genauso paralysiert ist durch die Vorgänge wie das Opfer selbst.
                    Um zu helfen brauchst du einen klaren Verstand und einen kühlen Kopf der mit kaltem Blut in der Situation vorgeht und mit den strategischen und taktischen Vorgehensweisen blind vertraut ist. So jemanden nennt man dann einen Profi.

                    Wenn du es schaffst, dass sich deine gequälte Kollegin einmal jemandem offenbart, der sich mit so was auskennt, dann hast du das erreicht was andere niemals erreichen werden. Sei der Tropfen der den Stein hölt und nicht der Elefant der durch den Porzellanladen marschiert.

                    Den Konflikt innerhalb des Teams als Ganzes zu lösen ist Aufgabe der Führung. Das kann man durchaus mal manifestieren indem man den Chef darauf anspricht, dass die Zusammenarbeit schon reibungsloser und damit die Leistung effektiver war als heute. Das ist legitim und ein Opener für die Diskussion. Doch wehe da steht eine sozial unzureichend kompetente Person vorne dran. Dann geht der Tanz erst richtig los.

                    Um sowas dann durchzureiten braucht man in einem Grossbetrieb ein dichtes Beziehungsnetzwerk nach oben das verhindert, dass man zwischen Stühlen und Bänken durchfällt. In einem Kleinbetrieb endet so etwas meist mit der Kündigung eines Beteiligten.

                    Ich will dir nicht Angst machen aber eben zur Vorsicht mahnen dich nicht selbst in zu große Gefahr zu begeben oder ein Spiel zu beginnen an dessen Ende du als alleiniger Verlierer da stehst.

                    Gruss Martin
                    Psychobabbel
                    besonders erfahrenes Mitglied
                    Zuletzt geändert von Psychobabbel; 31.12.2009, 09:40.

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                    • #11
                      AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

                      Hallo Psychobabbel, vielen Dank für die für mich sehr wertvolle Antwort...
                      damit kann ich etwas anfangen und werde versuchen, es umzusetzen. Deine Einschätzung, der Chef und die Kolleginnen könnten es runterspielen, bagatellisieren ist richtig und mit aller Wahrscheinlichkeit auch so eingetroffen, wenn dieses Gespräch zustande gekommen wäre. Nichts desto trotz, werde ich dafür sorgen, dass meine Kollegin weniger Angriffsfläche bietet, ihr Ratschläge für den täglichen Arbeitsablauf geben, sie auf kleine Fehler aufmerksam machen und ihr nochmal erklären,worauf es jedem einzelnen in unserem Betrieb ankommt... Fehler machen wir alle, nur bei ihr wird förmlich darauf gewartet und ein noch so kleiner Fehler von ihr,wird sofort zum Anlaß genommen, sie in der Luft zu zerfetzen... und an diesem Punkt werde ich ansetzen, vielleicht ist das ein Anfang...
                      Ich danke euch allen sehr und wünsche euch einen Guten Rutsch ins neue Jahr.
                      Herzliche Grüße
                      Finja

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                      • #12
                        AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

                        Zitat von Psychobabbel Beitrag anzeigen
                        Hallo Finja

                        Es ehrt dich, dass du etwas tun willst für jemanden dem Unrecht geschieht.
                        Da du jedoch nur Kollegin bist und nicht in Führungsverantwortung, so muss du etwas vorsichtiger sein im Vorgehen.

                        Gehe in dich und frage dich ob die Kollegin tatsächlich durch fachliche Mängel oder geringes Engagement im Arbeitsalltg auffällt.

                        Wenn Ja, dann kämpfst du auf verlorenem Posten, denn die Fakten liegen auf seiten der Gegner. Dann kann es passieren, dass du dich mit den falschen Leuten solidarisierst und in die gleiche Schublade gesteckt wirst.

                        Ich würde weder mit den Kollegen noch mit dem Chef darüber sprechen. Lass das sein! Wenn Sie selbst den Mumm nicht hat, dann soll es so sein.
                        Du hast weder die Zeit noch die Ressourcen die Welt alleine zu retten.

                        Ich glaube, dass es der Kollegin viel mehr hilft, wenn du ihr im Alltag eine Stütze bist. Z.B. wenn du

                        1. an ihrer Person anteil nimmst in der Form, dass man mal ein paar Minuten miteinander plaudert.
                        2. An Ihrer Arbeit Anteil nimmst und sie auf Versäumnisse hinweist die es zu korrigieren gibt, damit den anderen die Munition ausgeht.
                        3. Leiste nur Hilfe zur Selbsthilfe. Versuche nicht die ungebetene Retterin oder gar die Heldin zu spielen. Handle wenn man dich darum bittet. Das könnte schon passieren wenn sie dir Vertrauen schenkt aber eben nicht ungefragt.

                        Wenn die Kollegin merkt, da ist ein Mensch der mich mag, dann wird ihr das eine Erleichterung und Stütze sein,
                        Am schlimmsten ist es doch in der Opferrolle sich vollkommen alleine zu fühlen. Wenn du ihr dieses Gefühl nehmen kannst hast du schon mehr getan als viele Andere.

                        Ich habe solche Situationen immer wieder am Arbeitsplatz erlebt. Und schon viele sind zu mir gekommen, mit dem Appell, gewissen "Spielchen" ein Ende zu setzen. Wenn es nicht um direkte Machtübergriffe ging oder massive Ausgrenzung durch die ganze Gruppe habe ich mich stets als Beobachter verhalten und bin den Kontrahenten fortan eher als Coach wie als Machthaber, der über "Leben und Tod" zu entscheiden hat, entgegen getreten.

                        Merke: Beide Seiten tragen stets zur Situation etwas bei. Daher muss man für die neutrale Betrachtung erst mal gut recherchieren, sprich alle relevanten Fakten zusammen tragen, die zusammengefügt in Tat und Wahrheit eine neutrale Betrachtung möglich machen.

                        Wir müssen uns als Aussenstehende in einem Konflikt jedoch immer die Unparteilichkeit bewahren. Das trägt zur Lösung unsagbar viel mehr bei, als jeder noch so selfmade salomonische Akt von "Selbstjustiz" in unserem Kopf, wer nun der "Gute" und wer der "Böse" im Spiel ist. Und diese Unparteilichkeit können wir nicht bewahren wenn uns der Nebel unserer eigenen Gefühle vor den Augen hängt, bzw wir uns nicht von unseren eigenen Gefühlen für die Betrachtung lösen können.

                        Hört sich schwierig an: Ist es auch!!!!!

                        Deshalb sollte man die Geschichte vom Zauberlehrling beherzigen, der da einsehen musste: "Die Geister die ich rief werd ich nun nimmer los."

                        Fazit: Menschlicher Zuspruch ja. Retter spielen nein!!!!!

                        Eine Prosa von Goethe über Lebenskompetenz für deine Kollegin:

                        "Wer mit dem Leben spielt
                        kommt nie zurecht.
                        Wer sich nicht selbst befiehlt
                        bleibt immer Knecht."

                        In diesem Sinne viel Grüsse und guten Rutsch

                        Martin
                        Vielen Dank! Ich bin zwar nicht als Kollegin hier, die einer anderen helfen möchte. Ich werde aber leider selbst gemobbt, wobei es mir schwer fällt, das richtig einzuordnen. Nachdem ich im Oktober eine neue Stelle angetreten habe, habe ich versucht, schnell ein Teil des Teams zu werden. Dabei habe ich es wohl ein bißchen übertrieben und mich zu sehr bemüht. Das ist bei den Kollegen so sehr auf Ablehnung gestoßen, dass ich jetzt außer "rollenden Augen" und frotzeligen Bemerkungen extreme Ablehnung erfahre. Nachdem ich aber erst eingearbetet werde, bin ich auf die Hilfe genau derjenigen Kollegen angewiesen, die mich so extrem ablehnen.
                        Damit befindet man sich in dem Teufelskreis. Man bemüht sich, um Teil des Teams zu werden und kein Außenseiter. Je mehr man sich bemüht, desto verspannter wird man und desto schlechter die Stimmung. Darunter leidet die Arbeitsfähigkeit usw.

                        Zunächst habe ich die Kollegin, die ich als die Ursache der schlechten Stimmung ansehe, direkt angesprochen. Leider hat sie mich direkt abgewürgt und mich als "empfindlich" bezeichnet.

                        Ich fand Deinen Beitrag, selbst irgendwie wieder Herr der Situation zu werden, sehr gut. Das hat mich ermutigt, mein Anliegen an Dich zu schreiben. Wie soll ich mich Deiner Meinung nach am Besten verhalten, wenn ich mich schon ins Abseits manövriert habe? Ich mag die Arbeit gerne, kann mich wegen der angespnnten Situation im Zimmer aber leider nicht richtig konzentrieren und werde bei Fehlern auch verspottet. Um dem Vorzubeugen, habe ich mir angewöhnt, selbst Witze über meine Fehler zu machen. Das hat die nicht gerade dazu beigetragen, dass ich jetzt besser dastehe.

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                        • #13
                          AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

                          Hallo Neueinsteigerin

                          Dazu müsste ich erst mal wissen was du damit meinst, dass du ".....dich wohl zu sehr bemüht hast!"

                          Welches Verhalten deinerseits zeichnet dieses dein "Überbemühen" aus, welches nach deiner Aussage so destruktiv auf die Kollegen gewirkt haben mag?

                          Wichtig wäre auch, dass du mit einem kleinen Coaching hier überhaupt einverstanden bist. Darüber solltest du entscheiden bevor du antwortest.

                          Es ist anonym und jeder Leser kann was dabei mitnehmen. Ansonsten regeln wir dies lieber über die PN Funktion wenn du dich dabei unwohl fühlst.

                          Gruss Martin
                          Psychobabbel
                          besonders erfahrenes Mitglied
                          Zuletzt geändert von Psychobabbel; 06.01.2010, 14:55.

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                          • #14
                            AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

                            Vielen Dank für die schnelle Reaktion.

                            Ich habe versucht, mich in Unterhaltungen einzubringen, die mich vielleicht nicht wirklich etwas angehen. Nachdem eine Kollegin über die älteren Kollegen geschimpft hat, sie würden sich nicht richtig in das Sozialleben des Teams integrieren, habe ich mich zu einer privaten Party eingeladen.
                            Das war wohl etwas unpassend ;-))!
                            Außerdem habe ich versucht, mich häufig zum Mittagessen anzuschließen, obwohl ich nicht gefragt wurde. Ich bin davon ausgegangen, dass hier meine Initiative gefragt ist.
                            Darüber hinaus habe ich mich in die privaten Unterhaltungen eingebracht, weil ich gehofft habe, dass meine Kollegen mich dann mögen. Ich dachte mir "wenn sie mich erst besser kennen, werden sie mich schon mögen".
                            An Silvester habe ich auf eine SMS meiner Kollegin geantwortet, obwohl ich selbst schon mächtig gefeiert habe. Für diese Reaktion wurde ich auch schon im eigenen Beisein verspottet, kann mich aber nicht dagegen wehren.

                            Nun habe ich eine sehr schlechte Stellung und bin gefragt, mich aus dieser Situation zu befreien. Zunächst habe ich beschlossen, einfach nichts mehr zu sagen. Allerdings ist die Situation schon so festgefahren, dass ich befürchte, mich dadurch völlig ins "Aus" zu katapultieren.

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                            • #15
                              AW: Wird meine Kollegin gemobbt?

                              Gibt es überhaupt noch jemanden der im Team eine halbwegs neutrale Bezugsperson darstellt?

                              Du bewertest deine Selbsteinladung im Nachhinein sehr kritisch. Wie findet bei dir ein Entscheidungsprozess statt ob du etwas tust oder eben nicht?

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