Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Mobbing durch Vorgesetzte - was kann ich tun?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Mobbing durch Vorgesetzte - was kann ich tun?

    Hallo,
    seit nunmehr fast drei Jahren werde ich von meiner Vorgesetzten regelmäßig gemobbt. Ein halbes Jahr nach meinem Studium fand das erste Mitarbeiterjahresgespräch statt. Im Rahmen dieses Gesprächs wird eine Rückmeldung vom MItarbeiter an den Vorgesetzten erwartet. Ich übte in diesem Kontext Kritik am Führungsverhalten meiner Vorgsetzten. Ich tat dies in sehr ruhigem Ton mit absolut angemessenem Vokabular. Ich nahm Bezug auf zwei Vorfälle innerhalb der Abteilung (1. Vorfall: Kollegin wurde zum Heulen gebracht von Chefin; 2. Fall: Kollege wurde von Chefin bloßgestellt). Ich bat, solche Vorfälle in einem der vielen Besprechungszimmer abzuhalten. Darauf musste ich mir 4 (!!) Stunden lan anhören, was für eine Frechheit es doch sei, an ihr Kritik zu üben. Ich war so was von perplex, da ich nicht damit gerechnet hätte, dass jemand in ihrer Position (Gruppenleiterin in einem sehr großen Unternehmen) so wenig Kritik verträgt. Von diesem Moment an begann die tägliche Schikane. Jeder Fehler, den ich mache, wird an die Abteilungsleiterin weitergeleitet. Diese hat natürlich entsprechend kein besonders gutes Bild von mir. Ich hatte das Gespräch mit ihr bereits gesucht, aber leider stellt sie sich voll hinter meine Chefin und ich wurde nochmals runtergeputzt. Am Anfang kam ich noch ganz gut damit klar und dachte, ich mache einfach weiter meinen Job. Aber mittlerweile wird es immer schlimmer. Ich bin mit den Nerven teilweise voll am Ende, da mit Dinge von meiner Chefin unterstellt werden, die nicht der Wahrheit entsprechen und gegen die ich mich nicht wehren kann. So wird mir z. B. vorgeworfen, dass ich gegen meine Kollegin mobbe (diese wurde wegen eines Fehlers von anderer Stelle kritisiert und mir wurde die Schild zugeschoben). Derzeit droht mir meine Chefin immer wieder, dass ich im Mai ohnehin weg äre. Die Personalabteilung ist total von iht geimpft und will, dass ich nicht nicht mehr innerbetrieblich bewerbe. Ich habe versucht, denen klar zu machen, dass sie doch mal beide Seiten anhören müssten. Ich habe immerhin studiert und nun wird mir unterstellt, dass ich nicht einmal zu einfachen Gedankengängen fähig wäre - das kann doch nicht zusammenpassen. ZUmal ich nach wie vor drei der wichtigsten Warengruppen betreue. Beim Betriebsrat war ich auch schon, aber die sprechen mir nicht gerade viel MUt zu. Sie kennen mich nicht und mein Wort stünde gegen das von 2 Vorgesetzten und Personalwesen. Ich habe beim Personalwesen versucht, klarzumachen, dass ich innerbetrieblich versetzt werden möchte, denn mit dem Zeugnis, das meine Chefin mir ausstellen wird, hätte ich auf dem freien Arbeitsmarkt ja keinerlei Chancen. Es tut sich aber nichts. IMmer nur Absagen, auch wenn ich mich innerbetrieblich auf weniger qualifizierte Stellen bewerbe. Mittlerweile nagt das alles sehr an meinem Selbstbewusstsein und ich fange teilweise an, zu glauben, was meine Chefin sagt. Von Freunden fühle ich mich nicht verstanden, wenn diese sagen, ich solle doch mal wieder selbstbewusst wie früher sein und mich exern einfach mal bewerben. Ich muss doch das miese Zeugnis nachreichen - und dann? Mir fehlt die Kraft. Ich gehe kramk ins Geschäft,weil ich Angst habe, dass mir Fehlzeiten auch noch angelastet werden. Am MOntag war es dann so weit, dass ich vor lauter Stress Blut gespuckt habe und ins KRankenhaus gekommen bin. Ich weiß nicht mehr weiter. Auf irgendeine Weise diktiert meine Chefin mein ganzes Leben und ich sehe momentan keinen Ausweg. Ich bin auf einen sicheren Arbeitsplatz angewiesen, da mein Verlobter und ich uns ein Haus gekauft haben und die Raten nur zahken können, wenn wir beide gut verdienen. Ein Ausfall von mir hätte daher katastrophale Auswirkungen. Viele meiner Kollegen zeigen sich mittlerweile total regimetreu, da sie dann besser behandelt werden. Bei einigen führt dies dazu, dass sie sich bewusst gegen mich stellen und ebenfalls UNwahrheiten verbreiten. Was soll ich denn machen? Ich kann einfachnicht mehr abschalten und mein Privatleben geht echt flöten ....
    Bin für jeden Rat dankbar!!

  • #2
    Oh Gott, das klingt ganz schrecklich und ich sage dir ganz ehrlich: gehe zu einem RA und lasse dich beraten. Wenn du schon Blut spucken musst, dann ist die Situation ja ganz offensichtlich zum kotzen. Wenn du dauerhaft krank wirst, dann kannst du die Raten für das Haus auch nicht zahlen. Hast du denn ein Zwischenzeugnis? Dann geh damit mal zum Rechtsanwalt und lass dich beraten und dann bewerbe dich fremd. Wozu gibt es eigentlich einen Betriebsrat, wenn der nix macht? oh, jedenfalls würde ich da nicht bleiben, auch nicht an anderer Stelle. Du könntest z.B. dich bei einem Personalvermittler bewerben, denn oft nehmen die Kunden die Leute dann fest unter Vertrag, wenn sie beim arbeiten sehen, dass man was taugt. aber da will man deine geschätzte Mitarbeit nicht haben..... leider werden kritische Mitarbeiter selten als Bereicherung erlebt, sondern als Querulanten. Also besser Klappe halten..... gerade schwache Vorgesetzte vertragen da gar keine Verbesserungsvorschläge.... drücke dir die Daumen, lass uns wissen, wie es weiter geht und vorallem gute Besserung!

    Kommentar


    • #3
      das sind ja Horrormeldungen da ist das ja bei mir noch harmlos. Aber kein Chef darf ein Zeugnis ausstellen, was dich in Misskredit bringt. Da gibt es ein Gesetz. Muss da mal gucken ob ich es finde.

      Und Betriebsrat, Personalrat oder dgl. die wenigsten machen wirklich was für die Beschäftigten.

      Ich wünsch dir auch gute Besserung und gib nicht auf nach der Suche nach nem andren Job

      Viel Glück

      Kommentar


      • #4
        Hallo,
        eine ähnliche Erfahrung habe ich auch als qualifizierter Mitarbeiter gehabt. Ich war auch bei einem großen Unternehmen. Solche Vorgesetzter sind überall. Als Führungskräfte könne sie auch tatsächlich über Personalakte hindern, dass du irgendwo im Unternehmen versetzt wirdst. Die Rechtsanwälte tun auch nicht viel, weil das Gesetz nicht wie in Amerika richtig dagegen vorgeht. Mobbing ist Vorm Gericht sehr schlecht zu beweisen und zum Schluß bist du mit Nerven fertig und höchstens kriegst du eine kleine Abfindung. Bevor es richtig skliert wird, soll man am besten weg von der Firma.

        Kommentar


        • #5
          ich kann dich gut verstehen - doch raten kann ich dir nichts - leider- ich brauche in einer ähnlichen situation ebenfalls rat und ich hoffe es in deinen antworten zu finden. es ist im prinzip dieselbe situation. ich war pfeldedienstleitung in einer ambulanten krankenpflege. als ich während der arbeitszeit überfallen wurde und daraufhin drei monate krankgeschrieben war, ,,fusionietren'' mehrere stationen und als ich wiederkam musste ich feststellen, dass ich keine chefin mehr bin. also keine offizielle mitteilung an mich - oder gar die frage nach meinem befinden. auch ich äusserte im vorfeld kritik an meiner obersten chefin - die mich seitdem abgrundtief hasste. nun gut - da ich - genau wie du - aus finanziellen gründen auf diesen job angewiesen war, arbeite ich wie zuvor weiter, denn in meinem gebiet brauchte man einen ansprechpartner vor ort - den ich nach wie vor darstellte. vorgestern war dann eine offizielle dienstbesprechung bei meiner neuen chefin und da erfuhr ich dann - mal eben - dass meine nette schleimerkollegin nun der neue ansprechpartner für meine region sei, obwohl ich die ausbildung diesbezüglich habe und auch die entsprechenden erfahrungen, das hintergrundwissen und die integration. das schlimmste für mich war daran, dass die vorbesprechung hinter meinem rücken stattfand und ich vor allen leuten einfach durch diese ansage ziemlich gedemütigt wurde. nicht einmal der betriebsrat war hiervon informiert. mein team ist genauso erschrocken wie ich, doch natürlich muss ich wieder weitermachen wie bisher, weil deutlich gedroht wurde, dass die station sonst geschlossen werden würde. also wird sich meine kollegin auf meinem rücken und meinen erfolgsstrategien ausruhen...ich kann nicht mehr und es bricht mir das herz, denn ich baute diese station sechs jahre lang auf, bin 24 stunden einsatzbereit und alle die mit uns zu tun haben schätzen mich sehr...und nun???

          Kommentar


          • #6

            Kommentar

            Lädt...
            X