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  • Coaching

    Hallo.

    Ich werde auf meiner Arbeitsstelle gemobbt.
    Es hat sich ein kleines Grüppchen gefunden und grenzt mich bei Aktivitäten aus, reicht keine Informationen an mich weiter und ansonsten werde ich auch ignoriert.

    Meine Hoffnung war ein "Teamgespräch", ein Coaching, Supervision oder wie man es auch nennen mag.
    Nun ist für mich die Frage, wie läuft ein Coaching ab?
    Ist es üblich das sich jemand schon im Vorfeld mit der "neutralen Person" unterhält?
    Ich habe das Gefühl gar nicht so wirklich "meine Seite" dazustellen. Es kam mir vor, als wäre es schon beschlossenen Sache.
    Zumal die "neutrale Person" seit Jahren in der Firma die Supervisionen macht und über unseren CHef "entdeckt" wurde...

    Seit dem Gespräch haben sich die Fronten eher verhärtet, statt gelockert.

    Ich versuche weiterhin "korrekt" zu agieren und höflich (wenn auch mittlerweile künstlich) zu grinsen.
    Aber ich habe von Anfang an keine Chance gehabt.

    Hat man das Recht, eine anderen Supervisor zu "beantragen", sich zu wünschen oder wie auch immer???

  • #2
    AW: Coaching

    Hallo Moby Dick, auch ich hatte nach einer ganz üblen Angelegenheit ( nicht meine Schuld, sondern Bossing) ein Gespräch "ala Supervision", lief ganz korrekt ab. Dazusagen muß ich, daß ich mich vorher beim Betriebsrat schriftlich beschwert habe ( Vorfall gemeldet), es damit offiziell gemacht. Ich wurde einzeln vom Betriebsrat noch einmal gehört, der Mobber auch einzeln vom Betriebsrat. Ich wurde gefragt, ob ich mit einer neutralen Person einverstanden wäre, der Mobber wurde auch nach seinem Einverständnis gefragt, so kam dann das Gespräch zusammen. Es wurden vor dem Gespräch vom Couch einige Regeln aufgestellt, wie z.B. ausreden lassen, keinen beleidigen e.c. Das Gespräch lief gut, man hatte sich bei mir entschuldigt ( ich hätte auch vor Gericht gehen können, hatte auch Zeugen), nur durch meine Gutmütigkeit ist "er " gut davongekommen. Natürlich gibt es keine großartigen Einigungen bei solchen Gesprächen, es dient dazu, daß man so einigermaßen wieder zusammen arbeiten kann, muß! Es bedarf mehrere Gespräche, auf jeden Fall! Denn es gibt erst mal keine Einigung, das ist so, ist auch normal. Versuche es noch einmal, u.denke daran, es gibt bei solchen Gesprächen keinen Gewinner oder Verlierer.
    Wünsche Dir viel Kraft, Erfolg, lieben Gruß Rosenzweig

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    • #3
      AW: Coaching

      Danke.
      Vielleicht erklär ich ein bisschen mehr.
      Habe mich anfangs nicht so recht getraut...

      Ich bin in dem Betrieb seit 11 Jahren. War allerdings 2 Jahre in der "Babypause" und bin anschließend in einen anderen Bereich versetzt worden.
      Ich wurde meinen "neuen Vorgesetzten und Kollegen" einfach da rein gesetzt, was schonmal nicht optimal war/ist. Dazu kommt, dass ich vorher ein ganz anderes Aufgabenfeld hatte und man nun versucht MIR einzureden, dass ich für DIE Arbeit nicht geschaffen sei.

      Mittlerweile hab ich mich aber umorientiert und hätte auch Spaß an der Arbeit, aber nicht, wenn ich dort bei Kollegen immer "gegen die Wand" laufe.

      Ich habe wenig nette Kollegen, aber immerhin gibt es sie.
      Das Problem ist: Alle kriegen es mit und wissen es. Sie haben die gleichen Probleme, aber keiner sagt was aus Angst vor Folgen.

      An einen Zusammenschluß glaub ich nicht. Bisher war ich immer die Einzige, die vor dem Chef noch was dagegen gesagt hat. Alle anderen konnten sich dann plötzlich arrangieren und naja, so wild sei es doch nicht...

      Ich werde gemieden und mache so meinen Dienst meist alleine, obwohl wir zu zweit eigeteilt sind. Bei der Begrüßung (aller anderen per Handschlag) wird mir der "Hintern" zugedreht. Wichtige Infos muss ich mir wie Sherlok erarbeiten.....
      Es ist müßig.

      Dann meine große Hoffnung: Die Supervision. Allerdings leider keine neutrale Person. So ist es seit dem noch schlimmer.

      Ich versuche alles recht zu machen und befolge den Rat, der Supervisorin: Je größer das Ekel, was vor mir steht, desto mehr Freundlichkeit sollte ich entgegen bringen.
      Es fällt schwer, aber ich versuche es.

      Klare Worte helfen nicht. Damit bin ich schon Baden gegangen und Gespräche wurden, trotz mehrfacher Ansprache durch mich, nicht mit der betreffenden Person und mir geführt.
      Es interessiert niemanden.

      Die Frage ist für mich halt: KANN ich irgendwie durchstezen einen anderen Supervisor zu bekommen und nicht DEN, der schon Jahre in der Einrichtung ist und vom Chef persönlich "entdeckt" wurde...?

      Soll ich weiterhin nett und freundlich grinsen und gute Mine zum bösen Spiel machen? Oder lass ich einfach mein Selbstbewußtsein wieder etwas aufkeimen und geb kontra?
      Schlimmer kann es doch (hoffentlich) nicht mehr werden...

      Ich danke euch für eure Antworten.

      Kommentar


      • #4
        AW: Coaching

        Hallo Moby Dick,

        ich würde nicht freundlich grinsen. Das wirkt immer unnatürlich. Es ist möglich, einen neutralen Gesichtsausdruck zu behalten, der immer noch freundlich oder zugewandt ist. So ehrlich wäre ich, dass ich nur dem ein Lächeln schenke, dem ich es wirklich geben möchte. Deine Kolleginnen grüßen Dich nicht? Bleibe geschmeidig. Laß Dir nicht anmerken dass es Dich verletzt, aber tue auch nicht so als sei alles in Ordnung. Versuche, es nicht persönlich, nicht so schwer zu nehmen. Konzentriere Dich auf die Kolleginnen, mit denen es gut klappt.

        Wenn etwas ungerecht ist, etwa ein parteiischer Supervisor, etablierte Strukturen, faule und unfreundliche Kolleginnen, dann ist das natürlich nicht schön. Nur sollte man dabei bedenken, dass man mit purem Protest, oder überspitzt ausgedrückt (bitte nicht übel nehmen), als Kämpferin für Recht und Ordnung, nicht wirklich weiter kommt. Damit exponierst Du Dich, zeigst Dich als Querulantin, so berechtigt Deine Kritik auch sein mag. Du versagst Dir damit Sympatie und wichtige Unterstützung.

        Ehrlich gesagt kommt es mir komisch vor dass Die Supervisorin Dir empfielt, um so freundlicher zu sein, je größer der Ekel ist der Dir entgegentritt. Ich verstehe Dein Gefühl, nicht gehört, übergangen zu werden. Ich kann jetzt nur vermuten, aber manchmal ist es so: Du bist im Recht, da ist was ungerecht. Du hast Jahre gekämpft und bist aufgebracht, nervös, zerfahren. Laut schreist Du das erlittene Unrecht heraus. Für einen Zuhörer wirkt es nun so, als ob Du ... schwierig, überempfindlich, nicht gruppenfähig, rebellisch, aufrührerisch etc. ... bist, zu Unrecht natürlich. Und wirst angemahnt, freundlich zu bleiben.

        Es gibt konstruktivere Strategien:

        Vor einer Supervision würde ich mich intensiv auf das Gespräch vorbereiten. Wenn Du das Gefühl hast, "Deine Sache nicht darstellen zu können", setz Dich erst mal hin und überlege Dir, wie Du das siehst, Deinen Standpunkt. Schreibe es vielleicht auf, dann machst Du Dir Deinen Standpunkt selbst klarer. Übe das Gespräch, damit verbesserst Du die Möglichkeit, verstanden zu werden.

        Da ist ein Grüppchen, von dem Du Dich ausgegrenzt fühlst. Wichtig ist es, dabei nur das Wichtigste zu benennen, es auf den Punkt zu bringen, und einige treffende Beispiele zu haben. Stell Dir vor, jemand textet Dich zu mit einer zwei Jahre alten Geschichte und ist dabei ganz aufgeregt. Das würdest Du Dir nicht anhören wollen. Man muß unbedingt sachlich bleiben, ruhig und fair.

        Z.B. nützt es nichts, sich zu beschweren keiner informiert mich, ich muß alles selbst recherchieren und für die anderen mitarbeiten. Immer macht Kollegin X folgendes... Das sind Allgemeinplätze. Hast Du aber ein konkretes Beispiel und kannst es beweisen, ist das eine andere Sache. Person XY hat eine bestimmte Information nicht weitergegeben. Obwohl der Chef es gesagt hat. Daraus hat sich folgendes Problem ergeben. Ich habe drei Stunden gebraucht, um die Sache auszubügeln. Besser wäre es, die Abläufe so zu organisieren (Beispiel).
        Du hast den Dienst allein gemacht? Was hat die Kollegin, die mit Dir eingeteilt war, in dieser Zeit getan? Kannst Du beweisen dass sie im Pausenraum Kaffee getrunken oder sonst wie ihre Arbeit vernachlässigt hat?

        Ich würde nicht darauf pochen dass es Dir gegenüber ungerecht ist, sondern herausarbeiten, dass es sich negativ auf die Arbeit auswirkt und einen Schaden oder Mehrarbeit verursacht. Dafür interessiert sich der Chef mehr (weil er die Personalkosten trägt) als für Deine persönliche Empfindung. Das ist dem Chef letztlich egal. Du interessierst Dich ja auch nicht dafür, wie sich Dein Chef fühlt sondern dass er Dein Gehalt zahlt und für anständige Arbeitsbedingungen sorgt.

        Es nützt Dir wenig, andere Menschen anzuklagen und ihnen die Schuld zu geben, wie wahr es auch ist. Auch hier geht es um die Sache, und um eine möglichst neutrale Schilderung. Es ist günstiger, wenn Du sagst "ich fühle mich ausgegrenzt", "ich habe den Eindruck, die Arbeit für die anderen mitzumachen". Damit zeigst Du, dass Du Stil hast und Dich von den mobbenden Kolleginnen unterscheidest. Zu sagen "die ignorieren mich", "lassen mich ihre Arbeit machen", "sind gemein" stellt Dich auf das gleiche schlechte Niveau.

        Vor allem: Bleibe nicht dabei stehen dass etwas ungerecht ist. Poche nicht darauf, die anderen müssen sich ändern. Biete Lösungen an, überlege Dir, wie Du behandelt werden möchtest, wie die Arbeit und die Strukturen Deiner Meinung nach besser organisiert werden könnten. Blick immer nach vorne, so wie es sein könnte, bleibe nicht beim Problem stehen.

        Zu sagen "ich hatte von vornherein keine Chance" bringt Dich nicht weiter. Überlege Dir, welche Möglichkeiten Du hast, was Du selbst tun kannst um Deine Situation zu verbessern. Rede mit anderen Leuten aber bleibe nicht dabei stehen Bekundungen für Dein erlittenes Unrecht zu sammeln. Nutze Deine Chance und suche nach Wegen.

        Darauf zu pochen, der Supervisor ist "vom Chef entdeckt" und "parteiisch", nützt Dir nicht viel. Einen anderen Supervisor zu fordern, wirft Zweifel auf Dich und wirkt rebellisch. Vielleicht lohnt es sich, wenn Du Dich mit dem Supervisor auseinandersetzt? Mit einer anderen Strategie.
        Es ist üblich, jedenfalls aus meiner Erfahrung, ein Einzelgespräch mit dem Supervisor zu haben. Den Termin mußt Du Dir selbst holen. Da hättest auch Du die Möglichkeit, Deinen Standpunkt zu schildern, die Situation zu klären. Der Supervisor würde Dir ein paar Tipps eben. Dann hättest Du im folgenden Gruppengespräch bessere Möglichkeiten. Einerseits bist Du gut vorbereitet und sortiert, klar. Andererseits kennt der Supervisor auch Deinen Standpunkt und kann besser auf Dich eingehen.

        Und noch was: Es ist wichtig dass Du nachweisen kannst, Deine Arbeit korrekt und gut zu machen. Du bist fähig, hast Dir all das Fachwissen was Du brauchst, angeeignet. Fachlich darf kein Makel an Dir hängen bleiben, das wäre Dein Nachteil.

        So weit erst mal, ich hoffe, es hilft Dir weiter.

        Liebe Grüße, Glyzine

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        • #5
          AW: Coaching

          Hallo Mobby Dick, bin an den Ausführungen von Glyzerine nicht ganz einverstanden. Es kommt zwar auf die Wortwahl an, doch gleichzeitig sollte ein Moderator oder Couch schon wissen, daß man leidet. Ich hatte das gleiche Problem, Kollegen,die einen ausgrenzen, schikanieren, die ganze Arbeit blieb an mir hängen. Vorgesetzte u, einer der Chefs sind ein Liebespaar, in der gleicvhen Abteilung!!! Ich binj fleißig, mache meine Arbeit, will so wenig wie möglich mit denen zu tun haben. Trotzdem gab es einen gravierenden Vorfall von der anderen Seite, habe eine öffentliche Beschwerde geschrieben, also offiziell gemacht, so nahmen die Dinge ihren Lauf. Manchmal muß man schon kämpfen, sicher sein, so geht es nicht mehr u. etwas dafür tun, daß es sich ändert. Man möchte nicht, daß so mit einem umgegangen wird, und man sollte etwas unternehmen. Dies hat nichts mit Kampf zu tun, sondern man läßt es sich nicht gefallen. Rebell, oder nicht Rebell, so kann man es nicht ausdrücken. Gerecht, oder ungerecht, man kann auch das nicht einfach ignorieren. Man sollte Fakten haben, nicht emotional reagieren.
          Lieben Gruß Rosenzweig

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          • #6
            AW: Coaching

            Egal was ich mache, oder wie ich es mache, es ist nicht richtig...

            Ich sach einfach mal wie es ist. Denn es scheint mir ein bisschen verzwackt.
            Ich arbeite in nem sozialen Bereich, in einer Seniorengruppe für behinderte Menschen.
            Den Dienst haben wir generell zu zweit, ich bin aber sehr oft alleine im Dienst oder es gibt eine Praktikantin, die aber auch jedesmal erst "eingearbeitet" werden muss.

            Das Problem ist, dass die Kollegen ja nicht "rumsitzen" sondern "Aufgaben im Haus" verrichten. Die Gruppe ist ja nur ein Teil von dem ganzen.

            Ich empfinde es halt so, dass die Kollegen sich die Arbeit halt aussuchen, was sie machen wollen.
            Ich bin täglich mit der Pflege beschäftigt (womit ich kein Problem hab, wie mir unterstellt wird) und sie machen schöne Fahrten. Als ich mal angesprochen habe, warum ich nicht mal mitfahren könnte wurde mir gesagt, oh man, darauf hab ich keinen Bock, dann fahr ich halt gar nicht.

            Es wird versucht da ein Kollegen rein zu bekommen in die Gruppe der aber nicht dazu gehört. Auch DER hat an der Supervision teilgenommen. Er gehört aber gar nicht da rein, finde ich. Sondern nur die Kollegen, die in dieser Gruppe arbeiten.
            Ich hatte überlegt die Supervision abzubrechen, bevor es begonnen hat. Aber dachte dann, mal sehen was da kommt.
            Und ich bin dort mit der Erkenntis raus gegangen, dass ich für die 3 Kollegen das Problem bin. Warum auch immer? Ich arbeite korrekt und nach Vorschrift. Sie stören sich an Kleinigkeiten, die ich in dem anderen Bereich so gelernt habe. Was auch nicht falsch ist, z.B. meinen Kürzel hinter aufgeschriebene Infos zu setzen. Aus meiner Sicht ist es einfach nur, damit die anderen wissen, wer die Info dort rein geschrieben hat. Sie meinen: Die will sich ja nur wichtig machen.
            Ich hab es versucht zu erklären. Es interessiert keinen.

            Der Chef war der mehrfachen Bitte eines Gespräches nicht nachgekommen.
            Der Supervisor wirkte mir nicht neutral.

            In einen anderen Bereich werde ich nicht versetzt, habe ich schon probiert.

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            • #7
              AW: Coaching

              Mir scheint, dass hier mangelnde Führung und unklare Arbeitsstrukturen eine ganz große Rolle spielen. Denn sonst wäre ziemlich wenig Freiraum für derartige Psychospielchen - Beispiel Kürzel -.

              Hier ist erst einmal die Chefetage gefragt, die muss sich damit auseinandersetzen und klare Regelungen treffen, was beispielsweise den Ablauf von Arbeitsschritten angeht.

              Also, das Gespräch suchen und an der richtigen Stelle anhebeln. Die Kollegen nutzen nur die fehlenden Grenzen schamlos aus und finden in dir jemand, der die geeignete Plattform zur Verfügung stellt.

              Gruß Sabine.

              Kommentar


              • #8
                AW: Coaching

                Du hast es ganz klar erkannt.
                Mein Problem ist nur, dass sich Cheffe nicht dazu berufen fühlt da was zu klären....

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                • #9
                  AW: Coaching

                  ... oh je, wieder mal ein Chef, der nicht weiß, was er zu tun hat oder es einfach nicht kann mangels Kompetenzen ...

                  Du bist in einer schwierigen Situation und wenn du daran nicht kaputt gehen willst, denke bitte über einen Arbeitsplatzwechsel nach.

                  Zieh dich aus diesem Strudel raus und finde zu dir, stärke dich und dein Selbstbewusstsein und orientiere dich mit neu gewonnener Kraft, Mut und dem Glauben an dich und deine Fähigkeiten um.

                  Es wird ein steiniger Weg, aber der lohnt sich letztendlich. Du hast nur das eine Leben - jedenfalls konnte ich mich noch nicht vom Gegenteil überzeugen :-), also, kämpfe für deine Lebensqualität und deine Gesundheit.
                  Du kannst das schaffen!

                  Viel Erfolg und alles Gute.

                  PS: Du hattest den Mut und die Kraft, hier zu schreiben. Das ist ein Anfang. Du musst "nur" weitergehen und dich nicht beirren lassen. Auch kleine Rückschritte werden kommen, aber das gehört dazu.

                  Kommentar


                  • #10
                    AW: Coaching

                    Danke, Coach. Du hast recht.
                    Das ich mich hier "getraut" habe zu schreiben war ein Anfang und ich habe mir eingestanden, dass man versucht mich zu mobben.
                    Es gibt mir auch arg zu denken, dass es soooo viele Betroffene gibt!

                    Ich versuche all meine Kraft und mein Selbstbewußtsein wieder zu erlangen und werde noch ein letztes Mal versuchen etwas geändert zu bekommen.
                    Ich werde versuchen mich auf die Kollegen zu "beziehen", die nett sind. Ich werde mein "eigenes Ding" dort beginnen, gut planen und durchführen udn es mir nicht wieder kaputt machen lassen.

                    Ich mag keine Schlaflosen Nächte mehr und das Herzrasen "nervt" mich auch.

                    Einen letzten Versuch mache ich noch. Ich warte auf "Fehler" der Gegenseite und werde meine Aufgaben bestens planen.

                    Ich kann nicht "kampflos" einen der so wenigen FESTEN Arbeitsplätze verlassen. Man hat ja auch verpflichtungen...

                    Erstmal hab ich mich mit Büchern und Hörbüchern eingedeckt zum Thema Mobbing und Richtung Gesundheit, Köroer und Seele...

                    Ich danke euch herzlich. Dieses Forum hat mir den Anstoß gegeben, dass es alles einfach nicht wahr sein kann. Was nehmen sich die anderen raus? Was denken sie, was sie sind??? Und vorallem, was denken die, was ich bin...

                    Ich hoffe, dass ich die Kraft und Energie, die ich in diesem moment spüre, lange festhalten kann und damit etwas bewegen kann.

                    Ich möchte mich aufrappeln und los legen. Hoffentlich gelingt es und ist nicht morgen Früh zum Dienstbeginn "verpufft"...

                    Auch der Tip eine Art Tagebuch zu schreiben hat mir schonmal geholfen. Man kann alles anders erklären, vergisst keine wichtigen Sachen und mein Mann staunt, was da so abgeht. Er steht zu mir, wenn er auch schon genervt ist, aber er meint auch ich soll mir das nicht gefallen lassen.

                    Demnächst hab ich auch 14 Tage Urlaub und werde mich in der Zwischenzeit gründlich auf meinen "Neustart" vorbereiten.

                    Werde mich hier gerne wieder melden. Hoffentlich genauso optimistisch...

                    Danke und liebe Grüße
                    Moby Dick

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                    • #11
                      AW: Coaching

                      du schreibst:
                      Und vorallem, was denken die, was ich bin...

                      Genau, zeig den Anderen, WER DU BIST und WAS DU BIST!

                      Nimm dir mal in einer ruhigen Minute ein Blatt Papier und schreib alles auf, was dir zu diesem Thema einfällt. Wer bist du? Wie bist du? Was macht dich aus? Was zeichnet dich aus? Was kannst du besser als andere? Was schätzen die Menschen in deiner Umgebung an dir?

                      Da wird dir einiges aufgehen und vor allem kannst du dir daraus die Stärke und Selbstsicherheit heraus ziehen, die dir bei diesem Neustart helfen werden.

                      Nicht verstecken, sondern zeigen, was man kann und dazu stehen. Du wirst es schaffen!

                      Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und Glück und jetzt erst einmal einen erholsamen Urlaub mit viel Zeit zum Auftanken und Kräftesammeln.
                      Du scheinst eine super Familie im Hintergrund zu haben, die immer unterstützend zu dir steht.

                      Alles Liebe.

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                      • #12
                        AW: Coaching

                        Danke.
                        Morgen habe ich nochmal so ein Sinnloses Coaching und ab Montag erstmal Urlaub. Darauf freu ich mich am meisten.

                        Hoffentlich stehe ich das morgen so taff durch, wie ich es gerne würde!

                        Es wird wieder dieser kollege dabei sein, der da gar nix zu suchen hat! Soll ich dann überhaupt mich Gesprächsbereit zeigen oder das an den Nagel hängen??

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                        • #13
                          AW: Coaching

                          Hallo

                          Allso ich persönlich glaube nicht recht daran das du das problem mit internen Leuten lösen kannst / die meißten werden eh sehen wo sie bleiben oder um nicht in Schwierigkeiten zu geraden sich sicher nicht auf die Seite einer einzelnen Person stellen.Zivilcourage haben wenige Menschen.Ich würde sagen eine Hilfe von außen in Form der Gewerkschaft(ich habe da gute Erfahrungen gemacht)oder ein unabhängiger Vertrauter,Anwalt e.c.-eben ein starker Partner an deiner Seitewird dir mehr helfen können.Ich habe auch persönlich gemerkt das wenn man seine Rechte als Arbeitnehmer kennt und diese vertritt - das man dann erstens anders auftritt und Kollegen und selbst Vorgesetzte ziemlich vorsichtig mit dir umgehen um nicht z.b eine Klage am Hals zu haben.Das ist ihnen unangenehm!!!Außerdem ist dieses künstliche Grinsen nicht angebracht wenn du möchtest das sie erstens begreifen das sie so mit dir nicht umspringen können und dürfen.Lächle nur den an der dir gut gesonnen ist,Kunden,nette Kollegen-die anderen würde ich neutral und ernst ansehen.

                          Viel Erfolg

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                          • #14
                            AW: Coaching

                            Zitat von Glyzine Beitrag anzeigen
                            Hallo Moby Dick,

                            ich würde nicht freundlich grinsen. Das wirkt immer unnatürlich. Es ist möglich, einen neutralen Gesichtsausdruck zu behalten, der immer noch freundlich oder zugewandt ist. So ehrlich wäre ich, dass ich nur dem ein Lächeln schenke, dem ich es wirklich geben möchte. Deine Kolleginnen grüßen Dich nicht? Bleibe geschmeidig. Laß Dir nicht anmerken dass es Dich verletzt, aber tue auch nicht so als sei alles in Ordnung. Versuche, es nicht persönlich, nicht so schwer zu nehmen. Konzentriere Dich auf die Kolleginnen, mit denen es gut klappt.

                            Wenn etwas ungerecht ist, etwa ein parteiischer Supervisor, etablierte Strukturen, faule und unfreundliche Kolleginnen, dann ist das natürlich nicht schön. Nur sollte man dabei bedenken, dass man mit purem Protest, oder überspitzt ausgedrückt (bitte nicht übel nehmen), als Kämpferin für Recht und Ordnung, nicht wirklich weiter kommt. Damit exponierst Du Dich, zeigst Dich als Querulantin, so berechtigt Deine Kritik auch sein mag. Du versagst Dir damit Sympatie und wichtige Unterstützung.

                            Ehrlich gesagt kommt es mir komisch vor dass Die Supervisorin Dir empfielt, um so freundlicher zu sein, je größer der Ekel ist der Dir entgegentritt. Ich verstehe Dein Gefühl, nicht gehört, übergangen zu werden. Ich kann jetzt nur vermuten, aber manchmal ist es so: Du bist im Recht, da ist was ungerecht. Du hast Jahre gekämpft und bist aufgebracht, nervös, zerfahren. Laut schreist Du das erlittene Unrecht heraus. Für einen Zuhörer wirkt es nun so, als ob Du ... schwierig, überempfindlich, nicht gruppenfähig, rebellisch, aufrührerisch etc. ... bist, zu Unrecht natürlich. Und wirst angemahnt, freundlich zu bleiben.

                            Es gibt konstruktivere Strategien:

                            Vor einer Supervision würde ich mich intensiv auf das Gespräch vorbereiten. Wenn Du das Gefühl hast, "Deine Sache nicht darstellen zu können", setz Dich erst mal hin und überlege Dir, wie Du das siehst, Deinen Standpunkt. Schreibe es vielleicht auf, dann machst Du Dir Deinen Standpunkt selbst klarer. Übe das Gespräch, damit verbesserst Du die Möglichkeit, verstanden zu werden.

                            Da ist ein Grüppchen, von dem Du Dich ausgegrenzt fühlst. Wichtig ist es, dabei nur das Wichtigste zu benennen, es auf den Punkt zu bringen, und einige treffende Beispiele zu haben. Stell Dir vor, jemand textet Dich zu mit einer zwei Jahre alten Geschichte und ist dabei ganz aufgeregt. Das würdest Du Dir nicht anhören wollen. Man muß unbedingt sachlich bleiben, ruhig und fair.

                            Z.B. nützt es nichts, sich zu beschweren keiner informiert mich, ich muß alles selbst recherchieren und für die anderen mitarbeiten. Immer macht Kollegin X folgendes... Das sind Allgemeinplätze. Hast Du aber ein konkretes Beispiel und kannst es beweisen, ist das eine andere Sache. Person XY hat eine bestimmte Information nicht weitergegeben. Obwohl der Chef es gesagt hat. Daraus hat sich folgendes Problem ergeben. Ich habe drei Stunden gebraucht, um die Sache auszubügeln. Besser wäre es, die Abläufe so zu organisieren (Beispiel).
                            Du hast den Dienst allein gemacht? Was hat die Kollegin, die mit Dir eingeteilt war, in dieser Zeit getan? Kannst Du beweisen dass sie im Pausenraum Kaffee getrunken oder sonst wie ihre Arbeit vernachlässigt hat?

                            Ich würde nicht darauf pochen dass es Dir gegenüber ungerecht ist, sondern herausarbeiten, dass es sich negativ auf die Arbeit auswirkt und einen Schaden oder Mehrarbeit verursacht. Dafür interessiert sich der Chef mehr (weil er die Personalkosten trägt) als für Deine persönliche Empfindung. Das ist dem Chef letztlich egal. Du interessierst Dich ja auch nicht dafür, wie sich Dein Chef fühlt sondern dass er Dein Gehalt zahlt und für anständige Arbeitsbedingungen sorgt.

                            Es nützt Dir wenig, andere Menschen anzuklagen und ihnen die Schuld zu geben, wie wahr es auch ist. Auch hier geht es um die Sache, und um eine möglichst neutrale Schilderung. Es ist günstiger, wenn Du sagst "ich fühle mich ausgegrenzt", "ich habe den Eindruck, die Arbeit für die anderen mitzumachen". Damit zeigst Du, dass Du Stil hast und Dich von den mobbenden Kolleginnen unterscheidest. Zu sagen "die ignorieren mich", "lassen mich ihre Arbeit machen", "sind gemein" stellt Dich auf das gleiche schlechte Niveau.

                            Vor allem: Bleibe nicht dabei stehen dass etwas ungerecht ist. Poche nicht darauf, die anderen müssen sich ändern. Biete Lösungen an, überlege Dir, wie Du behandelt werden möchtest, wie die Arbeit und die Strukturen Deiner Meinung nach besser organisiert werden könnten. Blick immer nach vorne, so wie es sein könnte, bleibe nicht beim Problem stehen.

                            Zu sagen "ich hatte von vornherein keine Chance" bringt Dich nicht weiter. Überlege Dir, welche Möglichkeiten Du hast, was Du selbst tun kannst um Deine Situation zu verbessern. Rede mit anderen Leuten aber bleibe nicht dabei stehen Bekundungen für Dein erlittenes Unrecht zu sammeln. Nutze Deine Chance und suche nach Wegen.

                            Darauf zu pochen, der Supervisor ist "vom Chef entdeckt" und "parteiisch", nützt Dir nicht viel. Einen anderen Supervisor zu fordern, wirft Zweifel auf Dich und wirkt rebellisch. Vielleicht lohnt es sich, wenn Du Dich mit dem Supervisor auseinandersetzt? Mit einer anderen Strategie.
                            Es ist üblich, jedenfalls aus meiner Erfahrung, ein Einzelgespräch mit dem Supervisor zu haben. Den Termin mußt Du Dir selbst holen. Da hättest auch Du die Möglichkeit, Deinen Standpunkt zu schildern, die Situation zu klären. Der Supervisor würde Dir ein paar Tipps eben. Dann hättest Du im folgenden Gruppengespräch bessere Möglichkeiten. Einerseits bist Du gut vorbereitet und sortiert, klar. Andererseits kennt der Supervisor auch Deinen Standpunkt und kann besser auf Dich eingehen.

                            Und noch was: Es ist wichtig dass Du nachweisen kannst, Deine Arbeit korrekt und gut zu machen. Du bist fähig, hast Dir all das Fachwissen was Du brauchst, angeeignet. Fachlich darf kein Makel an Dir hängen bleiben, das wäre Dein Nachteil.

                            So weit erst mal, ich hoffe, es hilft Dir weiter.

                            Liebe Grüße, Glyzine

                            Hallo
                            Das hast du sehr schön geschrieben und ich gebe dir mit allem Recht nur eines / Manchmal sorgen andere Menschen auch mit unfairen Mitteln dafür das eben doch ein fachlicher Makel an einem hängenbleibt/das ist dann Mobbing und dagegen kann man dann meist nicht viel tun.

                            VG

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                            • #15
                              AW: Coaching

                              So, ich hab es "überstanden" und dank zweier Bücher, die ich hier im Forum "gefunden" habe, bin ich der Meinung das es für mich gar nicht so schlecht gelaufen ist.
                              Ich bin mit meinem gezeigten Verhalten zufrieden und habe bewußt auf "Mich geachtet". Habe die Leute direkt angesehen, aufrechte, nicht verschränkte Haltung, klare, deutliche Sprache mit angemessener Lautstärke.

                              Leider ging das Coaching nicht um die "Teamprobleme" sondern um irgendwelche "Illusionen" wo man die Gruppe später mal sieht (Gruppe auslagern, eigenes Haus mit Parkähnlichem Grundstück...)

                              Ist schon süß. Ich bin nur der Meinung das man SO (mit dem "Gegeneinander") dort nie landen wird.

                              Ich ziehe daraus den Schluß, dass man gar nicht interessiert ist an dem Problem zu arbeiten udn sich auch gar nicht auf mich (die dumme Neue) einlassen möchte.

                              Noch meinen sie einen Sündenbock in mir gefunden zu haben, aber ich bin wild entschlossen nach meinen 14 Tagen Urlaub, die ich nächste Woche beginne, mich NICHT weiter so behandeln zu lassen.

                              Ich fühle mich, als würde ich "die Alte" Moby Dick "neu entdecken"!
                              Wo war ICH? Meine Persönlichkeit???
                              Wie konnte es passieren, dass mich jemqand so "verändern" konnte? Ich halte mich eigentlich für eine starke (trotzdem sensible), schlagfertige Person.

                              Ich hoffe neue Kraft zu tanken und mich weiterhin gut behaupten zu können.
                              Dieses Forum hilft mir dabei ein großes Stück. Ich danke euch!!!!

                              Auch die Buchangaben, die ich in verschiedenen Threads gefunden habe, sind mir sehr hilfreich.
                              Das betrifft z.B. "Mobbt die Mobber" und "Du kannst es" von Louis Hay.

                              Danke.

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