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Teufelskreis Paranoid-Vorwurf

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  • Teufelskreis Paranoid-Vorwurf

    Hallo aus Bremen,

    in unserem Unternehmen habe ich mich vor Jahren an meine Vorgesetzten gewandt, weil ich mich durch einen Kollegen gemobbt fühlte durch Respektlosigkeiten und Grenzüberschreitungen. Mir wurde damals klar gemacht, daß man mir nicht richtig glaubt und ich mich doch nur anstellen würde.
    Seit dieser Zeit gelte ich im unseren kleinen Unternehmen als Mimose und paranoid. Der Chef redet mit den anderen Angestellten über mich und man merkt wie alle Angestellten nach und nach mich nicht mehr richtig ernst nehmen. Meine Vorschläge werden meist nicht mehr ernst genommen, ständig grinsen dort alle Leute schelmisch hintergründig wenn sie mich sehen oder es kommen immer wieder kleine meist unpassende Bemerkungen (Nadelstiche). Werden neue Mitarbeiter eingestellt benehmen sie sich anfangs immer ganz normal mir gegenüber, aber nach spätestens einer Woche machen die auch mit.
    In einer Überrumpelungsaktion habe mal einem Kollegen entlockt, daß der Chef allen immer wieder hinter meine Rücken erzählt, daß ich schwierig und paranoid sei und sie bei mir aufpassen sollen. Spreche ich den Chef direkt drauf an bestreitet der dieses, meint das alles in Ordnung sei und ich das ich mir mal wieder viel zu viele Gedanken machen würde. Möglicherweise meint er es auch noch gut der Idiot, weil der mich vor den anderen Kollegen schützen will, seitdem wurde ich auch nicht mehr offen gemobbt, aber es nimmt mich keiner mehr so richtig ernst dort seit Jahren.

    Kurz gesagt, alle halten mich dort für paranoid und wenn ich das anspreche dementieren sie es und fühlen sich bestätigt.

    Kann ich nur noch kündigen, wenn ein offenes Gespräch nicht möglich ist ?

    Gibt es keine Tricks oder eine gruppen-psychologische Herangehensweise ? Wenn man mich für einen Feigling halten würde, könnte ich einen Bungee-Sprung oder etwas anderes mutiges machen und das Image würde sich ändern. Was macht man, damit man nicht mehr als paranoid gilt ?

    Danke !

    Peter
    Zuletzt geändert von PeterHB; 03.05.2010, 03:43.

  • #2
    AW: Teufelskreis Paranoid-Vorwurf

    Aufhören die Kollegen darauf anzusprechen oder danach zu fragen?

    Selber Witze über paranoides Verhalten erzählen? Ein bischen Selbstironie schadet nicht und macht den Menschen den Menschen sympatischer. Es zeugt von Erwachsen- und Selbstbewusstsein.

    Paranoides Verhalten aufgeben = Aufhören sich ständige Rückversicherungen einzuholen ob denn alles so in Ordnung sei etc?

    Jemandem der mir zu nahe tritt, auf dem Tritt sofort, unmissverständlich und mit Macht die "Zündung" einstellen, statt nach dem grossen Papa oder der Mama zu heulen? Damit legt man den Rahmen fest wie andere mir begegnen dürfen!

    Der Chef ist der Meinung du seist schwierig. Hast du schon mal darüber nachgedacht ob das wirklich so ist? Und warum fragst du nicht mal nach einem offenen Feedback wo er nicht ausweichen kann?

    Frag mal: "Hr. XY. Ich spüre einfach, dass ich ein Aussenseiter bin. Hören sie endlich auf es zu beschwichtigen. Sagen sie mir endlich offen was mich in ihren Augen so schwierig macht. Wenn sie mir das verweigern, wie soll ich dann etwas daraus lernen? Sie sind mein Chef! Das ist einer Ihrer wichtigsten Aufgaben für mich! Ich bin jedenfalls auf alles gefasst! Sagen sie mir endlich ihre Meinung ins Gesicht!"

    Wenn er was taugt wird er diese Aufforderung ernst nehmen und deinen Mut respektieren. Das alleine ist schon ein Achtungserfolg.

    Vielleicht sagt er dir dann etwas ähnliches wie ich es oben beschrieben habe?

    Gruss Martin
    Psychobabbel
    besonders erfahrenes Mitglied
    Zuletzt geändert von Psychobabbel; 03.05.2010, 10:05.

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