Hallo,
mal eine andere Geschichte, die genau genommen noch kein Mobbing ist,
aber dazu werden könnte. Ich bin in einem Arbeitskreis, der sich ein
Mal monatlich trifft. Das vorletzte Mal habe ich von meinen
beruflichen Problemen erzählt. Ein Teilnehmer ist neu und Coach
und er bot mir an, dass wir noch was miteinander trinken gehen.
Ich dachte, es könne ganz interessant sein und es war auch so weit
interessant wie er mir erzählte, wie ich auf ihn, der mich noch nicht
kennt, wirke. Aber dann fing er an seine Netze auszuspannen. Und damit
meine ich nicht die beruflichen, sondern er wollte mich privat treffen.
Prinzipiell hätte ich nichts dagegen gehabt, aber im Verlauf des
Gesprächs wurde immer klarer, was seine Pläne mit mir sind. Für
ihn (über zehn Jahre älter als ich) bin ich nur ein kleines Mädchen,
das alles falsch macht, und er will mich verändern. Ich gebe hier
keine Details wieder, aber die unsere gemeinsame Zukunft lag klar
vor mir. Er würde mich total umkrempeln und verändern wollen.
Daraufhin machte ich einen Rückzieher. Beim letzten Arbeitskreistreffen
wollte er anschließend wieder mit mir etwas trinken gehen, aber ich
hatte leider an dem Tag eine feste Einreichungsfrist. Das wurde auch
noch sehr lustig, weil nämlich gerade als ich um 22:40 einreichen
wollte, mein Rechner seltsame Dinge tat, die er sonst nicht tut.
Nach mehrmaligem Neustart konnte ich dann kurz vor Mitternacht
pünktlich einreichen. Naja, jedenfalls hat er mir das mit der
Deadline eventuell nicht geglaubt. Gestern nun benahm er sich mir
gegenüber recht ekelhaft, so wie ich das sonst nur von meinen Chefs
und Kollegen kenne. Er wollte mir unbedingt nachweisen wie erfolglos
ich sei. Ich habe rund 10 Romane geschrieben, einen davon 2008
veröffentlicht und fünf überarbeite ich gerade, um sie nächstes
Jahr wieder Verlagen anzubieten. Er meinte, wenn ich jahrelang so
massiv erfolglos an etwas arbeite, dann solle ich das Genre aufgeben
und etwas ganz anderes machen. Er erwarte von mir, dass ich das nächste
Mal einen Text mitbringe, der zu einem ganz anderen Genre gehört.
Die Leiterin der Gruppe hat etwas geschluckt, denn etwas von mir
zu erwarten ist nun wirklich nicht seine Aufgabe. Ich sagte,
das mache keinen Sinn. Und außerdem habe ich die letzten Jahre
kaum Zeit für die Roman gehabt und daher ist es kein Wunder,
wenn ich nicht voran gekommen bin. Er warf mir darauf hin, ich würde
mich weigern, mich weiterzuentwickeln und so würde aus mir nie etwas.
Ich konterte mit "Ich entwickle mich in die Tiefe und nicht in die
Breite." Das fand er natürlich doof, aber zum Glück stellte sich die
Arbeitskreisleiterin auf meine Seite und sagte, es sei normal,
dass man mehrere Jahre brauche, bis ein Roman marktreif ist.
Ich solle selbst entscheiden, was ich das nächste Mal besprechen
möchte. Genau, sehe ich auch so!
Während bei dieser Geschichte nun genau genommen alles klar ist,
frage ich mich, ob ich daraus nicht etwas für meine anderen
Geschichten lerne. Ich meine, wenn in meiner Firma ein Mann
Interesse an mir hat, wird er das ja nicht so deutlich zeigen.
Vielleicht merke ich es dann überhaupt nur an einem "Du bist die
totale Niete" Verhalten. Manchmal auch kombiniert mit: "Vertrau
mir, und ich mache endlich was aus Dir." Ich bin ganz sicher,
dass ein Kollege aus meinem Büro konkretes Interesse an mir hatte
bzw. grundsätzlich dringend auf der Suche war. Er ging immer mal
wieder mit einer anderen Kollegin zu zweit zur Kantine und nach
ein paar Wochen Suchen hatte er auch eine Freundin. So gesehen
sollte er auch nicht zu sauer auf mich sein, dass aus uns nichts
wurde. Ich war ja bloß eine mögliche Kandidatin unter vielen.
Trotzdem hat er schon manchmal seltsame Bemerkungen mir gegenüber
gemacht, z.B. dass es bei meinem Job offensichtlich egal sei,
wie viele Stunden ich dafür arbeite.
Aber jetzt ohne Scherz: Auch im privaten Bereich stelle ich immer
wieder fest, dass es - zumindest mir gegenüber! - das typische
Flirtverhalten des Mannes ist, alles was ich tue und sage
schlecht zu machen, mir zu erklären, was für eine Niete ich
bin und dass ich dringend einen Coach/ Partner/ Herr und
Meister brauche. Das ist auch einer der Gründe, warum ich seit
Jahren Single bin. Ich suche keinen Herr und Meister, tut
mir leid! Ich sehe zwar aus wie Audrey Hepburn und werde
auch für eine gehalten, aber der Schein trügt!
Puh, also wenn es so ist, dann ist es auch besser, wenn ich
mich selbständig mache. Dauernd von abgewiesenen Verehrern
umgeben zu sein, die auf mir herumhacken und schlecht über
mich reden, das kann ja keine Zukunft haben!
Nur so ne Theorie.
Ich schreib dann mal weiter an meinem Business Plan.
Audrey
mal eine andere Geschichte, die genau genommen noch kein Mobbing ist,
aber dazu werden könnte. Ich bin in einem Arbeitskreis, der sich ein
Mal monatlich trifft. Das vorletzte Mal habe ich von meinen
beruflichen Problemen erzählt. Ein Teilnehmer ist neu und Coach
und er bot mir an, dass wir noch was miteinander trinken gehen.
Ich dachte, es könne ganz interessant sein und es war auch so weit
interessant wie er mir erzählte, wie ich auf ihn, der mich noch nicht
kennt, wirke. Aber dann fing er an seine Netze auszuspannen. Und damit
meine ich nicht die beruflichen, sondern er wollte mich privat treffen.
Prinzipiell hätte ich nichts dagegen gehabt, aber im Verlauf des
Gesprächs wurde immer klarer, was seine Pläne mit mir sind. Für
ihn (über zehn Jahre älter als ich) bin ich nur ein kleines Mädchen,
das alles falsch macht, und er will mich verändern. Ich gebe hier
keine Details wieder, aber die unsere gemeinsame Zukunft lag klar
vor mir. Er würde mich total umkrempeln und verändern wollen.
Daraufhin machte ich einen Rückzieher. Beim letzten Arbeitskreistreffen
wollte er anschließend wieder mit mir etwas trinken gehen, aber ich
hatte leider an dem Tag eine feste Einreichungsfrist. Das wurde auch
noch sehr lustig, weil nämlich gerade als ich um 22:40 einreichen
wollte, mein Rechner seltsame Dinge tat, die er sonst nicht tut.
Nach mehrmaligem Neustart konnte ich dann kurz vor Mitternacht
pünktlich einreichen. Naja, jedenfalls hat er mir das mit der
Deadline eventuell nicht geglaubt. Gestern nun benahm er sich mir
gegenüber recht ekelhaft, so wie ich das sonst nur von meinen Chefs
und Kollegen kenne. Er wollte mir unbedingt nachweisen wie erfolglos
ich sei. Ich habe rund 10 Romane geschrieben, einen davon 2008
veröffentlicht und fünf überarbeite ich gerade, um sie nächstes
Jahr wieder Verlagen anzubieten. Er meinte, wenn ich jahrelang so
massiv erfolglos an etwas arbeite, dann solle ich das Genre aufgeben
und etwas ganz anderes machen. Er erwarte von mir, dass ich das nächste
Mal einen Text mitbringe, der zu einem ganz anderen Genre gehört.
Die Leiterin der Gruppe hat etwas geschluckt, denn etwas von mir
zu erwarten ist nun wirklich nicht seine Aufgabe. Ich sagte,
das mache keinen Sinn. Und außerdem habe ich die letzten Jahre
kaum Zeit für die Roman gehabt und daher ist es kein Wunder,
wenn ich nicht voran gekommen bin. Er warf mir darauf hin, ich würde
mich weigern, mich weiterzuentwickeln und so würde aus mir nie etwas.
Ich konterte mit "Ich entwickle mich in die Tiefe und nicht in die
Breite." Das fand er natürlich doof, aber zum Glück stellte sich die
Arbeitskreisleiterin auf meine Seite und sagte, es sei normal,
dass man mehrere Jahre brauche, bis ein Roman marktreif ist.
Ich solle selbst entscheiden, was ich das nächste Mal besprechen
möchte. Genau, sehe ich auch so!
Während bei dieser Geschichte nun genau genommen alles klar ist,
frage ich mich, ob ich daraus nicht etwas für meine anderen
Geschichten lerne. Ich meine, wenn in meiner Firma ein Mann
Interesse an mir hat, wird er das ja nicht so deutlich zeigen.
Vielleicht merke ich es dann überhaupt nur an einem "Du bist die
totale Niete" Verhalten. Manchmal auch kombiniert mit: "Vertrau
mir, und ich mache endlich was aus Dir." Ich bin ganz sicher,
dass ein Kollege aus meinem Büro konkretes Interesse an mir hatte
bzw. grundsätzlich dringend auf der Suche war. Er ging immer mal
wieder mit einer anderen Kollegin zu zweit zur Kantine und nach
ein paar Wochen Suchen hatte er auch eine Freundin. So gesehen
sollte er auch nicht zu sauer auf mich sein, dass aus uns nichts
wurde. Ich war ja bloß eine mögliche Kandidatin unter vielen.
Trotzdem hat er schon manchmal seltsame Bemerkungen mir gegenüber
gemacht, z.B. dass es bei meinem Job offensichtlich egal sei,
wie viele Stunden ich dafür arbeite.
Aber jetzt ohne Scherz: Auch im privaten Bereich stelle ich immer
wieder fest, dass es - zumindest mir gegenüber! - das typische
Flirtverhalten des Mannes ist, alles was ich tue und sage
schlecht zu machen, mir zu erklären, was für eine Niete ich
bin und dass ich dringend einen Coach/ Partner/ Herr und
Meister brauche. Das ist auch einer der Gründe, warum ich seit
Jahren Single bin. Ich suche keinen Herr und Meister, tut
mir leid! Ich sehe zwar aus wie Audrey Hepburn und werde
auch für eine gehalten, aber der Schein trügt!
Puh, also wenn es so ist, dann ist es auch besser, wenn ich
mich selbständig mache. Dauernd von abgewiesenen Verehrern
umgeben zu sein, die auf mir herumhacken und schlecht über
mich reden, das kann ja keine Zukunft haben!
Nur so ne Theorie.
Ich schreib dann mal weiter an meinem Business Plan.
Audrey
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