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ein wenig verstehe ich meinen Mobber sogar

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  • ein wenig verstehe ich meinen Mobber sogar

    Uarg, ehrlich gesagt verstehe ich meinen Mobber inzwischen sogar ein wenig. :-(
    Ich bin nämlich jetzt in derselben Situation wie er damals.
    Bevor ich in die Firma kam, war Herr X verantwortlich für einen bestimmten Bereich.
    Die Aufgaben sollte ich dann übernehmen. Ich dachte, ich übernehme sie von ihm, weil er diese Aufgaben vorübergehend hatte, seitdem mein Vorgänger fort war. Ganz so war es aber wohl doch nicht.
    Und während er ein verkniffener Typ ist, der echt zielstrebig aufs Misslingen hinarbeitet (Man kann es nicht anders sagen!) habe ich mich mit jugendlichem Elan und Begeisterung in den Job gestürzt und auch recht schnell erste Erfolge aufweisen können. Aber das ging nicht lang. Mir wurde ja Einarbeitung, interne Schulungen, Zuarbeit, alles verweigert und vorenthalten. Überall wurde ich geblockt, überall stieß ich auf Ablehnung.
    So konnte ich also meine Arbeit nicht machen. Mein neuer Chef ist jetzt mein Nachfolger. Ich unterstütze ihn nur, er ist der Manager, ich die Schreibkraft. Ich trage für ihn Daten zusammen, erstelle Listen etc. Toll, super. Und was mir echt jeden Tag weh tut ist, dass er genau die Dinge tut, die ich machen wollte bzw. versucht habe. Und bei ihm klappt das. Leute, die ich in dem ganzen Jahr kein einziges Mal in eine Besprechung gekriegt habe und auch sonst nie ansprechen konnte (notfalls blickte man durch mich hindurch), die sprechen mit ihm, der kriegt bei denen gleich einen Termin. Leute, die nie auf meine E-Mails antworteten, mailen mit ihm hin und her. Leute, die jede meiner Ideen bescheuert fanden, überschlagen sich vor Begeisterung, wenn er genau dieselben Ideen vorbringt.
    Echt, ich hätte Lust, ihn irgendwo irgendwie auflaufen zu lassen. Mache ich nicht, klar. Er kann ja nichts dafür, dass bei mir alles schief gegangen ist. Aber ich bekomme einen Eindruck davon, wie sich mein Ex-Chef gefühlt haben muss. Und da er ja die Macht über mich hatte, hat er sie ausgespielt. Es tat ihm gut zu sehen, wie ich mit der Aufgabe versage, bei der er auch versagt hatte.
    Dass bei meinem neuen Chef/ Nachfolger alles so toll klappt, zeigt mir aber wieder ganz deutlich: JA, ES WAR MOBBING! Meine Ideen waren super, die passten genau zu dieser Firma. Jetzt werden sie umgesetzt. Alle singen plötzlich meine Ideen als Lied vertont. Alle machen mit, wenn mein Nachfolger eine Besprechung initiiert.
    Das tut echt weh. Die haben mich mit Absicht fertig gemacht!

  • #2
    AW: ein wenig verstehe ich meinen Mobber sogar

    Hä? Du verstehst deinen Mobber?
    Geht das nicht irgendwie zu weit?

    Mobber sind Unmenschen und wer die versteht mobbt selber.

    Du bist doch nicht etwa auf der Spur zum Täter?

    Mobber sind scheisse! Das ist so und bleibt so! Mobber sind Abschaum von dem man sich fernhalten muss!

    Wenn man da arbeitet oder mit denen in einer Klasse sitzt, dann kann man nur hoffen ,dass man einen guten Arbeitgeber oder Klassenlehrer hat. Sonst ist die Sau raus!

    Ich finde Mobber scheisse! Aber wer die provoziert, der muss schnell lernen, sich anders zu verhalten. aber ohne denen in den Arsch zu kriechen!
    Bestrafen kann man Mobber doch nur, wenn man ihnen was nachweisen kann.
    Mobber sind kriminelle kleine Scheisser. Punkt!

    LG
    Ibag

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    • #3
      AW: ein wenig verstehe ich meinen Mobber sogar

      Natürlich verstehe ich nicht, wie man jemanden so brutal mobben kann wie das mit mir passiert ist. Das war ja richtig sadistisch, wie mein Ex-Chef mit mir kommuniziert hat. Aber ich verstehe den Schmerz, den er gefühlt haben muss. Er hat keine Ordnung in das Chaos gebracht, ihm entglitt alles aus den Händen und er hat wohl - wie ich jetzt weiß - ziemlich auf die Mütze bekommen, weil er solches Chaos angerichtet hat. Und dann kommt dieses junge Mädchen daher, erstellt Listen, stellt Fragen, macht Pläne und will das alles sortieren. Und wie gesagt lief es bei mir erstmal auch ganz gut. So wie bei meinem Nachfolger ja auch einiges klappt, was bei mir gar nicht ging. Beispielsweise dass die Leute mit ihm sprechen. Er kommt an Informationen, die man mir absichtlich vorenthalten hat. Das tut weh, das nimmt man persönlich!

      Letztlich war es taktisch auch ziemlich bescheuert, mich meinem Vorgänger unterzuordnen. Eigentlich hätte klar sein müssen, dass der kein Interesse daran hat, dass ich erfolgreicher bin als er und das hinkriege, was er vermasselt hatte. Diese ganze Konstellation war von Anfang an ziemlich unfair! Und mein neuer Chef hat ja von Anfang an gesagt, ich sei nicht die Richtige für diesen Job und genau das musste sich dann natürlich auch beweisen.

      Ibag, die Leute, die mich mobben, das sind keine Mafiosi wie bei Dir. Das sind einigermaßen normale Menschen mit einem EQ im Minusbereich. Die kapieren ihre eigenen Gefühle nicht, die kapieren die Gefühle anderer nicht. Ich würde echt gerne mal wissen, warum ich dauernd nur an solche Spacken gerate. Ich glaube das ist, weil gute Chefs Mitarbeiter nicht über Anzeigen suchen müssen, sondern unter den Leuten finden, die sie schon kennen. Jedenfalls in meinem Bereich. Da übernimmt man im besten Fall den Praktikanten nach seinem Studium als Mitarbeiter. Wer seine Praktikanten verliert, der hat das, fürchte ich, selbst verschuldet. Jedenfalls hätten einige meiner Ex-Praktikanten gerne mit mir gearbeitet, wenn ich denn eine Stelle zu vergeben hätte. Schade. Aber wenn ich mal expandiere und Stellen zu vergeben habe, dann kontaktiere ich die. Ich bleibe extra in Kontakt mit ihnen. :-)

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      • #4
        AW: ein wenig verstehe ich meinen Mobber sogar

        Hallo Audrey, Ibag,
        genauso sehe ich das auch, beide Seiten. Bei mir war das auch so: wurde denen einfach vorgesetzt, wahrscheinlich wollten die mich nicht haben.
        Die Sicht der Mobber kann man zwar nachvollziehen, aber wirklich verstehen kann man ihre Handlungsweisen nicht. Denn wer , der in Ordnung ist,
        benimmt sich so komisch? Z.Bsp. würde ich nie jemanden absichtlich schaden. Die machen es aber, es ist ihnen wohl egal...
        einmal hat der Sozialarbeiter gesagt, mit dem ich im Kontakt bin, gesagt, ich soll mal die Perspektive wechseln, die Sicht der anderen Kollegen und
        des Chefs einnehmen! Wie die sich so fühlen würden. Aber das sind doch die Täter! Natürlich habe ich versucht, Verständnis für die zu haben, aber
        soweit darf man nicht gehen, dass man deren Verhalten akzeptieren muss. Denn wenn es Konflikte gibt, dann sollte man die doch offen besprechen.
        Wenn ich z.Bsp. Fehler in meiner Arbeit mache, sollte der Vorgesetzte mich doch kritisieren dürfen. Das hat mein Chef nicht gemacht. Statt dessen
        hat er überall rumerzählt, sogar meiner Mutter, wie fürchterlich ich arbeiten würde! Angeblich. Meine Mutter hat gesagt, die hat aber gute Noten in
        ihrem Diplom,
        sie hat gute Arbeitszeugnisse bis jetzt, da kann was nicht stimmen. Trotzdem ist es ungeheuerlich, was der abzieht, und dafür kann man kein Verständnis
        haben, man kanns auch nicht haben, wie die anderen Kollegen einen fertig machen...Mobber bleiben eben fies und eklig. Gruß, Katze.

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        • #5
          AW: ein wenig verstehe ich meinen Mobber sogar

          Hallo Audrey,

          ich verstehe schon wieder nicht mehr, wie du Chefs als gut bezeichnen kannst, die ihre mitarbeiter aus den Leuten auswählen, die sie schon kennen.

          Für mich sind das Feiglinge, die Angst vor Neuem haben. Vielleicht sind die auch noch korrupt (im öffentlichen Dienst), nehmen nur eine Person, die Vitamin B hat. Entweder zu ihm selber oder zu anderen.
          Ne, ne, das ist falsch! Da gedeiht ja Rufmord! Da muss ja nur mal irgendein dummer Willi, der einen rausgeworfen hat, weil er billigere Leute einstellen wollte, und man ihn daraufhin auf Wiedereinstellung verklagte und natürlich gewonnen hat, seine perverse Rache ausüben!

          Ne, das ist krank, wenn dann jeder Chef dem einen blöden Typen, der einen fertig machen will immer wieder rausekeln und missbrauchen lässt.
          Natürlich ist das Mafia! Die nutzen ihre Position, um Billigleute einzustellen, nachdem ihnen Fachkräfte zu teuer waren und die verheitzt wurden.

          Ein richtig guter Chef tut nicht das, was andere Chefs ihm vorschreiben und hört auch nicht auf deren Urteil, sondern er urteilt selber und besitzt die Stärke, seinem Urteil zu vertrauen und somit auch seinem Angestellten.
          Falls er doch Mißtrauen entwickelt, stellt er offene Fragen und hört auf seine Intuition. Die Auseinandersetzung mit dem Thema sollte ehrlich und wertschätzend sein.

          Ibag

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          • #6
            AW: ein wenig verstehe ich meinen Mobber sogar

            Also, wie schon erzählt, habe ich mal eine Mobberin eingestellt und Leute zu entlassen ist echt schwer. Vielleicht habe ich inzwischen ganz tolle Menschenkenntnis und erkenne Mobber auf den ersten Blick. Ich glaube aber nicht daran.
            Ich würde immer lieber jemanden einstellen, den ich schon kenne. Man kann einfach nicht mit jedem gut zusammenarbeiten. Ich meine damit aber wirklich nur die Leute, die ich persönlich kenne. Nur weil jemand der Cousin von jemandem ist, den ich kenne, oder weil irgendein Bekannter ihn empfiehlt, würde ich ihn auch nicht einstellen, denn diese Empfehlung heißt ja immer noch nicht, dass wir miteinander auskommen.
            Nicht dass ich schwierig wäre. Ich bin auch gelassen genug, mit Leuten zusammen zu arbeiten, die mir nicht so liegen. Aber die anderen sind nicht so tolerant. Und ich habe echt keinen Lust, wenn ich mal irgendwann eine Stelle zu vergeben habe, jemanden einzustellen, der mich dann mobbt. Ich habe echt genug Mobbing erlebt in meinem Leben!
            Audrey

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