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Verschwommene Wahrnehmung? Werde ich ignoriert, "übersehen", ausgelassen ...

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  • Verschwommene Wahrnehmung? Werde ich ignoriert, "übersehen", ausgelassen ...

    Guten Tag zusammen,
    erstmal möchte ich mich vorstellen.
    name: dänenfan ( der Name ist Programm
    alter: Mitte 30
    Mitarbeiterin in einer pädagogischen Einrichtung.

    ich schreibe vom i-Pad mit dieser tollen Worterkennung. Ich hasse sie. Seht mir nach das ich nicht jedes Wort korrigiere. Danke.

    nun meine Geschichte oder besser gesagt mein Alltag.

    das erste Mal mit Mobbing Zutun hatte ich im Jahre 2008. und das ganz heftig und schmerzhaft.
    ich war mit zwei Mitarbeiterinnen in einer Kitagruppe, die Mitarbeiterinnen kannten sich schon ziemlich lange, arbeiten auch schon 25 Jahre zusammen. Also ein eingeschworenes Team. Es kam zu Hetzereien, Lästereien, Anfeindungen vor den Eltern, den Kindern.
    Gespräche mit Chefin führten dazu das ich abgefangen und bedroht wurde. Also Chefin hat vertrautes Gespräch weitergegeben. Letztenendes habe ich gekündigt.

    Nach 1 Jahr volle Konzentration auf meine Familie habe ich mich bei einem anderen Kindergarten beworben und bin auch genommen worden.
    Ich arbeite dort 75% mit zwei anderen Fachkräften zusammen.
    Ich begann meine Arbeit, alles war nett, die Einarbeitung nicht optimal, aber ok. Ich kam schnell zurecht und erntete auch von Chefin Lob und Anerkennung.
    Seit Juni ungefähr begann sich das Blatt zu drehen. Man kann sagen das ich den Mädels viel " ungeliebte Arbeit" abgenommen habe. Windeln wechseln, Küchendienste etc.....
    Aber seit Juni bekomme ich keine Informationen mehr weitergegeben, wenn die zwei am Tisch morgens sitzen und ich mich dazu setzte stehen sie auf. Auch wenn ich auf dem Gelände mich zu den Kollegen stelle verschwinden die beiden immer, nehmen auch anderen die in der Clique sind mit. Ich werde ignoriert. Morgens holt immer einer ne Flasche Wasser für die Erzieher in der Gruppe. Ich bekomme NIE ein Glas mitgebracht. Es sind immer nur zwei. Auch die restlichen Cliquen Kollegen meiden mich oder machen spitze Bemerkungen gegen mich. Z.B. Wenn ich esse ( ich bin übergewichtig).
    wenn ich Küchendienste habe und die Kollegen dann Frühstücken kommen unterhalten die sich nur über dicke Menschen, wie blöd das aussieht usw.....
    auch wenn sich arbeitszeitänderungen oder sonst welche Dinge ergeben die man besprechen muss, werde ich immer ausgelassen und nicht informiert.
    ich will ja nicht in dieser Clique mitmischen, aber ich will normal arbeiten können. Und arbeiten heißt in so einer Einrichtung Kommunikation.
    Wenn ich im Stuhlkreis was mit den Kids machen, schauen die sich an und verdrehen die Augen, Elterngespräche werden mir sofort, sehr geschickt aus der Hand gerissen.

    ich habe mich einer Kollegin aus einer anderen Gruppe anvertraut.
    sie sagte es Falle ihr auch auf uns sie beneide mich nicht.
    Da ich gewillt war ein Gespräch zu führen, trotz Erfahrung aus dem früheren Job, habe ich sie gebeten mitzukommen.
    sie lehnte dies ab und riet mir dringend ab ein Gespräch anzugehen.
    Sie sagte sie habe in der besagten Gruppe schon einige Leute zu Grunde gehen sehen die sich gewehrt haben.
    Sie sagte meine " netteste" Kollegin brauche keine 5 Tage dann kommen die Leute nicht mehr wieder.

    Ich habe meine Probleme bei der Chefin angedeutet und sie meinte nur: fr......sie sind aber sensibel, die Frau.... Hat nunmal einen starken Charakter.

    Mehr habe ich nicht machen können.
    Mobbing wird bei der Stadt totgeschwiegen, das gibt es bei uns nicht!

    ich bin ein gebranntes Kind das wieder kurz vor den Flammen steht.

    Ich hab ne Familie, Kinder.......alle stehen hinter mir, in finanziell Abgesichert.
    dennoch fällt es mir schwer zu reagieren.

    ich will nicht das sich alles wiederholt. Aber so wie ich das sehe kann ich den heranrollenden Zug nicht mehr aufhalten.
    ich merke das ich zunehmend depressiv bin, Nachmittags keine Kraft für mein Privatleben aufbringen kann.
    warum bin ich bewegungslos?

    was sagt ihr dazu?
    ist das schon Mobbing? Oder bin ich empfindlich?

    gruss
    dänenfan
    Zuletzt geändert von Admin; 23.09.2013, 21:42. Grund: Überschrift ergänzt

  • #2
    AW: Verschwommene Wahrnehmung?

    hallo dänenfan.

    zuallererst einmal muss ich sagen, dass ich deine situation sehr gut verstehen kann. das, was dir da widerfährt, ist definitiv mobbing. vorgesetzte reagieren bei "chef, ich werde gemobbt" meist schon allergisch. ich habe das selber durch... meine damalige chefin meinte dann nur "ja und? ich kann die kollegen doch nicht zwingen, sie gern zu haben. das sind persönliche probleme zwischen ihnen, da kann ich nichts machen!". ich hab das jahrelang mitgemacht, ausgehalten habe ich das nur, weil ich einige nette kolleg/innen hatte, denen ich mich anvertrauen konnte und die mir zur seite gestanden sind, wenn auch "nur" hinter vorgehaltener hand. allerdings bin ich zu einem psychotherapeuten gegangen, um dies und auch einiges anderes aus meinem privaten leben aufarbeiten zu können. ich hatte all das jahrelang in mich reingefressen... was dazu führte, dass ich sowohl körperlich als auch geistig absolut am limit war... gereizt, depressiv, erschöpft, schlafstörungen, keine rechte freude mehr an dingen, die mri früher viel spaß gemacht haben..... lass es nicht soweit kommen. selbst, wenn du nur ein paar mal zum therapeuten gehst, sozusagen als "kriseninterventionsgespräche", so kann dir das schon eine menge helfen.

    kopf hoch, es gibt hilfe und du bist nicht allein!

    lieber gruß
    ronin

    Kommentar


    • #3
      AW: Verschwommene Wahrnehmung?

      Hallo dänenfan,

      für mich hört sich das auch nach Mobbing an. Wie ich deinem Bericht entnehme, hast du aber damit schon mehrfach Erfahrungen gemacht? Obwohl ich den Begriff Mobbing für mich immer noch nicht akzeptieren kann (meine eigene Geschichte) habe ich ähnliches wie du erlebt. Das war ein Job im Jahr 2009. Ein Kollege, mit dem ich gemeinsam für einen Bereich zuständig war, schleuste Informationen hinter meinem Rücken vorbei. Er machte mich in der Abteilung nebenan schlecht und man sprach nur noch in Babysprache mit mir. Als ich dann selbst gekündigt habe, meinte die Personalchefin zu mir: "Frau xxx, der Herr xxx hatte ganz klar Angst, dass Sie ihm die Position streitig machen könnten, zumal sie ja beide auch noch diegleiche Weiterbildung machen. Pech für Sie!"
      Ehrlich gesagt verzweifel ich immer mehr, warum man dem Thema Mobbing nicht herre wird in diesem Lande. Mich machen Schilderungen wie deine traurig und ich verstehe einfach nicht, warum Menschen sich sowas antun.
      Ich habe auch mal im Ausland gearbeitet und da war sowas fremd.

      viele grüße

      mindcare24

      Kommentar


      • #4
        AW: Verschwommene Wahrnehmung?

        Hallo Dänenfan,
        willkommen und hallo! Ich fall gleich mit der Tür ins Haus:
        Ein paar Symptome, die du schilderst, gehören dem Bereich Mobbing an. Wahrscheinlich würden die Herr-? / Frauschaften das selbst nicht so sehen, spielt aber keine Rolle. Du schreibst, dass sich ab Juni herum etwas geändert hatte, vielleicht wäre es einmal interessant, die Beziehungskonstellationen um diesen Termin herum zu analysieren, um Hinweise auf Hintergründe aufzuspüren. Man findet nicht selten interessante Infos. Wenn du das machst, such dir aber einen Außenstehenden, der sich mit solchen Mustern und Dynamiken auskennt.

        Auch wenn wir den Ursprung für die Verhaltensweisen nicht kennen, der Sinn ist aber ziemlich klar: deine Isolation.
        Deshalb sollte man wachsam sein und auch sich eine Strategie zurecht legen.
        Zitat von Dänenfan Beitrag anzeigen
        Ich hab ne Familie, Kinder.......alle stehen hinter mir, in finanziell Abgesichert.dennoch fällt es mir schwer zu reagieren.
        ich will nicht das sich alles wiederholt. Aber so wie ich das sehe kann ich den heranrollenden Zug nicht mehr aufhalten.
        ich merke das ich zunehmend depressiv bin, Nachmittags keine Kraft für mein Privatleben aufbringen kann. warum bin ich bewegungslos?
        Verstehe ich das richtig, dass du den Job dort nicht unbedingt nötig hast, um über die Runden zu kommen? Wenn es so wäre, wäre es prima, denn dann hast du viel mehr Entscheidungsfreiheit als so manch andere. Leute, die hinter dir stehen, sind ebenfalls gut. Man braucht eine Umgebung, in der man auftanken kann.
        „ich will nicht, das sich alles wiederholt“, ist eine gesunde Einstellung, alles andere wäre masochistisch. Jedoch ob dein Bild vom heranrollenden Zug stimmt, weiß ich nicht. Von dem, was du schreibst, kann ich das bislang nicht so sehen. Aber du hast wahrscheinlich auch nicht alles geschrieben. Aber selbst wenn: Um dein Bild aufzugreifen – ein heranfahrender Zug, der nicht aufzuhalten ist, ist genau genommen kein Problem. Das Entscheidende ist, ob man zu Seite ausweichen kann oder nicht. Falls man das kann, ist alles ok, wenn nicht, erst dann steckt man in ernsten Schwierigkeiten.
        Was mich zu deinem Stichwort "bewegungslos" bringt. Was dich hindert, ist, dass du dich kraftlos und depressiv fühlst. Du hast zu viel Energie verloren und vielleicht auch, weil du keinen Hoffnungsstreifen am Horizont siehst. Du brauchst eine Strategie für den Arbeitsplatz. Mein Tipp wäre, such dir jemand, mit dem du das anpacken kannst. Meistens ist es so, wenn man weiß, wie man die Dinge angehen kann, wird es etwas besser in einem. Es gibt Möglichkeiten und du hast vielleicht mehr Auswahl, als du gerade meinst.
        Was deine Chefin zum Thema Sensibilität deiner Person sagt, ist ziemlich unwichtig. Sie hat ein Recht auf eine eigene Meinung, aber wie jeder mit eigener Meinung hat sie auch das Recht, in den Irrtum gesetzt zu werden. Jedes Gefühl hat ein Recht zu sein und deine Meinung über dich ist nicht weniger Wert. Abgesehen davon kennst du dich selber besser als die Chefin. Und Menschen, die glauben, sie wüssten besser über einem Bescheid als man selber, sind eher lächerliche Figuren.
        Deshalb entscheide selbst, ob du empfindlich bist oder nicht und steh zu dem, was du fühlst. Überlass anderen über dich keine Definitionshoheit.
        Gruß
        Sunzi
        Der beste Weg ist es, die gegnerische Strategie zu vereiteln; der zweitbeste, dessen Verbündete anzugreifen; und der schlechteste ist der Angriff auf gegnerische Städte.

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