Hallo und guten Morgen 
mittlerweile bin ich echt verzweifelt und habe keine Lust mehr zur Arbeit zugehen, da ich mich zu tode langweile und unwohl fühle.
Seit einem Jahr besetze ich meine Arbeitsstelle jetzt. Es war mein Traumjob. Während meiner Ausbildung habe ich mich bundesweit auf solch eine Stelle beworben und mir viel Wissen, während meiner Freizeit angeeignet das von Nöten ist. Es hat nicht gleich geklappt, so dass ich noch wenige Monate bei meinem Ausbildungsbetrieb übernommen wurde und die Zeit war die Hölle! Umso glücklicher war ich, als es dann klappte. Ich habe alles hinter mir gelassen und so zusagen ein neues Leben angefangen. Wieder umgezogen in eine fremde Stadt, neue Wohnung usw.
Die ersten Wochen habe ich mich erst einmal umgeschaut und Handbücher durchforstest, um erst einmal einzusteigen. Nebenbei habe ich auch gleich versucht, mich mit meinen 7 Kollegen und meinem Chef gut zustellen. Das hat auch super geklappt, auch wenn ich mit Abstand der Jüngste bin. Meine Kollegen waren interessiert an mir und ich fühlte mich auch wohl. Mit älteren Kollegen komme ich eh besser klar, als mit gleichaltrigen. Ein Kollege, der nur ein paar Jahre älter ist, wurde auch schnell zu einem Kumpel mit dem ich mich auch jetzt noch verstehe.
Anfangs war ich, wie immer, sehr schüchtern und habe wenig gesagt. So mache ich das immer um erst einmal meine Gegenüber einschätzen zu können. Nach und nach kam ich dann aus mir heraus und habe mich normal verhalten. Offen, immer gut gelaunt und lustig mit einem frechen Spruch auf den Lippen.
Es war so gedacht, dass ein Kollege die Einweisung für mich übernimmt. Er war aber 2 Monate im Urlaub+krank so dass ich viel herum saß und mich dann an meinen Kumpel-Kollegen gewandt habe der aber auch noch nicht fest eingebunden war bzw. alles wusste. Die anderen Kollegen helfen bei Fragen zwar auch aber neben die setzen und etwas erklären, mögen die nicht so gerne.
Nach insgesamt 3 Monaten war ich dann an einem Punkt angekommen, an dem es für mich nicht mehr weiterging ohne Einweisungen meiner Kollegen. Ich habe mich bemüht und immer zugehört, wenn es neue Probleme gab, da von alleine mir niemand etwas zeigen wollte. Oder ich habe mich selbst an Probleme gewagt und nachgefragt wenn ich nicht weiter kam.
Nach 6 Monaten kam dann ein neuer Kollege von einer Tochterfirma mit Zeitvertrag, deutlich höherem Gehalt, obwohl er nichts kann. Aber er hat studiert. Ich dachte mir, cool noch ein Neuer. So wäre ich eigentlich auch weitergekommen, da immer die neuen Kollegen, die "Anfängerarbeiten" übernehmen. Er wurde eingewiesen und es fiel schnell allen auf, dass er kaum Vorbildung hat in dem Bereich, alleine total überfordert ist und nicht weiß was er machen soll und sich überschätzt. Dazu kommt, dass er recht schlechtes Deutsch spricht und somit auch nicht an's Telefon darf. Der Kollege der mich eigentlich einweisen sollte war dann wieder voll dabei und kümmert sich seitdem nur noch um den neuen Kollegen und ab und zu auch um meinen Kumpel. Ich weiß nicht ob er ein schlechtes Gewissen hat, weil er den neuen Kollegen mit ausgewählt hat oder er ihn einfach besser leiden kann, weil sie ein Alter sind.
Jedenfalls ignoriert er mich auch seitdem. Ich kann ihn zwar bei Problemen fragen aber so reden geht kaum noch. Wenn er eine seiner "privten Workshops" mit dem Neuen und meinem Kumpel startet, werde ich auch nicht dazu geholt. Selbst dazu setzen mag ich mich aber auch nicht. Ich habe das einmal gemacht, habe aber schon vorab viel verpasst und auf mich geht er auch nicht ein.
Auch die anderen Kollegen nehmen mich kaum noch wahr. Wenn es mal Aufgaben gibt, werde ich immer außen vor gelassen. Der mich ignorierende Kollege ruft dann immer ,,Das kann doch der Dimi machen. Zeigt ihm das mal."
Seitdem sitze ich Wochenlang meine Zeit ab und warte bis sich jemand bei mir meldet oder bilde mich weiter. Wer das von euch schon durchmachen musste, der weiß wie anstrengend solche langweiligen Tage sein können. Auch immer alleine weiterbilden in Themen, die ich nicht unbedingt benötige bietet keine Motivation aber den ganzen Tag im Internet surfen kann ich auf Dauer auch nicht.
Ich habe den Kollegen, der mich ignoriert oder nicht leiden kann, auch schon indirekt darauf angesprochen aber darauf geht er gar nicht weiter ein. Mittlerweile habe ich schon einen richtigen Hass auf den neuen Kollegen entwickelt. Eigentlich wäre ich ja dran mit Einweisungen aber er zieht die ganze Aufmerksamkeit auf sich durch seine Uneigenständigkeit. Wobei solch eine Enführung jedem zusteht.
Mit meinem Chef traue ich mich nicht darüber zureden. Ich möchte nicht als Verlierer oder Petze da stehen. Vor allem geht das Ganze ja schon einige Monate so. Es fällt auch nicht auf, dass ich immer noch die einsteiger Arbeiten mache und noch nicht mehr. Ich mache mir schon wieder Gedanken, wie ich mich beruflich umorientieren kann, obwohl ich doch gerade erst hier her kam und mein altes Leben hinter mir gelassen habe.
Könnt ihr mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich die Situation verbessern kann ohne mich weiter, vor allem vor den anderen Kollegen, in die Opferrolle drücken zu lassen?
Timo

mittlerweile bin ich echt verzweifelt und habe keine Lust mehr zur Arbeit zugehen, da ich mich zu tode langweile und unwohl fühle.
Seit einem Jahr besetze ich meine Arbeitsstelle jetzt. Es war mein Traumjob. Während meiner Ausbildung habe ich mich bundesweit auf solch eine Stelle beworben und mir viel Wissen, während meiner Freizeit angeeignet das von Nöten ist. Es hat nicht gleich geklappt, so dass ich noch wenige Monate bei meinem Ausbildungsbetrieb übernommen wurde und die Zeit war die Hölle! Umso glücklicher war ich, als es dann klappte. Ich habe alles hinter mir gelassen und so zusagen ein neues Leben angefangen. Wieder umgezogen in eine fremde Stadt, neue Wohnung usw.
Die ersten Wochen habe ich mich erst einmal umgeschaut und Handbücher durchforstest, um erst einmal einzusteigen. Nebenbei habe ich auch gleich versucht, mich mit meinen 7 Kollegen und meinem Chef gut zustellen. Das hat auch super geklappt, auch wenn ich mit Abstand der Jüngste bin. Meine Kollegen waren interessiert an mir und ich fühlte mich auch wohl. Mit älteren Kollegen komme ich eh besser klar, als mit gleichaltrigen. Ein Kollege, der nur ein paar Jahre älter ist, wurde auch schnell zu einem Kumpel mit dem ich mich auch jetzt noch verstehe.
Anfangs war ich, wie immer, sehr schüchtern und habe wenig gesagt. So mache ich das immer um erst einmal meine Gegenüber einschätzen zu können. Nach und nach kam ich dann aus mir heraus und habe mich normal verhalten. Offen, immer gut gelaunt und lustig mit einem frechen Spruch auf den Lippen.
Es war so gedacht, dass ein Kollege die Einweisung für mich übernimmt. Er war aber 2 Monate im Urlaub+krank so dass ich viel herum saß und mich dann an meinen Kumpel-Kollegen gewandt habe der aber auch noch nicht fest eingebunden war bzw. alles wusste. Die anderen Kollegen helfen bei Fragen zwar auch aber neben die setzen und etwas erklären, mögen die nicht so gerne.
Nach insgesamt 3 Monaten war ich dann an einem Punkt angekommen, an dem es für mich nicht mehr weiterging ohne Einweisungen meiner Kollegen. Ich habe mich bemüht und immer zugehört, wenn es neue Probleme gab, da von alleine mir niemand etwas zeigen wollte. Oder ich habe mich selbst an Probleme gewagt und nachgefragt wenn ich nicht weiter kam.
Nach 6 Monaten kam dann ein neuer Kollege von einer Tochterfirma mit Zeitvertrag, deutlich höherem Gehalt, obwohl er nichts kann. Aber er hat studiert. Ich dachte mir, cool noch ein Neuer. So wäre ich eigentlich auch weitergekommen, da immer die neuen Kollegen, die "Anfängerarbeiten" übernehmen. Er wurde eingewiesen und es fiel schnell allen auf, dass er kaum Vorbildung hat in dem Bereich, alleine total überfordert ist und nicht weiß was er machen soll und sich überschätzt. Dazu kommt, dass er recht schlechtes Deutsch spricht und somit auch nicht an's Telefon darf. Der Kollege der mich eigentlich einweisen sollte war dann wieder voll dabei und kümmert sich seitdem nur noch um den neuen Kollegen und ab und zu auch um meinen Kumpel. Ich weiß nicht ob er ein schlechtes Gewissen hat, weil er den neuen Kollegen mit ausgewählt hat oder er ihn einfach besser leiden kann, weil sie ein Alter sind.
Jedenfalls ignoriert er mich auch seitdem. Ich kann ihn zwar bei Problemen fragen aber so reden geht kaum noch. Wenn er eine seiner "privten Workshops" mit dem Neuen und meinem Kumpel startet, werde ich auch nicht dazu geholt. Selbst dazu setzen mag ich mich aber auch nicht. Ich habe das einmal gemacht, habe aber schon vorab viel verpasst und auf mich geht er auch nicht ein.
Auch die anderen Kollegen nehmen mich kaum noch wahr. Wenn es mal Aufgaben gibt, werde ich immer außen vor gelassen. Der mich ignorierende Kollege ruft dann immer ,,Das kann doch der Dimi machen. Zeigt ihm das mal."Seitdem sitze ich Wochenlang meine Zeit ab und warte bis sich jemand bei mir meldet oder bilde mich weiter. Wer das von euch schon durchmachen musste, der weiß wie anstrengend solche langweiligen Tage sein können. Auch immer alleine weiterbilden in Themen, die ich nicht unbedingt benötige bietet keine Motivation aber den ganzen Tag im Internet surfen kann ich auf Dauer auch nicht.
Ich habe den Kollegen, der mich ignoriert oder nicht leiden kann, auch schon indirekt darauf angesprochen aber darauf geht er gar nicht weiter ein. Mittlerweile habe ich schon einen richtigen Hass auf den neuen Kollegen entwickelt. Eigentlich wäre ich ja dran mit Einweisungen aber er zieht die ganze Aufmerksamkeit auf sich durch seine Uneigenständigkeit. Wobei solch eine Enführung jedem zusteht.
Mit meinem Chef traue ich mich nicht darüber zureden. Ich möchte nicht als Verlierer oder Petze da stehen. Vor allem geht das Ganze ja schon einige Monate so. Es fällt auch nicht auf, dass ich immer noch die einsteiger Arbeiten mache und noch nicht mehr. Ich mache mir schon wieder Gedanken, wie ich mich beruflich umorientieren kann, obwohl ich doch gerade erst hier her kam und mein altes Leben hinter mir gelassen habe.

Könnt ihr mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich die Situation verbessern kann ohne mich weiter, vor allem vor den anderen Kollegen, in die Opferrolle drücken zu lassen?
Timo
Da sehe ich momentan eher schwarz.
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