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Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

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  • Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

    Hallo ihr Lieben!

    Ich entschuldige mich schonmal im Voraus für den langen Text, aber ich möchte schon alles genau schildern damit ihr euch ein Bild machen könnt.

    Ich habe eine Kollegin bei mir im Büro die ganz ganz furchtbar ist. Sie ist die Lästerbeauftrage schlecht hin. Jeder der den Raum bei uns verlässt, bekommt von ihr sein Fett weg. Sie lügt und spinnt sich Dinge zusammen.. da schüttel ich nur noch den Kopf.

    Ich möchte kurz vorher einige Fakten schreiben:

    - Ich bin schon länge in diesem Bereich
    - sie kam nach langer Elternzeit in meinen Bereich, obwohl sie gerne in ihren alten zurück wollte
    - seit wir in einem Büro saßen wurde es immer schlimmer
    - es gab vor 5 Jahren schonmal einen riesen Krach, aber ich habe all meine Wut beiseite geschoben und bin wieder auf sie zu gegangen, danach lief es super.. sogar privat haben wir Dinge unternommen
    - nach dem Büro Umzug lief auch noch alles sehr gut, dann wurde ich schwanger
    - ihre Stimmung mir gegenüber wurde schlechter
    - ich ging in Elternzeit
    - als ich zurück kam war es die Hölle


    Grundsätzlich war es ganz schrecklich geworden im Büro. Ich wurde bei Gesprächen ausgegrenzt, ich wurde nicht beachtet wenn ich einen Raum betrat und was fragen wollte, wenn Martina fragen hatte (die sie sonst mir stellte) verließ sie das Büro um andere zu fragen. Wenn jemand rein kam und nach meiner Tochter fragte, reagierte sie genervt und verdrehte die Augen. Wenn ich sie etwas fragte kam keine Antwort oder nur kurz und maulig.

    So dann erzähle ich mal:

    Ich kam also aus meiner Elternzeit zurück und wurde nicht wirklich herzlich willkommen geheißen, obwohl ich mit viel Freude und Glückwünsche und Geschenken das Büro vor der Geburt verließ. Eine SEHR gute Freundin, die ebenfalls eine Kollegin ist, verhielt sich mir gegenüber verhalten.. die gesamte Stimmung im Bereich war furchtbar. (Was möglicheriweise daran lag, dass unser Chef weg gegangen "Wurde")
    Ich versuchte mich wieder in meine Arbeit hinein zu fühlen, was auch super schnell ging!
    Eines Nachmittags rief mich eine Kollegin aus einem anderen Bereich an. Sie erzählte mir, dass wir am darauf folgenden Tag einen Praktikanten bekommen würden. Ich bot mich an (Da ich meine Arbeit grade fertig hatte) dem jungen Mann einiges am PC zu zeigen, da er den selben Beruf erlernen wollte , den ich ausübe. Ich äußerte noch die Idee, dass er in das gegenüberliegende Büro könnte, da dort eine Kollegin im Urlaub ist und das benötigte Programm ja dort zu finden sei.

    Martina warf gleich ein Kommentar in mein Gespräch, dass die anderen Kolleginnen, die ebenfalls in dem Büro gegenüber saßen, das sicher nicht wollen. Woraufhin ich nur antwortete, dass wir dem Praktikanten doch wenigstens die Chance geben sollten, hier auch seine Erfahrungen mitzunehmen.

    Martina sprach den ganzen restlichen Arbeitstag nicht mehr mit mir. Sie hämmerte nur noch auf ihren Tasten rum und sagte keinen Mucks.

    Am nächsten Morgen wurde ich von den beiden Kolleginnen gegenüber (eine davon war meine sehr gute freundin) mit nachrichten bombadiert, wie ich auf die Idee kommen würde ihr Büro zu verplanen. Ich war ganz erschrocken, weil ich diese Idee ja nur meiner Freundin gegenüber geäußert hatte und weder mit den Chefs, noch mit dem Praktikanten darüber sprach. Ich stellte die Sache klar aber die zwei wollten das irgendwie überhaupt nicht hören. Ich fragte dann ob sie das von Martina wüssten und sie drucksten nur rum..

    Nachmittags klingelte Martinas Telefon und ich flitzte um ihren Schreibtisch um den Anruf entgegen zu nehmen. Ihr PC war an und ihr Outlook war offen. Ich schaute flüchtig beim telefonieren auf ihren Bildschirm und entdeckte eine Mail mit dem Betreff "Tanja". (das bin ich)

    Natürlich war es falsch das zutun, aber ich las diese mail. In dieser mail schrieb sie den besagten beiden kolleginnen, dass ich bestimmt hätte, dass der Praktikant drüben sitzen soll! Ich hätte wohl nichts zu tun und langweile mich. Falls irgendjemand Aufgaben hätte sollen sie diese Personen ja zu mir schicken.

    Ich musste schlucken und mir kamen die Tränen vor lauter Ungerechtigkeit. Ich habe aber nichts gesagt und machte meine Arbeit weiter.

    Abends als ich zuhause war brach es dann doch aus mir heraus.. ich war nervlich ganz schön runter weil ich so viel Energie hatte für die wieder Aufnahme der Arbeit und dann bekommt man sowas als Echo.
    Ich beschloss nochmals (wie vor 5 Jahren) mit den Chefs zu sprechen ob ich das Büro nicht wechseln könnte. Ich fragte also meine damalige Freundin ob sie mir die Mail zur Verfügung stellen könnte um den Chefs verdeutlichen zu können was hier los ist. Sie fragte mich wie ich sowas von ihr verlangen könnte und dass ich total übertreibe.. das war der letzte private Kontakt den wir hatten.

    So.. Marina erzählte mir dazu noch, dass meine Cousine (sie wohnen im selben Dorf) mit einem Alkoholkranken Ex-Sträfling zusammen wäre und dass sich das ganze Dorf das Maul zerreißt. Ich habe das einfach so hin genommen weil ich kein großes Verhältnis zu meiner Cousine habe aber an dem Tag an dem das mit der Mail aufflog rief ich bei ihr an und fragte was das Gerücht auf sich hat. Sie war völlig geschockt und bat mich abzuwarten, sie würde zu Martina fahren und sie fragen was sie sich einbilden würde.

    Spät am Abend rief mich meine Cousine zurück, da ich sowieso schon so angeschlagen vom Tag war, konnte es ja nur schlimmer werden. Sie erzählte mir, dass Martina überall erzählt ich würde gekündigt werden weil ich mit meinen Anwesenheitszeiten schummeln würde. (Wenn jemand einen Tipp hat wie das geht, immer her damit :-D ) Ich saß da und wusste nichts mehr .. ich überlegte hin und her was sie meinen könnte oder ob die Chefs irgendwas falsch gesehen haben.. ob ich wirklich gekündigt werden soll??

    Ich lag bis 16 Uhr wach und schrieb dann meiner Chefin eine email. Ich bat sie um ein Gespräch gleich am nächsten Morgen.



    Das passierte auch! Ich saß morgens im Büro, Martina war krank und meine Chefin kam ganz erschrocken in mein Büro. Sie bat mich gleich zu sich und mein Bereichsleiter war auch dabei. Ich schilderte alles ganz genau und die zwei saßen da und starrten mich ungläubig an. Ich brach während des Gesprächs in Tränen aus.. ich hasse sowas, aber ich konnte es nicht mehr zurück halten.

    Seit dem Tag, habe ich hier psychisch die Hölle auf Erden. Vielleicht etwas hart ausgedrückt aber es ist so.

    Ich bekam ein eigenes Büro und hatte gehofft jetzt etwas zur Ruhe zu kommen. Weit gefehlt..


    den Rest mache ich Stichpunktartig:

    - raus gezogene Tastatur
    - aus gemachter pc
    - strom kabel aus pc gezogen (vor einer Woche beobachtete ein Kollege wie Martina aus meinem Büro kam nachdem ich Feierabend gemacht habe, und sie hat dort nichts was sie benötigt oder mir hin legen könnte)
    - wenn sie sieht dass ich im Kopierraum stehe, rennt sie über den Flur und knallt die Kopierraumtür zu
    - sie lästert öffentlich über mich wenn ich mit im Raum bin, zwar leise, aber ich höre es
    - sie ist für die Krankmeldungen zuständig und hat mich einmal ("aus versehen") falsch krank gemeldet sodass ich kurz vor einer abmahnung stand
    - wenn sie arbeiten machen soll, die ich sonst mache, aber die ich grade nicht ausführen kann weil ich an etwas anderem arbeite, weigert sie sich
    ....

    ich könnte noch ewig so weiter machen..

    ich war letzte woche beim Personalrat weil es einfach nicht aufhört und ich hilfe brauche. Meine Chefin sagte mir vor einer Woche sie könne nichts tun weil es für all das keine Beweise gäbe.
    Der Personalrat hat vorgeschlagen dass wir ein gespräch mit ihr zusammen führen können, aber das will ich nicht! Dann war ihre idee, dass sie mit Martina alleine sprechen würden, manchmal schreckt sowas schon ab meinen sie.

    aber was mich etwas irritiert hat.. der Personalrat sagte zu mir "das ist ja schon FAST mobbing".. sehe ich das alles zu eng?

    Ist das alles mobbing?

    Reagiere ich über?

    Ich bin nur froh, dass das Verhältnis zu einer Menge Kollegen echt super geworden ist und ich nicht ganz alleine da stehe.

    danke falls jemand wirklich bis hier unten mitgelesen hat :-) Ich freue mich auf eure Antworten!

  • #2
    AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

    ich finde nicht, dass du überreagierst! Das grenzt nicht nur an Mobbing - das ist es einfach! ich habe gelernt, dass die "Kollegen" (Anführungszeichen muss sein, weil es dann keine Kollegen mehr sind") die das verursachen einen schlecht bei allen andern da stehen zu lassen, einfach nur neidisch sind oder selbst riesige Probleme mit ihrem Leben haben.ich habe hier auch so einen Kollegen. Ich habe am 1.1. neu in der Firma begonnen und anfangs lief es auch sehr gut mit ihm und er begegnete mir mit Respekt. Als ich dann meine Steuerfachwirtprüfung im März bestanden habe, fing der ganze Mist richtig an. Er versucht mich ständig beim Chef schlecht aussehen zu lassen, so nach dem Motto ich könnte meine Arbeit nicht richtig machen oder er will mich niedere Tätigkeiten ausführen lassen z.b. hat er letztens intern angerufen ob ich denn nicht bitte das Paket unten im Sekretariat abholen könnte. Weißt du ich bin kein rassischter Mensch,aber er ist ein typischer Türke. Da wirds mir auch irgendwann zu viel. Mir ist heute auch endgültig der Kragen geplatzt weil mir die Sekretärin gezeigt hat dass er selbst bei der Zeiterfassung scheiße über mich schreibt.....Also ich verstehe deine situation

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    • #3
      AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

      Ohje.. das klingt ja auch wunderbar.

      Ich verstehe nur einfach nicht wo ihr Problem liegt.. Okay, ich bin glücklich, habe Familie, habe viele Freunde, einen festen Job den ich sehr gut im Griff habe.. sie kann die PC arbeit nicht so wirklich, hat nur noch ihren Sohn, mit allen anderen ist sie zerstritten, ihr ex mann ist tot, ihr sohn hat das haus vom vater geerbt in dem sie jetzt wohnen.. und freunde hat sie auch nicht. Aber was bringt es ihr mich auf der Arbeit so schlecht zu machen?? Will mir einfach nicht in den Kopf..

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      • #4
        AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

        Wenn ich deinen zweiten Threat lese, hast du die Gründe schon selbst aufgeführt. Wenn es denn tatsächlich so ist, wie du es beschreibst, hast du es wohl mit einem neidischen, verbitterten Menschen zu tun, der zu allem Übel auch nicht ganz so "geschickt" bei der Arbeit ist.
        Du schreibst ja selbst, dass ihr beide auch schon früher aneinander geraten seit. Ob es dann eine Weile gut lief, spielt keine Rolle. Sie wird sich, "schlau" wie sie ist, zusammen gerissen haben und dann die erst beste Gelegenheit genutzt haben (deine Elternzeit), Sand ins Getriebe zu streuen. Solche Leute vergessen schon aus Prinzip nichts, können sich aber bestens verstellen.
        Du kannst deinen Kollegen aber noch nicht einmal übel nehmen, dass sie sich da raus halten, bzw. auch verhalten reagieren. Niemand möchte in einen derartigen Kleinkrieg mit hineingezogen werden. Weder auf der einen, noch der anderen Seite. Auch, wenn sehr deutlich ist, wer da immer wieder stichelt.
        Letztlich kannst du nur eines tun; Beweise sammeln. Zum einen in Form von Notizen. Zum anderen, indem du mit dieser "Dame" so viel wie möglich schriftlich regelst, die Mails aufhebst, Kopien von Zetteln machst. Das macht es ihr schwerer, irgendwelche Dinge zusammenzudichten. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Möglichkeit, "unauffällig" an die besagte Mail zu kommen, von der du berichtet hast. Sonst bleibt nur noch übrig, "gute Ideen" so zu äußern, dass es gleich mehrere Kollegen mitbekommen. Wenn also mal wieder eine Situation auftritt, wie z. B. mit dem Praktikanten, besprich soetwas mit den Leuten, die es letztlich betrifft. Das nimmt ihr wenigstens die Möglichkeit, da wieder einzuhaken und für "Missverständnisse" zu sorgen. Mache dir aber zu deiner eigenen Sicherheit auch über solche Gespräche Notizen. Wenn es hart auf hart kommt, kann man sich leider auf niemanden verlassen.
        Wenn du genügend Beweise zusammen hast, kannst du auch noch einmal ein Gespräch mit dem Betriebsrat suchen.
        Was diese kindereien mit den heraus gezogenen Kabeln angeht... kannst du deine Bürotür nicht abschließen, wenn du raus gehst? Ich denke, wenn einige Kollegen schon gesehen haben, dass die andere die Situation in der Art ausnutzt, um dich zu nerven, werden sie auch einmal warten können, bis du wieder zurück bist, wenn sie denn ein Anliegen haben.

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        • #5
          AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

          Zitat von LangsamReichts;37..5
          die Lästerbeauftrage
          Cooles Wort.
          Reagiere ich über?
          Nein. Im Gegenteil. Ich bin der Meinung, dass du alles richtig gemacht hast.
          aber was mich etwas irritiert hat.. der Personalrat sagte zu mir "das ist ja schon FAST mobbing".. sehe ich das alles zu eng?

          Ist das alles mobbing?
          Ja klar, sagt das der Personalrat. Was glaubst du denn, wenn das als Mobbing bezeichnet wird, was der Personalrat für ein Fett wegkriegt? Normal hat er dagegen zu wirken. Den Stress wollen sich die Leute aber selten machen, also wird das Ganze erst einmal abgeschwächt. "Is ja alles ni so schlimm."

          Die wissen ganz genau, was Mobbing ist und dass das bei dir Mobbing ist.

          Als Beweis könntest du z.B. ein Mobbing-Tagebuch führen. Oder alles, was du mit besagter Dame zu tun hast, schriftlich regeln. Mails, Zettel und was es sonst noch so bei euch gibt.

          Vielleicht noch ein Tipp: Beweise sichert man selbst. Das nächste Mal als so eine verräterische Mail selbst ausdrucken. Du musst ja nicht sagen, woher du sie hast.
          Ich bin nur froh, dass das Verhältnis zu einer Menge Kollegen echt super geworden ist und ich nicht ganz alleine da stehe.
          Was sagen denn deine KollegInnen eigentlich zu der Lästerbeauftragten? Vielleicht gäbe es noch mehr, die ihre Art als störend empfinden.

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          • #6
            AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

            Guten Morgen!!!

            Erst einmal vielen dank für eure Antworten

            Zum Büro abschließen: Ja! Ich kann mein Büro abschließen. Aber wir haben hier eine Schließanlage die jeder mit seinem Schlüssel öffnen kann. Von daher bringt das nicht wirklich viel. Ich sitze in einem "Hinteren" büro, also man muss durch das meines Kollegen (Der sie beobachtet hat) durchgehen um in meins zu kommen. Mein Büro selbst hat einen normalen "Bartschlüssel" aber diese Tür darf ich wegen Brandschutz nicht abschließen und den Schlüssel z.b. mitnehmen. Unser Sicherheitsdienst muss jede Räume abgehen wenn hier Feierabend ist und somit würden sie nicht in mein Büro kommen. Gefragt habe ich meine Chefin aber schon danach.. sie meint das wäre nicht möglich.

            Ja das mit der mail.. mittlerweile wird es diese sicher nicht mehr geben. Das ganze ist ja schon im Oktober gewesen.. Und damals konnte ich sie nicht selbst ausdrucken, weil Martina schon auf dem Flur zu hören war und sie die nächsten malen ihren PC immer gesperrt hat wenn sie das zimmer verließ :-( Und dass ich so geschockt darüber war, dass mir meine Kollegin die mail verwehrte liegt wohl einfach nur daran, dass wir fast wie beste Freunde waren und ich ihr die mail sofort gegeben hätte. Sie hätte meinen Namen ja nicht erwähnen müssen. (Wir waren privat sehr viel zusammen, ich habe ihr so einige male den arsch gerettet mit nächtlichen auszugaktionen bei ex-freunden z.b....)

            Ein Mobbing Tagebuch führe ich schon, und die mail in der mich mein Kollege bei ihr krank gemeldet hat (Richtig krank) die habe ich auch von ihm bekommen. Ich sammel schon fleißig aber beim Personalratsgespräch wollte sie das nicht mal sehen.. Ich muss dazu sagen, dass das eine neue Mitarbeiterin in dem Bereich war mit der ich gesprochen habe. Die eigentliche Personalrätin hat momentan Urlaub und kommt nächste woche wieder. Die wollte sich dann nochmal bei mir melden.


            Also es gibt zwei arten von Kollegen. Einmal die, die wissen wie Martina ist, es aber so hin nehmen.. und dann die, die jedesmal mit dem Kopf schütteln wenn wieder etwas passiert ist. Sie ist teilweise total geschockt und ermutigen mich auch immer, dass ich stark bleiben soll. Mein Kollege der sie in meinem Büro "erwischt" hat, ist auch total genervt von ihr, weil er halt mit bekommt wie es mir dabei geht.
            Notfalls hätte ich also eine handvoll Kollegen die sogar mit zum Personalrat kommen würden.

            so.. dann stürtze ich mich mal wieder an die Arbeit. Wünsche euch einen schönen Tag!

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            • #7
              AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

              Hallo Langsamreichts.


              Ich sehe das alles keineswegs als Mobbing. Sondern als eine aneinanderreihende Konflikte, die entweder nicht gelöst und/oder nicht mal zu Sprache gebracht wurden, daher eskaliert sich alles immer mehr.


              Kollegen und Verwandte kann man sich nicht aussuchen, man kann sie nicht ändern aber man muss mit ihnen irgendwie auskommen. Sicher nicht immer einen leicht. Bei Lästermäuler hilft nur Thema wechseln und abblocken. Die kannst du nicht ändern.


              Deine unliebsamen Kollegin und du erleben gerade etwas, was fast jeder Frau nach der Elternzeit erlebt. Man kann nicht immer in seinen alten Bereich zurückkehren, man „passt“ irgendwie nicht mehr hin, weil einige Strukturen sich geändert haben, andere Kollegen haben inzwischen ein gutes eingespieltes Team gebildet, deswegen wird es schwer sich wieder zu integrieren, das du dich ausgegrenzt füllst, musst nicht zwangsläufig mit dir persönlich zu tun haben, sonder können mit dieser Faktoren und die Tatsache das die besagte Kollegin sowie andere Kollegen ihre Frust und Unzufriedenheit auf dich auslassen, den du schreibst ja: „die gesamte Stimmung im Bereich war furchtbar. (Was möglicheriweise daran lag, dass unser Chef weg gegangen "Wurde")“


              Der Vorfall mit dem Praktikanten ist es so eine Sache: Bei euch scheint es so als wären Kompetenzen nicht richtig klar definiert. Normalerweise, bei so was steht schon Wochen bereits fest, wer sich um dem Praktikanten kümmern sollte und wo er eingesetzt wird. Da die Strukturen und Arbeitsabläufe nicht vordefiniert sind, führt es zu Kompetenzüberschreitungen und Konflikte, weil sich Kollegen/innen übergangen fühlen, also, kann ich auch verstehen, wenn einige Kollegen sich auf dem Schlips getreten fühlen. Sicher fühlst du dich ungerecht behandelt, war ja nicht deiner Absicht. Wenn Konflikte brodeln, muss man rasch handeln. Meine Meinung nach war es falsch gleich zum Chef zu gehen. Richtig wäre es Martina und wer sonst noch beteiligt war, direkt und gezielt anzusprechen, damit hast du nur Öl ins Feuer gegossen. Auf einmal warst du die „Petze“ die sich bei den Chefs sofort aufheult wenn es ein bisschen Stress gibt und übertreibst nur. Somit hast du eine Tür zugeschlossen, und alle Chancen verbaut, dass irgendwie noch freundschaftlich zu regeln, in Form einer Absprache. Manchmal, wirkt es Wundern wenn man Probleme zu Sprache bringt und versucht zu horchen, was ist es in unser Verhalten, dass anderen triggert so auf uns zu reagieren. Wir fallen aus alle Wolken und erkennen, dass wir uns auch hier und dort falsch verhalten haben und ein „Es tut mir Leid, es war mir nicht bewusst, dass wird sich nicht wiederholen“ kann eine verfahrener Situation lösen. Wenn das alles nicht hilft, dann kann man immer noch zum Chef gehen.

              Der Personalrat soll mit dem Ausdruck Mobbing vorsichtig sein. Vereinzelte Mobbing-Handlungen stellen trotzdem immer noch keine Mobbing Situation dar. Ich sehe nur wenn überhaupt was der Übergang von ungelöste Konflikte in einen Mobbing Anfang sein könntet, wenn man nicht einschreitet. Das gemeinsame Gespräch solltest du unbedingt wahrnehmen. Verstehe nicht warum du das nicht willst. Als Chefin würde mir das verdächtig vorkommen. Ich würde mich fragen: „Warum hat man Angst vor Konfrontationen, wenn man im Recht ist?“


              Dann war ihre Idee, dass sie mit Martina alleine sprechen würden, manchmal schreckt sowas schon ab meinen sie.
              Oder Martina erzählt ihr etwas gaaaanz anders, wovon du nichts weißt, womöglich noch mit
              Unterstützung andere Kolleginnen, die auch gegen dich sind und du bist nicht da um dich selbst zu rechtfertigen. Da wäre ich aber ganz vorsichtig, nacher hast du deine Chefin auch gegen dich gebracht dadurch, dass du vor lauter Angst, deinen Kopf in den Sand gesteckt hast.


              Viel Glück

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              • #8
                AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

                Hallo LangsamReichts,
                da ist einiges schief gelaufen und so wie es aussieht, ist es in einer Phase, wo eine Lösung zur Zeit nicht funktionieren wird. Ich würde eine Strategie empfehlen, die dich aus dem Niederschlagsgebiet bringt. Also eher den Schwerpunkt darauf legen, keine Angriffsflächen zu bieten und sich nicht verzetteln.
                Nicht jedes Kampfangebot braucht angenommen zu werden. "Augen rollen"" etc. wäre zum Beispiel weniger gefährlich in puncto Mobbing als von einer Gruppe kommunikativ ignoriert zu werden.

                Auch die Wahl der Mittel ist wichtig. Deine Idee, zur Chefebene zu gehen, ist ein bisschen früh gewesen, vor allem, wenn du nichts Handfestes vorweisen kannst (damit meine ich etwas, was auch iuristischen Sachverstand einleuchten würde), bist du im Bereich von Anschuldigungen nur auf mündlicher Basis. Das ist ein schlechter Ausgangspunkt und kann als Bumerang zurück kommen. Der Rat, zu dokumentieren ist richtig und gut.

                Der Vorfall mit dem Praktikanten ... ehrlich gesagt, so lange es nicht dein Job ist, sich Gedanken zu machen, was der tun soll und wo er sitzen soll, lass es. Jeder sieht irgendwie seinen Arbeitsplatz als Eigenbereich an und manche reagieren sehr empfindlich, wenn man in diese Richtung etwas sagt. (würde ich auch) Auch Vorschläge werden da oft als übergriffig empfunden und so war es wohl auch hier.

                Wenn du weißt, woher die Mail kam, wäre es vorteilhaft gewesen, die Verfasserin damit zu konfrontieren. Nicht dass du die Mail gelesen hast, sondern eher so dass "2 Kolleginnen mir gegenüber sehr aufgebracht waren, weil ich angeblich ihr Büro verplant hätte, was ja eine grobe Fehlinformation wäre, wenn das wirklich so passiert wäre. So was wäre ja wie Gift am Arbeitsplatz und was denkst du darüber?"(so in dem Stil).

                Das geht aber um so besser, je besser du die eigenen Emotionen zu kennst und damit umgehen kannst.
                Zitat von LangsamReichts;37..5
                Ich musste schlucken und mir kamen die Tränen vor lauter Ungerechtigkeit.
                Wie so Ungerechtigkeit und wieso die Tränen? Sie hat etwas weiter geleitet, wahrscheinlich auch nicht in dem Sinne, wie du es gemeint hast, aber das als ungerecht zu empfinden ... es gibt andere Möglichkeiten. Interessant wäre es aber, wieso du genau diese Interpretation "Ungerechtigkeit" gewählt hast und wieso dann die Tränen kamen. Auf Ungerechtigkeit kann man anders reagieren. Die Frage ist, was du dazu bräuchtest, um etwa Hilfreicheres in einer solchen Situation zu gestalten.
                Denn eines ist klar: Tränen, Wut, Heulausbrüche sind nicht hilfreich am Arbeitsplatz. Das geht oft sehr zu Lasten desjenigen, der solche Gefühlsausbrüche hat. Auch wenn jetzt jemand sagt, das sei aber doch verständlich ... ich würde darauf antworten: natürlich ist es verständlich, aber das ändert gar nichts an der Situation. Es gibt eine Regel in schlimmen Konfliktsituationen: Wer sich von Gefühlen leiten lässt, verliert. Deshalb gehört es auch zur Strategie, alles zu tun, um einen kühlen Kopf zu behalten. Das ändert etwas, denn ohne dem ist die Chance, bei Gesprächen etc. im Graben zu landen, ziemlich groß.
                Gruss
                Sunzi
                Der beste Weg ist es, die gegnerische Strategie zu vereiteln; der zweitbeste, dessen Verbündete anzugreifen; und der schlechteste ist der Angriff auf gegnerische Städte.

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                • #9
                  AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

                  Guten Morgen ihr 2!

                  Also wie ich schon anfangs erwähnte, war das nicht die erste Außeinandersetzung mit Martina. Du kannst mit ihr auch über ihre Fehler/schwächen nicht reden. Sie geht sofort auf Angriff über oder sie Antwortet gar nicht. Wie oft habe ich das versucht.. wie oft habe ich sie gefragt warum sie so zu mir ist und was ich ihr getan habe. Es kommt immer "Weiß nicht was du meinst!" oder aber nichts.. sie sitzt vor mir und sagt NICHTS.
                  Die Sache mit dem Praktikanten habe ich nur an mich gezogen, weil ich die Gruppenaufgabe die wir Zeichnerinnen alle hatten schon beendet hatte (ich bin im Zeichnen schneller als die anderen, weil ich ganz anderes wissen über den PC habe als die anderen 3, und blöderweise halten die Chefs den anderen das auch immer vor) deswegen habe ich angeboten ihm paar Aufgaben zu geben weil er nunmal Zeichner werden will.
                  Und ich finde es ungerecht, wenn man lügt und somit andere aufhetzt. Ich habe weder den Raum von den beiden verplant noch habe ich dem Praktikanten oder den Chefs von meiner Idee erzählt. Und grade von den anderen Kolleginnen hätte ich erwartet, dass sie mich erstmal fragen, weil GENAU DIE haben mich vor Jahren noch gewarnt dass ich mich nicht so an Martina hängen soll weil ich dann genauso hinterhältig werden könnte.

                  Und die Tränen hat keiner gesehen (nur kurz nebenbei :-) )

                  Ich möchte kein Gespräch mit ihr zusammen weil ich weiß, dass sie lügen wird oder eben nichts sagt. Mein Problem ist dabei, dass ich privat GANZ anders reagiert hätte bei so einer Situation und ich weiß ganz ganz ganz genau, dass ich in so einem Gespräch (wegen dem ganzen Aufgestauten) explodieren würde. Ich bin an einem Punkt, dass ich mich nicht mehr zusammen reißen kann, auch wenn ich es wollte. Das habe ich nun 6 Jahre immer und immer wieder machen müssen und auch ich bin mal am Ende mit meiner Beherrschung. Da ich bei dem Gespräch mit dem Personalamt eine Menge Zeugen der Situationen aufgeführt habe, können die sich schon denken wo der Hase lang läuft. Die Dame hat mir auch angedeutet, dass ich nicht die erste bin die wegen ihr da ist und langsam etwas passieren muss. Allerdings durfte sie mir weder das, noch andere details darüber erzählen.

                  Übrigens ist es seit dem Gespräch (meine Kollegen wussten dass ich einen Termin beim Personalrat habe und es wurde 100%ig an sie weiter gegeben) Ruhe. Ich habe an meinen PC einen kleinen Zettel gehängt, an dem steht "Hallo Martina, ich weiß, dass du meinen PC ständig aus machst und die Stecker ziehst, ich bitte dich dies zu unterlassen"

                  Naja ich warte mal ab, wie gesagt momentan ist es bei mir ruhig, und genau das ist es was ich will. Nicht mehr und nicht weniger. Ich betone extra das "Bei mir" weil es seit dem bei einer Kollegin los geht die ebenfalls große Probleme mit Martina hat und mit der ich mich super verstehe. Wir warten jetzt auf den Moment in dem sie aus ihrem Büro kommt weil sie arbeitstechnisch wirklich gar nichts miteinander zutun haben.

                  Ich wünsche euch allen ein schönes Langes Wochenende!!

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                  • #10
                    AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

                    Hi Langsamreichts
                    Nur drei kleine Anmerkungen :

                    Die Tränen hat keiner gesehen?

                    Zitat von LangsamReichts;37..5
                    Ich brach während des Gesprächs in Tränen aus
                    Na jaaaaa

                    Zitat von LangsamReichts Beitrag anzeigen
                    Ich habe an meinen PC einen kleinen Zettel gehängt, an dem steht "Hallo Martina, ich weiß, dass du meinen PC ständig aus machst und die Stecker ziehst, ich bitte dich dies zu unterlassen"
                    Nun, das könnte eine Vorlage für einen Schuss in die Breitseite für dich geben, wenn es deine Kontrahentin intelligent gegen dich nutzt. Wollen wir hoffen, dass sie nicht sehr intelligent ist.


                    Zitat von LangsamReichts Beitrag anzeigen
                    Ich möchte kein Gespräch mit ihr zusammen weil ich weiß, dass sie lügen wird oder eben nichts sagt. Mein Problem ist dabei, dass ich privat GANZ anders reagiert hätte bei so einer Situation und ich weiß ganz ganz ganz genau, dass ich in so einem Gespräch (wegen dem ganzen Aufgestauten) explodieren würde.
                    Und genau das ein Kernpunkt hier. Letztendlich heißt das, was du schreibt nur, dass du eingeschränkt in deinen Kompetenzen und das kommt von einer dysfunktionalen Strategie (=etwas aufstauen lassen). Ich weiß, das ist nicht sonderlich höflich formuliert, aber schließlich ist es ja deine Einschätzung deiner Lage. Du wirst nicht viel klären können, wenn du von Emotionen kontrolliert wirst.
                    Hoffen wir mal, dass die Ruhe anhält. Vielleicht findet die Dame ja jemand anders, auf den sie sich zur Abwechslung stürzen kann und es bleibt beim kalten Krieg mit seiner Abschreckungstaktik. Ist besser als ständige Hinterhalte.

                    Gruss
                    Sunzi

                    P.S.: Dass du mit dem Praktikantenthema beste Absichten hast, bestreitet keiner, kein Grund also dich zu erklären. Es kam aber was anderes dabei raus, als du gedacht hattest. Deshalb nochmal: So lange es nicht dein Job ist, kümmere dich nicht um die Dinge, besonders wenn sie Bereiche anderer berühren.
                    Der beste Weg ist es, die gegnerische Strategie zu vereiteln; der zweitbeste, dessen Verbündete anzugreifen; und der schlechteste ist der Angriff auf gegnerische Städte.

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                    • #11
                      AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

                      Ich meinte in dem Moment wo ich die mail gelesen habe, weil du den Text da oben kopiert hast

                      Meine Chefs durften das Gespräch nicht breit treten deswegen habe sie nur gesehen wie am Boden ich in dem Moment war.

                      Wieso schuss in die Breitseite? Mein Kollege hat sie doch dabei erwischt wie sie aus meinem Zimmer kam, also weiß sie und er dass ich es auch weiß. Weil wenn ich kurz den Raum verlasse bei eingeschaltetem PC, und wieder zurück komme und der Stecker gezogen ist und sie in meinem Büro war als Mein Kollege mal zum Clo ist.. dann gibt es kaum Möglichkeiten :-)

                      Sorry.. deinen Satz verstehe ich nicht "Letzendlich heißt das, was du schreibt nur, dass du eingeschränkt in deinen Kompetenzen und das kommt von einer dyfunktionalen Strategie" Bitte einmal übersetzen :-D

                      Und dass das nur MEINE Enschätzung ist, habe ich vorhin auch schon mehrmals wiederlegt. Es gibt hier (auf anhieb gezählt) 6 Kollegen die riesen Probleme mit Martina haben. Ich hab so bisschen das Gefühl als wenn ich hier grade die Schuld dafür bekommen soll, dass sie mir das Arbeitsleben zur Hölle macht.
                      Komm mal jeden Morgen ins Büro und schließe erstmal wieder alles zusammen damit du arbeiten kannst. Verlass kurz das Büro und verliere alle sachen die man blöderweise nicht gespeichert hat weil man deinen PC einfach aus macht. Bekomm die tür vor den Kopf geworfen obwohl man nur seine arbeit macht. Ich habe mit ihr nichts zutun momentan was die arbeit angeht, wir sitzen auf verschiedenen etagen, ich mache einfach nur meine arbeit. Meine Kollegen bekommen zum glück ne menge mit was hier passiert.. und da wird mir gesagt ich wäre schuld. Das find ich etwas weit daher geholt.

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                      • #12
                        AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

                        Hallo LangsamReichts,

                        Und dass das nur MEINE Enschätzung ist, habe ich vorhin auch schon mehrmals wiederlegt. Es gibt hier (auf anhieb gezählt) 6 Kollegen die riesen Probleme mit Martina haben. Ich hab so bisschen das Gefühl als wenn ich hier grade die Schuld dafür bekommen soll, dass sie mir das Arbeitsleben zur Hölle macht.
                        Komm mal jeden Morgen ins Büro und schließe erstmal wieder alles zusammen damit du arbeiten kannst. Verlass kurz das Büro und verliere alle sachen die man blöderweise nicht gespeichert hat weil man deinen PC einfach aus macht. Bekomm die tür vor den Kopf geworfen obwohl man nur seine arbeit macht. Ich habe mit ihr nichts zutun momentan was die arbeit angeht, wir sitzen auf verschiedenen etagen, ich mache einfach nur meine arbeit. Meine Kollegen bekommen zum glück ne menge mit was hier passiert.. und da wird mir gesagt ich wäre schuld. Das find ich etwas weit daher geholt.
                        Laß Dir nichts einreden, es geht um Dein Empfinden und Du lebst in Deiner Situation. In der ersten Beiträgen wurde eigentlich alles relevante zu der Situation gesagt.
                        Es gibt immer wieder mal jemand, der gern noch Salz in die Wunde streut, die darf man aber gern überlesen.

                        Liebe Grüße
                        Maggy

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                        • #13
                          AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

                          @Langsamreichts
                          Nimm Sunzi die Worte nicht übel. Worüber er schreibt, kannst du in "Sun Tsu - Die Kunst des Krieges" nachlesen. Dieses Buch würde ich so manchem Mobbing-Opfer empfehlen. Obwohl die Weisheiten über 2500 Jahre alt sind, haben sie auch heute noch uneingeschränkt Gültigkeit.

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                          • #14
                            AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?
                            Hallo Langsamreichts.
                            Dass deine Kollegin einen Stinkstiefel ist, und dass man sie auf jeden Fall in die Schanken weisen soll, bezweifelt keiner. Was ich, und Sunzi vermutlich auch, versuchen zu schreiben, ist wie neutrale Außenseite die Geschichte betrachten und/oder auslegen könnten.
                            Es ist manchmal schwierig eine treffende Antwort zu geben wenn die Fakten und Situationen nur von einer Person erzählt werden. Sie werden nach und nach erzählt deshalb kann der Zuhörer erst nach und nach eine Meinung bilden.
                            Du schreibst hier:
                            Du kannst mit Martina auch über ihre Fehler/schwächen nicht reden. Sie geht sofort auf Angriff über oder sie Antwortet gar nicht.
                            Ist das nicht menschlich? Wer wird auf Fehler und Schwäche gerne angesprochen? Wie gestalten sich diese Gespräche? Wie gehst du an die Themen ran? Warum fühlt sie sich angegriffen? Ja, ich weiß, das klingt wie einen Vorwurf, ist es aber keiner. Ich versuche dich nur zu Reflektieren zu bewegen, warum manche Situationen entstehen könnten. Ich empfehle dir ein Buch, das mir sehr geholfen hat zu lernen, wie man Konflikte bei Gesprächen ausschalten oder abschwächen kann: Gewaltfreie Kommunikation von Marshall B. Rosenberg.
                            Zum Praktikanten nochmal: Du hast niemanden angeboten sich um ihm zu kümmern, du hast jemanden erzählt, dass du dich um ihm kümmern würdest und dass er Raum XY belegen könntet. Das hat manche Kolleginnen gegen dich aufgebracht mit oder ohne Martinas Einwirkung. Das ist keine „Lüge erzählen“ sie sind davon ausgegangen, dass du es durchziehst a) ohne mit dem entsprechenden kompetenter Vorgesetzte zu sprechen und b) ohne zu fragen ob du den Raum dafür einplanen dürftest und letztendlich c) ohne dass es deine Aufgabe ist. Das ist nicht wie ICH denke, sondern wie die andere dass gesehen haben, sonst hätten sie nicht so reagiert. Denn wenn eine Intrigantin à la Martina zu mir kommen würde und ich hätte nichts dagegen, dann würde ich sagen: „Oh! Klasse. Gute Idee von Langsamreichts!“ Verstehst du was ich meine? Was sollen die Kolleginnen dich bitte schön fragen? Gemeldet hat sich eine ja und gefragt was dir einfällt Ihren Zimmer zu verplanen. Was und wie hätte sie sonst noch fragen sollen?

                            ich weiß ganz ganz ganz genau, dass ich in so einem Gespräch (wegen dem ganzen Aufgestauten) explodieren würde. Ich bin an einem Punkt, dass ich mich nicht mehr zusammen reißen kann, auch wenn ich es wollte. Das habe ich nun 6 Jahre immer und immer wieder machen müssen und auch ich bin mal am Ende mit meiner Beherrschung.
                            6 Jahren? Bei mir sind es 13. Ich habe Gott sei Dank die Beherrschung noch nie verloren und es geht um Verleumdung, übler Nachrede, etc. wogegen ich mich andauernd rechtfertigen muss für Sachen die ich weder gesagt noch gemacht habe...das letzte mal war vorgestern. Wer die Beherrschung verliert, verliert alles... Kennst du das Sprichwort „Wer schreit ist im Unrecht“? Du kannst das Wort "schreien" mit jeder weiteren Form von "Beherschung verlieren" erweitern. Menschen die dich mobben und/oder ungerecht zu dir sind, kannst du nur mit Argumente, Beweise und ein tadelloses Verhalten und Arbeitsmoral zum scheitern bringen.
                            einen kleinen Zettel gehängt, an dem steht "Hallo Martina, ich weiß, dass du meinen PC ständig aus machst und die Stecker ziehst, ich bitte dich dies zu unterlassen"
                            Auch wenn du und dein Kollege 100% davon überzeugt seid, dass sie das gemacht habt, darfst du dass nicht machen, denn keiner hat es gesehen, sondern es ist eine Vermuttung. Wenn du vermuttest, dass jemand etwas gemacht hat, warum gehts du nicht zu ihm und fragst? Ich bin kein Freund von sollche Zettelchen, das ist ein Zeichen von Schwäche in meinen Augen. Das zeigt nur, dass der Schreiber keinen Mut hat, mich persönlich anzusprechen, aus Angst vor einer Konfrontation, und dass er mir keine Chance geben will, mich zu verteidigen oder zu rechtfertigen, denn seiner Meinung ist schon gebildet, er ist überzeugt, das ich das war. Das verhalten, dass du an deine Kolleginnen tadelst, zeigst du ebenfalls. Einerseits findest du ungerecht, dass sie dich angreifen ohne dich zu fragen anhand der Aussagen von Martina (Praktikanten Fall) andereseits greifst du Martina an ohne sie zu fragen anhand der Aussage von deinem Kollegen (PC Fall)... und was ist wenn es Martina gar nicht gewesen war?...und was ist wenn dein Kollege selbst oder jemand ganz anderes ein "harmlose" Spaß machen wollte? Klar ist es Martina gewesen, das glaube ICH auch, aber das ist etwas, was Martina behaupten könntet, das sie es gar nicht war! Ohne Beweise, kannst du niemanden einfach so beschuldigen. Das kann nach hinten los gehen.
                            Meine ehemalige Kollegin (ist am Freitag endlich nach 10 Jahren in Rente gegangen) die mich zusammen mit der Frau vom Chef gemobbt hat, hat andauernd solchen Zetteln aufgehängt, obwohl ich es gar nicht gewesen war. So ein ähnlicher Fall hatten wir ja, sie hat behauptet ich wurde ihren PC absichtlich ausmachen oder Kabeln herausreissen, dabei war es die Putzfrau versehentlich beim Staubsaugen gewesen. Nur weil sie in deinem Zimmer war, ist es kein Beweis, dass sie den PC ausgeschaltet hat. Das meinte Sunzi wohl, wenn er schreibt „Nun, das könnte eine Vorlage für einen Schuss in die Breitseite für dich geben, wenn es deine Kontrahentin intelligent gegen dich nutzt. Wollen wir hoffen, dass sie nicht sehr intelligent ist.“
                            Eins möchte ich dir noch sagen: Wir die uns in diesem Forum bewegen, sind oder waren Mobbing Opfer oder haben solche im Bekannten- und/oder Freundeskreis, deshalb ist keiner hier gegen dich oder will dir die Schuld an der Misere geben. Vielmehr ist die Absich dich zu warnen, wie Sachen ausgelegt werden könnten und plötzlich gegen dich angewendet werden

                            Liebe Grüße

                            Leonina

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                            • #15
                              AW: Übertreibe ich? Ist es mobbing? Bin ich zu sensibel?

                              Hallo Titania,
                              das mit dem Mobbing-Tagebuch finde ich schon nicht schlecht, bringt aber am Ende, wenn es wirklich zu einem Verfahren gegen den Arbeitgeber kommt, nichts! Es sind immer subjektive Ansichten einer stattgefundenen Situation. Wenn diese nicht von anderen beobachtet wird (Zeugen!!!) sind diese Aufzeichnungen wertlos. Ich weiß es aus eigener Erfahrung.
                              Ich will hier nur mal kurz meine Erfahrung mit Mobbing schildern, vieleicht können dann viele die Extremsituation, in die man durch Mobbing kommt, verstehen.
                              Soviel erst mal vorweg: Ich bin schwerbehindert, besitze einen Ausweis und arbeite seit knapp 13 Jahren in einem Unternehmen auf einem Schwerbehinderten-Arbeitsplatz, zumindest ist das so vor 12 Jahren gewesen, heute sieht es ganz anders aus.
                              Aber nun zu der "Geschichte":
                              Angefangen hat alles schon vor fast 5 Jahren. Ich hatte gesundheitliche Probleme (Pankreas (Bauchspeicheldrüse)-Entzündung!) und konnte natürlich die mir übertragenen Aufgaben nicht in vollem Umfang wahrnehmen. Ich wurde kurzfristig (1 h vorher)zu einem Gespräch eingeladen, zu dem ich natürlich allein gehen musste, da bei uns kein Betriebsart existierte. Was dann stattfand, war eine "Hinrichtung" - Vorwürfe, Anfeindungen und Schlimmeres... Quintessenz des Gespräches war es, dass ich von einem Leiter als wortwörtlich "Klotz am Bein" bezeichnet wurde. Es ging im allgemeinen bei diesem Gespräch "sehr fair zu", die Arbeitgeber-Vertretung war "nur" zu dritt...Ich stand allein... O.K. Anzeige erstattet, Polizei meldete sich auch zurück und gab mir bekannt, dass diese an die Staatsanwaltschaft weiter gegeben wurde. Zeitnah erhielt ich dann auch eine Nachricht der Staatsanwaltschaft mit Aktenzeichen, dass das Verfahren bzw. die Anzeige bearbeitet wird. Nicht viel später dann die Ernüchterung: Verfahren wird wegen "mangelnden öffentlichen Interesses eingestellt"! Kann ich auch verstehen: wen sollte das auch interessieren, wie mit schwerbehinderten Mitarbeitern umgesprungen wird... Im Fernsehen und anderen Medien wird ja immer die heile Welt der Schwerbehinderten gezeigt... Da ich bei meiner Arbeit und durch meine fachliche Qualifikation (Meister) eigentlich ein hohes Ansehen genossen habe, hat man natürlich weiterhin versucht, mich und meine Arbeit in Mißkredit zu bringen. Da mir aber keine Fehler passieren, hatten meine Chef`s da keine Chance. Also arbeitet man seitens des Arbeitgebers darauf hin, andere Möglichkeiten auszuschöpfen, um mich zu "Linken"!
                              Das fand dann genau vor einer Woche statt, in dem ich bei einer öffentlichen Mitarbeiter-Versammlung für etwas verantwortlich gemacht wurde, mit dem ich gar nichts zu tun habe. Nun haben wir einen Betriebsrat, den ich informierte, ich habe einen Anwalt, den ich informierte und ich informierte auch das Integrations-Amt, dass für meine Belange zuständig ist. Aussagen wie: -Was willst Du eigentlich, was kann ich da machen und keine rechtliche Handhabe - waren das Ergebniss dieses Informations-Paketes an die Stellen, die mir eigentlich helfen sollten...
                              Die Moral aus der Geschichte: Wende Dich gefälligst nur an solche Stellen, wenn du mit Kieferbruch Du im Krankenhaus liegst.
                              Ich habe jetzt die "rosarote" Brille abgenommen und kann mir eigentlich nur noch selber helfen. Eines kann ich jedoch schon jetzt mit Bestimmtheit sagen: In der heutigen Zeit muss man zu "Arbeiten gehen" viel Spaß verstehen, Arbeitgeber schulen ihre Leitung auf Mobbing, raus mit den "Alten", rein mit den "Neuen", und das für weniger Lohn. Denn auch im Arbeitsleben geht es immer nur um das EINE---- KOHLE!!!!

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