Hallo, liebes Forum!
So, das wäre dann mein dritter Versuch, ne Vorstellung zu schreiben. Einmal sind mir die Kinder dazwischen gefunkt, das andere Mal isses bedeutend zu lang geworden. So. Nummer drei.
Bis vor Kurzem dachte ich noch, wirklich Glück gehabt zu haben. Ich bin mit meiner Familie von der Großstadt in die Kleinstadt gezogen. Die Arbeitsplätze dort sind nicht gerade reichlich gesät. Ich hab trotzdem fleißig gesucht, da ich nach der Elternzeit doch gern wieder ein paar Stunden arbeiten gehen, Anschluss finden wollte und naja... ein bisschen Geld ist natürlich auch nie verkehrt. Ich hab tatsächlich auch was gefunden. Es schien perfekt: ein kleines CallCenter, ein paar Gehminuten, kinder- und gattenkompatible Arbeitszeiten, angenehme Arbeit an sich und die Kollegen schienen auch supernett.
Mit einer Kollegin (wir sind 3 insgesamt, dazu der Chef) verstand ich mich besonders gut. Sie sagte mir ständig dass sie mich sehr mag und sich freut dass ich da bin, wir haben privat telefoniert und hatten Spaß im Büro. Ich wurde sehr gelobt, weil meine Leistungen gut waren. Es war nie Wettbewerb oder so. Im Gegenteil. Wir haben uns immer für uns gegenseitig gefreut.
Bis vor knapp anderthalb Wochen.
Ich habe es tatsächlich geschafft, sie 2x sauer zu machen, indem ich etwas unbedachtes gesagt habe. Es war wirklich nichts Schlimmes. Nichts, was man nicht durch ein Gespräch hätte aus der Welt schaffen können. Sie unterstellte mir Zickigkeit und Arroganz.
Am nächsten Tag: das gleiche Spiel. Diesmal betraf es meine junge Kollegin. Der Tag lief für uns alle nicht gut und ich freute mich über einen Auftrag in letzter Sekunde. Sagte zum Chef: Puh, besser das als nix. Ich bekam riesen Ärger von meiner älteren Kollegin. Was ich mir denn dabei denke? Die junge Kollegin hätte nix gehabt und wäre jetzt voll geknickt. Ich entschuldigte mich wieder in aller Form.
Da ich weiß, dass ich mich manchmal sehr missverständlich ausdrücke, bat ich ausdrücklich darum mich darauf hinzuweisen und betonte dass ich sowas generell nie böse meine. Meine ältere Kollegin wurde dann recht kühl und sagte, ich müsse das selbst wissen ich wäre erwachsen und hätte Kinder. Ich sagte ihr dass Menschen eben unterschiedlich sind. Zwecklos.
Seitdem geht es eigentlich jeden Tag so weiter. Ich bin mittlerweile nur noch verunsichert. Und was passiert, wenn man zwanghaft versucht alles richtig zu machen? Genau.
Meine ältere Kollegin springt mittlerweile wie ein Schießhund auf das an, was ich sage. Gab sie mir gegenüber auch schon zu.
Es werden mir Worte im Mund umgedreht, Fehler (ja, ich mache welche, auch dumme Anfängerfehler. Das ist völlig menschlich, wie ich finde, zumal ich noch nicht so lange dabei bin) breitgetreten, es wird im Büro offen über mich gelacht und es werden mir Dinge unterstellt die so nicht korrekt sind.
Ich bin ein Schleimer, weil ich die Tür aufhalte (gehört sich aber für mich so).
Ich bin neidisch auf das, was die anderen an Aufträgen kriegen. Ich guck ja immer zur Tafel (aha. Andere Gründe wie "ich muss mich ranhalten" kanns ja nicht haben)
Ziehe ich mich zurück, bin ich die Spaßbremse. Sage ich was, kann ich sicher sein dass ich mir wieder was anhören muss.
Wie mans macht, macht mans verkehrt.
Einmal wies sie mich drauf hin, dass ich zu schnell spreche. Ich sagte: "Ich weiß das, aber da ich generell schnell spreche, verfällt man manchmal in diesen Automatismus, danke für den Hinweis" Sie sagte, ich sehe doch, dass du jetzt schon wieder wütend auf mich bist. Ich sagte: "Nein, ich bin dankbar, wenn man mir das sagt. Mein früherer Chef hat mir das mal auf Band aufgenommen und vorgespielt. Das fand ich auch nicht ärgerlich, sondern interessant."
Da wurde sie richtig aggressiv und sagte: "AHA! Du hast also damals schon Arbeitsanweisungen nicht gehorcht! Da muss ich aber mal zum Chef ins Büro gehen..."
Ich habe - zugegeben - einmal nicht gemacht, was sie mir gesagt hat. Das war aber nicht, weil ich keine Lust hatte, sondern weil es in den ersten paar Tagen bei mir nicht funktionierte und danach hatte ich mich an meine handschriftlichen Notizen gewöhnt. Sie hat aber nur ab und zu mal total nett und unvorgesetztenhaft gesagt dass es viel praktischer ist. Ich habs probiert, den Nutzen gesehen, mich herzlich bedankt und dachte, es wäre dann okay. Mitnichten! Das wird mir bis heute vorgehalten.
In den letzten Tagen hat sie mir ab und an zwischen den Telefonaten Input gegeben. Naja, beziehungsweise mich auf Fehler aufmerksam gemacht. Ich bedankte mich, und machte mir ein Post-It. So merke ich mir das am besten. Sie war wütend, weil ich nur "Ja, okay, danke" gesagt habe. Was für eine Frechheit!!! Ein Post-It wäre unnötig, das muss man sich doch auch so merken!!! Schon wieder würde ich die Arbeitsanweisungen nicht ausführen!! Sie opfert ihre wertvolle Arbeitszeit und muss sich mit so einer patzigen Antwort abfinden! Ich sagte ihr noch dass ich ihr mit der kurzen Antwort eben die Zeit *nicht* stehlen und mit der sofortigen Umsetzung zeigen wollte, dass es mir wichtig ist. Nö. Böses Juju. Endlose Diskussionen.
Wenn ich sie bitte, mal bei mir reinzuhören, obs besser geworden ist, muss sie plötzlich arbeiten. Dabei betont sie ja sonst immer (wenn ich Fehler mache), dass es ihre Aufgabe ist, uns alles richtig beizubringen.
So als kleine Beispiele.
Meine jüngere Kollegin sagte mir anfangs noch wenn wir allein waren, sie wisse wie ichs meine. Wenn die ältere Kollegin da ist, bestätigt sie aber immer das, was sie gerade sagt. Ich glaube, sie hat auch Angst und ist froh selbst nicht mehr in der Schusslinie zu stehen. In meiner kurzen Zeit hab ich schon 2 Leute fliegen sehen - wegen persönlicher Differenzen mit der älteren Kollegin.
Ich hab natürlich öfters schon das Gespräch gesucht. Zwecklos. Es wird immer nur für kurz besser. Und dann sage ich wieder was, was sie gnadenlos aufregt. Ich hab anfangs noch gedacht, es wäre wohl tatsächlich meine Schuld. Mich immer brav entschuldigt, auch wenn ichs nicht verstanden habe. Meinen Mann x-mal gefragt, der gibt mir immer ehrliches Feedback. Tatsächlich sagte er mir 2x dass ich mich blöde ausgedrückt hab. Ja. Okay. Aber auch hier: Warum kann man nicht normal drüber sprechen?
Ich weiß auch, dass meine Kollegin regelmäßig zum Chef "petzen" geht. Natürlich mit ihrer Interpretation der Dinge. Ich werde natürlich nicht gefragt.
Meine Leistung hat massiv gelitten. Dafür bekam ich Anschiss, auch für die o. g. "Arbeitsverweigerung". Alle waren sich einig. Ich hab mich so mies gefühlt, weil ich gern über die wahren Gründe gesprochen hätte.
Mit Chef brauch ich nicht reden, das geht nach hinten los. Laut Kollegin hält er mich mittlerweile auch für "unmöglich" und lacht wohl auch in trauter Runde über mich mit. Einmal ist das passiert, während ich noch da war. Da wurde er extra gerufen und sich köstlich über mich amüsiert. Tat so, als würde mir das nix machen. Aber in Wirklichkeit hab ich mich mies gefühlt.
Als aber meine Kollegin Ende letzter Woche mit ganz komischem Blick mehrfach zu mir sagte: "Es ist deine eigene Schuld was hier abgeht. Nur DEINE, verstehst du das???" war mir irgendwie klar, dass es nicht alleine an mir liegen kann. Auch ihr ewiges "Du bist jetzt sicher wütend" oder "bestimmt rennst du zum Chef, ich hab das so im Gefühl..." zeugen für mich davon dass selbst weiß dass ich Grund hätte wütend zu sein.
Ich hätte mich so negativ verändert und es mache keinen Spaß mehr mit mir. Ja, sagte ich, weil ich verdammt unsicher geworden bin und es für mich Topfschlagen im Minenfeld ist. Das verstehen die aber nicht. Du bist voll anstrengend geworden, es ist so schön, wenn du nicht da bist. Das trifft so
Ich mein, ich steh nicht seit gestern im Arbeitsleben und ich hatte fast immer zu allen (mit allen geht glaub ich eh nicht) ein gutes Verhältnis. Man verbuchte mich meist unter "etwas speziell, aber fleißig, nett, umgänglich, ect." Mit vielen Ex-Kollegen habe ich bis heute Kontakt. Wenn ich so schlimm wäre, wäre das doch nicht so?
Ich bin momentan so fertig. Der Stress verfolgt mich bis ins Privatleben, ich habe Magenprobleme, Kopfschmerzen weil ich nachts knirsche und schlafe schlecht. Ich hab noch 2 Kinder "nebenbei" und mein Mann geht dann zur Arbeit, wenn ich grad heimkomme. Ich merke, dass ich seitdem kaum mehr Kraft habe, dabei bräuchte ich die so dringend
Das ist mir eigentlich sehr unangenehm, nach knapp anderthalb Monaten schon so ... naja, ich sag mal flapsig "abzukacken". Aber allein der Gedanke, Montag wieder hin zu müssen gruselt mich so.
Ich bin grad am Anfang der Probezeit. Was kann ich tun? Selbst kündigen geht ja nicht, da dann das ALG1 wegfiele. Wenn die mich kündigen (allein schon aufgrund der schlechten Leistungen momentan), was kann passieren? Kann ich irgendwas tun? Ich würde eigentlich so gern weiter dort arbeiten. Wenn nur das nicht wäre. Oder mich mal zumindest auf die Hinterbeine stellen können. Aber was dann passiert, ahne ich bereits.
Ich danke euch schon mal fürs Lesen und eventuellen Input. Ihr helft mir damit sehr.
LG, die BuckligeBrotspinne
So, das wäre dann mein dritter Versuch, ne Vorstellung zu schreiben. Einmal sind mir die Kinder dazwischen gefunkt, das andere Mal isses bedeutend zu lang geworden. So. Nummer drei.
Bis vor Kurzem dachte ich noch, wirklich Glück gehabt zu haben. Ich bin mit meiner Familie von der Großstadt in die Kleinstadt gezogen. Die Arbeitsplätze dort sind nicht gerade reichlich gesät. Ich hab trotzdem fleißig gesucht, da ich nach der Elternzeit doch gern wieder ein paar Stunden arbeiten gehen, Anschluss finden wollte und naja... ein bisschen Geld ist natürlich auch nie verkehrt. Ich hab tatsächlich auch was gefunden. Es schien perfekt: ein kleines CallCenter, ein paar Gehminuten, kinder- und gattenkompatible Arbeitszeiten, angenehme Arbeit an sich und die Kollegen schienen auch supernett.
Mit einer Kollegin (wir sind 3 insgesamt, dazu der Chef) verstand ich mich besonders gut. Sie sagte mir ständig dass sie mich sehr mag und sich freut dass ich da bin, wir haben privat telefoniert und hatten Spaß im Büro. Ich wurde sehr gelobt, weil meine Leistungen gut waren. Es war nie Wettbewerb oder so. Im Gegenteil. Wir haben uns immer für uns gegenseitig gefreut.
Bis vor knapp anderthalb Wochen.
Ich habe es tatsächlich geschafft, sie 2x sauer zu machen, indem ich etwas unbedachtes gesagt habe. Es war wirklich nichts Schlimmes. Nichts, was man nicht durch ein Gespräch hätte aus der Welt schaffen können. Sie unterstellte mir Zickigkeit und Arroganz.
Am nächsten Tag: das gleiche Spiel. Diesmal betraf es meine junge Kollegin. Der Tag lief für uns alle nicht gut und ich freute mich über einen Auftrag in letzter Sekunde. Sagte zum Chef: Puh, besser das als nix. Ich bekam riesen Ärger von meiner älteren Kollegin. Was ich mir denn dabei denke? Die junge Kollegin hätte nix gehabt und wäre jetzt voll geknickt. Ich entschuldigte mich wieder in aller Form.
Da ich weiß, dass ich mich manchmal sehr missverständlich ausdrücke, bat ich ausdrücklich darum mich darauf hinzuweisen und betonte dass ich sowas generell nie böse meine. Meine ältere Kollegin wurde dann recht kühl und sagte, ich müsse das selbst wissen ich wäre erwachsen und hätte Kinder. Ich sagte ihr dass Menschen eben unterschiedlich sind. Zwecklos.
Seitdem geht es eigentlich jeden Tag so weiter. Ich bin mittlerweile nur noch verunsichert. Und was passiert, wenn man zwanghaft versucht alles richtig zu machen? Genau.
Meine ältere Kollegin springt mittlerweile wie ein Schießhund auf das an, was ich sage. Gab sie mir gegenüber auch schon zu.
Es werden mir Worte im Mund umgedreht, Fehler (ja, ich mache welche, auch dumme Anfängerfehler. Das ist völlig menschlich, wie ich finde, zumal ich noch nicht so lange dabei bin) breitgetreten, es wird im Büro offen über mich gelacht und es werden mir Dinge unterstellt die so nicht korrekt sind.
Ich bin ein Schleimer, weil ich die Tür aufhalte (gehört sich aber für mich so).
Ich bin neidisch auf das, was die anderen an Aufträgen kriegen. Ich guck ja immer zur Tafel (aha. Andere Gründe wie "ich muss mich ranhalten" kanns ja nicht haben)
Ziehe ich mich zurück, bin ich die Spaßbremse. Sage ich was, kann ich sicher sein dass ich mir wieder was anhören muss.
Wie mans macht, macht mans verkehrt.
Einmal wies sie mich drauf hin, dass ich zu schnell spreche. Ich sagte: "Ich weiß das, aber da ich generell schnell spreche, verfällt man manchmal in diesen Automatismus, danke für den Hinweis" Sie sagte, ich sehe doch, dass du jetzt schon wieder wütend auf mich bist. Ich sagte: "Nein, ich bin dankbar, wenn man mir das sagt. Mein früherer Chef hat mir das mal auf Band aufgenommen und vorgespielt. Das fand ich auch nicht ärgerlich, sondern interessant."
Da wurde sie richtig aggressiv und sagte: "AHA! Du hast also damals schon Arbeitsanweisungen nicht gehorcht! Da muss ich aber mal zum Chef ins Büro gehen..."
Ich habe - zugegeben - einmal nicht gemacht, was sie mir gesagt hat. Das war aber nicht, weil ich keine Lust hatte, sondern weil es in den ersten paar Tagen bei mir nicht funktionierte und danach hatte ich mich an meine handschriftlichen Notizen gewöhnt. Sie hat aber nur ab und zu mal total nett und unvorgesetztenhaft gesagt dass es viel praktischer ist. Ich habs probiert, den Nutzen gesehen, mich herzlich bedankt und dachte, es wäre dann okay. Mitnichten! Das wird mir bis heute vorgehalten.
In den letzten Tagen hat sie mir ab und an zwischen den Telefonaten Input gegeben. Naja, beziehungsweise mich auf Fehler aufmerksam gemacht. Ich bedankte mich, und machte mir ein Post-It. So merke ich mir das am besten. Sie war wütend, weil ich nur "Ja, okay, danke" gesagt habe. Was für eine Frechheit!!! Ein Post-It wäre unnötig, das muss man sich doch auch so merken!!! Schon wieder würde ich die Arbeitsanweisungen nicht ausführen!! Sie opfert ihre wertvolle Arbeitszeit und muss sich mit so einer patzigen Antwort abfinden! Ich sagte ihr noch dass ich ihr mit der kurzen Antwort eben die Zeit *nicht* stehlen und mit der sofortigen Umsetzung zeigen wollte, dass es mir wichtig ist. Nö. Böses Juju. Endlose Diskussionen.
Wenn ich sie bitte, mal bei mir reinzuhören, obs besser geworden ist, muss sie plötzlich arbeiten. Dabei betont sie ja sonst immer (wenn ich Fehler mache), dass es ihre Aufgabe ist, uns alles richtig beizubringen.
So als kleine Beispiele.
Meine jüngere Kollegin sagte mir anfangs noch wenn wir allein waren, sie wisse wie ichs meine. Wenn die ältere Kollegin da ist, bestätigt sie aber immer das, was sie gerade sagt. Ich glaube, sie hat auch Angst und ist froh selbst nicht mehr in der Schusslinie zu stehen. In meiner kurzen Zeit hab ich schon 2 Leute fliegen sehen - wegen persönlicher Differenzen mit der älteren Kollegin.
Ich hab natürlich öfters schon das Gespräch gesucht. Zwecklos. Es wird immer nur für kurz besser. Und dann sage ich wieder was, was sie gnadenlos aufregt. Ich hab anfangs noch gedacht, es wäre wohl tatsächlich meine Schuld. Mich immer brav entschuldigt, auch wenn ichs nicht verstanden habe. Meinen Mann x-mal gefragt, der gibt mir immer ehrliches Feedback. Tatsächlich sagte er mir 2x dass ich mich blöde ausgedrückt hab. Ja. Okay. Aber auch hier: Warum kann man nicht normal drüber sprechen?
Ich weiß auch, dass meine Kollegin regelmäßig zum Chef "petzen" geht. Natürlich mit ihrer Interpretation der Dinge. Ich werde natürlich nicht gefragt.
Meine Leistung hat massiv gelitten. Dafür bekam ich Anschiss, auch für die o. g. "Arbeitsverweigerung". Alle waren sich einig. Ich hab mich so mies gefühlt, weil ich gern über die wahren Gründe gesprochen hätte.
Mit Chef brauch ich nicht reden, das geht nach hinten los. Laut Kollegin hält er mich mittlerweile auch für "unmöglich" und lacht wohl auch in trauter Runde über mich mit. Einmal ist das passiert, während ich noch da war. Da wurde er extra gerufen und sich köstlich über mich amüsiert. Tat so, als würde mir das nix machen. Aber in Wirklichkeit hab ich mich mies gefühlt.
Als aber meine Kollegin Ende letzter Woche mit ganz komischem Blick mehrfach zu mir sagte: "Es ist deine eigene Schuld was hier abgeht. Nur DEINE, verstehst du das???" war mir irgendwie klar, dass es nicht alleine an mir liegen kann. Auch ihr ewiges "Du bist jetzt sicher wütend" oder "bestimmt rennst du zum Chef, ich hab das so im Gefühl..." zeugen für mich davon dass selbst weiß dass ich Grund hätte wütend zu sein.
Ich hätte mich so negativ verändert und es mache keinen Spaß mehr mit mir. Ja, sagte ich, weil ich verdammt unsicher geworden bin und es für mich Topfschlagen im Minenfeld ist. Das verstehen die aber nicht. Du bist voll anstrengend geworden, es ist so schön, wenn du nicht da bist. Das trifft so

Ich mein, ich steh nicht seit gestern im Arbeitsleben und ich hatte fast immer zu allen (mit allen geht glaub ich eh nicht) ein gutes Verhältnis. Man verbuchte mich meist unter "etwas speziell, aber fleißig, nett, umgänglich, ect." Mit vielen Ex-Kollegen habe ich bis heute Kontakt. Wenn ich so schlimm wäre, wäre das doch nicht so?
Ich bin momentan so fertig. Der Stress verfolgt mich bis ins Privatleben, ich habe Magenprobleme, Kopfschmerzen weil ich nachts knirsche und schlafe schlecht. Ich hab noch 2 Kinder "nebenbei" und mein Mann geht dann zur Arbeit, wenn ich grad heimkomme. Ich merke, dass ich seitdem kaum mehr Kraft habe, dabei bräuchte ich die so dringend

Das ist mir eigentlich sehr unangenehm, nach knapp anderthalb Monaten schon so ... naja, ich sag mal flapsig "abzukacken". Aber allein der Gedanke, Montag wieder hin zu müssen gruselt mich so.
Ich bin grad am Anfang der Probezeit. Was kann ich tun? Selbst kündigen geht ja nicht, da dann das ALG1 wegfiele. Wenn die mich kündigen (allein schon aufgrund der schlechten Leistungen momentan), was kann passieren? Kann ich irgendwas tun? Ich würde eigentlich so gern weiter dort arbeiten. Wenn nur das nicht wäre. Oder mich mal zumindest auf die Hinterbeine stellen können. Aber was dann passiert, ahne ich bereits.
Ich danke euch schon mal fürs Lesen und eventuellen Input. Ihr helft mir damit sehr.
LG, die BuckligeBrotspinne


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