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Gemobbte wird selbst zum "Täter"

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  • Gemobbte wird selbst zum "Täter"

    Liebe Leser,

    in einem anderen Beitrag habe ich bereits mein Anliegen geschildert.

    Als ich über die Geschehnisse an meinem Arbeitsplatz nachgedacht habe, viel mir spontan noch eine Kollegin ein, die ebenfalls gemobbt wurde. Ich kann mich noch sehr genau an ihre Verzweiflung erinnern, an ihre Ohnmacht, nichts dagegen tun zu können. Sie weinte fast täglich und wollte schon wieder kündigen. Unzählige Teamgespräche und die Kündigung der Haupt-Mobberin trugen letztendlich zu einer entspannteren Situation bei.

    Heute befinde ich mich in der Situation, in der sie sich damals befand. Grundsätzlich müsste sie Verständnis für meine Situation haben. Leider ist das nicht der Fall. Sie hat das Lager gewechselt und sich ihrer damaligen Peinigerin angeschlossen. Sie empfindet sogar Mitleid für diese Person, die - aus mangelndem Sozialverhalten uns Selbstwertgefühl heraus - anderen Menschen den Berufsalltag zur Hölle macht.....und auf diese Art und Weise versucht, sich Anerkennung zu verschaffen.

    Ich frage mich in diesem Zusammenhang, wie ein Mensch strukturiert sein muss, um sich so zu verhalten. Geschieht es aus Angst, dass sie nun zum "Gegenlager" gehören möchte? Ich muss ergänzen, dass sie auch den den vorherigen Einrichtungen, in denen sie gearbeitet hat, gemobbt wurde. Solche Geschehnisse ziehen sich - wie ein roter Faden - durch ihr Leben.

    LG
    HaPe

  • #2
    AW: Gemobbte wird selbst zum "Täter"

    Hallo Hape,

    vielleicht klingt das jetzt unsensibel. Aber wenn sie auch in den anderen Einrichtungen, in denen sie arbeitete, "gemobbt" wurde, kann es auch durchaus sein, dass man nur die Geduld verlor, wegen ihrer Arbeitsweise. Niemand wird nur ständig und überall gemobbt.
    Das sie zur Mobberseite wechselte, nachdem sie selbst "einmal" zum Opfer wurde, ist nicht gerade ein guter Charakterzug. Vor allem sollte sie bedenken, dass es - nachdem wegen ihr schon ein Wirbel veranstaltet wurde - auch negativ auf sie zurück fallen könnte, wenn sie sich jetzt so verhält. Wenn das die richtige Stelle mitbekommt, kann es durchaus sein, dass die Meinung aufkommt, die falsche Person gekündigt zu haben.

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    • #3
      AW: Gemobbte wird selbst zum "Täter"

      Nein...Ihre Vorwürfe waren damals berechtigt. Sie, wie einige andere neue Kollegen auch, hatten von Anfang an keinen leichten Stand. Da wurde alles dran gesetzt, um deren Arbeit schlecht zu machen. Von daher ist es für mich unverständlich, wie jemand so eine Wende machen kann. Ich habe schon den Eindruck, dass sie sich durch den Lagerwechsel gestärkt fühlt. Die Motivation, die dahinter steckt, könnte Angst vor weiteren Attacken sein.

      Schlußendlich liegt es aber an der Führung in unserem Hause, die diese Strukturen möglich macht. Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her.
      Zuletzt geändert von Hape12; 29.10.2015, 14:46.

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      • #4
        AW: Gemobbte wird selbst zum "Täter"

        Hallo..ich denke dies passiert sicherlich aus der Angst nachher selbst wieder in der Schusslinie zu stehen. Im Moment ist sie "sicher"...denkt sie bestimmt....

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        • #5
          AW: Gemobbte wird selbst zum "Täter"

          hallo,

          also bei mobbing ist es eigentlich so, dass man wirklich sehr stark leidet. man bekommt kopfschmerzen, übelkeit und und und. normalerweise brauchen die menschen danach monate, um wieder angstfrei zu werden. dass jemand dann selber so wird, das kann ich mir schwer vorstellen. das wäre so, als würde jemand loslaufen und leute verprügeln, weil er selbst verprügelt worden ist. was macht sie denn genau?

          ich selber habe bemerkt, dass ich danach probleme hatte, mich wieder zu normalisieren irgendwie. ich habe mich noch monate bis jahre danach zu schnell verteidigt...

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          • #6
            AW: Gemobbte wird selbst zum "Täter"

            du hast recht.
            Signatur gelöscht - werbelink

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            • #7
              AW: Gemobbte wird selbst zum "Täter"

              Zitat von MissSahne Beitrag anzeigen
              hallo,

              also bei mobbing ist es eigentlich so, dass man wirklich sehr stark leidet. man bekommt kopfschmerzen, übelkeit und und und. normalerweise brauchen die menschen danach monate, um wieder angstfrei zu werden. dass jemand dann selber so wird, das kann ich mir schwer vorstellen. das wäre so, als würde jemand loslaufen und leute verprügeln, weil er selbst verprügelt worden ist. was macht sie denn genau?

              ich selber habe bemerkt, dass ich danach probleme hatte, mich wieder zu normalisieren irgendwie. ich habe mich noch monate bis jahre danach zu schnell verteidigt...
              Ich kann nur schreiben, wie ich mich nach diesen Attacken gefühlt habe. Das ist weitesgehend deckungsgleich mit dem, was MissSahne schreibt.

              Was die Mobber angeht, so gibt es ja verschiedene Mobbingtypen. Rückwirkend betrachtet....würde ich sagen, dass ich sowohl einer Neidmobberin ....als auch einer Angstmobberin ausgesetzt war. Angstmobber sind emotional oft stark beeinträchtigt, sehen Zusammenhänge sehr einseitig und das Opfer wird - egal wie es sich verhält - negativ gesehen. Angstmobber waren oft selbst Neid- und Machtmobbern ausgesetzt (was meinen Fall betrifft, so treffen alle aufgeführten Punkte zu). Ich würde es nicht ausschließen, dass sich Angstmobber ihren ehemals-Peinigern anschließen, weil sie Angst haben von einer Grupppe ausgeschlossen zu werden. Sie wollen dazugehören und mobben fleißig mit. Gleichzeitig fühlen sie sich selbst als Opfer Sie erleben ihr Verhalten nicht selten als Reaktion auf vermeintliches Fehlverhalten des Opfers.

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