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Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

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  • #16
    AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Hallo wehrteuch,

    Zum Aktenvermerk: wäre ich in der Situation gewesen, hätte ich mit dem Mitarbeiter, der den Kreditantrag vorher bearbeitet hat, gesprochen und über dieses Gespräch mit den Infos einen Vermerk zu der Akte gelegt.

    Beispiel: ein Unternehmen bot mir an, mir diese und jene "Gefälligkeiten" zukommen zu lassen, wenn ich ihm weitere mögliche Auftragnehmer besorge. Ich teilte sehr deutlich mit, dass ich die Firma von weiteren beschränkten Ausschreibungen ausschließen müsste, sollte ein weiterer Versuch der Art erfolgen. Ich fertigte einen Vermerk für die Akten, ließ ihn zur Kenntnis meinem Vorgesetzten zukommen.


    Du hast doch bereits die Öffentlichkeit gesucht, Du warst in Zeitungen, Du warst in parlamentarischen Gremien...das meinte ich.
    Niemand will, dass Du in diesem Forum schweigst. Ich wollte Dir nur zu bedenken geben, dass eine offene Identität zum eigenen Schaden führen kann.

    Du bist nicht allein krank. Ich wurde aufgrund einer leichten Gehbehinderung immer und immer wieder diskriminiert, das funktioniert am Rande des rechtlich Möglichen durch das Zauberwort "Umstrukturierung".
    Ich habe inzwischen Tumore, eine Herzerkrankung, Bluthochdruck, nur noch 40 % Sehkraft durch eine Augenerkrankung.

    Ich kenne Spott der ekeligsten Art unter vier Augen. Ein Vorgesetzter meinte zu mir "sie sind über das übliche Maß hinaus qualifiziert und gut eingearbeitet, kommen mit den Leuten hier gut aus und beherrschen ihr Arbeitsgebiet. Aber...körperlich Gebrechliche und Fußlahme haben bei mir auf der Chefetage nichts verloren." Mir hat keiner geglaubt, auch nicht der Betriebsrat, man meinte, ich wollte dem Vorgesetzten schaden. Und so wurde ich wieder versetzt...

    Also, bitte...

    Ich bin in meinem Beruf vielseitig qualifiziert, besser als diejenige, die meine Arbeit übernahm. Natürlich war es nicht dieselbe Stelle, sie wurde umbenannt.
    Derweil unterstellte man mir, ich würde "blau machen", was angesichts des ärztlichen Attestes eine infame Lüge war. Die Abmahnung wurde zurückgenommen.
    Ich bin umgekippt im Büro, habe dann über einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einen Auflösungsvertrag initiiert mit einer guten Abfindung, war ja viele Jahre dort.

    Zwischenzeitlich habe ich daraufhin befristet gearbeitet, was eigentlich recht angenehm war.

    Dann folgte nach einigen Jahren eine unbefristete Anstellung und alles lief prima bis zum Chefwechsel.

    Mir ist das 2 x passiert, dass mein qualifizierter Arbeitsplatz Bekannte der Vorgesetzten übernahmen.

    Was glaubst Du, ich hatte beim ersten Mobbingfall auch Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt.
    Letztendlich wollte ich nur noch raus, denn dieses Mobbing endete nicht.

    Ich habe daraus gelernt.
    Wer hilft Dir denn? Die Journalisten? Die wollen ihre Spalte oder ihren Sendeplatz füllen. Und danach...fühlst Du Dich noch verlassener. Die Politik, die Kirche? Mitnichten, die kochen ihr eigenes Süppchen und haben ihr eigenes Klüngelnetzwerk.

    Niemand will, kann und wird Dir verbieten zu reden. Ich frage mich nur, was es in allen Jahren bewirkt hat und noch bewirken soll, außer, dass es Dich zunächst erleichtert und dann doch in ein tiefes Loch stürzt?
    Pfirsichblüte
    besonders erfahrenes Mitglied
    Zuletzt geändert von Pfirsichblüte; 27.03.2017, 13:33.

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    • #17
      AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

      P.S. Du fragst, ob Du je wieder auf die Sonnenseite des Lebens kommst, wenn Du Deinen Fall nicht mehr öffentlich machst.
      Gegenfrage: meinst Du, Du kommst auf die Sonnenseite, wenn Du ihn weiter immer und immer wieder öffentlich machst?

      Möglich, dass Du nicht gleich wieder in einen adäquaten Job einsteigst. Das heißt aber nicht, dass Du überhaupt nicht einsteigen und Vertrauen aufbauen kannst.
      Ich habe das Wort "Mobbing" beim Vorstellungsgespräch tunlichst vermieden. Natürlich sind die Unternehmen nicht naiv und wittern Lunte, wenn jemand nach vielen Jahren raus ist.
      Darum war es gut für die Arbeitgeber und für mich, befristet zu testen, ob es passt. Ich bekam zuerst ein niedrigeres Gehalt...habe mich aber wieder hoch gearbeitet.

      Glaube mir, ich war wütend, dass an mir der Makel hing, irgendwas sei faul an der Sache (auch wenn es nie so direkt angesprochen wurde), während ich wusste, was mir widerfahren war.
      Es macht aber einen schlechten Eindruck, sich über den vorigen Arbeitgeber auszulassen. Da reagiert man sehr empfindlich.

      Niemand kann Dir versprechen, dass Dir Mobbing nie wieder passiert. Zuhause zu sitzen und sich den Kopf zu zerbrechen, sich im Kreis zu drehen, wäre für mich keine Dauerlösung.



      P.S. Zu allem Übel wurde ich nach 30 Jahren aus meiner Wohnung hinaus terrorisiert von neu zugezogenen alkohol- und drogensüchtigen, gewaltbereiten Nachbarn. Krawall fast rund um die Uhr.
      Die Polizei sprach jeweils nur Verwarnungen wegen nächtlicher Ruhestörung aus. Der Vermieter schickte mehrfach Abmahnungen, ansonsten passierte nichts.
      Ich, die 30 Jahre alles selbst erarbeitet und pünktlich bezahlt hat, stand allein da gegen randalierende ewige Sozialhilfeempfänger. Es war vorher ein ruhiges Haus in der idyllischen Altstadt.
      Um mich in Sicherheit zu bringen (die Frau versuchte sich nachts durch Fußtritte gegen meine Tür Zutritt zu verschaffen und beschimpfte mich auf schlimmste Weise), bin ich weggezogen. Ein Polizeibeamter meinte nämlich "wenn Sie so ängstlich sind, schlafen Sie doch bei Verwandten..."

      Dass mir das je passieren könnte, hätte ich nie geglaubt. Man rennt gegen Windmühlen.
      Pfirsichblüte
      besonders erfahrenes Mitglied
      Zuletzt geändert von Pfirsichblüte; 27.03.2017, 14:00.

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      • #18
        AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

        Zitat von Trauerweide Beitrag anzeigen
        P.S. Du fragst, ob Du je wieder auf die Sonnenseite des Lebens kommst, wenn Du Deinen Fall nicht mehr öffentlich machst.
        Gegenfrage: meinst Du, Du kommst auf die Sonnenseite, wenn Du ihn weiter immer und immer wieder öffentlich machst?

        Möglich, dass Du nicht gleich wieder in einen adäquaten Job einsteigst. Das heißt aber nicht, dass Du überhaupt nicht einsteigen und Vertrauen aufbauen kannst.
        Ich habe das Wort "Mobbing" beim Vorstellungsgespräch tunlichst vermieden. Natürlich sind die Unternehmen nicht naiv und wittern Lunte, wenn jemand nach vielen Jahren raus ist.
        Darum war es gut für die Arbeitgeber und für mich, befristet zu testen, ob es passt. Ich bekam zuerst ein niedrigeres Gehalt...habe mich aber wieder hoch gearbeitet.

        Glaube mir, ich war wütend, dass an mir der Makel hing, irgendwas sei faul an der Sache (auch wenn es nie so direkt angesprochen wurde), während ich wusste, was mir widerfahren war.
        Es macht aber einen schlechten Eindruck, sich über den vorigen Arbeitgeber auszulassen. Da reagiert man sehr empfindlich.

        Niemand kann Dir versprechen, dass Dir Mobbing nie wieder passiert. Zuhause zu sitzen und sich den Kopf zu zerbrechen, sich im Kreis zu drehen, wäre für mich keine Dauerlösung.



        P.S. Zu allem Übel wurde ich nach 30 Jahren aus meiner Wohnung hinaus terrorisiert von neu zugezogenen alkohol- und drogensüchtigen, gewaltbereiten Nachbarn. Krawall fast rund um die Uhr.
        Die Polizei sprach jeweils nur Verwarnungen wegen nächtlicher Ruhestörung aus. Der Vermieter schickte mehrfach Abmahnungen, ansonsten passierte nichts.
        Ich, die 30 Jahre alles selbst erarbeitet und pünktlich bezahlt hat, stand allein da gegen randalierende ewige Sozialhilfeempfänger. Es war vorher ein ruhiges Haus in der idyllischen Altstadt.
        Um mich in Sicherheit zu bringen (die Frau versuchte sich nachts durch Fußtritte gegen meine Tür Zutritt zu verschaffen und beschimpfte mich auf schlimmste Weise), bin ich weggezogen. Ein Polizeibeamter meinte nämlich "wenn Sie so ängstlich sind, schlafen Sie doch bei Verwandten..."

        Dass mir das je passieren könnte, hätte ich nie geglaubt. Man rennt gegen Windmühlen.
        Hallo Trauerweide,

        schlimm was Du alles erleben musstest.

        Aber genau das ist es, was meinen die Mobber, egal ob Arbeitgeber, Vermieter, Nachbarn etc.... was sie sich alles herausnehmen können. Du hast für Dich nach Deinem Empfinden einen Weg gefunden, wie Du mit Deinem Erlebten fertig wirst. Aber das muss ja nicht heißen, dass Dein Weg ein Weg für jeden Menschen ist.

        Jeder empfindet anders, jeder kommt zu einem eigenen Entschluss. Für Dich mag meine Vorgehensweise sinnlos erscheinen. Ich meine aber, dass man mit erlebten Ungerechtigkeiten offen in unserer angeblichen zivilisierten Wertegesellschaft umgehen muss. Leider kann ich mir Deinen Weg nicht zu Eigen machen, tut mir leid. Wenn ich so wie Du gedacht hätte, dann wäre ich nie fast 13 Jahre bei meinem letzten Arbeitgeber beschäftigt gewesen. Zum Glück nutzte ich diese 13 Jahre, nachdem ich recht früh erkennen musste, worum es den Verantwortlichen geht, dass ich mein tägliches Leben (Wohnen, Konsum, Risikobereitschaft......) entsprechend ausrichtete, um im Notfall gerüstet zu sein. Und jetzt ist es eben so, dass ich mir antrainiert habe mit sehr wenig sehr weit zu kommen. Ist zwar für die Wirtschaft nicht sehr förderlich, aber zum Überleben sehr hilfreich. Hätte ich nicht fast 13 Jahre gekämpft, dann hätte ich bereits nach 1 Jahr und zwei Monaten nach der ersten unberechtigten Abmahnung bereits mit 32 Jahren die Segel streichen müssen. So wie ich die 13 Jahre um Gerechtigkeit mit Erfolg gekämpft habe (Angriff auf meine Gesundheit 2006, insgesamt fünf unberechtigte Abmahnungen etc..........), werde ich auch in Zukunft für Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit kämpfen. Würde ich jetzt schweigen oder sonstige für mich nicht akzeptable Vorschläge umsetzen, dann würden sich die Verantwortlichen doch wirklich die Hände reiben. Mit welchem Recht bestimmen eigentlich ein paar wenige "Entscheidungsträger" was über eine große Menge von Mitarbeitern (Gemobbte, Gedemütigte, Untergebene etc...) für eine Meinung vorherrschen muss. Wer hat das Recht Menschen "todzureden", der ist nichts, der kann nichts, der wird nie etwas. Und dann soll man nach 26 Jahren wieder von ganz unten anfangen und so tun als ob nichts gewesen wäre. Sind wir Maschinen, haben wir einen Chip im Hirn und einen Ein-/Ausschalter auf der Stirn. Nein wir sind Individuen mit eigenen Gedanken und ich denke auch mit dem Recht auf eine gleichberechtigte Existenz. Und wenn sich nun wer hintenherum über diese Aussagen lustig macht und die Hände reibt, dann wünsche ich demjenigen viel Vergnügen dabei.

        Nichts desto Trotz gilt, wenn Du für Dich den richtigen Weg gefunden hast, dann ist das für Dich ja gut.

        Jeder muss für sich entscheiden, wie er mit der jeweiligen Situation am besten klar kommt.

        Gruß

        wehrteuch

        PS: Habe was vergessen Trauerweide. Zur Info, bisher hat nur ein Journalist die Empathie aufgebracht und über meine Geschichte berichtet.
        wehrteuch
        besonders erfahrenes Mitglied
        Zuletzt geändert von wehrteuch; 27.03.2017, 14:45. Grund: PS: ergänzt

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        • #19
          AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

          Es ist richtig, das war mein Weg...Du gehst Deinen.
          Ich war übrigens beim ersten Mobbing, das sich über Jahre hinzog, 12 Jahre dort beschäftigt.

          Den Gedanken "mit welchem Recht demütigen Menschen andere so, warum stoppt sie niemand bei ihren infamen Lügen, bei ihrem schädlichen Tun?" hatte ich oft und habe ihn immer noch.
          Bei mir kam noch die Komponente Behinderung hinzu, dass ich das Gefühl vermittelt bekam, ich sei es nicht wert, dass man mich schätzt, was ja völlig abwegig und widerwärtig ist.
          Mit welchem Recht? Ich bin mit meinem Weg nicht wirklich glücklich...ich habe die Arbeit geliebt, war jahrelang in einer Position, die mir viele Kontakte ermöglichte.

          Es ist Dein Weg. Verschließe Dich trotzdem nicht vor den Meinungen anderer Menschen, die Dir nicht übel mitspielen wollen. Ich wünsche Dir, dass Du letztendlich sagen kannst, die Offensive hat sich gelohnt. Es wäre sehr traurig, wenn Du am Ende Deines Lebens erkennen müsstest, dass dieser Kampf vergeudete Lebenszeit war. Es ist Dein Weg.

          Gruß
          Trauerweide
          Pfirsichblüte
          besonders erfahrenes Mitglied
          Zuletzt geändert von Pfirsichblüte; 27.03.2017, 16:53.

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