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Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

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  • Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Hallo zusammen,

    ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben und hier meinen Beitrag zu schreiben, um es irgendwie zu verarbeiten.

    Vor einem Jahr fing ich wieder bei meinem Ausildungsbetrieb im Büro an. Ich hatte vor 13 Jahren meinen Abschluss dort gemacht und hatte eigentlich sehr gute Erinnerungen und Erfahrungen mitgenommen. Heute weiß ich, dass es ein Fehler war, da wieder angefangen zu haben. Zu meiner Situation:

    April 2016 stieg ich im Büro wieder ein. Am Anfang fühlte ich mich im Großraumbüro (9 Kollegen, darunter eine Leiterin) sehr wohl. Die Firma ist wieder gewachsen, viel größer als damals, somit sitzen mehr Kollegen in dieser Abteilung. Ich fand schnell Anschluss zu den Kollegen, da ich ein offener Typ bin und ein sehr starker Teamplayer bin. Die Kollegen unterstützen mich, auch wenn es mal schwierig voranging. Ich fand die Stimmung locker und fand mich gut ein. Doch ich merkte, wie die mir noch unbekannten Kollegen über die neue Kollegin, die mit mir anfing, schlecht sprachen. Sie passt nicht ins Team, sie ist zu ernst, zu alt, usw. Das fand ich unangenehm und sehr merkwürdig. Doch ich wollte die Probezeit schaffen und drängte es weg. Nach ein paar Monaten fingen die Probleme an. Ich nahm sie nicht so ernst. Konflikte gibt es überall. Unter anderem behandelte mich eine Kollegin wie eine Azubine (sie war 15 Jahr jünger als ich). Das sagte ich ihr in einem Gespräch, ohne sie angegriffen zu haben. Die Kollegen standen auf meiner Seite und in ihren Gesichtern sowie in ihren Äußerungen erkannte ich, dass sie meinten: Endlich machte mal eine den Mund auf. Von allen Seiten bekam ich Zustimmung. Ihr Verhalten mir gegenüber besserte sich.

    Zu diesem Zeitpunkt gab es Stress mit einer anderen Kollegin, mit der ich mich sehr gut verstand. Ich verbrachte oft die Mittagspausen mit ihr. Über sie wurde viel hergezogen, weil sie die Arbeit nicht schnell genug macht, weil sie "anders" ist, weil sie zu perfekt sein will, weil sie zum Geburtstag das in Alu eingepackte Büromaterial nicht akzeptieren konnte, weil sie Arbeit abschob (die Gründe waren lang). Oft wurde schlecht über sie hinter ihrem Rücken gesprochen. Ich fragte die Mobber, warum? Da war ich noch auf einer anderen Position.

    Die Leiterin dieser Abteilung bezeichnete die anderen Kollegen, die schlecht über sie sprachen, als "Kindergarten" und wer gehen möchte, soll gehen (also kündigen). Bei dieser Gesprächsrunde war ich als Wiederankömmling ziemlich erschrocken. Dabei bemerkte ich eine angespannte Atmosphäre. Doch ich fühlte mich noch "zugehörig". Wahrscheinlich hatten die Mobber noch ihr Opfer. Daraufhin folgten Gruppengespräche mit einem anderen Kollegen aus der Arbeitssicherheit, der das Ganze durchführte. Mir gefiel die Gesprächsrunde sehr, weil die Punkte des "Mobbens" direkt angesprochen worden sind. Erkennbar war das Verhalten der Mobber. Zurückgezogen und verkrampfte Haltung. Mutig sagte ich auch meine Meinung. Die "Gemobbte" wurde in der Firma versetzt. Später erfuhr ich, dass eine andere Kollegin auch aus dieser Abteilung weggesetzt worden ist. Die Kollegen meinten, sie hätte zuviel gepetzt.

    Innerhalb des Büros wurde ich hinten in die Ecke gesetzt, was ich gut fand, denn dort war es ruhiger und ich war aus diesem "Wortgefecht" raus. Gegenüber von mir saß eine Kollegin, die am Mobbing beteiligt war. Mittlerweile reagierte sie sehr arrogant und abweisend. Ich hatte keine Lust mehr, sie anzusprechen oder sie um Hilfe zu bitten. Die Leiterin empfahl mir, das einfach zu ignorieren. Mit der Zeit wurde es schlimmer, besonders nach ihrem Urlaub, weil ich die Vertretung machen musste. Fehler tat sie abwertend ab.

    Ich suchte das Gespräch mit den Vorgesetzten, sagte ihnen, dass ich sehr gern meine Arbeit mache, aber irgendwie stoße ich auf Hindernisse. Dann folgten Einzelgespräche. Ich fühlte mich in die Ecke gedrängt. Fragen kamen, wie welche Eigenarten haben Sie? Warum sprechen Sie manchmal mit sich selbst (manchmal schieße ich etwas Kurzes raus - kommt ganz natürlich)? Ich merkte, wie sich bei diesem Gespräch alles wendete. Ganz ehrlich sagte ich, wo bei mir der Schuh drückte (ich hielt es zur KLärung normal). Ich komme mit dem abweisenden Verhalten meiner Kollegin nicht klar. Was hatte ich getan?
    Danach sprach die Vorgesetzte mit den drei anderen Kollegen (zwei von ihnen besonders starke Mobber). Sie kamen wütend zurück ins Büro. Ab da an, ging es stark bergab.

    Ich hatte soviel mit "privaten" Konflikten zu tun, dass ich kaum bemerkte, wie sehr mich die anderen Kollegen ins Abseits drängten. Ich versuchte, mitzuhalten und wieder Anschluss zu finden. Doch sie behandelten mich mehr und mehr wie Luft, als wäre ich gar nicht da. Ich bekam die Abwertung noch mehr zu spüren.
    Ich zog mich mehr zurück, verrsuchte meine Arbeit zu machen. Das "Gezicke" und das "Gelaber" der Kollegen versuchte ich zu ignorieren. Aus Angst vor dem Jobverlust schluckte ich viel runter, bekam Schwindelanfälle, Bauchschmerzen und Kopfschmerzen. Viele Kollegen wurden krank (das fand ich merkwürdig), so auch eine Kollegin aus der Ausbildungszeit.

    Ich wurde immer stiller. Ich wollte einfach nur Arbeiten. Ich vergrub mich in ihr. Oft brach ich zusammen. Zuhause war ich froh, von den Kollegen weg zu sein.
    Denn ich merkte, ich befand mich auf verlorenen Posten. Die Vorgesetzte ignorierte mich. Ich war verzweifelt: warum reden sie nicht mit mir? Über Konflikte kann man doch reden? So habe ich es in frühreren Positionen bei anderen Firmen erlebt. Wie kann das angehen? Mehr und mehr gesellt sich die Leiterin zu den Mobbern und ignoriert alles anstatt Gespräche zu führen. Nichts passiert!

    Vor einer Woche dann die Nachricht, dass der Vertrag nicht verlängert wird. Die Leiterin sagte: "Ich will dir diese Idioten nicht zumuten." Sie hatte wirklich Idioten gesagt. Kein Wort über meine Arbeit oder sonst etwas, sondern ich muss gehen, weil ich mit diesen "Idioten" nicht klarkomme. Das zog mir den Boden unter den Füßen weg. Die anderen Kollegen sind länger als ich da und vor allen Dingen jünger. Ich fühlte mich "bescheuert"/ "dumm"/ "blöd". Ich muss für die verpatzten Fehler meiner Vorgesetzten gerade stehen? Dass sie es nicht geschafft hat, die Sache unter Kontrolle zu bringen? Danach war ich so wütend. Ich fühlte mich durchgeschleudert. Mein Selbstwertgefühl sank noch tiefer. Es kam kein Feedback. Kurz nach dem Gespräch stand schon eine Stellenausschreibung für meine Stelle, wo sie sagte, meine Stelle soll unbelegt bleiben. Seit 2 Wochen bin ich krank geschrieben. Ich will einfach nur die 5 Wochen hinter mich bringen. Ich habe Angst, dass mein Zeugnis schlecht ausfällt. Wegen der Mobbingsituation will ich nicht mehr zur Arbeit. Ängste nagen an mir. Ich kenne das. Ich habe schlimme Situationen erlebt und habe immer wieder einen Weg herausgefunden. Manchmal bin ich verzweifelt. Jetzt stellt sich sogar die Vorgessetzte quer. Ich habe Probleme, Bewerbungsgespräche wahrzunehmen, weil sie mir keinen Urlaub gewähren will.

    Was lerne ich daraus?

    1. So früh wie möglich aus dem "kochenden" Topf herausspringen. Da hat man noch die Kraft. Anderen Job suchen, mit Betriebsrat sprechen, ...

    2. Die Dinge ansprechen. Die Mobber setzen darauf, dass die Gemobbten "schweigen".

    3. Verbündete suchen und evtl. zur nächsten Ebene gehen und dort ansprechen

    4. Hilfe suchen und annehmen

    5. Sich wehren - Was haben wir als Gemobbte zu verlieren? Unser Leben? Unsere Seele? Die Mobber rechnen nicht damit, dass wir uns wehren.

    Die Mobber haben auch ihre Schwachpunkte und müssen ihren Frust an andere ablassen. Warum mache ich mich klein?

    So etwas habe ich zuletzt in der 9. Klasse erlebt, wo ich ausgeschlossen wurde, nur weil ich keine Drogen nehmen wollte. Auf der jetzigen Arbeit bin ich entsetzt, wie schnell alles sich drehen konnte. Ich habe erfahren, dass die Mobber sich das Maul über mich zerreißen. Keiner greift ein!!
    Ich nehme mal an, dass es eine bestimmte Gruppendynamik im Büro gibt und viele Angst haben, auch aus der Gruppe zu fallen. Ihre Liste können sie jetzt mit mir ergänzen. Ich bin raus!

    Ich habe Fehler gemacht und momentan tut es echt weh, als hätte ich mir schlimm die Knie aufgeschlagen. Doch ich habe Ideen, das Ganze zu verarbeiten. Das geht uns alles etwas an, wenn man überlegt, dass viele Gemobbte an Selbstmord denken. Das geht in meinen Augen nicht. In mir tobt es. Ich konzentriere mich darauf, eine neue Stelle zu finden. Ich habe Angst, dass es woanders auch so ist. Doch es ist besser, auf das eigene Bauchgefühl zu hören.

    Gute Nacht!

  • #2
    AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Hallo FreeAslin,

    den ersten Schritt, diese Erfahrung zu verarbeiten, hast Du mit Deinem Beitrag getan. Wie ich Dich erlebe, bist Du intelligent, kannst Dich gut artikulieren, setzt Dich für andere Menschen ein und sprichst Konflikte direkt an, weil Du nicht hinter den Rücken der Kollegen plaudern möchtest.
    Ich kenne die Situationen, die Du durchlebt hast, gut. An meiner letzten Arbeitsstelle gab es unausgesprochene Konflikte nach Zusammenlegung zweier Sachgebiete. Es wurde eine Personalberaterin mit der Konfliktberatung beauftragt. Eine längere Geschichte, ich versuche, sie kurz zu fassen. Wir fuhren gemeinsam zu einem zweitägigen Seminar und es wurden allerlei Spielchen gemacht, die darauf abzielten zu ermitteln, wie teamfähig die einzelnen Leute sind.
    Kurzum: zur Konfliktauflösung führte das nicht. Ich habe im Nachhinein vielmehr den Eindruck gewonnen, dass man "störende Elemente" herausfiltern wollte.

    Einen ähnlichen Eindruck habe ich von Deinem "Team", gut zu erkennen daran, dass unliebsame Kollegen und Kolleginnen versetzt werden, statt Gespräche zur Klärung zu führen.
    Du hast das Gespräch gesucht. Eigentlich der richtige, vernünftige Weg. Offensichtlich soll aber nichts geklärt werden. Alles, was nicht passt und irgendwie unbequem ist, wird zum Abschuss freigegeben. Nur wenige haben so viel Mut wie Du, die Dinge zu hinterfragen, sich zu gemobbten Kolleginnen zu stellen. Ich bin auch so veranlagt, habe mich geweigert, gegen einen Kollegen Unterschriften! im Kollegenkreis zu sammeln. Als es um mich ging, hat mich just der gemobbte Kollegen auch auflaufen lassen. Feigling eben. Dennoch...ich würde wieder so handeln.
    Dass Deine Vorgesetzte Dir das Ende des Arbeitsvertrages mit den Worten "ich will Dir diese Idioten nicht zumuten" mitteilte, könnte folgenden Grund haben: Sie denkt, dass Du glaubst, über den Dingen und den Kollegen zu stehen. Sie hält Dich wahrscheinlich für arrogant. Eine Vermutung meinerseits.

    Es ist leicht zu sagen, grübele nicht darüber....es tut weh zu erfahren, dass eigenständiges Denken und Handeln unerwünscht sind.
    Diese Art von Gruppendynamik, die sich je nach dem Wind dreht, kenne ich. Sie hat sich gegen mich gerichtet, als ein neuer Chef just die Kollegin "in sein Herz" schloss, die vorher niemand im Team leiden konnte. Plötzlich standen sie alle zu ihr und bei ihr und ich allein.

    Ist es nicht für das eigene Wohlbefinden, für das eigene Selbstwertgefühl besser zu sagen "ich bin lieber Wolf als Schaf unter Schafen, die sich sogar allsamt in den Abgrund stürzen?"

    An Deiner Erkenntnis, man kann die Vergangenheit nicht in die Gegenwart holen, ist was dran. Deine einstigen guten Erinnerungen werden von den neuen Erlebnissen getrübt.

    Ich lese, Du denkst darüber nach, wie es weitergehen kann. Gut so. Aber lass den Schmerz über die Demütigung und Verletzung zu. Sie sind nun ein Teil Deines Lebens.
    Hoffentlich kannst Du bald bessere Erfahrungen machen. Und bitte lass Dich nicht allzu sehr verbiegen, nur um anderen Menschen zu gefallen.

    Viele Grüße
    Pfirsichblüte
    besonders erfahrenes Mitglied
    Zuletzt geändert von Pfirsichblüte; 11.03.2017, 19:14.

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    • #3
      AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

      Ergänzend wollte ich noch sagen, dass es in jedem individuellen Fall auf den Status der einzelnen Personen ankommt, wie sich die Lage entwickelt.
      In meinem Fall war es genau anders herum. Eine Kollegin, deren gesamte Familie den neuen Chef bereits zig Jahre privat kannte, bevor er die Tätigkeit in unserer
      Abteilung aufnahm, erklärte ihm, dass sie mit mir nicht zusammenarbeiten könne. Hintergrund: meine höhere Gehaltsgruppe trotz kürzerer Zugehörigkeit, weil besser und vielseitiger qualifiziert.
      Tja und aufgrund dieser langjährigen Kontakte war ich diejenige, die raus sollte, weil er ihr endlich zu diesem Gehalt verhelfen wollte.
      Es funktioniert also immer...egal aus welcher Perspektive man es betrachtet.

      Deine bald Ex-Vorgesetzte will sich auf keinen Fall mit den Mitarbeitern anlegen, die ihr genehm sind. Du warst nicht die Erste und wirst nicht die Letzte sein, die dieser eingeschworenen Gemeinschaft zum Opfer fällt. Ein schwacher Trost.
      Es sind nicht immer die Besten, die gewinnen, wenn andere ihr perfides Spiel spielen.
      Mit solchen Ungerechtigkeiten fertig zu werden, ist nicht leicht. Die Rolle des Opfers in der Defensive wollten wir nie.

      Du schreibst, Du hast Angst, es könnte Dir an einem neuen Arbeitsplatz wieder passieren. Das muss nicht so sein, ist aber nicht ausgeschlossen.
      Ich hatte in meiner gesamten Berufslaufbahn viele gute Jahre. Die schweren Zeiten belasten mich selbst Jahre später noch.
      Wenn man so wie ich weder gern jeden Morgen Prosecco im Büro trinkt und nicht mit in die Raucherpausen geht, wenn man nicht regelmäßig mit
      dem Team abends noch losziehen möchte, ist man schnell außen vor. Ich wurde Spaßbremse genannt, die immer so dienstlich ist und mit der man nur arbeiten kann. Da ist die Bekannte vom Chef schon wesentlich amüsanter. Schließlich kam es so, dass selbst die Kollegin und der Kollege, mit denen ich mich noch gut verstand, mich nicht mal mehr anriefen, als ich erkrankte. Sie ging in den Ruhestand und lud die Bekannte vom Chef ein und vergaß mich. Er teilte sich dann das Büro mit der Bekannten vom Chef, obwohl wir eigentlich beschlossen hat, zusammen zu sitzen.
      Wenn man unsere Erfahrung hat, geht man mit einer gedämpften Erwartung an neue Herausforderungen heran. Das ist schade, da geht viel Potential verloren.

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      • #4
        AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

        Liebe Trauerweide,

        vielen Dank für deine ausführlichen Antworten. Das baut mich auf. Danke. Deine Worte strahlen eine Stärke auf mich aus.

        Das war auch mein Gedanke, die Angelegenheiten offen anzusprechen. Damit hatte ich in meiner Vergangenheit oft gute Erfahrungen gemacht. Ich bezeichne mich auch als einen direkten und ehrlichen Menschen, der einen starken Gerechtigkeitssinn hat. Natürlich kommt es auch bei mir vor, dass ich über jemanden spreche, der nicht anwesend ist, aber nicht "abfällig" oder ich setze keine Gerüchte über diese Menschen in die Welt, nur damit ich ich "besser" fühle. Ganz im Gegenteil! Wenn ich das mache, fühle ich mich total mies.

        Was du mit dieser Personalberaterin beschreibst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Das hatte ich auch mit einem Kollegen, den ich aus der Ausbildung noch kannte. Ich schätze ihn sehr, weil er sehr empathisch ist und zur Besserung beitragen wollte. Doch die Dinge wurden nur "angeschnitten", an der Oberfläche gelassen. Nur kurzfristig half es. Der Ton wurde im Büro freundlicher. Doch dann fiel alles wieder zurück. Im Büro wird eher sich gegenseitig angezickt, als die Dinge direkt anzusprechen, um diese dann aus der Welt zu schaffen. Dadurch braute sich ein explosives Gemisch auf. Es hillft nur ein Funke und es explodiert. Ich habe auch das Gefühl, als "störendes" Element gesehen zu werden. Eine, die den Mund aufmacht und die Dinge einfach nicht so hinnehmen kann. Ich sehe nur, dass das ganze Büro leidet und ich wollte dazu beitragen, dass das Leid ein wenig verringert wird. Am Anfang klappte es auch ganz gut. Da hatte ich noch so den Eindruck. Wie ich lese, hast du ähnliche Erfahrungen wie ich durchgemacht. Genau, die "unliebsamen" Kollegen werden immer weniger bei mir im Büro. Jetzt sind wir nur noch zwei (ich und eine andere Kollegin, die sich auch dagegenstellt. Privat sind wir auch befreundet). Andere wurden schon rausgeekelt. Jetzt wird mir einiges klarer. Das hilft mri sehr weiter, denn es hat doch nichts mit uns zu tun. Es ist ihre Einstellung!!!!

        Kann gut sein, dass sie mich als eine "arrogante" Bürotussi abstempeln. Das beschreibst du als "über den Kollegen stehen". In ihren Augen der Kollegen ist es wahrscheinlich leicht, schnell ein Urteil über die Menschen zu fällen. Sie sehen nicht, dass ich dafür gekämpft habe, dass die Konflikte für alle Beteiligten besser gelöst werden sollten und dass wir uns alle wohlfühlen. Wie oft fielen Kollegen aus Krankheit aus??? Das kann echt nicht sein! Selbst die Mobberin fiel 2 Wochen aus. Ich stecke mit drin.

        Naja, jedenfalls bin ich daran gescheitert und nach der Probezeit habe ich mich mehr und mehr in meine Arbeit vergraben. Aus Schutz! Ich wurde dünnhäutiger, weil ich merkte: Ich kann eh nichts ausrichten oder verändern. Keiner fragte mich: Hey, hast du ein Problem mit uns??? Bist du sauer auf uns??? Willst du mit uns reden???? Nein, Stempel drauf und fertig. So sehen die Kollegen das. (Sorry, meine Wut kocht etwas hoch). Dieses Schubladendenken, damit kann ich nichts anfangen. Für manche Menschen ist das echt einfach. Das hatte ich bei einem Auslandsaufenhalt nicht erlebt.

        Diese Vorkommnisse erinnern mich an meine Schulzeit in der Realschule. Ich war frisch in eine Stadt umgezogen, kämpfte mit einer Depression, weil mein geliebter Opa gestorben war und mein Selbstbewusstsein schon vorher auf Null gesunken ist. Die neuen Mitschüler waren auch so charakterschwach, machten mich fertig. Dann blieb ich sitzen und in der neuen Klasse ging es besser bis zur 9. Klasse, wo ich ausgeschlossen wurde, nur weil ich keine Drogen nehmen wollte. In der 10. Klasse wieder eine Ehrenrunde. Mein Glück!!! Die neue Klasse fing mich herzlich auf und ich fühlte mich wie neu geboren. Heute noch bin ich mit einer aus dieser Klasse befreundet. Deswegen sehe ich wieder Licht in der Zukunft. Ich muss nur durch diesen Sturm.

        Ja, du hast Recht. Erstmal muss ich diesen Schmerz zulassen, statt vor ihm zu flüchten. Doch gerade kommt wieder eine Welle nach der nächsten. Es schmerzt! Das nehme ich auch so wahr, worüber du auch geschrieben hattest. Bei dir hatte sich auch alles gedreht und allein dazustehen ist schmerzhaft. Wir sind alle "Gruppentiere" als Menschen. Wir brauchen uns, in dem wir uns gegenseitig unterstützen können. Natürlich habe ich kein Problem, auch mal allein zu sein. In dieser Zeit hilft es mir, über Dinge nachzudenken, Energien aufzutanken und weiterzumachen, wenn ich weiß, ich bin in einem "Team" mitdrin.

        Ich habe versucht, wieder die Verbindung herzustellen, doch sie ließen mich nicht herein. Doch ich sehe die Gruppendynamik. Das Team besteht größtenteil aus jüngeren Leuten in meinem Bereich (ich bin Mitte 30), der andere Teil ist über 30 und zwei über 40. In meinem Bereich sind alle direkt aus der Ausbildung in diese Abteilung gewechselt und sind schon seit einigen Jahren dabei. Ich rutschte da als "Weltenbummlerin" mit rein, die schon andere Arbeitsplätze als diesen gesehen hatte. Ich vermute, dass eine Kollegin extrem neidisch auf mich ist und mich deswegen als arrogant dastehen lässt. Trotzdem war es keine Absicht, mich in ihrem Sinne "auszugrenzen" und mich über sie zu stellen. Warum sollen wir uns verbiegen? Was haben wir davon?

        Die Mobberin sehe ich als eine "harmoniebedürftige" Kollegin, die einfach frustriert ist, dass sie von dem großen Kuchen (höheres Gehalt, Ansehen, Anerkennung, lobende Worte) nichts abbekommt. Täglich war ihre depressive Stimmung kaum auszuhalten. Die rausgemobbte Kollegin meinte auch, sie verwandelt alles in Schwarz. So kam mir das auch vor. Als Bestechung hat sie ihre Süßigkeitenschublade, an der die Kollegen gerne rangehen. Das ist ein gutes Mittel, um die Kollegen an sich zu binden. Wer lieb zu mir ist, bekommt auch etwas. Sie stichelt auch sehr gern. Die andere Kollegin (21 Jahre) steht voll auf ihrer Seite und die beiden haben sich zusammengeschweißt gegen den Rest der Welt. Diese Kollegin versucht, mit kindischen Albereien die Stimmung aufzulockern, was mich wiederum als "reifdenkende" Frau total nervt, weil ich mich schlecht konzentrieren und sie sich als Chefin aufführen will. Sie gibt mal gerne Aufgaben ab. Darüber hat sich wieder ein anderer Kollege (25), der für sie die Vertretung macht, beschwert. Der Kollege ist mir auch sympathisch, weil er auch die Dinge offen anspricht, aber auch auf taube Ohren stößt. Er sieht mich anders, als die Anderen. Das sind die Drei aus meinem Bereich, nur um die Gruppendynamik besser darzustellen. Dann hat man ein besseres Bild davon.

        Auf der anderen Seite des Büros sitzt eine Kollegin, die auch gehen wollte, aber doch die Kündigung zurückgezogen hat und das andere Jobangebot ausgeschlagen hatte. Ich habe die Hände über meinem Kopf zusammengeschlagen. Sie verhält sich "normal" bei mir. Wahrscheinlich, weil sie mich noch aus der Ausbildungszeit kennt. Sie versucht mit ihrem Lachen, das Ganze gelassen zu sehen. Muss sie ja auch , um ihr ungeborenes Kind nicht zu gefährden mit diesem ganzen Stress. Dann sitzt eine "stille" Maus im Büro, die auch guten Kontakt zu den Mobbern hält. Die mit mir angefangene neue Kollegin leidet auch unter der schlechten Stimmung. Am Anfang musste sie vieles ertragen. Doch sie lenkte ein und verbog sich leider. Die stellvertretende Leiterin hält lieber den Mund, um nicht zwischen die Fronten zu geraten. Zuletzt die Leiterin, die sich auch vor dem ganzen Stress und Überforderung schützen will, macht nichts. Keine Klärung, einfach nichts!

        Dabei ist mir diese Gruppendynamik aufgefallen, wie sehr sie aufeinander reagieren. Aus Angst, selbst in die Fallen zu tappen. Dann lieber sich verbiegen. Da mache ich nicht mit, also bin ich der "Sündenbock". Doch ich begriff, dass es etwas damit zu tun hat, dass sie mit ihren eigenen Gefühlen, Gedanken und dieser schweren Stimmung nicht umgehen können. Sie suchten jemanden, bei dem sie den ganzen Müll abladen können. Da es nur kurzfristig anhält, machen sie immer weiter. Dadurch versuchen sie, Erleichterung zu verschaffen. So nehme ich es wahr. Gerade habe ich eine schwere Zeit. Auf meinem T-Shirt eine Zielscheibe. Doch jetzt muss ich lernen, NEIN zu sagen und ein Schutzschild vor mir zu halten.

        Genau, was haben wir davon, dass wir alle in den Abgrund stürzen? Viele Menschen wollen ein eigenbestimmtes Leben führen, trauen sich aber nicht. So nehme ich es bei den Mobbern war. Also müssen die "Sündenböcke" gesucht werden, die dafür verantwortlich gemacht werden sollen, die "Wölfe", die sich so zeigen und nicht mit der Herde mitgehen.

        Ja, dieses getrübt sein, legt sich tatsächlich wie ein Schleier vor meinen Augen. Dieser Schleier ist "Enttäuschung", "Frust", "Misstrauen", "Angst". Ich spüre ihn. Oft habe ich es in meiner Vergangenheit erlebt/ überlebt. Das ist etwas, was vorbei geht. Bessere Zeit kommen. Doch ich muss wieder den Weg gehen, mein Selbstbewusstsein wieder aufzubauen, damit es auf der neuen Arbeitsstelle besser läuft und ich das auch so ausstrahlen kann.

        Ich traue mir zu, wieder in neue Heruasforderungen hereinzuspringen. Es ist oft die Sichtweise der Einzelnen. Daran können wir nichts ändern. Ich bin zuversichtlich, dass der Schleier wieder zur Seite gezogen wird und dann können wir wieder sehen, wie toll das Leben ist, das soviel wichtiger ist, als sich über "frustrierte" Kollegen zu ärgern.

        Danke für deine aufbauenden Worte. Lass dich auch nicht so unterkriegen. Wir sollten auf unser Bauchgefühl hören und das tun, was wir für richtig halten.

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        • #5
          AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

          Liebe FreeAslin,

          Du beschreibst die einzelnen Charaktere in diesem Team sehr eindrucksvoll, ich habe ein Bild vor Augen. Überall findet man ähnliche Typen, vor allem auch welche, die mit kleinen Nettigkeiten bestechen. Manche rücken mit einer Schüssel Tiramisu in den Kampf, andere fahren ein ganzes Buffet auf oder verkünden hier und da, dass sie Rabatte auf Reisen bekommen können - "also, wenn einer will" oder nach Feierabend zur Dessousparty laden. Es wird mit allen Mitteln um die Gunst der Kollegen und des Chefs gebuhlt. Eine Kollegin hat doch "aus Versehen" eine Datei mit ziemlich pikanten Fotos zu einer wichtigen Stelle geschickt "meine Güte, wie konnte das nur passieren?" kicher, kicher.
          Es entstehen gegenseitige Abhängigkeiten und alle sollen irgendwie gleichgeschaltet werden, bitte andere denken lassen und keine eigene Meinung haben.

          Natürlich machen auch wir unsere Fehler....aber eins steht fest...wir wollen anderen nicht schaden. Ich habe der neidischen Kollegin doch die höhere Gehaltsgruppe gegönnt, dadurch hätte ich ja nicht weniger gehabt. Vertrauensvoll und gutmütig wie ich war, habe ich nicht erkannt, dass erst meine Stelle frei werden muss, damit ihre höher dotiert werden kann. Ich Esel habe ihr sogar noch Hilfestellung geleistet bei einer Aufgabe.

          Ich kenne so ziemlich alle miesen Tricks, die Mobber drauf haben: da werden Einladungen zu wichtigen Zusammenkünften versteckt, da wird gegenüber Geschäftspartnern behauptet, dass man keine Ahnung habe, wo die Kollegin (in dem Fall ich) heute wohl stecken könnte (obwohl ich nur 2 Büros weiter saß) usw. usw.

          Arme Würstchen, die so viel Angst haben, dass sie sich zu so etwas gezwungen sehen.

          Ich hatte auch schon vorher Mobbing, habe danach hier und da befristet gearbeitet, mich sehr wohl gefühlt und den Fehler begangen, statt einer weiteren Befristung einer angenehmen Stelle den scheinbar sicheren Arbeitsplatz zu wählen, wo wiederum übler Psychoterror herrschte. Ich bin gegangen, habe wieder befristet gearbeitet, wurde an einem anderen Standort übernommen, wo es wirklich gut lief bis zum Chefwechsel. Als der Neue sich in schwarzer Lackhose und schwarzem Seidenhemd vorstellte, hatte ich gleich das Gefühl, dass er alles umkrempeln will.

          Mobbing ist weit verbreitet. Wir haben gelernt, dass man leider n i c h t auf die Worte von jedem Vorgesetzten vertrauen kann, dass wir belogen werden können oder die volle Wahrheit unterschlagen wird.
          Wir wissen jetzt, dass Erfahrung, Qualifikation, Engagement nicht unbedingt ausschlaggebend sind, dass man vielleicht lieber Leute hat, die sich nicht zu stark mit der Arbeit identifizieren, sondern denken, es ist ein Job, um Geld zu verdienen.

          Wir werden gewappnet sein, aber nicht so werden wie diese armseligen, feigen Mitläufer.

          Danke für Deine guten Wünsche...vielleicht liest man sich mal wieder...natürlich nur als Rückmeldung, dass es sich zum Besseren entwickelt hat.

          Viele Grüße
          Trauerweide

          Kommentar


          • #6
            AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

            Zitat von Trauerweide Beitrag anzeigen
            Liebe FreeAslin,

            Mobbing ist weit verbreitet.
            Hallo Leidensgenoss/en/innen,

            das stimmt, Mobbing ist sehr weit verbreitet. Schlimm ist es, wenn aber alle Personen bzw. Kontroll- und Aufsichtsbehörden, die gegen diese menschenverachtende Entwicklung etwas tun könnten, dies auch zulassen. Leider muss man derzeit feststellen, dass auch die Vertreter unserer Volksparteien nach erfolgter Information sehr passiv bleiben. Wo wollen eigentlich die Entscheidungsträger mit diesem Vorgehen hin. Was wird damit bezweckt.

            Hier ein Beispiel aus meiner Berufszeit. Es waren die schlimmsten Monate meines (Berufs)lebens. Ich bin immer noch schockiert, was in unserer "zivilisierten" Welt überhaupt erlaubt wird.

            Im Kapitel "Gerichtsvollzieher-Einsatz zum Schutze des Augenlichts" können Sie sich selbst einen Überblick verschaffen.

            www.geduldetezerstoerung.wordpress....

            Haben Sie ähnliche Erfahrungen müssen. Welche Erlebnisse haben Sie selbst machen müssen?

            Gruß

            wehrteuch

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            • #7
              AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

              @Wehrteuch

              Bitte unterlass es mithilfe des Link-Tricks Deinen ehemaligen Arbeitgebers hier an den Pranger zu stellen. Das Forum ist nicht umsonst anonymisiert. Wenn Du in den Beiträgen Klarnamen verwenden würdest dann würde das Admin Team diese sofort löschen. Außerdem wird ein zukünftiger Arbeitgeber bei den Du dich bewerben wirst das Internet durchforsten und dann auf solche Beitäge stoßen. Dann war´s das mit der Bewerbung. Das kann nicht in Deinem Sinne sein! Das Forum funktioniert anders. Hier im Forum bekommen RATSUCHENDE Antworten von denen die Mobbing erlebt haben und sich daher mit der Problematik auskennen.
              Deine Motivation scheint pure Rache zu sein. Daher sehe ich Deine Link posterei mehr als kritisch.

              Grüßlinge!

              Kommentar


              • #8
                AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

                Zitat von Alteisenfahrer Beitrag anzeigen
                @Wehrteuch

                Bitte unterlass es mithilfe des Link-Tricks Deinen ehemaligen Arbeitgebers hier an den Pranger zu stellen. Das Forum ist nicht umsonst anonymisiert. Wenn Du in den Beiträgen Klarnamen verwenden würdest dann würde das Admin Team diese sofort löschen. Außerdem wird ein zukünftiger Arbeitgeber bei den Du dich bewerben wirst das Internet durchforsten und dann auf solche Beitäge stoßen. Dann war´s das mit der Bewerbung. Das kann nicht in Deinem Sinne sein! Das Forum funktioniert anders. Hier im Forum bekommen RATSUCHENDE Antworten von denen die Mobbing erlebt haben und sich daher mit der Problematik auskennen.
                Deine Motivation scheint pure Rache zu sein. Daher sehe ich Deine Link posterei mehr als kritisch.

                Grüßlinge!
                Hallo Alteisenfahrer,

                über Deine Antwort kann ich mich nun nur wundern. Geht es jetzt in diesem Forum um Erfahrungsaustausch, ja oder nein. Bisher dachte ich immer Du hast eine eigene Mobbinggeschichte und bist Betroffener. Aber ich denke Du wirst für meine Situation kein Verständnis mehr aufbringen. Ich denke da ist jedes Wort zu viel. Leider......... Bitte überdenke Deine Funktion als Moderator, ob Du hier Mobbing-Betroffene, wie mich, in Deiner Art und Weise angreifst. Das würde diesem sehr informativen und hilfreichen Mobbing-Forum nicht gerecht.

                Alteisenfahrer, wenn Du nun aber wirklich willst, dass Betroffene keine allumfassende Informationsquelle mit diesem Forum haben sollen, dann veranlasse eben jetzt wie schon einmal ohne Rücksprache von Dir gemacht, die Löschung der Links. Dann ist dieses Forum eben von Dir so geregelt.

                Gruß

                wehrteuch
                wehrteuch
                besonders erfahrenes Mitglied
                Zuletzt geändert von wehrteuch; 27.03.2017, 09:39.

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                • #9
                  AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

                  Nochmal!

                  Nimm doch einfach die Tastatur in die Hand, Schreib Deine Geschichte auf (OHNE KLARAMEN) und warte auf Antworten. Die Link posterei ist wirklich Grenzwertig, nicht im Sinne der Anonymität und hilft nicht wirklich. Es ist schade das Du jetzt beleidigt reagierst. Eventuell habe ich mich ja im Ton vergriffen aber nicht im Inhalt.

                  Grüßlinge!

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                  • #10
                    AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

                    Zitat von Alteisenfahrer Beitrag anzeigen
                    Nochmal!

                    Nimm doch einfach die Tastatur in die Hand, Schreib Deine Geschichte auf (OHNE KLARAMEN) und warte auf Antworten. Die Link posterei ist wirklich Grenzwertig, nicht im Sinne der Anonymität und hilft nicht wirklich. Es ist schade das Du jetzt beleidigt reagierst. Eventuell habe ich mich ja im Ton vergriffen aber nicht im Inhalt.

                    Grüßlinge!
                    Hallo Alteisenfahrer,

                    was meinst Du mit, ich soll meine Geschichte aufschreiben. Mit dem WiWo-Bericht ist doch ein Teil aufgeschrieben und mit dem Blog werden die Details im Falle des Angriffs auf meine Gesundheit thematisiert. Im Blog sind auch dann die entsprechenden Unterlagen einzusehen. Ich denke, es macht wenig Sinn hier im Forum Schriftstücke zu posten, die für jedes Mobbingopfer von Interesse sein könnten, wenn man Sie mit entsprechender Beschreibung in einem Blog wunderbar darstellen kann. Das hat nichts mit den von Dir unterstellten Link-Tricks zu tun. Hast Du Dir das Kapitel einmal durchgelesen. Mich würde Deine Meinung und die Meinung der Leserinnen und Leser sehr interessieren. Gibt es noch mehr solcher Fälle in Deutschland?

                    Alteisenfahrer,

                    ich bin nicht beleidigt, ich bin eher sehr verwundert, wenn ich von Dir, als ehemaliges Mobbingopfer, mit dem Satz angegangen werde, dass ich mit Link-Tricks arbeite. Sorry, das ist für mich schon komisch, wenn man als informierendes Mobbingopfer von einem anderen Mobbingopfer derart angegriffen wird. Und das in einem "Anti-Mobbing-Forum". Ist doch eigentlich ein großer Widerspruch. Übrigens möchte ich dich darüber informieren, dass ich seit fast vier Jahren keine Chance erhalten habe einen adäquaten Arbeitsplatz zu erhalten. Meine zukünftigen Perspektiven sind zerstört. Ist das in Deinen Augen normal. Und nun möchtest Du von mir, dass ich meine eigene Geschichte verschweige????

                    Ich empfinde Deine Haltung leider sehr seltsam.

                    Gruß

                    wehrteuch

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                    • #11
                      AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

                      Nochmal!

                      Ich möchte anregen das Du Deine Geschichte hier ohne Klarnamen postest. Auch Dokumente wenn sie anonymisiert sind kannst Du posten. Gar kein Problem damit.
                      Aber mit eigenem Echtnamen das zu veröffentlichen gleicht einem Schuß ins eigene Knie (schrieb ich schon). Außerdem kann Dir deine "Lieblingsbank" wegen gebrochener Vereinbarungen ziemliche Probleme bereiten.(Hab ich auch schon geschrieben!) Da sollte das Forum nicht mit hineingezogen werden und führt auch am Ziel des Forums vorbei.

                      Grüßlinge!
                      Alteisenfahrer
                      besonders erfahrenes Mitglied
                      Zuletzt geändert von Alteisenfahrer; 27.03.2017, 10:54.

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                      • #12
                        AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

                        Zitat von Alteisenfahrer Beitrag anzeigen
                        Aber mit eigenem Echtnamen das zu veröffentlichen gleicht einem Schuß ins eigene Knie (schrieb ich schon).

                        Grüßlinge!
                        Hallo Alteisenfahrer,

                        man muss offen mit dem Thema Mobbing umgehen. Ich muss es Dir nochmal sagen, bei mir ist in der Zeit von 2001 bis 2013 meine gesamte Existenz - ich durfte 26 Berufsjahre erreichen - zerstört worden. Dies geschah durch Dritte ohne jeden Grund.. Man schikanierte mich, man degradierte mich, man demütigte mich ja man nahm sogar auf meine Gesundheit keinerlei Rücksicht. Ich musste über Monate hinweg um mein einzig funktionales Auge bangen. Kann sich das jemand vorstellen, der zwei gesunde Augen hat, wie das ist, wenn man über einen Zeitraum von Januar bis Juli eines Jahres Angst hat, dass die einem übertragenen Arbeitsaufträge das einzig richtig funktionierende Auge beschädigt? Mich würde nur interessieren, ob das den damaligen Verantwortlichen überhaupt bewusst war, dass es hier um mein Augenlicht gegangen ist. Und obwohl ich damals dann unter dem Zwang mein Augenlicht zu schützen der Degradierung von mir selbst zustimmen musste und ich meine mir bis 12/2005 ans Herz gewachsenen Arbeit nicht mehr übertragen bekam, wurde solange bei mir weiter schikaniert, gedemütigt bis ich zum Ende 2013 zur Aufhebung meines Arbeitsvertrages gezwungen wurde.


                        Ich werde auf alle Fälle um eine Aufarbeitung der Geschehnisse der vielen Jahre weiterkämpfen. Ich werde auch weiterhin meinen Blog entsprechend um Informationen ergänzen.

                        Alle die an meiner Geschichte Interesse haben müssen sich dann eben den Link merken, abspeichern, da ich dem Wunsch dann eben von Alteisenfahrer nachkomme, keine neuen Hinweise über neue Informationen hier zu geben.

                        Der WiWo-Bericht vom 17.11.2016 beschreibt sehr ausführlich meine Geschichte. Der Blog dient dazu, dass sich jede/r Interessierte/r ein detailliertes Bild über die Geschehnisse machen kann.

                        Lieber Alteisenfahrer,

                        das mit Deinem Vorschlag meine Geschichte hier zu posten ist ganz nett gemeint, aber ob ich mir die doppelte Arbeit auch rein zeitlich leisten kann und will, dass muss ich mir noch überlegen. Ich will Dich nun aber nicht weiter mit dieser Problematik belasten. Wünsche hier den wirklich von Mobbing Betroffenen - egal ob Schule, Uni, Arbeitsplatz, Familie, Nachbarschaft etc......- viel Kraft beim Bestehen, der Ihnen gestellten Aufgaben.

                        Nun hoffe ich, dass Du, Alteisenfahrer das Thema "Link-Tricks" und sonstige Sorgen von Dir abschließen kannst. Du brauchst Dir auf jeden Fall keine Sorgen um mein Knie machen.

                        Gruß

                        wehrteuch
                        wehrteuch
                        besonders erfahrenes Mitglied
                        Zuletzt geändert von wehrteuch; 27.03.2017, 11:48.

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                        • #13
                          AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

                          Hallo Wehrteuch,

                          Dein Fall ist schon besonders, weil nicht jedes Mobbingopfer aus einer derart verantwortlichen Position kommt und nur wenige sich in der Form zur Wehr setzen.
                          Die Methoden ähneln sich, wenn man in einem Bereich tätig ist, wo rechtliche Vorschriften beachtet werden müssen.
                          Ich war in der öffentlichen Vergabe tätig und kann sagen, dass ich die Vergabebedingungen beherrschte. Ein neuer Vorgesetzter brachte mich in Verlegenheit durch die Weisung, "hier mal eben einen Auftrag zu erteilen." Das Gesamtvolumens des Auftrages machte jedoch eine Ausschreibung erforderlich oder eine hieb- und stichfeste Begründung, warum nur diese Firma die Leistung erbringen kann.
                          Der Arbeitsauftrag ging an eine Kollegin, mit deren gesamter Familie er bereits viele Jahre vorher befreundet war. Ich sollte versetzt werden, bin aber inzwischen so krank, dass ich voll erwerbsgemindert bin.

                          Kürzlich sah ich im TV einen Fall von einer Kindergartenerzieherin, die durch Rufmord geschädigt wurde. Selbst als der kirchliche Arbeitgeber keine Handhabe gegen sie hatte, weil sich alle Anschuldigungen als unwahr herausstellten, war es ihr nicht mehr möglich, dort zu arbeiten. Sie ist wohl bis auf Weiteres arbeitsunfähig.

                          Außenstehende erkennen bei der Betrachtung Deines Falles vielleicht auch Fehler, die Du gemacht hast. Ich hätte den Kollegen, der mit dem Antragsteller das Gespräch führte, um schriftliche Information gebeten. Gleichzeitig hätte ich einen Vermerk für die Akte gefertigt. Wie gesagt, Unbeteiligte würden auch meinen Fall anders bewerten und die Stolpersteine sehen, die ich nicht weggeräumt habe.

                          Schlussendlich aber ist es traurig, dass Du weiterhin die Opferrolle einnimmst. Du hast gekämpft und ordentlich Staub aufgewirbelt, doch es hat Dir nicht wirklich was gebracht und Du haderst mit Dir seit vielen Jahren ohne Anstellung. Wenn Du immer und immer wieder Deine Situation öffentlich darstellst. bleibst Du in der Defensive. Kein Arbeitgeber will ein Opfer, kein Arbeitgeber will sich medienwirksamen Ärger ins Haus holen.
                          Du musst eins bedenken, potentielle Arbeitgeber vertreten die Sicht anderer Arbeitgeber. Du wirst kaum Verständnis finden, wenn Du weiterhin den Leidtragenden darstellst. Aus Mitleid wird Dich keiner einstellen.

                          Ich habe selbst den Fehler begangen, nach meinem ersten Mobbing vor über 20 Jahren immer und immer wieder darüber zu reden und stand mir dabei selbst im Weg,

                          Du kannst natürlich hier schreiben, wir stützen uns hier gegenseitig. Du tust Dir aber keinen Gefallen damit, Deine Identität zu offenbaren. Arbeitgeber, die das lesen, werden abgeschreckt und Deine früheren Mitstreiter in der Bank werden möglicherweise nur Spott für Dich haben, dass Du Dich immer noch mit ihnen beschäftigst, während sie sich die Hände reiben können.

                          Anonym ist Schutz für Dich.

                          Gruß
                          Trauerweide

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                          • #14
                            AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

                            Du bist nicht der Erste und der Einzige, der mit übelsten Methoden rausgemobbt wurde. Ich bin sehr krank geworden darüber, organisch und seelisch. Auch mir wurde meine Arbeit, mit der ich mich identifizierte, genommen und ich bin alleinstehend, der Beruf war alles für mich.
                            Meine Erfahrungen sagen mir, dass niemand wirklich was von Mobbing hören will (außer in speziellen Gruppen und Foren). Warum auch? So lange es Menschen gut geht, interessieren sie sich
                            meist wenig für diejenigen, die raus sind, die krank sind, die alt sind.
                            Du tust Dir selbst immer wieder weh, wenn Du Deinen Mobbingfall wiederholt aufbereitest. Es bringt Dir die geliebte Arbeit nicht wieder. Werde ein Kämpfer für Dich, nicht gegen die, die Dich längst abgeschrieben haben. Die sind die Zeit, die Energie, die Wut und Tränen nicht wert.
                            Pfirsichblüte
                            besonders erfahrenes Mitglied
                            Zuletzt geändert von Pfirsichblüte; 27.03.2017, 12:21.

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                            • #15
                              AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

                              Zitat von Trauerweide Beitrag anzeigen
                              Hallo Wehrteuch,

                              Außenstehende erkennen bei der Betrachtung Deines Falles vielleicht auch Fehler, die Du gemacht hast. Ich hätte den Kollegen, der mit dem Antragsteller das Gespräch führte, um schriftliche Information gebeten. Gleichzeitig hätte ich einen Vermerk für die Akte gefertigt. Wie gesagt, Unbeteiligte würden auch meinen Fall anders bewerten und die Stolpersteine sehen, die ich nicht weggeräumt habe.

                              Schlussendlich aber ist es traurig, dass Du weiterhin die Opferrolle einnimmst. Du hast gekämpft und ordentlich Staub aufgewirbelt, doch es hat Dir nicht wirklich was gebracht und Du haderst mit Dir seit vielen Jahren ohne Anstellung. Wenn Du immer und immer wieder Deine Situation öffentlich darstellst. bleibst Du in der Defensive. Kein Arbeitgeber will ein Opfer, kein Arbeitgeber will sich medienwirksamen Ärger ins Haus holen.
                              Du musst eins bedenken, potentielle Arbeitgeber vertreten die Sicht anderer Arbeitgeber. Du wirst kaum Verständnis finden, wenn Du weiterhin den Leidtragenden darstellst. Aus Mitleid wird Dich keiner einstellen.

                              Ich habe selbst den Fehler begangen, nach meinem ersten Mobbing vor über 20 Jahren immer und immer wieder darüber zu reden und stand mir dabei selbst im Weg,

                              Du kannst natürlich hier schreiben, wir stützen uns hier gegenseitig. Du tust Dir aber keinen Gefallen damit, Deine Identität zu offenbaren. Arbeitgeber, die das lesen, werden abgeschreckt und Deine früheren Mitstreiter in der Bank werden möglicherweise nur Spott für Dich haben, dass Du Dich immer noch mit ihnen beschäftigst, während sie sich die Hände reiben können.

                              Anonym ist Schutz für Dich.

                              Gruß
                              Trauerweide
                              Hallo Trauerweide,

                              vielen Dank für Deinen sehr ausführlichen Beitrag.

                              Wie meinst Du dass, ich hätte nur einen Aktenvermerk machen müssen. Ich musste Kontrollaufgaben übernehmen, die zu einem Ergebnis führten. Ich erhielt eine unberechtigte Abmahnung, die dann vom AG zurückgenommen wurde. Was soll dann da noch für ein Vermerk, was meinst Du damit. Wäre dann die Abmahnung zu verhindern gewesen, was habe ich da in Deinen Augen falsch gemacht.

                              Liebe Trauerweide,

                              ich nehme doch keine Opferrolle ein, wenn ich um Aufarbeitung eines menschenverachtenden Vorgehens bemüht bin. Das interpretierst Du jetzt aber meines Erachtens falsch. Da dürfte es ja dann auch keine Sendungen wie SpiegelTV, Frontal, Panorama, Quer, Monitor........ etc.... geben. Die wären ja dann, wenn Sie für eine Sache kämpfen und immer wieder in Zeitabständen von den Verläufen der berichteten Tatbeständen neu berichten nach Deiner Sichtweise in einer Opferrolle, die nichts bringt. Leider kann ich mich hier Deiner Auffassung nicht anschließen. Was ist das für ein Tipp hier im "Anti-Mobbing-Forum", man solle schweigen.....das kann ich nicht verstehen.

                              Zum Thema Arbeitsplatz. Ich habe und hatte nie die Chance überhaupt wieder einen adäquaten Arbeitsplatz beim damaligen und derzeitigen Stand der Dinge zu erhalten. Eine Aufarbeitung wurde bis heute ebenfalls von niemanden mit begleitet. Und nun kommt von Dir der Tipp, ich müsse nur schweigen über die Geschehnisse und dann habe ich wieder eine Chance einen Arbeitsplatz zu erhalten. Kannst Du mir sagen, wie das gehen soll. Du bist verrentet worden. Ich wurde mit 44 Jahren zerstört, bei mir wurde mit burtalsten Methoden vorgegangen. Bitte sage jetzt nicht ich jammere, nein ich will nur beschreiben. Mein Arbeitgeber durfte mit mir machen, was er wollte, kannst Du mir sagen ob mir das nicht wieder passiert. Ach das ist doch der, den man schon mal sein Auge kaputt machen wollte und da hat auch die informierte Behörde damals nichts gemacht, das können wir ja mit dem wieder machen. So könnte das doch aller Voraussicht bei mir laufen oder siehst Du da eine Chance, dass ich auf einmal die Sonnenseite des Lebens bekäme.

                              Trauerweide, ist das Deine Sichtweise.

                              Zum Thema Spott über mich haben. Wer über mich spottet wie Du es schreibst, den werde ich nicht ändern können. Wer sich auf diese Stufe herablässt über einen Menschen mit gesundheitlicher Einschränkung spotten zu müssen, für den ist eh alles zu spät. Da ging dann wahrscheinlich in der Kindererziehung etwas vollkommen schief. Leider gibt es wie Du es beschreibst aber diese Menschen. Und wer sich die Hände dabei reibt, mit dem was ich erleben musste, da gehe ich jetzt lieber nicht näher darauf ein...............

                              Ja Du hast recht, es beschäftigt mich, wie man hier in Deutschland ohne Grund mit gesundheitlicher Einschränkung mit aller Brutalität mit dem Zusehen von Menschen und Aufsichts- und Kontrollbehörden einfach wie ein Stück Müll behandelt wird. Aber die Tipps, ich wäre besser dran, wenn ich einfach schweige, die beschäftigen mich derzeit auch.

                              Gruß

                              wehrteuch

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