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Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

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  • Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

    Hallo,

    ich werde seid einem Jahr jeden Tag gemobbt. Es werden immer neue Lügen erfunden und trotz Verfügung = Vergleich hört der Typ nicht auf. Die Lügen haben mein Leben verändert und ich bin so am Ende, das ich nur noch am heulen bin. Dinge die mir einmal leicht gefallen sind kann ich heute kaum noch. Der Körper schlägt Alarm !!! Ich habe die Polizei um Hilfe gebeten, aber leider können sie nichts machen außer Anzeigen aufzunehmen. Anzeigen ? Der Typ hat schon über zehn bekommen und lacht darüber. Er ist gefährlich und es muss erst etwas passieren bevor ich wirkliche Hilfe bekomme. So habe ich es verstanden. Kennt Ihr das Gefühl nicht mehr atmen zu können ? Mein Herz setzt ab und zu mal aus. Einbildung ? Da ich noch lebe, kann das doch nicht. Stimmts ? Ich vergesse Dinge, heute war ich auf der Bank und mir ist die Pinnnummer nicht mehr eingefallen weil dieser Typ sich so in mich verewigt hat. Ich habe Ihn drei mal gesehen und er wollte das ich das mache was er wollte. Es tut mir leid wenn ich ein wenig durcheinander schreibe ich gebe mir schon Mühe. Als ich mich gegen ihn gewehrt habe, fing Er an mich fertig zu machen. Manchmal erwische ich mich dabei, den Frust und die Angst im Alkohol zu ertränken. Ich kann vergessen auch nur für ein paar Stunden. Bin am Ende, diese Zeit hat tiefe Wunden in mir hinterlassen. Wenn ich im Auto sitze und daran denke, was heute wieder passiert was für Lügen über mich wieder im Netz stehen möchte ich einfach nicht mehr heim kehren. Nur gerade aus fahren ohne Ziel nur weg einfach nur weg.

  • #2
    AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

    Das hört sich sehr heftig an. Man erkennt an deinem Schreiben das du zimlich am ende bist. Hast du schonmal versucht mit einem Psychologen darüber zu sprechen? Bedrängt dich der Mensch auch im Realen Leben? Gibt es nicht die möglichkeit im im Internet aus dem weg zu gehen?


    mfg

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    • #3
      AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

      Natürlich Anzeigen. Immer wieder und immer wieder, bis er so viel Anzeigen hat, dass es nicht mehr "eingestellt" werden kann.
      Und dann ab zum weissen Ring. Die sind mittlerweile meist recht erprobt in Sachen Stalking/Mobbing.

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      • #4
        AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

        Guten Morgen, ich habe wirklich alles versucht. Ich habe eine Einstweilige Verfügung gegen diesen Typen bekommen, am Ende ist nur ein Vergleich geschlossen worden. Mein Anwalt meinte, es wäre besser so denn so hätten wir einen Titel. Über Geldstrafen lacht Er nur und macht munter weiter. Das schlimme an der Sache ist, dass ER fremde Menschen von seinen Lügen überzeugt und der Kreis wird dadurch GRÖßER. Er hat mich auch einer Straftat bezichtet und verlangt von mir eine Entschuldigung. :-( Er hetzt Menschen auf die mir Säure ins Gesicht schütten wollten. Es fällt mir schwer darüber zu schreiben. Mein Herz rast wie verrückt und ich bekomme kaum noch Luft. Ich schließe mich Zuhause ein und kann keine Menschen um mich ertragen. Ich weiß nicht was als nächstes kommen wird.

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        • #5
          AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

          Das ist die Krux: nie einen Vergleich schliessen. Dein Anwalt hat Murx gemacht. Ein Urteil hätte man anfechten können.
          Aber: WENN er gegen den Vergleich verstösst, kannst du klagen!
          (Wobei der Vergleich insofern "gut" ist, dass er somit gar nicht unschuldig sein kann!!!)

          Bitte geh schnellstmöglich zum Weissen Ring o.ä.

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          • #6
            AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

            Ich hatte keine andere Wahl, ich mußte den Vergleich annehmen. Nächste Woche habe ich einen Termin bei einem neuen Anwalt, aber ich habe sehr wenig Hoffnung. Der Typ hat sich schon einmal Zutritt zu dem Haus indem ich wohne verschafft und hat meine Nachbarn befragt. Bei der Polizei machte Er eine falsche Aussage. Bei der Verhandlung ( Gericht ) kam mein Anwalt und der Richter kaum zu Wort, denn auch vor Gericht sagte Er nicht die Wahrheit. Er hat mich angeblich auch schon dem Verfassungsschutz gemeldet, was das sollte kann ich nicht sagen. Er fordert Menschen auf mich mit rohen Eiern zu bewerfen und und und. Ich könnte mir alles so von der Seele schreiben, aber es fällt mir sehr schwer. Es ist so viel passiert.

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            • #7
              AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

              Mit dem "Typen" stimmt doch 'was nicht. Ohne hier eine Ferndiagnose in den Raum werfen zu wollen, aber das müsste ER mal untersuchen lassen.
              Nun ist es ja so, wenn da niemand ist, dem das mal von ärztlicher Seite auffällt und daraufhin das eine oder andere diagnostizieren kann, kann der unbehelligt sein Unwesen da draußen weiter treiben.

              Aber mal 'was anderes. Wenn der so tickt und so drauf ist und dich über diesen langen Zeitraum so bedroht, ist sehr wahrscheinlich, dass du vielleicht nicht die einzige bist, mit der er das so macht?!
              Hast du die Möglichkeit herauszufinden, ob es unter Umständen noch weitere Betroffene gibt? Dieser Typ scheint ja förmlich getrieben zu sein; das spräche dafür, dass es keine persönliche Geschichte ist zwischen dir und ihm und er diesen "Sport" auch mit anderen betreibt.

              Wenn das Ganze über's Internet ausgetragen wird, dann bewegt er sich ja auf bestimmten Plattformen und der Betreiber wird sicherlich schon diverse Beschwerden hierzu bekommen haben; vielleicht kannst du da mal - gemeinsam mit deinem neuen Anwalt - ansetzen und so noch weitere Betroffene finden.

              Das hier von dir zu lesen, ist harter Tobak und zeigt auch mal wieder, wie viel "Narrenfreiheit" solche Menschen haben.
              Dass du das schon ein Jahr aushältst, ist kaum vorstellbar.

              Ich drücke dir die Daumen, dass du bei deinem neuen Anwalt in guten und vor allem kompetenten Händen bist und auch mein Rat ist, hole dir psychologische Hilfe.

              Hoffentlich hat dieser Wahnsinn für dich bald ein Ende - viel Kraft wünsche ich dir

              Sabine

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              • #8
                AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

                Hallo,

                ich glaube dir, dass du nicht mehr kannst. Das ist auch kein Wunder. Die Polizei kann wohl wirklich nichts machen. Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht.
                Ich hatte schonmal die Idee, so eine Gruppe zu bilden mit Opfern, die im rechtlichen Sinne keine Opfer sind, weil die Straftaten der Täter nicht nachweisbar sind. Auch der weiße Ring hilft da nicht. Ob die beim vergleich helfen, weiß ich nicht. Ich hoffe es für dich. Dieses Problem macht menschen krank, das ist das Ziel der Täter, die freuen sich dann. Bald ist man dann ganz allein, weil keiner einem glaubt, dass man das erlebt.
                Was würde dir helfen? Vielleicht mit einer anderen Frau zusammen wohnen; die Freizeit verbringen? Der Vorteil wäre, dass du da auch eher eine Zeugin vorweisen kannst. Du hast vielleicht das Gefühl geschützter zu sein?

                Es ist unfassbar, dass es Menschen gibt, die einem anderen Menschen sowas Brutales antun und dann auch noch ungeschoren davon kommen, weil sie so geschickt sind, die Gesetzeslücken zu nutzen.

                Ich wünsche mir, dass alle Frauen, denen sowas passiert, einen Weg aus der Situation finden.
                Ich hoffe, dass deine Kraft ausreicht, dich zu wehren.
                LG
                Ibag

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                • #9
                  AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

                  * Danke für Eure Antworten. Ja, es gibt noch andere die betroffen sind. Ihr werdet es wohl kaum glauben, aber sie rennen dem Täter hinterher und finden es gut was Er macht. So stehen sie Ihm nicht zur Auswahl. Ich war so oft bei der Polizei und bin vor denen zusammen gebrochen. Ich habe die Beamten gebeten, mal bei dem Typen vorbei zu fahren. NICHTS PASSIERTE. Ein Beamter teilte mir mit, dass erst etwas passieren muss bevor sie etwas unternehmen können. Es stimmt, dass es schwer ist Menschen zu finden die einem zuhören und ich bin sehr froh darüber dieses Forum gefunden zu haben.

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                  • #10
                    AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

                    Wenn man Gespräche sucht um zu reden oder zu schreiben und es kommt eine sehr lange Pause dann ist das Gefühl wieder da alleine zu sein. Das war beim Opferschutz auch so. Eine Stunde lang durfte ich erzählen und danach war ich wieder alleine. Bis Dienstag ist noch lange hin und jeder Tag wird für mich zur Qual. Der Typ hat es geschafft, erst wenn ich nicht mehr da bin wird er aufhören mit den Lügen. Ist es Normal wenn man über das Leben nachdenkt ? Wenn ein mir fremder Mensch mein Leben ruinieren kann und ich kann nichts dagegen machen. Ich habe die Achtung vor mir verloren, ich möchte mich nicht einmal mehr im Spiegel betrachten. Alles wird zuviel.

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                    • #11
                      AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

                      Was sagt dein Arzt dazu?
                      Wenn du keinen hast, erkundige dich beim weissen Ring oder deinem Opferschutz.

                      Willst du tatsächlich dem Sack da die Genugtuung geben? Sag dir immer und immer wieder mit hochgezogenen Mundwinkeln, als wenn du lachen würdest: "Du mieses winziges Würstchen machst eine gestandene Person wie mich nicht fertig! Du bist höchstens groß genug, mir in die Wade zu beissen".
                      Je häufiger du dir das sagst und je mehr du dabei "lachst", desto besser wirkt es.

                      Nur mal so als "Soforthilfe".

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                      • #12
                        AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

                        *Hallo,
                        dass habe ich mir das erste halbe Jahr immer wieder gesagt dann wurde es immer schwerer und schwerer. Ich habe versucht mit einem erfahrenen Arzt darüber zu sprechen, aber den nächsten Termin hätte ich dann in sieben Wochen bekommen. Das ist einfach zu lang !!! Warum gibt es keine höheren Strafen ? Für mich sieht es wirklich so aus, dass es Täter immer leichter haben und Menschen dadurch an Selbstmord denken. Erst dann wird etwas unternommen. :-( :-( :-(

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                        • #13
                          AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

                          Du must es laut sagen!

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                          • #14
                            AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

                            Es ist eine Seelische Körperverletzung mit Folgen, aber so etwas gibt es nicht. Oder ?

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                            • #15
                              AW: Reden und Hilfe suchen oder aufgeben ?

                              Oh, ja - das ist Körperverletzung. Seelischer Art finde ich noch viel schwieriger für die Opfer, als physischer Art.

                              Wir haben es hier mit Verletzungen zu tun, die niemand sieht. Ein blaues Auge, ein gebrochenes Bein etc. ist für jeden sichtbar und nachvollziehbar. Wird auf der Seele herum geschlagen, bleibt rein optisch für deine Außenwelt alles "unversehrt" und funktionsfähig.

                              Darin sehe ich eine große Gefahr - und die Folgen sind meist verheerend, wenn man das nicht wahrnimmt und ernst nimmt.

                              Welche Beeinträchtigungen du in deinem Alltag dadurch erleidest, weißt du am besten - da muss ich nicht ins Detail gehen. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, da dran zu bleiben und sich gute fachliche Hilfe zu holen, denn unsere Schaltzentrale, wie ich sie nenne, hält nun mal alles zusammen und sorgt dafür, dass - wenn sie tiptop gewartet und gepflegt wird - wir ein langes und gesundes Leben führen können, es uns gut geht,

                              Dass wir zudem zu einer Tätergesellschaft mutiert sind, macht die Sache nicht besser. Die Lobby, die Täter bekommen, die Aufmerksamkeit ist unverhältnismäßig und unnötig.

                              Dass man als Opfer auch noch erklären und rechtfertigen muss, warum man wie und durch wen geschädigt wurde, wohingegen im gleichen Atemzug auf die Menschenwürde und Rechte eines Täters peinlichst genau geachtet wird, ist ein absolutes Ungleichgewicht, wie ich finde.

                              Wir werden das leider nicht ändern. Es gilt für dich, einen Weg zu finden, der dir da wieder raus hilft und dir wieder ein selbstbestimmtes und unbeschwertes Leben möglich macht.

                              Wenn du erst in 7 Wochen wieder einen Arzttermin bekommst, ist das eine lange Zeit und es sind zu viele Wochen, in denen du in diesem Teufelskreis alleine bist und dich immer weiter hineinmanövrierst.
                              Recherchiere bitte und vielleicht kannst du dir ja jemanden empfehlen lassen von Freunden oder Menschen, denen du vertraust.

                              Viele Grüße
                              Sabine

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