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  • #16
    Hallo Mops,

    möchte versuchen, Dir hierdurch noch etwas Mut zu machen. Zwar bin ich 'nur' im Verein gemobbt worden, Job ist natürlich noch ganz anders zu betrachten, jedoch kann ich noch immer selbstbewusst in den Spiegel sehen, weil ich mich konsequent gewehrt habe. Ich denke, allein dafür ist es schon wert, zu kämpfen.

    Gib nicht auf! Mir hat es zwischendurch geholfen, immer wieder mit Freunden (denen das Thema vermutlich schon zu den Ohren heraushing, die aber immer geduldig für mich da waren) zu sprechen.
    Habe zwischendurch einfach mal meine Gedanken zu Papier gebracht, um dann in meinem Geschreibsel (ergebnislos!) zu suchen, welches Verbrechen ich eigentlich begangen haben soll, dass irgendwer Vergnügen daran fand, mich ständig nieder zu machen. Dieser soweit möglich sachliche Umgang mit dem ganzen Sch... hat mir immer wieder etwas Abstand verschafft. Den braucht man ja einfach dann und wann, sonst fängt man an, an sich selbst zu zweifeln.
    Nachdem es dann irgendwann richtig geknallt hat und ich diese Erlebnisse nicht vergessen konnte, hab ich halt ein Buch geschrieben. Ich kann Dir sagen: seit der Veröffentlichung geht es mir einfach um Klassen besser. Ich bin einen riesen Klotz losgeworden, der mich fast erdrückt hätte.
    Vielleicht hilft Dir die im Forum angebotene Veröffentlich weiter, wobei es natürlich bei Dir um den Job geht...

    Insgesamt kann man dieser Modeerscheinung 'Mobbing' wohl am Besten öffentlich begegnen, da die wenigen Einzelfälle, die bisher bekannt geworden sind, ganz gern von 'Unbeteiligten' kopfschüttelnd zu den Akten gelegt werden.

    Gib nicht auf. Erhalte Dir Deine Werte. Glaub mir, es gibt Menschen, die sie sehen.

    Viel Glück für Dich.
    Faye

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    • #17
      Wärgolf schrieb:
      Aber leider scheinen nicht mehr menschliche Qualitäten darüber zu entscheiden wer einen Leiterposten bekommt, sondern rein nur, wer besser ins System passt.

      Ergänze: nicht mehr fachliche und menschliche Qualitäten.


      Ansonsten träumt wohl nahezu jeder Gemobbte von einem Lottogewinn, damit er mal so richtig...
      Hat mir gut gefallen, diese wahre Geschichte. Leider passiert sie zu selten.


      Gruß
      Trauerweide

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      • #18
        was nun ?

        Ich bin wie erstarrt, wie in Stein verwandelt. Das Leben findet statt, doch seit zwei Wochen ohne mich, oder gar länger.
        Was der Grund dafür ist, ist leicht zu erklären, aber deshalb noch nicht leicht zu begreifen.
        Die Folge ist Warten.
        Sehr viele Menschen, pflichten mir in dem, was ich tue bei. Sie melden sich regelmäßig bei mir und erkundigen sich nach meinem Befinden und fragen, ob sich was ergeben hat.
        Es ist so schön, sich verstanden zu fühlen, wenn man bereits immer wieder an seinem Verstand zweifelte.
        Doch sobald das Telefonat beendet ist, herrscht eine unerträgliche Stille, die die Einsamkeit noch untermauert.
        Es fühlt sich an, als wolle man mich aushungern. Aber sicher denkt einfach keiner daran, wie schrecklich diese Situation für mich ist.
        Ich habe einen Stein ins Rollen gebracht. Viele äußern sich jetzt mal oder setzen sich zur Wehr.
        Angst frisst sich durch meine Eingeweide, frisst Hunger, frisst Durst, frisst Lebensfreude und Motivation. Der Druck und die Ungerechtigkeit der letzten Jahre wirkt sich nun körperlich aus.
        Mein Spiegelbild ist nur noch ein trauriges, ab gemergeltes Abbild meiner selbst.
        Welche Kämpfe werde ich noch ausfechten müssen; gibt es Gerechtigkeit; werde ich je frei sein?
        Oft zweifle ich an mir, an dem, was ich auf den Weg brachte. Was nun stockt und unbeeindruckt in der Luft hängt. Unbeeindruckt von meinen Qualen.
        Manchmal will ich nur einfach liegen bleiben, mit dem Gesicht im Sand, tief einatmen, dann geht es schneller.
        Woher ich die Kraft nehme, ist mir ein echtes Rätsel.
        Der Gedanke an meine Familie, ja, das treibt mich an.
        In dieser Welt müssen meine Jungs bestehen. Auch sie werden kämpfen müssen. Ich will nicht, dass sie aufgeben. Ich will, dass sie stark sind, dass sie lernen, es ist zu schaffen.
        Am schlimmsten sind die Gedanken. Zuviel Raum für Spekulationen.
        „Lenk dich ab.“ „Zu weit voraus denken bringt nix.“ „Geh raus, unternimm etwas.“ „Mach es dir schön.“ Sagen die Freunde. Danke, ihr Lieben, das tut gut. Das würde ich auch raten, aber es klappt nicht.
        Aber ich kann noch lachen. Gestern erst. Es klang etwas fremd. Ist schon länger her.
        Dieses Lachen, mein Lachen, meine Lebendigkeit und mein Strahlen sind den Kampf ebenfalls wert.

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        • #19
          Alle Menschen sind verschieden und gleichzeitig ähnlich

          Hallo

          Interessant eure Diskussion. Bevor sich jeder auf sein Spielfeld zurückzieht wo er am schnellsten Tore schiesst, schaut mal hier vorbei.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Myers-B...ator#Testbogen

          Das Ganze Kapitel ist fundiert und seriös, was bei Wikipedia nicht immer so der Fall ist.

          Typisierung ist ein sehr guter Ansatz zu begreifen wie mein Gegenüber tickt. Aber auch wie ich selbst ticke. Oft passiert es, dass sich vollkommen gegensätzlich denkende Menschen begegnen und der Zwist ist genetisch schon vorprogrammiert. Erst durch die Erkenntnis meiner selbst ist es mir möglich mein Handeln im Umfeld einzuschätzen und zu reflektieren weil ich damit auch in der Lage bin das Handeln meines Umfeldes zu verstehen und einzuschätzen. Nichts geringeres lerne ich auf dem Weg zur Selbsterkenntnis.

          Erkenne dich selbst und du wirst die anderen erkennen.

          Ohne die Einsicht des Pazifisten bei drohendem Existenzverlust sein Leben verteidigen zu müssen, um weiter für seine Kinder da zu sein, wird er sich nicht weiter entwickeln wenn er auf seinem Standpunkt verharrt. Es könnte ja schliesslich leicht passieren, dass er ausgelöscht wird. Oder hat er ne Tarnkappe?

          So wird aber auch der Rücksichtslose/Offensive, wenn er nicht über den Tellerrand schaut niemals lernen, daß auch andere Gefühle haben und er ohne die anderen weder Liebe noch Nähe sprüren darf. Ein einsames, erfolgreiches aber armes und ungeliebtes Schw....! Der ist irgendwo sicher auch nicht glücklich.

          So sind beide in ihrer Welt gefangen ohne die Einsicht sich bewegen zu müssen. Den Druck zur Veränderung schafft in der Regel das soziale Umfeld in dem ich mich bewege. Will ich dort überleben, so werde ich mich anpassen müssen, um meine Existenz zu verteidigen. Ansonsten droht mir das Schicksal der Dinosaurier die trotz Grösse und gewaltiger Kraft diesen Prozess der Adaption nicht schnell genug vollziehen konnten.

          Daher haben sowohl Wärgolf wie auch Minna recht für sich selbst betrachtet. Im geglückten, sozialen Miteinander müssten sie aber aufeinander zugehen, sonst würde auch zwischen Ihnen in Kürze, wegen ihrer grundsätzlich verschiedenen Weltsicht und Wertewelt, unerbittlich Krieg herrschen.

          Gruss Martin
          Psychobabbel
          besonders erfahrenes Mitglied
          Zuletzt geändert von Psychobabbel; 07.09.2009, 17:09. Grund: Ergänzungen

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          • #20
            Hallo Psychobabbel

            So sind beide in ihrer Welt gefangen ohne die Einsicht sich bewegen zu müssen. Den Druck zur Veränderung schafft in der Regel das soziale Umfeld in dem ich mich bewege. Will ich dort überleben, so werde ich mich anpassen müssen, um meine Existenz zu verteidigen. Ansonsten droht mir das Schicksal der Dinosaurier die trotz Grösse und gewaltiger Kraft diesen Prozess der Adaption nicht schnell genug vollziehen konnten.
            Das ist gut ausgedrückt. Diesen Kampf um Adaption führe ich nun schon seit Jahren.
            Nur weis ich nicht so recht wo meine "Evolution" hingehen soll:

            Soll ich größer werden, damit ich die kleineren Tiere besser fressen kann?

            Oder soll ich kleiner werden, so das ich bei drohender Gefahr schnell in meinem Bau verschwinden kann?

            Viele Grüße ...

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            • #21
              Zitat von mops Beitrag anzeigen
              Sie ist der Boss.

              Seit nun mehr 7 Jahren mach ich das schon mit. Von Anbeginn unserer Zusammenarbeit. Zynismus, Hohn, minderwertige Arbeiten, haltlose Vorwürfe, Herabsetzung meiner Leistungen......

              Was hab ich dagegen unternommen?

              Zahllose Gespräche. Meldung beim nächsthöheren Chef. Arbeit an meiner Persönlichkeit. Beratung......

              Was hat es gebracht?

              Mit Beleidigungen, Vorwürfen und ihrer berühmten Mitleidstour habe ich mir die Gesprächsgrundlage wieder entziehen lassen.

              Der ranghöhere Chef bot mir großzügig an, mal mit ihr zu reden...

              Hart habe ich daran gearbeitet, ihr so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Mit Erfolg? Nicht wirklich.

              Beratung hat mir auch nicht geholfen. Die ist 5 Jahre her.

              Geduldig wartete ich auf ein Wunder.

              Die Warterei hat nichts gebracht außer einer Reihe psychosomatischer Störungen: Bluthochdruck, Appetitlosigkeit, Erschöpfungszustände, Reizbarkeit, Kopf- und Rückenschmerzen..... Wie aus dem Lehrbuch.

              Nun habe ich einen anderen Weg beschritten.
              Ich habe den Betriebsrat angerufen. Der ist nicht für mich zuständig.
              Wir bräuchten in der Filiale einen eigenen. Aber er hat meinen Fall auf meine Bitte hin beim Personalbüro gemeldet.

              Das ist zwei Wochen her. Seitdem telefoniere ich denen hinterher.
              Gestern erst wieder. Da wurde ich dann auf den Nachmittag vertröstet.
              Auf den Rückruf warte ich immer noch.

              Einen Anruf habe ich auch schon von unserer Filiale erhalten. Bin seit Montag krank geschrieben. Was ich denn hätte, wann ich wieder käme. Schön, dass ich so unentbehrlich zu sein scheine.

              Ich habe bereits 5 Kilo an Gewicht verloren. Heule, zittere, rauche.

              Aber ich ziehe das durch!!!

              Mein Leben soll wieder Qualität bekommen. Ich werde mich davon befreien.
              Aber so lasse ich das nicht stehen. Das nächste Opfer steht schon bereit, wenn ich weg bin.

              Ich will meine Werte nicht aufgeben müssen.

              Ich weiß nicht, ob ich was erreichen kann. Vielleicht ein bißchen.
              Ich wünsche mir, dass Fleiß und Rechtschaffenheit, Mitgefühl und Einsatz, Verantwortungsbewußtsein und Ehrlichkeit nicht weiter als Schwäche ausgelegt werden.

              Mit besten Grüßen, Eure Mops.
              Hallo Mops,

              mir geht es gerade genauso wie Dir, ich hoffe das wenigstens bei Dir alles gut wird, denn bei mir sehe ich wenig Hoffnung. Ich werde die Firma lieber Verlassen und Arbeitslos sein, als mich weiterhin in dieser Weise kaputt machen zu lassen.
              Dies wäre dann das erste mal in meinem ganzen Leben das ich Arbeitslos bin (ich schäme mich jetzt schon), ich hoffe natürlich es auch nicht lange zu sein, aber in der momentanen Arbeitswelt sieht es ja nicht gerade gut aus, doch alles ist besser als da wo ich jetzt bin.

              LG
              Samaja

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              • #22
                Lieber Samaja,

                gib nicht auf.

                Ich weiß das aus eigener Erfahrung, wohin dein Blick auch geht, du siehst in keiner Himmelsrichtung Land.
                Das hängt mit den Ohnmachtsgefühlen zusammen, die einen begleiten in so einer Situation. Mit den Selbstzweifeln: Wieso ich? Was hab ich verbrochen? Was ist falsch an mir?

                Diesen Zweifeln kann man nur entgegen wirken, wenn man sich seine Fähigkeiten und sich selbst ins Bewußtsein holt.
                Das tue ich täglich.

                Du bist wer und du kannst was.

                Ändert natürlich nicht viel an meiner Nervosität, denn ich habe den Fehdehandschuh aufgenommen, um für meine Rechte zu kämpfen.

                Aber es hilft dabei, weiter zu machen und die Zuversicht, etwas Neues zu wagen, zu bekommen oder zu erhalten.

                Alles Gute für Dich und Kraft wünsche ich Dir.

                GLG die Mops.
                mops
                sehr erfahrenes Mitglied
                Zuletzt geändert von mops; 08.09.2009, 09:08.

                Kommentar


                • #23
                  Du bist klug! Du bist stark!

                  Zitat von mops Beitrag anzeigen
                  Ich bin wie erstarrt, wie in Stein verwandelt. Das Leben findet statt, doch seit zwei Wochen ohne mich, oder gar länger.
                  Was der Grund dafür ist, ist leicht zu erklären, aber deshalb noch nicht leicht zu begreifen.
                  Die Folge ist Warten.
                  Sehr viele Menschen, pflichten mir in dem, was ich tue bei. Sie melden sich regelmäßig bei mir und erkundigen sich nach meinem Befinden und fragen, ob sich was ergeben hat.
                  Es ist so schön, sich verstanden zu fühlen, wenn man bereits immer wieder an seinem Verstand zweifelte.
                  Doch sobald das Telefonat beendet ist, herrscht eine unerträgliche Stille, die die Einsamkeit noch untermauert.
                  Es fühlt sich an, als wolle man mich aushungern. Aber sicher denkt einfach keiner daran, wie schrecklich diese Situation für mich ist.
                  Ich habe einen Stein ins Rollen gebracht. Viele äußern sich jetzt mal oder setzen sich zur Wehr.
                  Angst frisst sich durch meine Eingeweide, frisst Hunger, frisst Durst, frisst Lebensfreude und Motivation. Der Druck und die Ungerechtigkeit der letzten Jahre wirkt sich nun körperlich aus.
                  Mein Spiegelbild ist nur noch ein trauriges, ab gemergeltes Abbild meiner selbst.
                  Welche Kämpfe werde ich noch ausfechten müssen; gibt es Gerechtigkeit; werde ich je frei sein?
                  Oft zweifle ich an mir, an dem, was ich auf den Weg brachte. Was nun stockt und unbeeindruckt in der Luft hängt. Unbeeindruckt von meinen Qualen.
                  Manchmal will ich nur einfach liegen bleiben, mit dem Gesicht im Sand, tief einatmen, dann geht es schneller.
                  Woher ich die Kraft nehme, ist mir ein echtes Rätsel.
                  Der Gedanke an meine Familie, ja, das treibt mich an.
                  In dieser Welt müssen meine Jungs bestehen. Auch sie werden kämpfen müssen. Ich will nicht, dass sie aufgeben. Ich will, dass sie stark sind, dass sie lernen, es ist zu schaffen.
                  Am schlimmsten sind die Gedanken. Zuviel Raum für Spekulationen.
                  „Lenk dich ab.“ „Zu weit voraus denken bringt nix.“ „Geh raus, unternimm etwas.“ „Mach es dir schön.“ Sagen die Freunde. Danke, ihr Lieben, das tut gut. Das würde ich auch raten, aber es klappt nicht.
                  Aber ich kann noch lachen. Gestern erst. Es klang etwas fremd. Ist schon länger her.
                  Dieses Lachen, mein Lachen, meine Lebendigkeit und mein Strahlen sind den Kampf ebenfalls wert.

                  Hallo Mops

                  Du bist noch da. Alles was du gemacht hast war richtig weil du es gemacht hast. Ich spüre wie tiefgründig deine Verzweiflung ist schlussendlich alleine zu sein. Dieses Gefühl versucht dein Herz zu umklammern dich zu vernichten wenn die Tür sich zum Abschied schliesst, der Hörer nach einem wohltuenden Gespräch aufgelegt wird, du mit dir alleine bist.

                  Das Leben ist ein ständiger einziger Antagonismus. Man braucht den Kampf aber auch Frieden. Man hegt Hass und braucht doch Liebe. Man braucht Gesellschaft aber auch Stille.

                  Krank werden wir, wenn sich die Gewichte in die eine oder andere Richtung ins Ungleichgewicht verschieben. Das spüren wir dann sehr intensiv, weil uns das Gegengewicht nicht zur Verfügung steht, dass auf der anderen Seite wieder drauf muss, um uns wieder in die richtige horizontale oder Vertikale Lage zu versetzen, je nach dem, wie wir geartet sind.

                  Durch unsere Lebensgeschichte aber auch unsere Gene haben wir als Menschen ein Profil. Dieses Profil gibt uns Farbe, Leben, Kraft und Liebe.

                  Aber es beschert uns auch Blösse, Ausgeliefert sein, Schwäche und Hass.

                  Wenn wir merken, dass diese schlechten Gefühle von uns Besitz zu ergreifen drohen, dann bekommen wir Angst. Es weicht unaufhaltsam die Zuversicht den Herausforderungen und Stürmen die uns das Leben stellt zu trotzen.

                  Es ist als ob wir auf der falschen Bühne stehen. Da glaub ich dich unter all denen die auf der Bühne stehen in diesem Stück als diejenige zu entdecken die keine Rolle im Drehbuch hat und verzweifelt sucht zu improvisieren. Da du aber die Rolle der anderen störst mit deinen Improvisationen, die im Übrigen dem Stück ein wenig Leben einhauchen, die Komparsen dabei behinderst ihre stupiden Runden zu unterbrechen und die Komfortzone zu verlassen, entsteht der Konflikt. Sie rempeln dich an , versperren dir den Blick auf den, der das Ziel deiner Aktionen/ Darstellungen ist und drängen dich sogar zurück beim Versuch ihn niederzustrecken.

                  Das sind nicht nur Personen deines Umfeldes sondern auch deine Ängste und Befürchtungen die sich zu mächtigen, gar übermächtigen Gegnern in deinem Kampf aufbäumen/auftürmen.

                  Aus diesem Grund hab ich mal mit dem Link aus dem letzten Beitrag mal den Anstoss geben wollen sich mit dir und dir selbst zu beschäftigen. Der Kampf gegen die Gegener ist auch immer ein Kampf gegen sich selbst. Ohne sich vorgängig selbst zu überwinden werde ich Mühe haben andere so zu überwinden, dass ich nicht von den Wunden, die mir der Kampf geschlagen hat, selbst zur Strecke gebracht werde.

                  Alleine der Prozess den Mut aufzubringen den Kampf aufzunehmen ist wahrhaft ein Überwinden seiner selbst. Ohne meine Angst vor den Folgen zu besiegen werde ich niemals mutig sein. Nicht zu verwechseln mit blindem Losschlagen ohne sich der Folgen bewusst zu sein.

                  Das ist nicht Mut sondern Torheit!!!

                  Ich spüre deine Kraft tief in dir drinnen. Du hast einen so tiefgründigen Intellekt. Du bist so gefühlvoll und intuitiv wie ich es oft gerne wäre. Deshalb fühle ich tiefe Empatie mit dir, auch wenn wir uns noch nie gesehen haben. Ich finde dich einen äusserst spannenden Menschen der mit Tiefgang die Dinge sieht, aber dem offenbar die Gesprächspartner fehlen die dein innerstes Wesen wirklich verstehen. Deshalb bleibt dir ständig nur ein schwaches Gefühl verstanden, angenommen, wahrhaft geliebt zu werden.

                  Ich glaube dieses Gefühl der Liebe fehlt dir ganz besonders weil mit diesem Vakuum dein Urvertrauen in deine Kraft zu schwinden droht.

                  Ich bin sicher du hast sehr oft eine Art Todessehnsucht. .....liegen bleiben....Gesicht im Sand.....tief einatmen.....dann geht es schneller.

                  Ich bitte dich. Gib dich nicht auf sondern such dir einen Therapeuten der zu dir passt. Auch das ist Typisierung und Rollenspiel. Nicht jeder Therapeut taugt für jeden Klienten und dessen Probleme und Wertewelten.

                  Ich bin sicher, du bist im Stande das zu überwinden und in eine positive Kraft zu verwandeln. Was du brauchst sind nicht nur Trost sondern ein Coach der dir hilft deine Gefühle und Gedanken zu sortieren, dir hilft dein Leben neu zu ordnen und zu den Vorgängen am Arbeitsplatz eine eigene Bühne zu schaffen welche dir hilft das miese Theaterstück aus deinem übrigen Leben insoweit wieder temporär abzukoppeln damit es dir wieder gelingt Kraft zu tanken für den nächsten Tag.

                  Wir können nicht immer alle Rollen gleichzeitig spielen sonder wechseln sie jeden Tag mehrmals und vielfach.

                  Am Morgen steh ich auf und bin erst mal Neandertaler der aus der Höhle (Bett) kriecht. Nach dem Besuch im Bad fühl ich mich dann wie ein zivilisierter Mensch. Nach dem Frühstück bin ich liebender Ehemann der seiner Frau noch seine Aufmerksamkeit für Zärtlichkeit schenkt ein Kuss, eine Umarmung, Schmusen. Dann wechsle ich meine Rolle als Vater wenn wir uns über unsere Kinder unterhalten, dann bin ich Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit, Mitmensch wenn wir uns im Aufenthaltsraum darüber unterhalten was wir gestern noch alle so gemacht haben, es folgt darauf der fliegende Wechsel zum Teamcoach wenn es Probleme gibt, Klagemauer wenn was nicht funktioniert oder Beziehungsprobleme am Arbeitsplatz entstehen, Fachautorität wenn ich einen Vortrag halte, der Hilflose wenn ich selbst nicht mehr weiter weiss und fragen muss und...und ....und.

                  So geht es dir und jedem anderen Menschen jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde. Sind wir vital und im Gleichgewicht schaffen wir das in der Regel auch alle spielend. Erst wenn wir von einer Rolle nicht lassen können und diese nicht mehr im Kontext zu den im Moment erwarteten Leistungen steht, dann wird das gleich mal zum Problem.

                  Im Moment versuche ich dir ein dich vorbehaltlos annehmender Mitmensch zu sein und dir etwas von der Kraft abzugeben die mich so stark gemacht hat aus solchen Senken wieder raus zu finden. Dazu hab ich wahrhaft und unzählbar oft andere gebraucht die mir Feedback gegeben haben wo ich eigentlich stehe.

                  Ich bin sicher du weisst es. Ich bin sicher du kannst es. Wäre es nicht so wärst du nicht schon so weit gekommen.

                  Hab Zuversicht. Liebe dich selbst. Dann können es auch die anderen.

                  Ich drück dich derweil schon mal ;-)

                  Viele Grüße

                  Martin
                  Psychobabbel
                  besonders erfahrenes Mitglied
                  Zuletzt geändert von Psychobabbel; 09.09.2009, 14:46.

                  Kommentar


                  • #24
                    Zitat von Wärgolf Beitrag anzeigen
                    Hallo Psychobabbel



                    Das ist gut ausgedrückt. Diesen Kampf um Adaption führe ich nun schon seit Jahren.
                    Nur weis ich nicht so recht wo meine "Evolution" hingehen soll:

                    Soll ich größer werden, damit ich die kleineren Tiere besser fressen kann?

                    Oder soll ich kleiner werden, so das ich bei drohender Gefahr schnell in meinem Bau verschwinden kann?

                    Viele Grüße ...
                    In dem Moment wo du diese Zeilen geschrieben hast, hast du dir die Antwort schon selbst gegeben.

                    Genau so muss es geschehen. Es ist keine Entwicklung hin zu einem statischen Zustand der dann wie der Fels in der Brandung von dieser abgetragen wird sondern zu einer flexiblen Persönlichkeit die, wenn es erforderlich ist dem Baum ähnlich wird, der sich in jede Richtung biegen kann und damit davor sicher ist nicht im Sturm zu zerbrechen.
                    Oder gleich der Schlange zu werden die lautlos und blitzschnell zuschlagen kann wenn der Gegneres nicht damit rechnet.
                    Oder die Maus, die den anderen Ausgang aus ihrem Bau nimmt wenn die Katze vor dem Loch Lauert.

                    Das einzig Beständige in dieser Welt ist und bleibt der Wandel.

                    Wer das akzeptieren kann und sein Denken und Handeln danach richtet, der hat nach meinem Dafürhalten die besseren Chancen im Leben.
                    Gesunder Opportunismus muss daher also nichts schlechtes sein.

                    Ich finde du machst das schon richtig!

                    Viele Grüsse

                    Martin

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                    • #25
                      Danke. Das war sehr schön und hat gut getan.
                      Ich werd es sicher öfter lesen.

                      Im Übrigen geht es mir besser.

                      War gestern sehr aktiv. Arbeitsamt, eine bekannte mit Connections.
                      Weder da noch dort Erfolg gehabt. Und dennoch Erfolg.

                      Das Gefühl, ich bin noch da. Das sagtest du ganz richtig.

                      WIR SIND NOCH DA!

                      Arsch hoch, hab ich mir gesagt.

                      Und heute gleich Bewerbung geschrieben.

                      Nochmal danke.

                      Kommentar


                      • #26
                        Hallo Psychobabbel

                        Genau so muss es geschehen. Es ist keine Entwicklung hin zu einem statischen Zustand der dann wie der Fels in der Brandung von dieser abgetragen wird sondern zu einer flexiblen Persönlichkeit die, wenn es erforderlich ist dem Baum ähnlich wird, der sich in jede Richtung biegen kann und damit davor sicher ist nicht im Sturm zu zerbrechen.
                        Oder gleich der Schlange zu werden die lautlos und blitzschnell zuschlagen kann wenn der Gegneres nicht damit rechnet.
                        Oder die Maus, die den anderen Ausgang aus ihrem Bau nimmt wenn die Katze vor dem Loch Lauert.
                        Du erstaunst mich. Was du schreibst ist immer so auf den Punkt und voller Logik , das man garnicht anders kann als es annehmen.

                        Bei diesen Zeilen (siehe oben) hatte ich sofort ein aha-Gefühl.
                        Ja du hast recht. Eigentlich sollte man sich wirklich von jedem Tier die jeweils besten Eigenschaften abschauen und das jeweils beste für sich nutzen.

                        Danke für deine Fähigkeit mit mit Geschickten Worten solche aha-Erlebnisse auszulösen.


                        Viele Grüße ...

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                        • #27
                          Whow kann man da nur sagen!

                          Lieber Psychobabbel

                          Ich muß meinen Senft noch dazu geben! Ich kann nur noch applaudieren wie Du das so toll formulieren kannst.Man könnte meinen es kommt vom Lehrbuch oder bist Du vielleicht ein Philosoph der nebenbei noch Psychologie Studiert hat???
                          Was soll man da als "Normalfühlender,Einfachdenkender und Realistischer Lebender" der Mops noch für einen Rat geben?

                          Meine Hochachtung Minna

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                          • #28
                            PS.Lieber Psychobabbel,ich war eben mal auf Deiner Profilseite und habe voll ins Schwarze getroffen mit meiner Vermutung.Na da kann ja nichts mehr schief gehen,wenn so ein Profi wie Du es bist an Bord ist!

                            Gruß Minna

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                            • #29
                              Wie solls jetzt weitergehen?

                              Nach einem kurzen Hoch, nun wieder ein Tief.

                              Ich habe mich nun entschlossen psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

                              Immer noch kein Zeichen seitens der Firma.

                              Nun geht mir die Frage der Personalabteilung durch den Kopf, warum ich mich nicht schon mal früher gemeldet hätte.
                              Antwort: weil ich diesem Druck damals auf gar keinen Fall gewachsen gewesen wäre.
                              Alleinerziehend, zwei Söhne, keinerlei familiäre Unterstützung.
                              Meine Söhne waren damals neun und sechs, als es anfing.

                              Nun stelle man sich vor, dass jemand aus dieser Position heraus auch noch Mobbing anzeigt. Und dann lassen sie dich am langen Arm verhungern.

                              Nun habe ich die Stütze durch meinen zweiten Ehemann und sogar durch die Jungs, die nun junge Heranwachsende geworden sind.

                              Dann habe ich ja auch schon das Thema angeschnitten, eben bei jenem Herren, der sich nun nicht meldet. Damals sagte er (ich erwähnte es im ersten Beitrag), er könne ja mal mit ihr reden, wenn ich das wolle.
                              Was hab ich da schon zu erwarten.

                              Heute habe ich nochmal den Herrn Betriebsrat angerufen, der nicht für mich zuständig ist, da ich nicht in sein Einzugsgebiet reiche. Find ich aber richtig nett, dass der nochmal beim Personalbüro für mich vorsprechen will (Kein Zynismus).

                              Und genau das ist es, was mir derzeit Erleichterung verschafft. Nachhaken und nochmal nachhaken und nochmal und und und......

                              Mein Vorteil ist (klingt jetzt etwas zynisch, mein ich aber so, wie ich es sage), dass ich nichts zu verlieren habe, denn weg will ich von dieser Frau auf jeden Fall.

                              Leute, es nützt auch nichts, dass ich um ihre Angst vor meinem Können, um ihren Neid wegen meiner Arbeitsfreude und positiven Art, sowie wegen meiner ehrlichen Herzlichkeit, meiner Zufriedenheit und meiner Selbstsicherheit (weshalb ich nicht ständig kundtun muss, was ich alles gemacht habe, denn es ist Arbeit in meiner Arbeitszeit) weiß.

                              Aber hier sitze ich nun zermürbt von diesen immerwährenden dummen Kämpfen, diesen ewigen unnötigen Diskussionen, diesem ständigen Geraune und Gemurmel, diesem pausenlosen Ausgebremse, dieser nicht enden wollende Tanz, den diese Frau um sich macht. Ich will doch nichts, als meine Arbeit machen. Himmeldonnerwetter.

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                              • #30
                                Hallo mops

                                Ist das deine Chefin? Oder ist sie dir gleichgestellt?
                                Du erwähntest: Sie ist der Boss!
                                Wäre wichtig zu wissen.

                                Gruss Martin

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