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Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

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  • Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

    vorhin habe ich den Blog eines Kollegen entdeckt, bei dem ich schon seit Monaten den Verdacht hatte, dass er über viele meiner übrigen Kollegen und mich schlecht redet.

    Meine Vermutungen haben sich bestätigt: <LINK rel=File-List href="file:///C:/DOKUME%7E1/FABIAN%7E1/LOKALE%7E1/Temp/msoclip1/01/clip_filelist.xml"><STYLE> <!-- /* Font Definitions */ @font-face {font-family:Verdana; panose-1:2 11 6 4 3 5 4 4 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:swiss; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:536871559 0 0 0 415 0;} /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal {mso-style-parent:""; margin:0cm; margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} p.MsoBodyText, li.MsoBodyText, div.MsoBodyText {margin:0cm; margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; mso-bidi-font-size:12.0pt; font-family:Verdana; mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 {size:612.0pt 792.0pt; margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; mso-header-margin:36.0pt; mso-footer-margin:36.0pt; mso-paper-source:0;} div.Section1 {page:Section1;} --></STYLE>Im besagten Blog lästert dieser Kollege über uns in teils beleidigender, teils zumindest extrem hämischer Weise. Mal sind wir dumm bzw. schwer von Begriff, mal sind wir provinziell oder unreif bzw. überängstlich, mal passt ihm unser Sprachstil nicht. Außerdem verbreitet er Interna aus Diskussionen über innerbetriebliche Abläufe (auch solche Interna, die nicht nur ihm selber, sondern auch uns anderen Kollegen schaden können)

    Dass dieser Kollege munter auch über Vorgesetzte und Kunden herzieht, kommt noch hinzu. Eigentlich besteht fast der gesamte Blog aus Lästereien, die (wenngleich oft ohne Namensnennung oder auch nur -andeutung) oft sogar rufschädigend sind.

    Wie gesagt: Dies schreibt der Kollege alles in einem öffentlich zugänglichen Blog, liefert also noch und nöcher nachvollziehbare Beweise für sein Verhalten.

    Das ist also mal ein besonderer Fall von Mobbing: Einer gegen den Rest der Welt. Und nicht etwa eine ganze Meute, die sich auf einen Einzelnen stürzt.

    Wie soll ich damit umgehen? Meine anderen Kollegen, die besagter Kollege da in die Pfanne haut, wissen bestimmt noch gar nichts von diesem Blog. Sie und unsere Vorgesetzten möchte ich aber ungern informieren, weil ich mich erstens nicht auf das Niveau des besagten Kollegen begeben möchte und weil ich zweitens dann als Denunziant gelten würde, auf den das alles zurückfällt.

    Andererseits kann ich auch nicht tatenlos zusehen, wie besagter Kollege ungehindert weiter Verunglimpfungen und andere schmutzige Wäsche über uns im Internet verbreitet. Und das, obwohl wir den besagten Kollegen über all die Monate immer noch fair behandelt haben -- teils, weil einige von uns womöglich gar nicht geahnt haben, dass er so link ist. Oder teils deshalb (wie in meinem Fall), weil ich mich nie auf sein Niveau begeben und möglichst keine Zielscheibe für ihn abgeben wollte.

    Ich bitte auch um Verständnis, dass ich keine weiteren direkten oder indirekten Zitate oder andere Details (vor allem nicht die Adresse des Blogs) veröffentlichen möchte, weil sonst der besagte Kollege per Google und Co. noch auf diesen Thread hier aufmerksam werden könnte.

    Habt ihr einen Tipp, wie ich mich verhalten soll?

  • #2
    AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

    Hallo Mattes,

    ich kann Dich sehr gut verstehen, dass Du Dich nicht auf dieses Niveau herablassen möchtest. Ist mir auch ähnlich ergangen, ich habe versucht, die Probleme auf dem "kleinen" Dienstweg zu klären und habe mich dadurch unwissentlich richtig in die Sch.... gesetzt.

    Spreche das an, überlege Dir gut, zu welchem Vorgesetzten Du Vertrauen hast. So geht es einfach nicht, der Kollege schein ein Riesenproblem mit sich selbst zu haben, normale Menschen machen sowas nicht. Wenn Du es ansprichst, sieh das einfach nicht als Petzen an, sondern als Loyalität gegenüber Deinem Arbeitgeber.

    Liebe Grüße

    Laura

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    • #3
      AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

      Na ja, das mit dem "Vorgesetzten meines Vertrauens" ist nicht ganz einfach. Zu Vorgesetzten hat man ja (leider) in der Regel doch nicht so ein entspanntes und 100-prozentig vertrauensvolles Verh&#228;ltnis. Hinzu kommt, dass in unserem Unternehmen (wie wahrscheinlich in vielen anderen Unternehmen auch) gerne getrascht wird, und durch dieses ewige H&#246;rensagen werden Geschichten dann auch gerne mal verzerrt &#252;berliefert. Der ber&#252;hmte Stille-Post-Effekt.

      Und ehe ich zu einem Vorgesetzten gehe, w&#252;rde ich dann doch lieber erst noch die anderen betroffenen Kollegen &#252;ber diesen Blog informieren, damit wir wenigstens alle zusammen den Vorgesetzten einschalten k&#246;nnen -- und ich nicht einen Alleingang machen muss, f&#252;r den ich allein dann ggf. auch alleine den Kopf hinhalten muss.

      Ich finde das extrem kompliziert. Und was es nur noch komplizierter macht: Es war ein anderer Kollege (ich nenne ihn mal Y), der mich &#252;berhaupt darauf gebracht hat, dass Kollege X diesen Blog besitzt. Nur kannte Y den Blog offenbar noch nicht so lange -- und deshalb vermute ich, dass er ihn nie so ausf&#252;hrlich gelesen und deshalb auch die pikanten Passagen nicht bemerkt hat. Sonst h&#228;tte er wohl kaum so arglos &#252;ber diesen Blog geredet. Wenn ich jetzt das mit dem Blog in unserer Firma publik mache, bringe ich wom&#246;glich auch noch Y in Bedr&#228;ngnis, weil X dann darauf kommen k&#246;nnte, dass Y die Existenz dieses Blogs (der nicht gerade leicht im Netz zu finden ist und wom&#246;glich nur einem ausgew&#228;hlten Kreis bislang bekannt ist) ausgeplaudert hat.

      Aber darf ich dich fragen, was in deinem Fall "auf dem kleinen Dienstweg" bedeutet hat? Hast du den betreffenden Kollegen direkt angesprochen? Oder mit anderen Kollegen?

      Und nur zur Beruhigung: Ich schreibe jetzt nicht gerade vom Arbeitsplatz aus, denn (wie es der Zufall so will) ich habe diese Woche Urlaub.
      Zuletzt geändert von Mattes; 30.11.2009, 11:44.

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      • #4
        AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

        Hi Mattes,

        Du hast recht, dass ist wirklich kompliziert. Aber Dein Kollege scheint ja ein massives Problem zu haben, so etwas macht man einfach nicht! Meiner Meinung nach wird da ganz schön auf den Anstand von Euch Anderen gesetzt, die dann schon ruhig halten. Ist aber immer sehr schwierig, dass von ausserhalb zu beurteilen, beschreibe den Kollegen mal so nah, wie Du hier kannst.

        Kleiner Dienstweg bedeutete für mich Dinge, die falsch liefen, direkt mit der verantwortlichen Person zu klären und es nicht an die große Glocke zu hängen (ich hatte nach vielen Jahren die Abteilung gewechselt und hatte dadurch halt mehr Erfahrung, habe ich aber nicht raushängen lassen). Ich konnte mir unglaublichen Mist anhören, unser verantwortlicher Chef (Besitzer) sei ein Proll usw. Ich habe aber immer schön die Klappe gehalten, Tratsch niemals weitergegeben, dass wurde mir als Illoyalität ausgelegt. Und der Proll wurde eingespannt, um mich rauszubomben, Tja, Dummdreistigkeit siegt. Wurde irgendwann echt eklig, ich habe mich aber weiterhin nicht provozieren lassen und habe einen Anwalt eingeschaltet.

        Liebe Grüße

        Laura

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        • #5
          AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

          Na ja, der Kollege ist jemand, der seine Meinung halt sehr unverbl&#252;mt sagt (wenn auch nicht in allen F&#228;llen -- wie man jetzt eben daran sieht, dass er seine pers&#246;nliche Kritik an uns nur in sein Blog geschrieben und wahrscheinlich auch sonst hinter unserem R&#252;cken rumgetrascht hat) und schon fr&#252;h auf "Anti" gegen unser Unternehmen geb&#252;rstet war. Er l&#228;sst auch immer sehr raush&#228;ngen, dass er sich im Grunde genommen f&#252;r etwas Besseres h&#228;lt, w&#228;hrend (und das haben seine Blog-Eintr&#228;ge ja best&#228;tigt) wir in seinen Augen das "unf&#228;hige Fu&#223;volk" sind. Ich habe mich deshalb schon manches Mal gefragt, warum er diesen Job &#252;berhaupt angenommen hat bzw. er ihn weiter beh&#228;lt, wenn das alles so gr&#228;sslich bei uns ist.

          Eben weil der Kollege manchmal auch im direkten Gespr&#228;ch mit uns sehr drastische Meinungen vertritt und irgendwann begonnen hat, sich privaten Unternehmungen mit uns mehr und mehr fernzuhalten, hatte ich ihn schon l&#228;nger im Verdacht, dass er hinter unserem R&#252;cken schlecht auch &#252;ber uns Kollegen redet. Dass er aber so leichtsinnig ist, und das Ganze auch noch in aller Ausf&#252;hrlichkeit &#246;ffentlich aufschreibt und so auch noch den eigenen Vorgesetzten jede Menge (potenzielle) Munition liefert, h&#228;tte ich nicht im Ernst geglaubt.

          Wenn ich ihn jetzt offen auf sein Verhalten ansprechen w&#252;rde, w&#252;rde er vermutlich den Spie&#223; gegen mich drehen oder zumindest strikt von sich weisen, einen Fehler gemacht zu haben. Daf&#252;r ist er, denke ich, zu sehr eingemauert in seinem radikalen Weltbild (nicht politisch radikal, sondern eben was andere Weltanschauungen angeht). Ich habe zwar die schriftlichen Beweise auf meiner Seite (die Blog-Eintr&#228;ge habe ich zur Sicherheit abgespeichert), aber ich glaube nicht, dass ihn das ernsthaft beeindruckt.

          Wie ging denn deine Geschichte eigentlich aus? Konntest du auf dem Rechtsweg etwas erreichen?
          Zuletzt geändert von Mattes; 30.11.2009, 19:32.

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          • #6
            AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

            Da scheint ja wirklich jemand ein ernsthaftes Problem mit sich und der Welt zu haben. Meiner Erfahrung nach sind das die schlimmsten. Weil sie eben skrupellos die übelsten Dinge über ihre Mitmenschen behaupten und leider immer irgendetwas von dem Mist kleben bleibt.

            Es ist sehr schwierig, Dir irgendetwas zu raten. Gefühlsmäßig kann ich Dir nur sagen, dass ich glaube, dass es am besten wäre diesem Kerl rechtzeitig das Handwerk zu legen. Stell Dir mal vor, der setzt, wie auch immer, noch einen drauf und Du kommst mit dieser Geschichte in einem halbem Jahr. Ist wahrscheinlich am besten, Du berätst Dich mit Kollegen, ich wünsche Dir in jedem Fall viel Erfolg und das nötige Fingerspitzengefühl.

            Mein Fall ist natürlich mit Jobverlust ausgegangen, ging nicht mehr anders. Ich bin noch ein einziges Mal dort hingegangen, der Personalchef hat denen alles geglaubt, mich übelst beleidigt. Mein Arzt fand das nicht so lustig, was die aus mir gemacht haben und hat mich während der Verhandlungszeit krankgeschríeben. Der Anwalt hat nur noch die Abfindung hochgetrieben.

            Vorige Woche hatte mein innerer Schweinehund Genugtuung. Einen der angestellten Geschäftsführer haben die auch übelst gemobt und Kompetenzen weggenommen.

            Liebe Grüße

            Laura

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            • #7
              AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

              Danke f&#252;r deinen Rat. Ich glaube auch, dass ich &#252;ber kurz oder lang nicht drum herum komme, zumindest meine Kollegen (die ja ein berechtigtes Interesse daran h&#228;tten, schlie&#223;lich werden sie in besagtem Blog ebenfalls attackiert) in Kenntnis zu setzen. Dem steht allerdings eben immer noch entgegen, dass ich damit meinen "Informanten" Y in die Bredouille bringen w&#252;rde.

              Bei einem der anderen Kollegen (ich nenne ihn mal Z) stellt sich allerdings das Problem, dass er mit dem Blogger X recht gut befreundet ist. X hat sogar &#252;ber Z (allerdings zu einer Zeit, als die beiden sich noch nicht lange kannten) in seinem Blog hergezogen. Da stellt sich die Frage: Wenn ich auch Z dar&#252;ber in Kenntnis setze -- schl&#228;gt er sich auf X' Seite? Oder gibt ihm das zu denken und er l&#228;sst X fallen?

              Es ist also eine sehr, sehr vertrackte Situation.

              In der Zwischenzeit hat X in seinem Blog &#252;brigens weiter &#252;ber die Arbeit als solche hergezogen und sogar Inhalte aus betriebsinternen Dokumenten ver&#246;ffentlicht. Uns Kollegen hat er diesmal "immerhin" ausgespart. Aber man sieht: Die L&#228;ster-Maschine l&#228;uft weiter...
              Zuletzt geändert von Mattes; 01.12.2009, 15:47.

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              • #8
                AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

                Unglaublich! Damit macht er sich doch im Sinn von Vertragsbruch strafbar! Oder habt ihr keine Verschwiegenheitsklausel?

                Meiner Meinung nach hat der einen an der Waffel!

                Du hast recht, wenn er mit Kollege Z befreundet ist, muss Du natürlich sehr vorsichtig sein. Ist sehr schwierig Beziehungen zu durchschauen. Ist auch immer die Frage, warum wagt er sich soweit aus dem Fenster.

                Liebe Grüße

                Laura

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                • #9
                  AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

                  Ach und noch etwas.

                  Wie vorher gesagt, mit dem kleinen Dienstweg, also erstmal versuchen die Dinge auf der eigenen Ebene zu klären, ist bei mir übelst schiefgegangen. Deine Beweise hast Du ja schon gesammelt, wende Dich zumindest auch an den Betriebsrat, wenn ihr soetwas habt. Wenn Kollege X Dich angreift, ist die Gefahr groß, dass anschließend keiner der lieben Kollegen zu Dir hält.

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                  • #10
                    AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

                    Natürlich gibt es bei uns auch eine Verschwiegenheitsklausel. Allerdings handelt es sich bei dem Dokument, aus dem er zuletzt zitiert hat, um unseren firmeninternen Newsletter, der überwiegend Branchen-Nachrichten enthält. Interne Bekanntmachungen hat X nicht zitiert, sondern eine Nachricht, die auch im Netz zu finden ist -- die hat er aber eben derart kommentiert, dass er dabei auch wieder Firmen-Interna ausgeplaudert bzw. eine Spitze gegen die Firma losgelassen hat.

                    Ich verstehe jetzt aber nicht ganz: Gestern hattest du noch geschrieben, es sei wahrscheinlich das Beste, dass ich mich mit Kollegen berate. Was für Kollegen meintest du denn? Andere, die in dem Blog nicht gemobbt werden? Das würde aber kaum einen Unterschied machen, denn wie ich ja eingangs geschrieben habe: Bei uns im Unternehmen wird generell gerne getratscht, also macht so etwas sehr schnell die Runde -- und dann leider oft auch (bedingt durch den Stille-Post-Effekt, vielleicht manchmal auch absichtlich) verzerrt oder aus dem Zusammenhang gerissen. So würde es also über kurz oder lang eh bei meinen mitgemobbten Kollegen landen.

                    Unser Betriebsrat ist auch nicht gerade sehr vertrauenswürdig (leider). Nicht nur bei der Geschäftsführung, sondern auch bei der Belegschaft hat er nicht gerade das beste Ansehen.

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                    • #11
                      AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

                      Hast recht, habe mich missverständlich ausgedrückt. Da kamen wieder meine schlechten Erfahrungen durch.....als Du sagtest, dass Kollege Z mit X etwas dicker ist.

                      Es ist sehr schwer Dir zu raten, weil die Situation so schwierig zu beurteilen ist. Hast Du irgendeine Ahnung, warum der sowas Dämliches macht? Eigentlich schaufelt er sich doch sein eigenes Grab in der Firma. Aber so Leute sind oft sehr gefährlich, man muss sich nach allen Seiten absichern. Ich habe mich im nachhinein geärgert, dass ich so human gewesen bin. Normalerweise hätte ich bei jedem Klops ein Memo incl. Kopie an alle Beteiligten verfassen sollen.

                      Das Problem mit dem Betriebsrat kenne ich..... Aber wenn Du offensiv vorgehst, müssen die reagieren, es zumindest festhalten.

                      Erzähle mal mehr über diesen Typen. Sucht er vielleicht selber nach einem neuen Job?

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                      • #12
                        AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

                        Soweit ich wei&#223;, sucht er nicht. Das ist ja das Absurde: Schon vom ersten Tag an hat er den Eindruck gemacht, als ob er auf dieses Unternehmen null Bock habe. Da habe ich mich schon gefragt, warum er den Job &#252;berhaupt angenommen hat, wenn er schon von vornherein wusste, dass das f&#252;r ihn nichts ist.

                        Andererseits hat er erst neulich gesagt (das war kurz bevor ich seinen Blog entdeckt habe), dass er gerade in der jetzigen Wirtschaftssituation keine Perspektiven auf dem Stellenmarkt f&#252;r sich sieht. Und er scheint ja auch nirgendwo anders genommen worden zu sein. Aber da sage ich mir: Selbst wenn mir dann noch ein paar Monate Arbeitslosigkeit drohen -- wenn ich schon von vornherein wei&#223;, dass mir die Firma, die Stadt und dergleichen mehr gegen den Strich gehen, dann lasse ich doch lieber die Finger von dem Job.

                        Ich kann mir selber absolut keinen Reim auf sein Verhalten machen: Einerseits ist er extrem ehrgeizig und l&#228;stert wom&#246;glich auch deshalb &#252;ber uns, um potenzielle Konkurrenten wegzubei&#223;en. Andererseits verh&#228;lt er sich h&#246;chst fahrl&#228;ssig, indem er nicht nur diese pers&#246;nlichen Attacken online setzt, sondern dort eben auch &#252;ber unser Unternehmen herzieht.

                        Vielleicht ist das eine selbstzerst&#246;rerische Ader. Vielleicht kann er auch einfach nicht mehr mit dem Frust umgehen, dass er offenbar keine Wahl zwischen mehreren Stellen hatte und letztlich eine Stelle nehmen "musste", die nicht zu seinen Traumposten geh&#246;rt. Und f&#252;r diesen Frust braucht er ein Ventil, so kontraproduktiv dieses Ventil letztlich auch f&#252;r ihn sein mag.

                        Oder aber er entwickelt jetzt den Ehrgeiz, den Laden seinen Vorstellungen entsprechend umzukrempeln -- selbst wenn er sich dabei letztlich nur eine blutige Nase holt und sonst nichts erreicht.

                        Oder er will mit solchen Attacken vor allem von eigenen Schw&#228;chen ablenken und f&#252;r sich selber ein Bild unter dem Titel "So schlecht bist du nun auch nicht -- die anderen sind doch viel schlechter" erschaffen.

                        Vielleicht ist es auch eine Gemengelage aus allem zusammen.

                        In jedem Fall wirkt er nicht wie jemand, der im Reinen mit sich und seiner Umwelt lebt.

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                        • #13
                          AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

                          Durchschaut hast Du ihn.

                          Ist er auch ein Schleimer, kriecht er nach oben und schlägt nur auf seiner Ebene um sich? Ist er ein Mensch, der andere für sich einnehmen kann?

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                          • #14
                            AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

                            Nein, man kann ihm manches vorwerfen -- aber ein Schleimer ist er definitiv nicht. Ganz im Gegenteil. Dafür trägt er seine Meinung dann doch zu offen vor sich her (also auch im Berufsalltag, abseits des Blogs).

                            Er hat sich auch schon offen mit Vorgesetzten angelegt (sogar eher als mit uns Kollegen) -- allerdings nur in einem solchen Maße, dass es ihm (zumindest bislang) nicht beruflich geschadet hat.

                            Ob er andere für sich einnehmen kann? Na ja, wie man's nimmt. Er macht seinen Job schon ganz gut, das erkennen die Kollegen und Vorgesetzten (zumindest soweit sie sich vor meinen Ohren bislang zu seinen Leistungen geäußert haben) auch an. Aber ich habe bislang nicht erlebt, dass er sich irgendwo einschmeichelt oder jemanden charmant umgarnt. Ich würde jetzt nicht sagen, dass er im Unternehmen ein besseres Standing hätte als ich.

                            Ich habe übrigens gerade noch mal ein bisschen in seinem Blog gelesen. An mehreren Stellen fragt er nach, ob die Links, die er in den Blog stellt, rückverfolgt werden können (können sie, laut Aussage eines Kommentators) oder er sagt, dass er seinen Job wohl los ist, wenn ein Vorgesetzter den Blog liest. Schräg, oder? Er weiß um die Gefahr, schreibt aber trotzdem munter weiter -- und gibt sogar einem Kollegen von mir die Adresse seines Blogs?!

                            Entweder war das gedankenlos oder er geht ernsthaft davon aus, dass wir in bedingungsloser Kollegialität hinter ihm stehen und dicht halten. Und das, obwohl er sich in diesem Blog selber alles andere als kollegial zeigt. Und im Übrigen auch im Berufsalltag nicht gerade als der tollste Teamplayer aufgetreten ist.

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                            • #15
                              AW: Mobbing - und es gibt schriftliche Beweise

                              Was wäre, wenn Du die ausgedruckten Beweise bei der nächsten Teambesprechung einfach auf den Tisch knallen würdest und fragst, was das soll?

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