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Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

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  • Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

    Hallo ihr,
    hier bin nochmal ich. Nach dem ersten Erfolg stellten sich bei mir wieder die Zweifel
    ein. In dem Gespräch haben die gesagt, ich hätte vorgeworfen, sie würden nicht grüßen.
    Ehrlich gesagt, klang mir das zu einfach, denn es war schon konsequentes Ausschließen gewesen (grüßen kann man ja mal vergessen usw.). Dann haben sie neue Kollegen eingestellt, die , so wie es mir vorkam, alle meine Aufgaben übernommen haben.
    Ist das jetzt nur Verfolgungswahn, oder sind die Zweifel berechtigt?
    Selber bin ich bemüht, natürlich alles durchzuziehen, Schritte auf die zuzugehen.
    Mein Fahrlehrer hat mir auch gesagt, ich denk zu viel nach über ungelegte Eier.
    Andererseits denke ich manchmal, ich bin da nicht wirklich angekommen.
    Falls es Schwierigkeiten geben könnte, was ich aber nicht hoffe, könnte ich mit 35
    noch ein Fernstudium draufpacken und dann umsteigen? Danke für Eure Bemühungen und
    Antworten. Gruß, Eure Katze.

    P.S.: vielleicht bin ich jetzt schon durch die Vergangenheit soweit "geschädigt", dass ich nur noch Gespenster sehe!
    Denn die neueingestellten Kolleginnen sind Nachfolger von zwei Beamten, aber sie haben komischerweise
    meine Aufgabenbereiche übernommen.
    katze4
    sehr erfahrenes Forumsmitglied
    Zuletzt geändert von katze4; 21.11.2011, 18:07.

  • #2
    AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

    Naja - es klingt schon merkwürdig, aber man müsste die Situation schon kennen, um das besser beurteilen zu können. Es kann so oder so laufen.

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    • #3
      AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

      Hallo Dino,
      danke für die Antwort, für den weiteren Zusammenhang noch die anderen Beiträge, denn es ist ja schon viel vorgefallen.
      Das Problem ist, ich will es durchziehen, damit ich hier in meinem Ort leben kann...
      Katze4

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      • #4
        AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

        Hallo, nochmals ich.
        Durch die schlechten Erfahrungen habe ich wohl viel Mißtrauen erworben. Manchmal kommen so blöde gedanken, die ich am liebsten ...
        daher nochmals die Frage: ist dieses Gespräch wirklich ernst gemeint gewesen, oder war das nur Taktik? Und wenn ja, kann ich mich
        in meinem Alter noch mal wirklich ändern? Beruflich gesehen. Gruß, Katze.

        Kommentar


        • #5
          AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

          Hallo ihr,

          hier noch eine Zusatzinformation - etwas länger mal wieder. Natürlich, denke ich mal, ist es so, dass die Vertretungen meine Aufgaben übernehmen, und wenn
          ich in die Wiedereingliederung gehe, dass ich keine Ansprüche stellen darf, sondern wie auf Bewährung bin. Und dass es nicht der alte Arbeitsplatz sein wird, ist
          auch klar. Das hat noch meine Mutter gemeint.

          Dann habe ich noch eine Frage.

          Viele werfen mir vor, ich wäre neidisch auf andere, es würde so aussehen, dass mir andere was wegnehmen würden. Aber ich bin es nicht.
          Dabei - so sehe ich es - ist ziemlich vieles falsch gelaufen, mit den anderen, es hat auch nie ein anderer mit mir mal richtig gesprochen usw.
          Ich hab doch nur Angst, dass irgendwas nicht richtig läuft. Ich habe Angst, dass die meine Stelle einsparen wollen, und mich weghaben wollen!!!
          Ich habe Angst, dass ich nirgendswo richtig unterkomme, falsch verstanden werde, bei den anderen nicht ankomme, ausgelacht werde....

          Dann hat einer gesagt, ich wäre selbstverliebt, überheblich, krankhaft narzisstisch veranlagt, weil ich die Bewunderung der anderen verlange, und zwar
          wohl eine außergewöhnliche, und dann noch, dass sich die anderen nur mit mir beschäftigen sollten. Ich selber würde die anderen nie wahrnehmen.

          Daher habe ich die quälende Frage: STIMMT DAS? Muß ich mich in Therapie begeben, oder ist da vieles falsch gelaufen?

          Viele Grüße, Katze.

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          • #6
            AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

            Hallo Katze

            Ich habe es ja schon mal an anderer Stelle vorsichtig formuliert.

            Vor langer Zeit ist es wohl passiert, dass du dein Vertrauen in dich verloren hast. Vielleicht es niemals aufbauen konntest weil dir die vorbehaltlose Annahme durch dein Umfeld versagt blieb. Dadurch hast du immer wieder Anstrengungen unternommen, um diesem Umfeld zu gefallen. Um eben anerkannt zu werden. Du hast, aus deiner Sicht und Wahrnehmung, immer nur gegeben ohne etwas dafür, das, für dich "Richtige" Feedback, zurück zu bekommen. Zumindest in deiner Wahrnehmung.

            Du irrst umher auf der Suche nach Sinn. Dabei unterläuft dir ein bedauerliches Missgeschick. Du wartest darauf, dass andere dir diesen Sinn, deinen Lebens-Sinn geben. Du strebst nach Anerkennung ohne selbst zu wissen wofür. Aber ich glaube zu erkennen, dass du beständig danach suchst um deiner selbst willen angenommen und, sinnbildlich gemeint, geliebt zu werden. Um dich selbst lieben zu können.

            All das was man dir vorwirft ist der Ausdruck des dahinter stehenden Schreies nach dieser vorbehaltlosen Mitmenschlichkeit, dieser Liebe der da lauten könnte. Seht her das bin ich! Bin ich nicht liebenswürdig? Um meiner selbst Willen? Bin ich so "hässlich" weil ich immer das tue was ihr von mir verlangt? Warum honoriert ihr das nicht?

            Das stürzt das Umfeld in einen Widerspruch. Einerseits fragst du nach dem was als anerkennenswert von dir verlangt wird, aber alles was man dir dazu sagt steht im Widerspruch nach deinem Urverlangen einzig, um deiner selbst willen, geliebt zu werden.
            Es besteht eine nicht von aussen füllbare Lücke im Umgang mit deinen Mitmenschen. Das können sie dir nicht geben um diese Lücke zu füllen.
            Das kannst nur du selbst dir geben. Indem du Ja sagst zu dir selbst. Dir selbst bewusst wirst.

            Es gibt aus meiner Sicht vier Arten der Wahrnehmung. Die Selbstwahrnehmung, die Fremdwahrnehmung, die rationale Wahrnehmung und die emotionale Wahrnehmung.

            Die Selbstwahrnehmung: Ist alles das, was sich in unserem Kopf aus den Informationen zusammenfügt die wir von uns selbst haben oder auch aus den Eindrücken die wir von dem Verhalten und Aussehen von anderen Menschen oder der Aussenwelt durch unsere Sinnesorgane entwickeln. Z.B. Ich habe eine schlanke Figur. Ich bin eine Frau. Ich habe eine hohe Stimme oder lange Haare. Ich habe studiert und gute Noten erarbeitet. Ich denke diese Menschen sind freundlich zu mir oder aber auch diese sind unfreundlich zu mir. Daraus bastelt sich das Hirn das konsistente aber auch inkonsistente Bild von uns selbst. In diesem Bild sind natürlich Lücken die sich unserer Wahrnehmung entziehen. Diese werden gefüllt durch die Antwort des Umfeldes auf unser Verhalten oder Abbild.

            Die Fremdwahrnehmung: Ist alles das was uns das Umfeld an Rückmeldungen über unser Aussehen und Verhalten zurück gibt. Wenn wir etwas tun oder auch sprachlich gegenüber unseren Mitmenschen ausdrücken erzeugt dies immer eine Wirkung auf die Aussenwelt. Entweder eine gewünschte oder eben auch eine ungewünschte.

            Die rationale Wahrnehmung: Das ist alles was wir aus dem reinen Logos, der Vernunft heraus wahrnehmen. Dazu gehören Feststellungen. Als ich das gemacht habe geschah das! Wenn ich 1+1 zusammenzähle ergibt das mathematisch eine 2! Wenn ich eine Melone aus dem Fenster des 10 OG werfe wird sie am Boden aufschlagen! Wenn sie 5 kg wiegt und jemanden trifft wird die Kraft statt auf den Boden, das Objekt auf den Körper des Getroffenen einwirken!
            Absolut wertfrei. Wir beurteilen das Geschehen nur aus dem Blickwinkel der beobachtbaren Folgen eines "so seins"oder Handelns oder des Status Quo. z.B : Das Kind schreit. Ohne sofort danach zu fragen oder die Antwort darauf zu suchen warum das so ist! Das kann aber in derselben Form geschehen indem man feststellt durch rationale Fragen: Warum weinst du?, zum Kind, oder den Versuch unternehmen und zu beobachten was mit der Melone passiert wenn sie am Boden aufschlägt.

            Die emotionale Wahrnehmung: Das ist alles was unsere Gefühle weckt. Furcht, Mitgefühl, Mitleid, Aggression, Liebe, Sympathie, seelischer Schmerz, Trauer usw.. Wir beginnen sofort unsere Wahrnehmung in Gefühle zu verwandeln die durch unsere Wertewelt aber auch natürliche Affekte und Instinkte verzerrt und beeinflusst werden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Natur diese Wahrnehmung vor alle anderen vorgelagert hat als Arterhaltende Leistung. Die Entwicklung der Emotionen ist die Errungenschaft der Evolution die uns als Menschen die Herrschaft über diesen Planeten gegeben hat. Sie macht uns zu sozialen Wesen die einander unterstützen und somit durch die Gemeinschaft alle Herausforderungen der Geschichte bisher erfolgreich gemeistert haben. Das Problem an der Sache ist, dass die sich später, durch die Grosshirnrinde, hinzugesellenden Vernunftbegabung, noch immer die dominierende Kraft unseres Geistes darstellt.
            Auch heute können wir nicht ohne Gefühle. Aber ohne die Vernunft mehr und mehr zu aktivieren werden wir uns sozial nicht nennenswert fortentwickeln. Eher ist das Gegenteil festzustellen.

            Nur durch den Abgleich von allen 4 Wahrnehmungen entsteht somit erst die "vollkommene" oder besser stimmige Konsistenz des Gesamtbildes welches uns Selbst-Sicherheit gibt. Unser eigenes aber auch das Aussenbild welches wir dem Umfeld liefern.

            Und hier beginnt die Analyse und mündet in der Einleitung des daraus, mit den aus dieser Betrachtung gewonnenen Einsichten, resultierende Entscheidungsprozesses. Was ist zu tun?

            Ich möchte dies an einem einfachen Beispiel erläutern. Jeder hat eine Heizung zuhause. In der Regel einen Heizkörper und daran ist ein Thermostat befestigt. Wenn ich es angenehm warm haben will stelle ich den Thermostat auf 3, will ich in der Badehose im Winter daheim herumlaufen stelle ich ihn auf 5. Durch die Technik des Thermostatventils regelt das Bi-Metall durch die ansteigende Raumtemperatur den Zustrom an warmem Wasser in den Heizkörper. Ist die Temperatur erreicht, so regelt das Ventil ab, um nicht mehr zu verbrauchen als nötig. Wenn ich schon eine Weile im meiner Wohnung sesshaft bin weiss ich wie welcher Thermostat eingestellt sein muss damit ich mich immer wohl fühle. Egal welchen Raum ich betrete. Sprich ich weiss genau welche Information der Thermostat bekommen, welche Zahl eingestellt werden muss, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

            Was aber wenn der Thermostat "verrückt" spielt? Ich stelle jetzt gerade im Herbst wieder auf den gewohnten Wert ein, nachdem ich im Sommer zugedreht hatte. Aber es gibt eine Bullenhitze und nicht nur warm. Ich drehe runter und runter aber nichts tut sich. Nach ein paar vergeblichen Versuchen bestelle ich den Handwerker oder besorge mir im Baumarkt oder im Fachgeschäft einen neuen Thermostatkopf, der dann die gewünschte Funktion wieder wie gewohnt ausführen kann.

            Warum gab es ein Problem? Trotz eindeutigem Befehl "Heizen Stufe 3" funktionierte das einfach nicht.
            Was ist der Grund. Das Ventil gab die Öffnung also für das warme Heizungswasser frei. Aber das Bi Metall, der Regler welcher die Umgebungstemperatur misst und so mit seiner Rückmeldung den Zustrom von heissem Wasser reguliert, hat versagt. Er konnte aus welchem Grund auch immer die Temperatur nicht messen. Oder zwar messen aber gab nicht die richtige Antwort auf diese Veränderung. Er reagierte immer gleich statt angemessen auf die Rückmeldung des Umfeldes, in diesem Fall die Raumtemperatur, zu reagieren und das Heizwasser zu drosseln.

            Der Regler ignoriert die Rückmeldung, in diesem Fall die zum Ärgernis des Bewohners ansteigende Raumtemperatur, quasi und tut immer nur das Gleiche. Egal was derjenige tut der am Regler dreht. Und weil der Regler das tut, kommt der Benutzer zu dem Schluss, dass der Thermostatkopf ausgetauscht werden müsse.

            Um die dadurch entstehenden Mühen und Kosten zu vermeiden klopft derjenige vielleicht ein paar mal gegen den Thermostaten. Vielleicht ist der Thermostat ja vielleicht über den langen Sommer nur verhockt und muss so ein wenig, mit sanftem Druck, nur wieder auf "Touren" gebracht werden. Doch ist das vergeblich, so bleibt nur der Austausch des offensichtlich nicht auf die Einflüsse von aussen reagierenden Thermostaten.
            Vielleicht merkt der Thermostat aber, hoppala, "ich muss "aufwachen" sonst lande ich auf dem Schrott!" und nimmt die Arbeit wieder wie gewohnt auf. Anfangs zwar zäh, doch wenn er ein paar mal die Gelegenheit bekommt sich zu bewegen, dann läuft das gleich mal wieder wie geschmiert.

            Transportiert auf deinen Fall bedeutet dies:

            Du weisst du kannst das was man von dir erwartet. Du bist schliesslich ein Thermostat und dafür gemacht zu wissen was du kannst und das Feedback deines Umfeldes wahrzunehmen und in eine jeweils angemessene Antwort zu formulieren. So, dass der Prozess zur Zufriedenheit aller Beteiligten ablaufen kann. Akzeptiere, dass du fähig bist deine Probleme zu lösen. Akzeptiere, dass die Natur dir alle Voraussetzungen mitgegeben hat, um diesen Prozess einzuleiten. Zwar vielleicht verborgen sind und etwas eingerostet aber da und wenn du sie wieder benutzt wieder schnell in die Gänge kommen

            Dazu gehört, dass derjenige der am Thermostat herumdreht auch weiss was er da tut. Er kann nicht erwarten, dass wenn er von 5 auf 2 runter oder umgekehrt nach oben dreht sofort das gewünschte Ergebnis zu erwarten ist. Es wird eine Weile dauern bis sich der Raum abgekühlt oder erwärmt hat und der Regler dann seine Arbeit auf anderem Niveau einpendelt.

            In diesem Fall bist du auf das Verständnis deines Chefs angewiesen, dass dieser Prozess eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Aber auch du die Einsicht gewinnst, dass du dich in angemessener Zeit auch bewegen musst. Das ist ein Prozess der Vernunft der sich auf rationale Wahrnehmung stützt.

            Du befindest dich momentan in der Gefühlszone. Das macht es dir (noch) unmöglich die Dinge die geschehen rational zu betrachten. Wenn diese neuen Kollegen deine Aufgaben übernommen haben, so hat dies wahrscheinlich einen Grund. Danach zu fragen wäre jedoch der suboptimale Weg, da es wieder nur emotionale Missverständnisse heraufbeschwört und jedem Beteiligten zeigt auf welcher Wahrnehmungsebene, der kindlich schwach empfundenen emotionalen Ebene, du dich bewegst.
            Erwachsensein hat etwas damit zu tun seinen Verstand sinnvoll zu gebrauchen. Die Fähigkeit Emotionen auch einmal der Vernunft unter zu ordnen statt immer nur umgekehrt.

            Frage deinen Chef gleich Morgen was du tun kannst um deine Kollegen wirkungsvoll zu unterstützen. Welche Zahl er gerne auf deinem "Thermostaten" einstellen möchte. Dann lasse nicht unversucht dieser Vorgabe im Sinne des Unternehmens, nicht Personen, zu entsprechen. Konzentriere dich auf die laufenden Prozesse und nicht auf die Beziehungen. Leistest du einen angemessenen wertvollen Beitrag zur Bewältigung der Aufgaben bist du unmittelbar Teil der Mannschaft die am Seil in die Gleiche Richtung zieht. Dann wird man dich als Helfende Hand empfinden und schätzen lernen.

            Und damit entfällt auch der dir offenbar anhängende und Eingangs beschriebene Zwang sich einzig durch deine dir eigene Persönlichkeit zu definieren. Damit entfällt der Zwang auf dein Umfeld dich deshalb ständig bestätigen zu müssen. Kehr es um! Definiere dich zukünftig durch deinen Beitrag zum Ganzen.
            Das wird dir den Selbstwert geben den du so vermisst. So wirst du deinen Platz in der Gemeinschaft finden.

            Viele Grüsse
            Martin
            Psychobabbel
            besonders erfahrenes Mitglied
            Zuletzt geändert von Psychobabbel; 22.11.2011, 14:11. Grund: Korrektuur

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            • #7
              AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

              Hallo Katze,

              ich muss gestehen, ich habe die Antwort meines Vorgängers nicht gelesen.
              Ich denke, dass jeder Mensch eine eigene Persönlichkeit besitzt und das Recht hat auch so angenommen zu werden.
              Es sei denn, die Person macht viele fehler, die andere nacharbeiten müssen.
              Das machst du aber nicht. Du belastest ja nicht.

              Wenn die dich irgendwie nicht leiden können, liegt das Problem bei denen, wenn die dir nicht sagen können, was genau das ist. Weil sie das nicht sagen, kann man sich auch vorstellen, dass es gar nichts bei dir anzukreiden gibt.

              Sei doch weiter freundlich und arbeitsam, lebe deine Gefühle für Anerkennung in deiner Familie oder im Freundeskreis aus und nach dir die Sintflut. Eigentlich können die dir gar nichts.
              Haben jetzt Leute deine Aufgaben übernommen, so werte das doch als willkommene Entlastung für dich. warum nicht?
              Sollen sie doch (Arschkriechen) wenn sie wollen.

              Sei du selber, finde dich in Ordnung, so wie du bist. Du tust, was du kannst und das reicht auch aus.
              Ein Studium kannst du draufpacken, keine Frage. Du bist nicht zu alt!
              Sei selbstbewußt, dann klappt das auch.
              LG
              Ibag

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              • #8
                AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                Hallo Martin und Ibag, vielen vielen Dank für die Antworten. Inzwischen denke ich das auch.
                1.) Es wird sicher einen normalen Grund haben, dass die meine Aufgaben übernommen haben, die können ja nicht so lange warten mit den Aufgaben,
                bis man wieder kommt, außerdem haben die damals sicher nicht gewusst, dass ich wieder komme. 2.) Ja, ich werde jetzt einfach mithelfen, und nicht mehr
                fragen, was tun die anderen für mich,sondern umgedreht, also wirklich an der Sache interessiert bin. Werde auch keine hohen Ansprüche mehr an die anderen stellen.
                3.) Ja, ich denke auch, dass das noch lange dauern wird, dass ich in einem Prozess bin, mich zu ändern, und das muss ich wohl erst mal verdauen. 4.) Stimmt,
                es ist wohl eine Entlastung für mich, denn dann brauch ich diese Akten nicht mehr zu machen, hat wirklich Vorteile!!
                5.) Das Beispiel mit dem Thermostat war sehr schön und griffig erklärt...
                Habe mich auch diesbezüglich - die alte Rolle usw. - jetzt beruhigt, es wird anders werden und ich hoffe, dass ich für die anderen dann wirklich eine Unterstützung
                bin.
                Ich denke, das ist so eine Art Wendepunkt in meinem Leben, und irgendwie bin ich dafür auch sehr dankbar, denn so konnte es ja nicht weitergehen.

                Also die Antworten haben mich sehr überrascht und auch gefreut. Es ist wirklich ein sehr gutes Forum.

                Gruß, Eure Katze - und vielen Dank für alles.

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                • #9
                  AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                  Hallo Martin noch mal,
                  irgendwo im Internet (es war ein Diplom-Arbeit zum Thema Narzissmus) stand: "Ich bin in Ordnung, weil ich da bin." (Punktum, und nicht, um den anderen zu gefallen,
                  durch Leistung oder sonst wie). Ist es das, was du meinstest? Gruß, Eure Katze.

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                  • #10
                    AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                    Hallo Martin (oder andere Leser),
                    ja, ich finde ja auch, dass die anderen nicht dafür da sind, mein Selbstvertrauen zu stärken. (Kein Wunder, dass da manche denken, ich wäre narzisstisch, aber das bin ich wirklich nicht, oder?) Dieses habe ich früher wohl tatsächlich verloren. Als ich ein Kind war,
                    hatte ich es noch, aber dann ab der Schulzeit nicht mehr. Jetzt bin ich gerade dabei, es langsam wieder aufzubauen. Leider habe ich aber immer noch Zweifel.
                    Und zwar: wenn man sich fragt, ob andere Freunde, die man gerade gewonnen hat, einen wirklich gerne haben? Ob das Interesse wirklich vorhanden ist? Ist
                    diese Frage dann gerechtfertigt; oder muss man sich diese Frage auch verbieten. Wegen schlechter Erfahrungen eben. Gruß, Eure katze.

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                    • #11
                      AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                      Hallo Katze

                      Ich will versuchen dir die Antworten, auf deine beiden Fragen, in einer Zusammenfassung zu geben.

                      Die Grundhaltung, "Ich bin in Ordnung weil ich da bin!", definiert sich durch ein grundsätzlich positives, sich selbst vorbehaltlos annehmendes Selbstbild.

                      Isoliert ausgedrückt, was eigentlich gar nicht geht, würde ich es so formulieren, um selbst zu dieser Quintessenz zu gelangen. Denn auf dem Weg dorthin muss man aufpassen ein paar Dinge nicht zu übersehen

                      1. Weil mein Körper hervorragend funktioniert und gesund ist, bin ich noch am Leben. Hat das Schicksal folglich entschieden, dass ich gut sein muss und damit überlebensfähig. Fähig am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen.
                      2. Niemand trachtet mir nach dem Leben und ich lebe nicht alleine auf einer einsamen Insel sondern unter Menschen. Ich bin nicht ausgestossen. Also laufen die Dinge mehr gut als schlecht. Sonst wäre dies nicht so.
                      3. Selbst ein Mensch zu sein gibt mir die Chance Teil einer Gemeinschaft zu sein. Welche Bedeutung ich darin habe spielt vorerst keine Rolle. Aber schon einmal die Chance dazu zu haben ist gut. Damit gehe ich erst einmal als lebenstauglicher Bestandteil, als Mensch ins Rennen.
                      4. "Ich denke also bin ich!" Meine Fähigkeit zu denken ist vorhanden und ausgeprägt. Damit verfüge ich über die natürlichen Voraussetzungen mich mit meinem Umfeld intellektuell auseinander zu setzen.

                      Aufgrund seines sozialen Wesens ist der Mensch immer nach aussen gerichtet. Ohne die Mitmenschen gibt es kein Dasein für den Menschen (siehe Martin Heidegger: "Sein und Zeit").
                      Wir sind als Menschen soziale und Gruppen bildende Wesen. Das hat die Natur so eingerichtet. Weil wir physisch unseren natürlichen Feinden weit unterlegen sind an Kraft und Schnelligkeit hat die Natur durch diese soziale Kernkompetenz der Gemeinschaft dem Menschen eine "Waffe" an die Hand gegeben sich dennoch zu behaupten. Gemeinsamkeit macht uns stark. Alleine sind wir einer rauhen und feindlichen Umwelt meist schutzlos ausgeliefert. Und selbst wenn wir es schaffen als Einzel-Individuum zu überleben, aber alleine sind, würde unsere Art einfach aussterben weil der Partner, zur Erhaltung der Art, schlichtweg fehlt.

                      Gemeinschaft findet gerade hier und jetzt statt. Du fühltest dich alleine und kamst hierher, um Rat und Zuspruch zu erhalten. Ohne dich zu kennen oder zu wissen wie du aussiehst trafst du hier Menschen, die dich und deine Situation vorbehaltlos angenommen haben. Und diese Menschen hier versuchen dir sozialen Rückhalt zu geben. Weil sie dich tief in ihrem inneren lieben. Weil du einer von ihnen bist. Weil du in ihren Augen gut, ein Mensch bist. Du musstest nichts dafür tun. Dafür musstest du niemandem gefallen oder den Hof machen. Du bist von deinem Wesen her freundlich und offen das Feedback so wie es ist anzunehmen und zu reflektieren. Du teilst uns deine Zweifel und Sorgen daraufhin mit und wir versuchen darauf zu antworten. Es entsteht ein Dialog wie er besser nicht sein könnte. Damit zeigst du dich von der allerbesten Seite, was es wiederum möglich macht diesen Dialog auf einer konstruktiven Ebene fortzuführen. Du stellst Fragen aus dem Interesse heraus etwas hinzu zu lernen. Zu lernen wie andere ihr Leben oder speziell ähnliche Situationen gemeistert haben. Damit nimmst du Anteil am Selbst-Bewusstsein der Anderen ihrer Erfahrungen und Kompetenzen und integrierst es in dein Denken und Handeln. So schaffst du dir ein eigenes erweitertes Selbstbewusstsein über deine Situation. Du verschaffst dir das Wissen um Alternativen für das Morgen.

                      Warum zur Hölle solltest du also nicht gut sein? DU BIST GUT!

                      Wenn hingegen ein Mensch einfach feststellt, dass er gut ist ohne das Feedback der Umwelt in seine Haltung mit einzubeziehen entzieht er sich bewusst oder unbewusst seiner persönlichen Abhängigkeit von der Gemeinschaft deren Bestandteil er durch seine Bestimmung schlussendlich ist. Er klammert die unausweichliche Gebundenheit an das Fundament, der Berechtigung seines "Da Seins" somit aus. Und ein Haus ohne Fundament wird beim ersten heftigen Sturm oder selbst leichten Erdbebens unweigerlich in sich zusammenfallen.
                      Ein Mensch der egozentrisch ist, wie beispielsweise ein Narzist, wird von seinem Umfeld als fremdartig empfunden und wird je ausgeprägter diese Persönlichkeitseigenschaft hervortritt mehr und mehr von den anderen Menschen isoliert bzw. gemieden.

                      Viel grösser als die Liebe zu sich selbst ist die Liebe zu den Mitmenschen. Ohne einen anderen zumindest anziehenden, vielleicht liebenden Menschen zu finden kann der Mensch sich beispielsweise gar nicht vermehren. Ohne Liebe und Hingabe gibt es keine zärtliche Zweisamkeit die zu einer Dreisamkeit, einer im weitesten Sinne als Familie zu bezeichnenden Gemeinschaft anwächst.
                      Und selbst wenn sich der "Erzeuger" hinterher aus dem Staub macht, so sichert ein ansonsten intaktes soziales Umfeld aus Grosseltern, Verwandten, Freunden und Bekannten die Existenz und normale Sozialisierung des unschuldigen Kindes. Die Gemeinschaft fängt die versäumte Fürsorgepflicht des Vaters problemlos auf. Deshalb sind "Väter" im eigentlichen Sinne in der Familie eigentlich überflüssig wenn es genug andere Menschen, Männer und Frauen gibt die verantwortlich dafür sorgen, dass die Dinge richtig laufen. Liebe, Vorbild und Halt geben.

                      Egozentrik in all ihren Facetten kann immer nur als äusserst schädlicher Faktor im Gefüge einer intakten Sozialgemeinschaft und der Gesellschaft als Ganzes genannt werden. Ich-Bezogenheit ist immer ein Bereichern, in welcher Form auch immer, zu einseitigen Lasten des Umfeldes. Gier, Neid, Missgunst, Argwohn, Rücksichtslosigkeit und Täuschung sind nur eine kleine Auswahl der bitteren Früchte am Baum des Egoisten.

                      Der Mensch muss sich wieder als Teil der Gemeinschaft verstehen lernen und seine Bestrebungen nach Isolierung dort aufgeben wo er auf Interaktion auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Jeder Mensch ist mit seiner Persönlichkeit ein wichtiger Teil im Puzzle dieser unserer menschlichen Gemeinschaft die heute und in der Zukunft gewaltigen Herausforderungen gegenüber stehen wird.

                      Und genau so kannst du es sehen.

                      Ich bin als Mensch ein unverzichtbarer Teil des Fundamentes, einer lebendigen Gemeinschaft. Ein wichtiger Stein, der, wenn er fehlt, verhindert, dass das sich ständig veränderte und erweiternde Haus stützen kann welches darauf steht. Darum bin ich grundsätzlich gut und wichtig. Ich muss mich daher jedoch auf die Suche machen wo sich mein Platz befindet der mir zugedacht ist, um mitzuhelfen, mit all meiner Kraft, dass das Haus auf welchem das Fundament steht, niemals einstürzt.

                      Das lässt sich ggf. noch durch einen Leitsatz für diejenigen ergänzen, welche einmal vor haben Verantwortung zu übernehmen oder, als Vorgesetzte und Unternehmer, diese bereits tragen.

                      ".....Deshalb muss ich auch dafür sorgen, dass hinter mir genügend neue Steine nachwachsen die noch stärker und grösser sind als ich. Fähig damit meinen Platz zu gegebener Zeit einzunehmen, um die kommenden, wahrscheinlich noch grösseren Lasten, zu tragen."

                      ;-) Liebe Grüsse

                      Martin
                      Psychobabbel
                      besonders erfahrenes Mitglied
                      Zuletzt geändert von Psychobabbel; 23.11.2011, 18:05.

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                      • #12
                        AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                        Hallo Martin!
                        Vielen Dank für deine Antwort, wie immer - das sehe ich auch so, auch wenn ich es nicht so griffig formulieren kann. Nimmt mir doch eine Last vom Herzen.
                        Besten Dank dafür. Wenn mir wieder was einfällt, meld ich mich wieder ;-)
                        Gruß, Katze.

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                        • #13
                          AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                          Hallo Martin,
                          noch mal vielen Dank für die Antwort. Leider habe ich doch noch mal eine Frage. Dann hör ich aber auch , versprochen.
                          Und zwar: sicher stelle ich Fragen usw., aber die anderen würden sagen, es drehe sich nur um mich. Und dass ich mich immer in den Mittelpunkt stellen würde.
                          Dann sagen sie, die Sorgen von ihnen wären mir egal, weil ich nur über mich jammere. Dann sage ich: ja, was bedrückt dich denn? Und schon wird geantwortet:
                          ach nein, schon gut. Was bedrückt dich denn? Wir wollen wir doch nur helfen. (Also so wird die Sache umgedreht). Ferner sagen sie, ich könne nicht schenken usw.
                          Leider habe ich mich früher auch so aufgeführt, aber ich würde das gerne ändern, nur fällt es meiner Umgebung schwer,dies zu glauben.
                          Wie kann ich das anders machen?
                          So, das war dann hoffentlich die letzte Frage. Vielen Dank für alles, Katze.

                          P.S.: Z.Bsp. kann ich auch nicht richtig trösten, so Sätze wie: das tut mir leid, das verstehe ich, sind
                          doch Standard und helfen dem Getrösteten kaum...das kommt dann so an, als wäre das Problem der anderen nicht
                          wichtig.
                          katze4
                          sehr erfahrenes Forumsmitglied
                          Zuletzt geändert von katze4; 24.11.2011, 20:17.

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                          • #14
                            AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                            Zusatz noch meinerseits:
                            was ist, wenn dauernd gesagt wird, dass man neidisch auf seine Schwestern ist (habe zwei), ist das nicht dann doch Narzissmus? Weil diese
                            besser im leben zurecht kommen als ich. Gruß, Eure Katze.

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                            • #15
                              AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                              Hallo Katze

                              Du hast einen Entschluss gefasst es "ab gestern" besser bzw. jedenfalls anders zu machen.

                              Dein Umfeld ist auf dein bisheriges Verhalten konditioniert. Sprich man erwartet ein bestimmtes Verhalten von dir. Nämlich das was man immer gewohnt war. Indem du ab sofort andere Dinge tust die der Erwartung nicht entsprechen wird auch die Wahrnehmung der anderen verändern. Doch auch das braucht Zeit.
                              Daran wird sich das Umfeld erst auch wieder gewöhnen müssen. Das erfordert jetzt eben von Dir "Geduld und Spucke". Die Disziplin den eingeschlagenen neuen Weg zum neuen Ziel beharrlich zu verfolgen und die dabei im Weg stehenden Hindernisse zu überwinden und nicht umzukehren.
                              Es ist so leicht aufzugeben. Es ist so leicht zu sagen: Es hat alles keinen Sinn!
                              Doch das ist nur die eigene Rechtfertigung sich nicht weiter anstrengen zu müssen.

                              Es ist wie eine Schiffsreise zu einem anderen Kontinent. Wenn du in See stichst, dann weisst du wohi, in welchen Hafen du dein Schiff steuern willst. Auf hoher See werden dir Stürme, Unwetter, ungünstige Strömungen und Flauten sich dir in den Weg stellen. Doch egal was kommt, dein innerer Sextant, als Navigationsgrösse und Instrument, sagt dir immer wieder wie und in welcher Weise du den Kurs korrigieren musst, um genau dort anzukommen wo du hinwillst. Ansonsten wirst du wie ein Führungsloses Schiff auf dem Ozean umherirren und irgendwann einmal stranden, verhungern oder verdursten weil du dein Ziel aus den Augen verloren hast und so deine Vorräte nicht ausreichen die du für die eigentliche Reise mit an Bord genommen hast.

                              Deshalb heisst es für dich wie für jeden Kapitän der Schiff und Mannschaft heil ans Ziel bringen will: Kurs halten.
                              Und wenn ich von Sturm abgetrieben werde muss ich immer wieder die eigene Position neu bestimmen und somit auf Kurs zum Zielhafen zurück kehren. Sonst scheitert die Mission.

                              Du bist der Kapitän deines Schiffe. Nimm also das Ruder in die Hand und steche in See. Nicht in der Angst zu scheitern sondern in der Gewissheit alles mit dabei zu haben was du brauchst um ans Ziel zu gelangen. In der Gewissheit, dass es Schwierigkeiten geben wird aber deine Reserven und die Fähigkeit zur Navigation dich schlussendlich sicher bis ans gewünschte Ziel geleiten werden. Das nennt man Zuversicht. Nicht nur in die eigenen Fähigkeiten sondern auch den eigenen Willen es auch tatsächlich schaffen zu wollen.

                              Und zum Verhalten deiner Schwestern. Wie gesagt: Kehr es einfach um. Nicht mehr jammern und das eigene Schicksal beklagen. Hilf und sei für andere da wenn es jemanden braucht. Unaufgefordert und nicht auf Ansage. Das gibt dem Umfeld das Gefühl, dass du Sensitivität entwickelst wann es jemandem schlecht geht.
                              Kann sein, dass du anfangs weiterhin auf Ablehnung stösst doch um ein Vorurteil, eine einmal gefasste und verfestigte Ansicht zu de-konditionieren braucht es nun mal Zeit. Das wird dir immer wieder begegnen. Zuhause und am Arbeitsplatz. Doch wenn du Kurs hältst, dann wird es weniger werden. Lass dich nicht beirren.
                              Es ist wohl günstiger gelassen und gut beobachtend auf die "günstige Gelegenheit" zu warten als das Umfeld aktiv aufzufordern dir eine zu liefern.
                              Das wird tatsächlich wieder als Ich-Bezogenheit ausgelegt. Nach dem Motto: Sie will mir nur helfen oder mich trösten um selbst wieder gut dazustehen

                              Daher sehe ich es im privaten Umfeld es als günstig an sich aufmerksam aber dezent im Hintergrund zu halten. Erst dann aktiv zu werden wenn es mich wirklich braucht.
                              Am Arbeitsplatz kannst du dafür wesentlich pro-aktiver sein und dich anerbieten. So wie du es ja schon sehr gut selbst formuliert hast.

                              Lieben Gruss und schönes Wochenende
                              Martin

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