AW: Mobbing oder einfach nur überempfindlich?
Hallo Martin,
danke. Wie es sich anfühlt selbständig zu sein, das kann ich mir sogar vorstellen. In meinen Nebenjobs bin ich es ja jetzt schon und ich hatte auch mal eine Stelle (mein Traumjob!), wo ich fast frei schalten und walten konnte. Leider nur als Vertretung auf Zeit. Aber wenn man diese Freiheit erstmal geschmeckt hat, fällt es noch viel schwerer, angestellt zu sein. Als Angestellert muss ich dauernd mit Leuten zusammenarbeiten, die sich unmöglich benehmen und die ich niemals einstellen wollen würde, außerdem muss ich die Fehler meines Chefs mittragen und decken, am besten ausgleichen, muss auch seine Launen ausgleichen, dauernd muss ich mich nicht nur fragen: "Wie mache ich meine Arbeit gut?" sondern vor allem auch: "Sehen die anderen, dass ich gute Arbeit leiste?" oder "Ist es das, was mein Chef erwartet?"
Es ist für mich auf jeden Fall das Ziel, mich selbständig zu machen. Das ist genau das Richtige für mich. Aber ich muss es ja nicht überstürzen und jetzt im Unfrieden da weg gehen. Ich mache jetzt brav meine Arbeit, habe heute auch wieder einen Erfolg reingeholt. Aber meine innere Einstellung hat sich komplett geändert. Bisher hatte ich gehofft, dass ich in dieser Firma heimisch werde, mich wohl fühle und dort einen Ort finde, wo ich womöglich lange bleiben kann. Aber jetzt sehe ich mich wieder als Selbständige (so wie ich das meistens tue), und mein Arbeitgeber ist nur ein Auftraggeber, der mich für 32 Stunden die Woche gemietet hat. Dadurch sehe ich einiges lockerer. Allerdings ist der Stundenlohn nicht so üppig, muss ich mal sagen. Spaßeshalber habe ich ihn ausgerechnet und fand ihn ziemlich dünn. Der anständige Monatslohn kommt auch bloß dadurch zustande, dass ich jede Woche für die arbeite.
Mein Chef und ich schleichen ein wenig umeinander rum und beobachten einander, sind aber von der Form her sehr höflich und konstruktiv. Siehste, es geht doch! Ich würde nichts vermissen, wenn er keinen Anfall von Unverschämtheit mehr hätte und ich finde auch, die hatte ich nie verdient.
Und da ich ja eigentlich selbständig bin, werde ich dann heute Abend mal wieder an meinem Buch schreiben. Wobei ich ja sowieso jeden Abend noch ein bis zwei Stunden dran hänge für meinen eigenen Kram. Und beim ersten Bestseller sehen die mich von hinten, hihi.
Audrey
Hallo Martin,
danke. Wie es sich anfühlt selbständig zu sein, das kann ich mir sogar vorstellen. In meinen Nebenjobs bin ich es ja jetzt schon und ich hatte auch mal eine Stelle (mein Traumjob!), wo ich fast frei schalten und walten konnte. Leider nur als Vertretung auf Zeit. Aber wenn man diese Freiheit erstmal geschmeckt hat, fällt es noch viel schwerer, angestellt zu sein. Als Angestellert muss ich dauernd mit Leuten zusammenarbeiten, die sich unmöglich benehmen und die ich niemals einstellen wollen würde, außerdem muss ich die Fehler meines Chefs mittragen und decken, am besten ausgleichen, muss auch seine Launen ausgleichen, dauernd muss ich mich nicht nur fragen: "Wie mache ich meine Arbeit gut?" sondern vor allem auch: "Sehen die anderen, dass ich gute Arbeit leiste?" oder "Ist es das, was mein Chef erwartet?"
Es ist für mich auf jeden Fall das Ziel, mich selbständig zu machen. Das ist genau das Richtige für mich. Aber ich muss es ja nicht überstürzen und jetzt im Unfrieden da weg gehen. Ich mache jetzt brav meine Arbeit, habe heute auch wieder einen Erfolg reingeholt. Aber meine innere Einstellung hat sich komplett geändert. Bisher hatte ich gehofft, dass ich in dieser Firma heimisch werde, mich wohl fühle und dort einen Ort finde, wo ich womöglich lange bleiben kann. Aber jetzt sehe ich mich wieder als Selbständige (so wie ich das meistens tue), und mein Arbeitgeber ist nur ein Auftraggeber, der mich für 32 Stunden die Woche gemietet hat. Dadurch sehe ich einiges lockerer. Allerdings ist der Stundenlohn nicht so üppig, muss ich mal sagen. Spaßeshalber habe ich ihn ausgerechnet und fand ihn ziemlich dünn. Der anständige Monatslohn kommt auch bloß dadurch zustande, dass ich jede Woche für die arbeite.
Mein Chef und ich schleichen ein wenig umeinander rum und beobachten einander, sind aber von der Form her sehr höflich und konstruktiv. Siehste, es geht doch! Ich würde nichts vermissen, wenn er keinen Anfall von Unverschämtheit mehr hätte und ich finde auch, die hatte ich nie verdient.
Und da ich ja eigentlich selbständig bin, werde ich dann heute Abend mal wieder an meinem Buch schreiben. Wobei ich ja sowieso jeden Abend noch ein bis zwei Stunden dran hänge für meinen eigenen Kram. Und beim ersten Bestseller sehen die mich von hinten, hihi.
Audrey

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