Hm, ich drehe mal die Überlegungen über Psychopathen und mobbende Chefs um. Wie und woran erkennt man dann eine mobbingfreie Umgebung? Ich überlege gerade mal so frei von der Leber weg...
Chef im Bewerbungsgespräch: Ich glaube, da kann man wirklich schlecht erkennen, ob der Chef "mobbingfrei" ist. Der professionelle Chef mimt im Bewerbungsgespräch doch immer den Verständnisvollen. Da wird aufs Schönste gelogen. Sogar wenn er zugibt, den einen oder anderen Fehler zu haben, kann das nur gespielt sein. Ein Mal erzählte man mir lang und breit, wie wichtig es sei, dass man bei Problemen miteinander reden könne. Gemeint war aber eher, dass sie bei Problemen nicht mit mir reden wollen, weil ich Probleme per Gedankenlesen von selbst erkenne. Und nachdem ich die per Telepathie kommunizierten Probleme nicht allein gelöst habe, will man es mir gnadenlos reinsemmeln können und ich muss nun hoch motiviert noch bessere Arbeit leisten. Das war so ungefähr das, was sie unter "bei Problemen miteinander reden" praktisch verstanden. Mit dem Vorgänger hatten sie genau deshalb nicht über Probleme reden können, weil sie es nicht konnten. Zufällig lernte ich den Vorgänger kennen, weil er zu einer Partnerfirma gewechselt war. Und mit *dem* konnte man sehr gut über *alles* reden. Aber das kann ich im Bewerbungsgespräch ja nicht beurteilen, weil sie da Zerknirschung und Enttäuschung heucheln.
Aber die Kriterien, die ich bei der Psychopathen-Diskussion genannt habe, gelten beim Bewerbungsgespräch und in der Probezeit auch. Wenn man z.B. hört, dass sie einen früheren Mitarbeiter verklagt haben, sollte man dort nicht arbeiten. Ich kann echt froh sein, dass die mich wegen den Verbrechen, die sie mir anhängten (Geheimnisverrat, ich weiß bis heute nicht, wann das gewesen sein soll) nicht auch verklagten. Vielleicht nur weil sie zur selben Zeit den anderen Prozess verloren. Puh, Glück gehabt! Ich muss dazu sagen: Ich arbeitete in einem öffentlich geförderten Forschungsprojekt, das auf einer Webseite öffentlich vorgestellt wurde. Und ich achtete darauf, in Gesprächen mit Externen nur genau das zu erzählen, was auf der Webseite steht. Bin ja schließlich Profi. Darum bin ich ganz sicher, dass ich niemandem irgendwelche Geheimnisse verraten habe! Trotzdem hätte es gut sein können, dass sie mich genauso wie einen Vorgänger verklagen.
Chefs (Psychopathen?) erzählen solche Geschichten scheinbar, um zu kommunizieren, welche hohen moralischen Ansprüche sie stellen und dass sie selbst ja immer moralisch handeln, aber letztlich sind solche Geschichten auch eine Drohung à la "Wenn Du unsere Ansprüche nicht erfüllst, dann machen wir Dich fertig, so wie den Vorgänger". Früher habe ich solche Geschichten immer interpretiert à la "Wir trauen dir zu, dass du unsere Ansprüche erfüllst", aber so bescheuert bin ich inzwischen auch nicht mehr.
Mitfreude über Erfolg der Mitarbeiter: Im Bewerbungsgespräch heucheln sie ja noch, dass sie sich freuen, eine erfolgreiche kompetente Mitarbeiterin zu bekommen und lächeln zu allen Erfolgen, die ich auf Anforderung nenne. Aber schon in der Probezeit wird jeder Erfolg und jede Freude an meiner Arbeit dann aggressiv kaputt geredet à la "Das ist ja wohl nichts Besonderes" (selbst wenn ich das nicht behauptet habe, sondern mich nur einfach gefreut, dass etwas glatt ging). Demotivierende Sätze gehören zum Standardrepertoire (von Chef und Kollegen) wie "Offensichtlich kannst Du das nicht" oder "Ein so schlechtes XY habe ich ja noch nie gesehen!" usw.
Gefühle verboten: Ich zitiere original: "Gefühle haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen". Gemeint waren aber nur meine, denn seine Aggressionen waren natürlich sein Recht als Vorgesetzter. Schließlich hatte ich ihn ja geärgert. Eine Chefin stellte immer auf "dumm", wenn ich über Gefühle zu sprechen kam, bis mir klar wurde, dass sie sich nicht dumm stellt, sondern Gefühle wirklich nicht begreifen kann. Das fühlte sich an wie unter einem Roboter zu arbeiten!
Ich denke, man darf in solchen Fällen nie bleiben. Sofort weg! Früher dachte ich, dass ich mindestens zwei Jahre bleiben muss, damit es im Lebenslauf nicht so blöd aussieht. Inzwischen schmeiße ich dann möglichst bald hin. Zwei Jahre sind verdammt lang, wenn man gemobbt wird! In dieser Zeit geht eine Menge emotionales Porzellan zu Bruch.
Inzwischen traue ich mir eine Arbeit als Angestellte nicht mehr zu. Neulich habe ich nachts geträumt, ich hätte einen Angestelltenjob angenommen und meinen ersten Arbeitstag. Bereits bei der Frage "Und was hast du bisher so gemacht?" wachte ich zitternd vor Angst auf. Uarg! Falls ich jemals wieder eine Anstellung annehme, dann muss ich wirklich auf diese Dinge da oben achten und notfalls in der Probezeit verduften. So wie ich es inzwischen privat auch mache.
Chef im Bewerbungsgespräch: Ich glaube, da kann man wirklich schlecht erkennen, ob der Chef "mobbingfrei" ist. Der professionelle Chef mimt im Bewerbungsgespräch doch immer den Verständnisvollen. Da wird aufs Schönste gelogen. Sogar wenn er zugibt, den einen oder anderen Fehler zu haben, kann das nur gespielt sein. Ein Mal erzählte man mir lang und breit, wie wichtig es sei, dass man bei Problemen miteinander reden könne. Gemeint war aber eher, dass sie bei Problemen nicht mit mir reden wollen, weil ich Probleme per Gedankenlesen von selbst erkenne. Und nachdem ich die per Telepathie kommunizierten Probleme nicht allein gelöst habe, will man es mir gnadenlos reinsemmeln können und ich muss nun hoch motiviert noch bessere Arbeit leisten. Das war so ungefähr das, was sie unter "bei Problemen miteinander reden" praktisch verstanden. Mit dem Vorgänger hatten sie genau deshalb nicht über Probleme reden können, weil sie es nicht konnten. Zufällig lernte ich den Vorgänger kennen, weil er zu einer Partnerfirma gewechselt war. Und mit *dem* konnte man sehr gut über *alles* reden. Aber das kann ich im Bewerbungsgespräch ja nicht beurteilen, weil sie da Zerknirschung und Enttäuschung heucheln.
Aber die Kriterien, die ich bei der Psychopathen-Diskussion genannt habe, gelten beim Bewerbungsgespräch und in der Probezeit auch. Wenn man z.B. hört, dass sie einen früheren Mitarbeiter verklagt haben, sollte man dort nicht arbeiten. Ich kann echt froh sein, dass die mich wegen den Verbrechen, die sie mir anhängten (Geheimnisverrat, ich weiß bis heute nicht, wann das gewesen sein soll) nicht auch verklagten. Vielleicht nur weil sie zur selben Zeit den anderen Prozess verloren. Puh, Glück gehabt! Ich muss dazu sagen: Ich arbeitete in einem öffentlich geförderten Forschungsprojekt, das auf einer Webseite öffentlich vorgestellt wurde. Und ich achtete darauf, in Gesprächen mit Externen nur genau das zu erzählen, was auf der Webseite steht. Bin ja schließlich Profi. Darum bin ich ganz sicher, dass ich niemandem irgendwelche Geheimnisse verraten habe! Trotzdem hätte es gut sein können, dass sie mich genauso wie einen Vorgänger verklagen.
Chefs (Psychopathen?) erzählen solche Geschichten scheinbar, um zu kommunizieren, welche hohen moralischen Ansprüche sie stellen und dass sie selbst ja immer moralisch handeln, aber letztlich sind solche Geschichten auch eine Drohung à la "Wenn Du unsere Ansprüche nicht erfüllst, dann machen wir Dich fertig, so wie den Vorgänger". Früher habe ich solche Geschichten immer interpretiert à la "Wir trauen dir zu, dass du unsere Ansprüche erfüllst", aber so bescheuert bin ich inzwischen auch nicht mehr.
Mitfreude über Erfolg der Mitarbeiter: Im Bewerbungsgespräch heucheln sie ja noch, dass sie sich freuen, eine erfolgreiche kompetente Mitarbeiterin zu bekommen und lächeln zu allen Erfolgen, die ich auf Anforderung nenne. Aber schon in der Probezeit wird jeder Erfolg und jede Freude an meiner Arbeit dann aggressiv kaputt geredet à la "Das ist ja wohl nichts Besonderes" (selbst wenn ich das nicht behauptet habe, sondern mich nur einfach gefreut, dass etwas glatt ging). Demotivierende Sätze gehören zum Standardrepertoire (von Chef und Kollegen) wie "Offensichtlich kannst Du das nicht" oder "Ein so schlechtes XY habe ich ja noch nie gesehen!" usw.
Gefühle verboten: Ich zitiere original: "Gefühle haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen". Gemeint waren aber nur meine, denn seine Aggressionen waren natürlich sein Recht als Vorgesetzter. Schließlich hatte ich ihn ja geärgert. Eine Chefin stellte immer auf "dumm", wenn ich über Gefühle zu sprechen kam, bis mir klar wurde, dass sie sich nicht dumm stellt, sondern Gefühle wirklich nicht begreifen kann. Das fühlte sich an wie unter einem Roboter zu arbeiten!
Ich denke, man darf in solchen Fällen nie bleiben. Sofort weg! Früher dachte ich, dass ich mindestens zwei Jahre bleiben muss, damit es im Lebenslauf nicht so blöd aussieht. Inzwischen schmeiße ich dann möglichst bald hin. Zwei Jahre sind verdammt lang, wenn man gemobbt wird! In dieser Zeit geht eine Menge emotionales Porzellan zu Bruch.
Inzwischen traue ich mir eine Arbeit als Angestellte nicht mehr zu. Neulich habe ich nachts geträumt, ich hätte einen Angestelltenjob angenommen und meinen ersten Arbeitstag. Bereits bei der Frage "Und was hast du bisher so gemacht?" wachte ich zitternd vor Angst auf. Uarg! Falls ich jemals wieder eine Anstellung annehme, dann muss ich wirklich auf diese Dinge da oben achten und notfalls in der Probezeit verduften. So wie ich es inzwischen privat auch mache.


Danke, ich mag A.H. auch sehr gerne. Bin ja leider nur ein Namensdouble.
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