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Die Belohnung
Informationsbeschaffung bei Mobbing und
Nachbarschaftsstreit
Geld auszugeben um sich gegen Mobbing zu wehren erzeugt bei vielen
Menschen einen tief sitzenden Unwillen. Dafür, dass einem Unrecht
geschieht soll man auch noch zahlen?
Eine Belohnung auszusetzen ist zudem eine umstrittene Methode um Informationen zu
erhalten.
Aber zunächst, quasi als Nebeneffekt, signalisiert man dem Gegner
welche Geldmenge man gegen ihn einsetzen kann und will.
Oft ist es auch so, dass die Informationsbeschaffung
nur so möglich ist.
Die psychologischen Nebeneffekte sind auch nicht zu
unterschätzen.
Gerade bei Belohungen mit 1000 Euro oder
mehr, sind Nachbarn, Kollegen, etc. oft bereit Informationen zu liefern.
Dies schafft insgesamt eine Atmosphäre des
Misstrauens, aber das ist immer noch besser als von einem hinterhältigen
Schleimbeutel bis hin zum Nervenzusammenbruch gemobbt zu werden.
Beispieltext:
1000 Euro Belohung für die Aufklärung eines
Brandanschlages!
Wir setzen eine Belohnung in Höhe von Euro 1 000 aus für
Informationen die im Zusammenhang mit dem Brandanschlag und den Verwüstungen an unserem Haus
stehen.
Informationen die im Zusammenhang mit dem Brandanschlag stehen werden honoriert.
Können die Täter aufgrund der gegebenen Hinweise identifiziert werden,
beträgt die Belohnung 1000 Euro. Es wird strengstes
Stillschweigen garantiert.
Foto: Brandanschlag am Pfingstmorgen 1998

Für Informationen zu bezahlen ist gängige Praxis bei Behörden und Medien
(*. Im privaten Bereich ist es seltener zu beobachten, dass für Information über einen Mobber,
Einbrecher oder Betrüger Geld bezahlt wird.
In einer frühen Fassung der Webseite Mobbing.net nahm der Bereich "Belohnung " eine dominierende Position ein. Die Belohnung betrug damals
für einen aktuellen Fall immerhin 3000 Euro und wurde ein Jahr später auf 1 000 Euro reduziert.
(* Ankauf von "Steuer CD,s ... )
Die Belohnung bzw. die Differenz wurde nicht ausbezahlt, da
es keine direkten Informationen gab. Der Nebeneffekt der angekündigten Belohnung war jedoch, dass
die Umgebung erkannte, welchen "Wert" die ganze Angelegenheit hatte. Sehr kurz nach dem
bekannt werden
der Website und der Belohnung wurde eine entwendete Figur
zurückgegeben. Ein weiterer Nebeneffekt war, dass uns "gratis" Unterlagen zugespielt wurden, die
zu einer deutlichen Verbesserung der Position vor Gericht führten.
Belohnung und Antimobbing
Website
bilden eine sehr wirksame Einheit:
Wer auf der Website landet und das Wort Belohnung liest, wird zumindest solange verharren, bis er die Umstände für die Belohnung erfasst hat. Eine zusätzliche Verweildauer von 20 - 30 Sekunden erscheint zunächst unerheblich. Neuere Statistiken zeigen
aber, dass die meisten Webseiten nur für 15 - 20 Sekunden angeklickt werden.
Insofern ist die durch die Belohnung bewirkte Verzögerung bereits interessant!
Regionale Besucher der Website werden mit dem Begriff Belohnung so neugierig gemacht, dass sie meist "alles wissen wollen". Mit einer Belohnung werden somit mehrere Punkte gleichzeitig in wirksamer Weise angesprochen.
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