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Bossing
Mobbing durch den Chef
Definition : unter Bossing wird das
Mobben der Mitarbeiter durch Vorgesetzte verstanden.
Vorgesetzte die unsicher und inkompetent sind, kompensieren
dies gern durch erhöhte Aggressionsbereitschaft gegenüber den Mitarbeitern.
Klartext: der Chef lässt gegenüber seinen Untergebenen die Sau raus.
Bossing ist
Mobbing durch den Chef.
Da der Chef im allgemeinen mehr "Machtmittel" zur Verfügung hat
als beispielsweise Kollegen, weist Bossing ein breiteres "Wirkspektrum" auf,
geht also über Mobbing weit hinaus.
Typisch für Bossing sind:
Drohungen mit Leistungskürzungen, Entzug von Privilegien,
wichtige Informationen vorenthalten, Beförderungsstopp, Versetzung, Kündigung.
Sexuelle Annäherungen und sadistische Handlungen, bloßstellen
oder lächerlich machen vor anderen Mitarbeitern, Aufhetzen anderer Mitarbeiter -
"zum Abschuss frei geben" , Unterstellung von Fehlern, öffentlich Demütigen,
diskriminierende und/oder sexistische, rassistische Witze machen,
Hinausekeln aus einer Abteilung oder aus dem Betrieb, ständiges
Nörgeln wegen Kleinigkeiten,
Mehrfaches Zuweisen von unbeliebten und diskriminierenden
Arbeiten, zuweisen von Arbeiten die die körperlichen Kräfte übersteigen,
zuweisen von Arbeiten die nicht bewältig werden können, zuweisen von unsinnigen
Arbeiten, Aufstellen von "Fallen",
schlechtes Werkzeug, ungenügende Schutzmaßnahmen gegen Unfälle,
Abschalten der Heizung im Winter, der Klimaanlage im Sommer, ungesunde
Arbeitsbedingungen.
Im Mobbingforum werden
aktuelle Fälle von Bossing von Betroffenen diskutiert und Informationen zum
Thema Bossing ausgetauscht.
Vorgesetzte benützen manchmal ihre Position um
Mitarbeiter und Druck zu setzen. Diese spezielle Forum von Mobbing wird auch
Bossing genannt. Sich zur Wehr zu setzten kann den Job kosten! Bossing ist
deshalb eine besonders üble Form von Mobbing.
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Beitrag aus dem Forum ->
Besteht die Möglichkeit für Bossing ?
Besteht die Möglichkeit für Bossing?
ich habe seit geraumer Zeit Probleme mit meinem Chef, welche
anscheinend immer schlimmer werden und ich habe die
Befürchtung das es sich bereits um Bossing handelt oder um
den Anfang, vielleicht ist ja auch nichts.
Zu mir:
Ich Ingenieur in einer Deutschen Firma, in dieser Funktion
bin ich u. a. verantwortlich für rechtsverbindliche Messungen
gegenüber anderen Instituten, welche ich auch gegen die
Interessen meines direkten Vorgesetzten durchsetzen muss.
Daneben stehen hauptverantwortlich noch Dinge wie
Theoretische Betrachtungen unserer Produkte,
Laborverantwortung, Azubis, Technische Betreuung von externen
Einrichtungen usw., aber auch der schwammige Punkt Aufträge.
Insgesamt komme ich auf ca. 10-14 mittlere bis große Pakete.
Dies ist auch für alle Kollegen in einer Liste
zusammengefasst, bloß dort stehen 5-6
Pakete oder sogar nur 1 großes mit Auflistung was dazu
gehört.
Auf den ersten Blick nicht verkehrt, wenn da nicht die Menge
währe.
Mein Chef:
Ist unwesentlich älter als mit einem höherem Akademischen
Grad, wenn auch fachfremd.
Er legt sehr viel wert auf einen entspannten persönlichen
Umgang und möchte am liebsten regelmäßig abends auch noch
mit uns weg. Was Ideen oder Erweiterungen von Arbeitspaketen
angeht, würden ich und andere Kollegen Ihn als sehr
Begeisterungsfähig und Sprunghaft einstufen, was dazu führt
das mehrmals am Tag / Woche Pakete gestrichen geändert
erweitert oder neu erfunden werden.
Anfänglich hielt sich dies auch noch in Grenzen für Ihn
stand eine Große Beförderung an, die einen echten Sprung
dargestellt hätte. Vor ca. einem halben Jahr haben wir
überraschend erfahren, dass diese Stelle ausgeschrieben
wurde und jemand anderes den Posten bekommen könnte. Vor 2-3
Monaten stand dann fest das jemand kommt der den gleichen /
ähnlichen Berufsweg bzw. Ausbildung hat wie, nur einige
Jahre älter.
Erschwärend ist noch das selbst auf nachfrage nach
verbindlichen Terminen oder Anweisungen keine Antwort außer
das müsst ihr selber entscheiden kommt.
Rahmenbedingungen:
- 1-2 Tage die Woche werden mit Sitzungen belegt, verteilt
über die Woche.
- Die Sitzungen liegen nicht am Anfang oder Ende der eines
Tages sondern über mehrere Stunden in der Mitte.
- Dadurch bleiben vorher und nachher 1-2 Stunden für andere
Dinge
- Hinzu kommen häufige Flurbesprechungen
- Überstunden sind nicht erwünscht, teilweise haben die
Kollegen sogar verbot (nicht ich)
Zur Situation:
Ich werde ständig darauf hingewiesen, wie toll meine Arbeit
doch währe und wie gut ich mit den Kollegen umgehen würde,
was mich ehrlich gesagt nervt ich bin wie ich bin.
Danach kommen dann die Kritik oder Angriffe, was aber nur
unter vier Augen statt findet, ansonsten hier und dort mal
ne Spitze aber nie vor höheren Vorgesetzten. Wenn ich mich
dann Verbal zur wehr setze kommt ganz schnell ein Termin
über ein vier Augen Gespräch.
Als Aufhänger für seine Kritik nimmt er gerne bestimmte
Punkte
Ein Projekt welches im Juni - Juli fertig sein sollte und
vier Wochen Verzug hatte, aus dem ich mich aber wörtlich
raushalten sollte, was dann nicht so gemeint war. Nachdem
mir klar wurde raushalten heißt nicht raushalten, habe ich
die Notleine gezogen und den Bereich für andere Dinge
blockiert damit alles fertig wird und der schaden noch
begrenzt werden kann. Da unser Bereich dort auch keine
Aufgaben hatte! Um dort aber eine Aufgabe zu platzieren kam
jemand aus einem anderem Bereich, der dort ganz dringend
etwas zu erledigen hatte. Dieser Bereich hatte und hat
eigene Kapazitäten um diese spezielle Aufgabe zu erfüllen.
Auf den Hinweis dass dies aber nicht ginge wurde
geantwortet, ich müsse den globalen Überblick haben und eine
Lösung finden. Irgendwie unter großen Schwierigkeiten wurde
dann ein Weg gefunden der alles bis heute verzögert hat.
Seit dem Schreibe ich mir alles auf was mich betrifft, was
übrigens vorher nicht nötig war und nicht gut ankommt,
Dann kam wieder die mögliche Beförderung und es kehrte ruhe
ein.
Nach einiger Zeit war aber klar dass daraus endgültig nichts
wird!
Dann fing die Zeit mit Profilierungsaufgaben gegenüber der
Geschäftsführung an, wo alle an Präsentationen arbeiten
mussten was wir (er) geschafft haben (hat).
Die mir zugeteilten Punkte habe ich termingerecht
abgeschlossen und übergeben.
Darauf habe ich gesagt bekommen mach bei Gelegenheit noch
bestimmte Ergänzungen fertigt, aber bereite dich schon mal
auf das nächste Thema vor du fährst zu xyz.
Pflichtgemäß habe ich mich auf das Thema vorbereitet und im
Anschluss daran begonnen die Ergebnisse aufzuarbeiten.
Zwischendurch die hohe Sitzungs- und Arbeitspaket Belastung.
Wohlwissend ich habe das eine Paket auf Anweisung nicht
fertig machen können.
Kurz vor Weihnachten mussten wir Abteilungsintern feststellen
das wirklich Private Dinge bzw. vertrauliche Dinge seitens
eines Kollegen an unseren Vorgesetzten weitergegeben wurden,
darauf hin bekamen wir alle Einzelgespräche. Als uns klar
wurde wer genau der Kollege ist haben wir ihn freundlich
behandelt aber von Informationen die Ihn nicht angehen
ferngehalten.
Mir wurde dann ein Teil seiner Aufgaben übertragen, welcher
sich augenscheinlich gut in meine Pakete integrieren lässt.
Dies hat mich schon gewundert! Als betreffender Kollege dann
anfing Termine für mich zu machen habe ich ihm lauter und
ernst klargemacht das ich das selber kann und er wüsste genau
worum es geht.
Außerdem wurde ich aus meiner Beraterfunktion aus einem
wichtigem Projekt abberufen, wo ich auf bitte des
Projektleiters eingebunden war.
Mittlerweile hatte ich ein erneutes Gespräch mit meinem Chef
indem mir mehrere Punkte vorgeworfen wurden und ich an
dessen Ende zu einem Persönlichkeitscoaching geschickt
wurde. Selbstverständlich auf Firmenkosten! Als Beweis für
meine Persönlichen Defizite sieht er das ich mich vehement
gegen Vorwürfe wehre und zu meiner Meinung stehe, was auch
mal in einem ernsterem Tonfall geschehen kann.
Am Anfang wurde aber wieder vehement darauf hingewiesen wie
gut ich doch währe und multitaskingfähig ich bin, solange
ich keine Verbindlichkeiten hätte.
Konkrete Punkte Chef:
a) ich würde Verbindlichkeiten scheuen
b) ich würde Aufgabenpakete nicht fertig machen,
insbesondere Theoretische die allen nutzen würden.
c) es läge eine ungesunde Entwicklung vor
d) ich könnte alle Verantwortung für die nächste zeit
abgeben ohne das jemand komisch darüber denken würde.
e) er hat hinter meinem Rücken mit Kollegen gesprochen, die
mir dies aber glücklicherweise zugetragen haben, dabei wurde
aber Betriebsratsmitglieder ausgeklammert.
f) ich währe zu großen teilen für den Streß von einigen
Kollegen verantwortlich.
g) meine Terminplanung stimmt nicht.
Punkte von mir:
a) wir hätten zu viele Sitzungen, wurde abgestritten und
behauptet es würde zuviel Kaffee getrunken.
b) mir würden konkrete Termine und Anweisungen fehlen, wurde
als Versuch die Verbindlichkeit an ihn abzuschieben abgetan.
c) auf den Hinweis das er mein Chef ist, wurde die Stimmung
noch arktischer als zuvor.
d) da ich nicht Weisungsbefugt bin kann ich mir aus anderen
Abteilungen nur Termine geben lassen und ihm mitteilen,
darauf wurde gesagt das währe quatsch.
Ich könnte noch einige Punkte aufführen was aber den Rahmen
sprengen würde.
Noch habe ich den Rückhalt meiner Kollegen und einen guten
Ruf bei den Hauptvorgesetzten ich befürchte aber, dass
systematisch daran gearbeitet wird das dies nicht mehr so
ist.
Wie ist eure Meinung dazu
Der Torben
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Hallo Torben
Ich will versuchen es, aus meiner persönlichen Sicht auf deine Darstellung, auf
den Punkt zu bringen.
Zuerst würde ich dieses Wort weder hier und noch weniger am AP gebrauchen. Was
du darstellst ist aus meiner Sicht eine zu eskalieren drohende
Konkurrenzsituation. Ich sehe Tendenzen der Verhärtung aber noch immer Spielraum
für eine gütliche Beilegung.
Jede weitere Terminologie die auf Konfrontation gerichtet ist wird eine
Auflösung deutlich erschweren.
Bossing ist ein schwerer Vorwurf an einen VG, den ich erst dann erheben würde,
wenn alle anderen Massnahmen versagt haben.
Schlüsselfaktor und Ausgangspunkt für deine momentane Situation ist aus meiner
Sicht die geplatzte Beförderung deines Chefs.
So wie du ihn beschrieben hast, stellen sich auch seine Vorwürfe dar. Der alten
Weisheit folgend, dass: "Probleme die einer macht, Ausdruck sind für die
Probleme die einer hat!", macht ihn das leicht berechenbar. Dies kann sich noch
als grosser Vorteil erweisen.
Er sucht sich wohl
1. einen "Sündenbock" der ihm die Beförderung vermasselt hat, wenn er der
Überzeugung ist, dass es nicht seine Schuld sein kann. Das glaube ich noch am
ehesten.
Seine Flüchtigkeit und mangelnde Fähigkeit zu priorisieren und zu strukturieren
sticht ins Auge wenn man deinen Ausführungen folgt.
Doch das ist genau die Aufgabe des Managers. Nämlich klare Strukturen zu
schaffen, um die anstehenden Aufgaben so effizient und gewinnbringend für das
Unternehmen zu bewältigen. So gut wie irgend möglich.
Wenn mir dies als Aussenstehender nach diesen wenigen Zeilen bereits auffällt,
dann hat die Unternehmensführung dies gewiss schon längst erkannt und ergo, sich
richtig und nachvollziehbar, für jemand anderen in der Beförderungsrunde die Tür
geöffnet.
Das will dein Chef natürlich, mangels Selbstreflektion, nicht wahr haben.
Deshalb projiziert er exakt seine Versäumnisse auf den "Sündenbock" Das bist
DU.
2. Weil er sich nicht sicher sein kann ob du ihm gegenüber loyal bist, noch dazu
wohl zu den Spitzenkräften gehörst, könnte er zur Annahme neigen, dass du ihm
den Todesstoß bei der Beförderung versetzt hast. Z.B. mit Indiskretionen über
ihn und sein Führungsverhalten. Vielleicht weil du seinem Chef wiederum sehr
nahe stehst und dieser etwas in dieser Richtung geäussert hat was hoffentlich
nicht auf direktem oder zumindest auf Umwegen zu deiner Person führt. Das wäre
denkbar.
In diesem Moment sieht er dich als Konkurrenten der eliminiert werden muss oder
zumindest deutlich geschwächt. Deine Macht und deinen Einfluss iste s was er
fürchtet. Daher muss er dich bekämpfen und benutzt dabei natürlich die
"Schmutzigen Tricks".
Und aller Guten Dinge sind Drei
3. Hat man ihm im oder nach dem Assessment deutlich zu verstehen gegeben, dass
seine Fähigkeiten als Manager deutlich hinter den Erwartungen zurückstehen.
Dadurch gerät er in Zugzwang und muss beweisen, dass er es kann und der "Beste"
ist. Versteht allerdings den Auftrag nicht und sucht sein Heil in einem
Machtspiel, dass er gegen einer seiner wichtigsten Mitarbeiter führt. Nur
dadurch kann er an Profil gewinnen. Wenn er sich einen Loser sucht den er
niedermacht wirkt er ebenso schwach wie sein Opfer. Nein es muss einer der
starken, wenn nicht der stärkste sein. Ein weiterer Beweis seiner mangelnden
Fähigkeiten und fehlender sozialer Kompetenz obendrein, was den Entscheid der GL
im Nachhinein mehr als nur rechtfertigt.
So wie er sich selbst die falschen Fragen stellt, so stellt er sie auch seinem
Umfeld. Er hat es aus meiner Sicht nicht verstanden was man ihm mit der
Übergehung bei der Beförderung gesagt hat bzw. sagen wollte.
Ggf. hast du es mit einem Mix aus allen diesen Möglichkeiten zu tun. Was ich
dargestellt habe ist der Versuch deines Chefs, mit Macht zu kompensieren, dass
er ein starkes Problem mit erfahrener Ablehnung und der Hinterfragung seiner
Fähigkeiten hat. Durch Andere aber auch sich selbst.
Lässt man ihn weiter wüten, dann nimmst du schweren Schaden und die Firma
obendrein, weil dadurch einer der Betsen, DU, in die Innere Kündigung getrieben
wird.
Nur mit dem Zweck, dass er dann wieder "glänzen" kann. Er folgt dem Antrieb:
"Damit ich selbst größer werde, müssen all die Anderen schrumpfen."
Als echter Manager sollte er aber stets und konsequent darüber nachdenken:
"Wie und mit was muss ich meine Mitarbeiter fördern, damit sie der Firma zu
Spitzenleistung verhelfen, für unsere Kunden?" Und erst aus dieser meiner
Leistung wächst mein Einfluss.
Dem sollte mal einer, nur ein Witz und tu das ja nicht ;-), den Spruch von Karl
Gauss zustecken: "Nur in einem Land wo die geistige Sonne tief steht, werfen
Zwerge grosse Schatten!"
Ein Witz ist es auch, dass du als eine mit Arbeit überfrachtete Fachkraft,
stellenweise zudem Mangementaufgaben wahrnehmen sollst oder gar musst, weil dein
Chef es nicht tut oder nicht kann. Es ist seine Aufgaben Interaktion zu
initiieren und zu lenken. Er ist verantwortlich für die Strukturen. Dafür
bekommt er sein Gehalt. Nicht du!
Ich hätte auch schon ein paar Gedanken und Empfehlungen diesen Konflikt
konstruktiv zu lösen. Doch erst möchte ich von dir wissen, ob du meine hier
ausgeführten Gedanken überhaupt interessant findest und ob die
Sichtweise/Richtung, zu der ich tendiere, nachvollziehen kannst oder, noch
besser, sich im Alltag spiegelt.
Im Moment passiert in dir vielleicht etwas sehr gefährliches. So wie ich gelesen
habe hat es bereits die eine oder andere Eskalation gegeben. Das passiert weil
einem das emotional berührt, weil am Selbstwert gerüttelt wird. Emotionen, nicht
Intuition, welche Affekte auslösen, sind in solchen Fällen wie dem deinen die
schlechtesten Ratgeber. Sie können, so berechtigt sie sein mögen, dir schweren
Schaden zufügen. Weil jede Regung deinerseits, in diese Richtung, dem Gegner
zuspielt. Er jeden Ausbruch, gegen dich, an anderer Stelle ausschlachtet.
Davon kann ich ein Lied singen, welche Schwierigkeiten man sich damit selbst
produzieren und haben kann. Ich bin und war selbst schon immer sehr impulsiv.
Doch leidvolle Erfahrungen haben mich mittlerweile deutlich "weiser" gemacht.
Betrachte alles was auf dich zukommt mehr als momentanen Zu-/Umstand, der mit
dem Fluss der Zeit stetig neue Gesichter annimmt und damit fast in jede Richtung
frei gestaltbar ist.
Lass von dir hören
Gruss Martin
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Hallo Martin,
deine Ausführungen finde ich sehr interessant und hilfreich!
Den bösen Begriff wollen wir nicht weiter verwenden, aber der Gedanke kam schon
auf.
Ähnliches sagte mir auch ein befreundeter BR mit dem ich mich austauschen kann
und welcher mich im Ernstfall auch unterstützen würde, wie viele Kollegen auch.
!!! Das Böse Wort ist dort nie gefallen !!!
Das Coaching werde ich wohl mitnehmen, weil Dümmer werde ich nicht dadurch und
außerdem ist dies vielleicht eine Möglichkeit unbefangen mit einem dritten über
die Situation zu sprechen, zumal anscheinend ein Vorgespräch zwischen Coach und
Chef stattfinden soll. Oder ist dies Verkehrt?
Ich weiss nicht ob ich der stärkste bin oder nicht, aber bei meinen direkten
Kollegen herrscht von Resignation bis bis Speichelleckerei alles, nur kein
Selbstbewustsein mehr.
Schlimm aber auch interessant finde ich den Ansatz, dass ganze als Schutz meiner
Persönlichkeit zu sehen und so zu allen Seiten zu verkaufen.
Und wie gehe ich mit dem Vorwurf um meine Pakete nicht abgeschlossen zu haben,
obwohl dies auf Anweisung geschehen ist, dies sieht er Momentan als Trumpfkarte.
Ich habe zwar vor Monaten angefangen alles mitzuschreiben was mich betrifft, mit
Datum und Uhrzeit, aber das sind ja nur meine Notizen.
Für mich habe ich beschlossen meine Arbeit so wie bisher zu erledigen und mich
möglichst nicht auf die Emotionale Schiene schieben zu lassen, auch wenn dies
manchmal nicht leicht sein dürfte.
Ich würde mich über einen weiteren Austausch freuen.
Der Torben
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Hallo Torben
Hier meine Kommentare in Blau
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Hallo Martin,
Das Coaching werde ich wohl mittnehmen, weil Dümmer werde ich nicht dadurch und
außerdem ist dies vielleicht eine Möglichkeit unbefangen mit einem dritten über
die Situation zu sprechen, zumal anscheinend ein Vorgespräch zwischen Coach und
Chef stattfinden soll. Oder ist dies Verkehrt?
Wenn der Coach sich durch das Vorgespräch nicht beeinflussen
lässt ist es gut. Lässt er sich auf die Meinung des Chefs ein, dann ist das
schlecht weil er Vorurteile übernimmt. Ist es ein externer Coach, dann stehen
die Chancen vielleicht besser. Ist es ein interner halte ich dies für schlecht
weil dessen Unparteilichkeit dadurch gefährdet ist. Du wirst schnell merken wo
die Reise hingehen soll. Achte genau auf die Fragen und stelle Gegenfragen wenn
du merkst in eine Rechtfertigungshaltung gedrängt zu werden. Dann wäre die Frage
erlaubt ob dies ein Coaching Gespräch sein soll oder eher ein Verhör? Nur damit
dir klar ist, auf welcher Ebene das Spiel gespielt wird.
Ich weiss nicht ob ich der stärkste bin oder nicht, aber bei meinen direkten
Kollegen herrscht von Resignation bis bis Speichelleckerei alles, nur kein
Selbstbewusstsein mehr.
Wie du selbst schreibst hast du eine sehr gute Reputation in
den übergeordneten Etagen. Vielleicht sogar die bessere als dein Chef? Was
sollte denn anderes sein Motiv sein als das Bestreben genau diese Reputation zu
schädigen? Das Motiv führt immer zum Täter. Hat er ein Motiv gegen dich zu
schiessen und was könntest du ihm geliefert haben. Ganz klar da wo er sein
Trumpfblatt sieht. In dem nicht erfüllten Auftrag den er dir entweder als Falle
gestellt hat oder sich ob seiner eigenen Verzettelung und Inkonsequenz gepaart
mit schlechter Priorisierung, selbst eingebrockt hat. Ich denke er sieht darin
den Grund seines Scheiterns und will jetzt jemand anderen dafür büssen lassen.
So wie du die Motivation deines Umfeldes beschreibst hat er das Spiel bei
anderen schon erfolgreich durchgezogen.
Warum also sollte er bei dir scheitern? Wie gesagt dieses
Muster macht ihn berechenbar. Nicht unbedingt besser aber eben berechenbar ;-)
Schlimm aber auch interessant finde ich den Ansatz, dass ganze als Schutz meiner
Persönlichkeit zu sehen und so zu allen Seiten zu verkaufen.
Und wie gehe ich mit dem Vorwurf um meine Pakete nicht abgeschlossen zu haben,
obwohl dies auf Anweisung geschehen ist, dies sieht er Momentan als Trumpfkarte.
Ich habe zwar vor Monaten angefangen alles mitzuschreiben was mich betrifft, mit
Datum und Uhrzeit, aber das sind ja nur meine Notizen.
Da du keine durch Zeugen gestützte Gegenbeweise hast ist er
mit dem langen Arm des Chefs (noch) im Vorteil. Doch solche Dinge wetzen sich
ab. Wenn einer, selbst der Chef immer wieder auf den gleichen Pferden reitet
werden die auch müde werden und keiner will es mehr hören. Deshalb tust du sehr
gut daran deine Arbeit so sorgfältig wie immer zu erledigen. Schicke Emails mit
Rückmeldungen und Lesebestätigungen für den Abschluss von Projekten oder auch
wie du sagst "Arbeitspaketen". Schick dir jeweils ein "bcc" Kopie nach
Hause auf dein privates Email. Dort ist immer der ganze Verteiler zu sehen.
Selbst wenn die Daten deines Accounts im Geschäft seitens des Chefs vollständig
gelöscht werden würden, hat dies dennoch Beweiskraft. Erhältst du in kurzer
Frist keine Rückmeldung negativer Art, dann hast du das Ding im Trockenen. Wenn
dann einer behauptet, dass er es nicht erhalten hat, steht er mit abgesägten
Hosenbeinen da. So geschehen erst neulich wo einer versucht hat mir das Messer
in den Rücken zu stossen. Dann ging ein Email mit den richtigen Leuten im
Verteiler auf die Reise und der andere hatte sich selbst in beide Knie
geschossen! AUA!!! Wie peinlich für ihn ;-)) Wer anderen eine Grube
gräbt... ist selbst ein Schwein!
Mit solchen Leuten bekommt man es immer wieder zu tun. Das
ist vollkommen normal. Töricht aber, in Kenntnis dieser Eigenschaft, ist es
dann, sich keine geeigneten Waffen zurecht zu legen, wenn sie es dennoch immer
wieder wagen anzugreifen. Denke immer daran: Ein geschlagener Feind wird sich
immer wieder voller Rachsucht erheben, solange bis er final besiegt ist.
Entweder gekündigt oder, mit Verlaub, tot.
Merke: Je direkter und persönlicher der Angriff auf den
Gegner, welcher ihn nicht final vernichtet, desto hasserfüllter wird der Wunsch
nach Rache sein, desto mehr Energie wird der Gegner in den Kampf investieren.
Besser ist es sich Aal glatt zu machen. Den Aal den man
nicht mit blossen Händen fest halten kann und der einem immer wieder durch die
Finger glitscht.
Also besser die richtigen Verteidigungstaktik zu wählen
als selbst den Angriff zu führen. Konziliant und eloquent die Attacken des
Gegners zu kontern oder besser ihn ins Leere laufen zu lassen. Wenn er mit
Schwung die Tür aufbrechen will diese zu Öffnen zum Abgrund hin in den er dann
ungebremst hineinstürzt.
Das hat durchaus erzieherische Effekte. Einer wollte mir
in kurzen Abständen 5 mal ans Bein pinkeln. Und prompt ist er 5 x ins Plumpsklo
gestürzt. Die Zauberformel heisst. 100% Dokumentation. Das ist wie Steinchen
streuen oder Bäume markieren im Wald den man nicht kennt.
Für mich habe ich beschlossen meine Arbeit so wie bisher zu erledigen und mich
möglichst nicht auf die Emotionale Schiene schieben zu lassen, auch wenn dies
manchmal nicht leicht sein dürfte.
Das ist eine weise Entscheidung. Lass dich nicht verrückt
machen. Steh über den Dingen und zeig, dass dich das emotional nicht berührt.
Und so wenig dich das emotional berührt, beharre auf Fakten für jede Behauptung.
Gefühle zählen nicht sondern Zahlen. Und wenn er auf diesen Gefühlen beharrt,
dann muss es einen Grund dafür geben. Dann ist die Frage erlaubt, was in ihm
diese Gefühle auslöst oder was du faktisch ihm angetan hast, dass er dich so
behandelt.
Schlaue Fragen zu stellen ist besser als sich zu
rechtfertigen oder abzugrenzen.
Abgrenzen kann man sich auch mit einer Frage: "Wie soll ich
damit umgehen, wenn sie mir ohne faktischen Hintergrund solche groben
Versäumnisse unterstellen?" Wird er laut, dann hast du schon gewonnen. Tut er
dies vor andern dann schon zweimal. Dann gibt es nur einen Affen im Raum.
Um nach Ausreden zu suchen braucht es wenig Intellekt. Um
schlaue Fragen zu stellen schon!
Und wer schlaue Fragen stellt, führt die Unterhaltung.
Was könnte man also tun. Ich zitier ein paar Sequenzen aus
dem Eröffnungthread
a) ich würde Verbindlichkeiten scheuen. Meine Frage(n) wären
dann: "Welche Verbindlichkeiten genau? Könne sie mir das bitte genauer
erläutern? Worauf genau stützt sich ihre Aussage/Feststellung (ja nicht das Wort
Behauptung benutzen)?"
b) ich würde Aufgabenpakete nicht fertig machen, insbesondere Theoretische die
allen nutzen würden. Welche Aufgaben meinen sie genau? Wie
kann ich etwas besser machen wenn ich nicht rechtzeitig Feedback erhalte?" Oder
"Ich bin betrübt, dass ich das erst jetzt erfahren muss. Wäre es nicht
produktiver gewesen mich rechtzeitig darauf hinzuweisen?"
c) es läge eine ungesunde Entwicklung vor. "Das ist ein
schwerer Vorwurf der mich aus heiterem Himmel trifft! Was genau ist ungesund und
wie und wer reflektiert das, kommt zu solchen Informationen und in der Folge
derartigen Schlüssen?" "Was genau ist mein Beitrag, welcher der der übrigen
Beteiligten und was müsste ihrer Meinung nach geschehen?"
d) ich könnte alle Verantwortung für die nächste zeit abgeben ohne das jemand
komisch darüber denken würde. "Damit ich es richtig verstehe
erlauben sie mir bitte folgende Frage: Sie sind durch Informationen von
"jemandem" also zur Überzeugung gelangt ich sei verantwortungslos gar
überflüssig. Welcher Natur sind diese Informationen und was bestätigt ihnen
diese Haltung bezogen auf meine tägliche Arbeit und die erbrachten Ergebnisse?"
Und nicht zu vergessen: Gleich zu Anfang würde ich dem
Gegenüber bekanntgeben mir Notizen im Gespräch zu machen damit ich Stichpunkte
für die weitere Bewertung und Verhaltensanpassung habe. Ausserdem würde ich ihm
eine Gesprächsnotiz als Zusammenfassung per Email schicken. Selbstverständlich
mit "cc" an im Gespräch genannte oder gefallene Namen und natürlich mit "bcc"
nach Hause. Glaub mir: Er weiss wie wenig Menschen auf Formalien legen. Die
meisten sind damit sehr nachlässig weil sie das im Grunde hassen und fangen erst
damit an wenn ihnen das Wasser schon bis zum Hals oder Unterkante Oberlippe
steht. Man muss dies als immerwährende Prävention sehen. Was geschrieben steht
kann man nicht mehr ungeschehen machen. Es ist in Stein gemeisselt. Oder man
muss eine Gegendarstellung machen die selbst wieder an der Glaubwürdigkeit
kratzt weil er es nicht war der den ersten Schlag getan hat sich also in der
Rolle des Rechtfertigenden wiederfinden muss.
Worte hingegen sind lediglich Schall und Rauch. Wir denken an
Adenauer der da sagte, als man ihn nach seiner abgefaulten Hand fragte bei der
Gründung der Bundeswehr im Jahr 1955,: "Was geht mich mein dummes Geschwätz
von gestern an!"
Als Bundeskanzler mit 85 kann man sich das vielleicht
leisten. Als Chef nicht. Damit ist deine Glaubwürdigkeit final im A....! Also
zwinge ihn in das enge Korsetts einer eigenen Fallstricke und er wird es enorm
schwer haben dir zu schaden. Je mehr er strampelt desto enger werden sich die
Stricke festziehen.
Wenn auf diese Fragen, welche ich oben formulierte, nichts
kommt oder dir sogar mit Macht verweigert wird Gesprächsnotizen zu machen,
spätestens dann weisst du, dass du dich mitten im Krieg befindest.
Dann spätestens wird es Zeit sich Verbündete zu suchen.
Nach Möglichkeit eine Etage über der des Chefs. Mit einem vertraulichen
Gespräch. Nicht über die Beziehung zum VG sondern über die Sicht der
nächst höheren Etage auf deine persönliche Leistung, wenn diese dort wahrnehmbar
ist. Niemals den Chef in Misskredit bringen. Das ist ein NO GO!! Der Chef des
Chefs wird alleine dadurch merken, dass etwas am Kochen ist. Hast du dort eine
gute Reputation, dann wird er von alleine hellhörig werden. Versichere dich und
sorge dafür, dass es mächtigere Menschen als deinen Chef gibt die deine Arbeit
weiter oben sehen und schätzen!
Das ist die beste Lebensversicherung die man haben kann.
Denke immer daran: "Was man nicht sieht existiert nicht!"
Schau also dass du weithin sichtbar bist. Allem voran als leuchtendes Beispiel
für Leistung, Aufrichtigkeit, zuvorkommend und loyal. Dann bist du wie aus
Schmierseife. Keiner kann dich packen.
Ich würde mich über einen weiteren Austausch freuen.
Der Torben
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"Fußabtreter des Chef's"
Hallo zusammen,
ich bin neu registriert hier und habe aber Irgendwie noch nicht den richtigen
Threat gefunden wo dies rein gehört, also verzeiht mir bitte falls ich den
passenden Threat übersehen habe.
Erst einmal möchte ich allem Mitgliedern und Moderatoren für das Forum danken
denn auch wenn ich bisher noch nicht registriert war habe ich mir durch lesen
der Beiträge immer hilfreiche Tipps und so manches mal wieder Mut abholen
können, also dafür ein ganz DICKES DANKESCHÖN!
Nun zu meinem eigentlichen Thema... "Fußabtreter des Chef's"
Ich arbeite seit nunmehr schon 3 Jahren für eine kleine Firma die mich nun in
folge einer langen Reihe von Ereignissen regelrecht kaputt macht, denn ich bin
der Fußabtreter des Chefs. Es ist eine Inhaber geführte Firma und die
Mitarbeiter sind allesamt super, Mobbing unter Mitarbeitern gibt es dort
überhaupt nicht nur Mobbing durch den Chef, wobei ich mir selbst jetzt nach 3
Jahren noch nicht sicher bin ob er das absichtlich macht oder ob das Irgendwie
zu seinem Wesen dazu gehört. Hier einige Punkte die ich als Mobbing erachte.
- Ignorieren von Emails über Wochen auch bei wichtigen Sachen
- Verweigerung eines persönlichen Gesprächs trotz vielfacher Anfragen
- Ständiges Degradieren vor Mitarbeitern, teilweise schon mit Beleidigungen wenn
auch in Managerdeutsch verpackt.
- Herabstufung meiner Leistungen bei der Arbeit
- Ständiges Nörgeln, Meckern, motzen
- E-mails die in Ton und Umgang stark unter der Gürtellinie sind
- Ich bekomme Aufgaben die nicht durchführbar sind unter Chefs Kriterien und
auch die Gesetze der Natur interessieren ihn wenig, er let dort halt in seiner
eigenen Welt
- Überstunden sind die Regel denn ich arbeite für 3 Personen
- Aufgaben die absolut gar nichts mit meiner Stelle zu tun haben ( Ich bin
Vertriebsassistenz, muss aber hochtechnische Pressetexte erstellen, den gesamten
Mediaeinkauf abwickeln, Bilder und Grafiken erstellen, die Googleoptimierung
verwalten und technisch umsetzen etc.)
- Anrufe des Chefs nach 22 Uhr an einem Freitag auf meinem Handy mit
Aufgabenverteilung was ich am Wochenende dringlich noch erledigen muss sind die
Regel
- Auch SmS und Email müssen während des Urlaubs gelesen und bearbeitet werden
Am Anfang hat mir das nichts ausgemacht und ich habe auch gedacht das es
vielleicht nur eine Launenhafte Phase ist in der er grad ist, es wurde aber nach
der Probezeit immer schlimmer. Mittlerweile habe ich Angst davor Morgens meine
Emails zu lesen und noch größere Angst wen er im Büro vorbei schaut. Ich habe
seit langem mit dem Gedanken gespielt zu kündigen aber aus Existenzangst nicht
den Schritt gewagt.
Vor 1 Monat habe ich von meiner Schwangerschaft erfahren, das war zu der Zeit
als es ganz besonders Schlimm wurde, mit cholerischen Ausbrüchen etc, ich habe
das Kind verloren, der Arzt meinte das dies durch Stress passiert ist.
Jetzt steht mein Entschluss jedoch fest, ich werde kündigen auch wenn ich bisher
noch nichts neues habe, ich gehe lieber 18 stunden am Tag Putzen anstatt das
weiter zu ertragen. Ich habe wieder um ein Gespräch Morgen gebeten in welchem
ich Ihm sein Verhalten vor Augen führe und kündigen werde, die einzige Sorge die
mich jetzt noch plagt sind meine Kollegen die ich allesamt sehr lieb gewonnen
habe und ich frage mich wer nach mir der Fußabtreter wird....
Zum Abschluss noch Fragen:
Ist sowas in kleinen Firmen die Regel?
Was tun wenn der höchste Vorgesetzte einen so behandelt, denn eskalieren geht ja
nicht?
Haben die meisten Leute heute einfach keinen Anstand mehr? Denn respektvolles
Behandeln von Mitmenschen hat meine Mutter mir von Kleinauf beigebracht!
Viele Grüße
Das Muppelchen
AW: Fußabtreter des Chef's
Hallo Muppelchen
Inhabergeführte Unternehmen haben den Nachteil, dass es keine
weiteren Instanzen mehr gibt bei denen man sich innerhalb des
Unternehmens Hilfe holen könnte.
Der hier hat gegen jede Anstands, Sitten und Gesetzesregel verstoßen
die es wohl gibt. Das ist nicht selten anzutreffen, dass
Selbständige oder Unternehmer glauben innerhalb ihrer Mauern nach
ihren eigenen Gesetzen und Regeln agieren zu können. Eine Art
rechtsfreier Raum in dem nur ein Wort gilt. Das des Chefs.
Es stellt sich nun die Frage, ob du das wirklich noch zwei Monate
aushalten musst.
1. Hast du Aufzeichnungen über deine Arbeitszeit ?
2. Hast du Mailverkehr, der das Verhalten des AG 1:1 schriftlich
belegen könnte.
3. Bösartigkeiten, Nötigung zur Wochenendarbeit etc. in Emails
Wenn ja: Alles zusammen nehmen und zum Anwalt.
Wenn du wie beschrieben gearbeitet hast wie ein Tier, dann hast du
auch Überstunden ohne Zahl, die es dir wohl erlauben könnten
"ordentlich bezahlt" das Ende des Arbeitsverhältnisses daheim
abzuwarten und dich schon mal neuen Ufern zuzuwenden.
Doch das solltest du mit allen verfügbaren Beweismitteln einem
Anwalt übergeben der das für dich regelt. Der wird ihm auch
klarmachen, dass er froh sein soll, wenn du Unflätigkeiten,
Herabwürdigungen und dergleichen schriftlich beweisen kannst, noch
davon absiehst keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu
erstatten.
Was ich aus rechtlicher Sicht und Taktik als Möglichkeit nicht als
Mittel der Wahl vergessen würde.
Du hast es mit einem absoluten Despoten zu tun der nur in eine
Person verliebt ist. Sich selbst. Für ihn bist du nur Mittel zum
Zweck welche es über lange Zeit erlaubt hat so mit sich umgehen zu
lassen.
Es beweist mal wieder eines, dass Angst ein mindestens doppelt so
hoher Motivator ist wie ein zu erwartender Gewinn. Der drohende
Verlust des Arbeitsplatzes lässt unsagbar viele Mitarbeiter Dinge
erdulden die sich
jenseits der guten Sitten befinden. Nur aus einem Grund: Aus Angst!
Angst die Anforderungen nicht zu erfüllen, Angst vor Ausgrenzung,
Angst die Existenz zu verlieren, Angst sich verändern zu müssen,
Angst vor der Ungewissheit.
Ich bewundere deinen doch noch bewahrten Selbstwert, der es dir
ermöglichte diesen Schritt zu gehen. Meine Hochachtung.
Das gibt mir die Zuversicht, dass du ganz gewiss eine neue Aufgabe
finden wirst die diesmal deinen Wünschen und Vorstellungen
entsprechen wird.
Ich denke dir ist hinreichend klar geworden was du nicht mehr
willst.
Und denk immer daran: Alle Menschen sind verführt die ganze Hand zu
nehmen wenn du ihnen den kleinen Finger entgegenstreckst. Aber die
wenigsten sind bereit auch den Preis dafür zu bezahlen.
Leider bist du auf jemanden gestoßen der dies in aller übelster
Weise missbraucht hat. Mit dem lässt sich auch nicht vernünftig
verhandeln. Hast du ja erlebt: Um dir weitere Angriffe zu ersparen
würde ich dies einem Anwalt übergeben.
Und in Bezug auf deinen Kollegen: Warte mal ab bzw. beobachte mit
Spannung, ob sich in diesem Rahmen nicht doch diverse "Kollegen" aus
Angst den Job zu verlieren vom Chef als Zeugen für diverse Vorwürfe
instrumentalisieren bzw. nötigen lassen.
Es gibt nichts was es nicht gibt!
Gruß Martin
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Bossing -
Mobbing durch den Chef
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