Hallo Muppelchen

Inhabergeführte Unternehmen haben den Nachteil, dass es keine weiteren Instanzen mehr gibt bei denen man sich innerhalb des Unternehmens Hilfe holen könnte.
Der hier hat gegen jede Anstands, Sitten und Gesetzesregel verstoßen die es wohl gibt. Das ist nicht selten anzutreffen, dass Selbständige oder Unternehmer glauben innerhalb ihrer Mauern nach ihren eigenen Gesetzen und Regeln agieren zu können. Eine Art rechtsfreier Raum in dem nur ein Wort gilt. Das des Chefs.

Es stellt sich nun die Frage, ob du das wirklich noch zwei Monate aushalten musst.


1. Hast du Aufzeichnungen über deine Arbeitszeit ?


2. Hast du Mailverkehr, der das Verhalten des AG 1:1 schriftlich belegen könnte.


3. Bösartigkeiten, Nötigung zur Wochenendarbeit etc. in Emails

Wenn ja: Alles zusammen nehmen und zum Anwalt.


Wenn du wie beschrieben gearbeitet hast wie ein Tier, dann hast du auch Überstunden ohne Zahl, die es dir wohl erlauben könnten "ordentlich bezahlt" das Ende des Arbeitsverhältnisses daheim abzuwarten und dich schon mal neuen Ufern zuzuwenden.
Doch das solltest du mit allen verfügbaren Beweismitteln einem Anwalt übergeben der das für dich regelt. Der wird ihm auch klarmachen, dass er froh sein soll, wenn du Unflätigkeiten, Herabwürdigungen und dergleichen schriftlich beweisen kannst, noch davon absiehst keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten.
Was ich aus rechtlicher Sicht und Taktik als Möglichkeit nicht als Mittel der Wahl vergessen würde.

Du hast es mit einem absoluten Despoten zu tun der nur in eine Person verliebt ist. Sich selbst. Für ihn bist du nur Mittel zum Zweck welche es über lange Zeit erlaubt hat so mit sich umgehen zu lassen.
Es beweist mal wieder eines, dass Angst ein mindestens doppelt so hoher Motivator ist wie ein zu erwartender Gewinn. Der drohende Verlust des Arbeitsplatzes lässt unsagbar viele Mitarbeiter Dinge erdulden die sich
jenseits der guten Sitten befinden. Nur aus einem Grund: Aus Angst!
Angst die Anforderungen nicht zu erfüllen, Angst vor Ausgrenzung, Angst die Existenz zu verlieren, Angst sich verändern zu müssen, Angst vor der Ungewissheit.

Ich bewundere deinen doch noch bewahrten Selbstwert, der es dir ermöglichte diesen Schritt zu gehen. Meine Hochachtung.
Das gibt mir die Zuversicht, dass du ganz gewiss eine neue Aufgabe finden wirst die diesmal deinen Wünschen und Vorstellungen entsprechen wird.
Ich denke dir ist hinreichend klar geworden was du nicht mehr willst.

Und denk immer daran: Alle Menschen sind verführt die ganze Hand zu nehmen wenn du ihnen den kleinen Finger entgegenstreckst. Aber die wenigsten sind bereit auch den Preis dafür zu bezahlen.

Leider bist du auf jemanden gestoßen der dies in aller übelster Weise missbraucht hat. Mit dem lässt sich auch nicht vernünftig verhandeln. Hast du ja erlebt: Um dir weitere Angriffe zu ersparen würde ich dies einem Anwalt übergeben.
Und in Bezug auf deinen Kollegen: Warte mal ab bzw. beobachte mit Spannung, ob sich in diesem Rahmen nicht doch diverse "Kollegen" aus Angst den Job zu verlieren vom Chef als Zeugen für diverse Vorwürfe instrumentalisieren bzw. nötigen lassen.

Es gibt nichts was es nicht gibt!

Gruß Martin