Hallöle Kaffeetasse,

Deine Worte treffen genau das was ich gerade in meine Pinnwand reinschreiben wollte. Der Text war zu lang und deshalb habe ich ihn kopiert und hier angefügt.
Deine Situation ist heute schon fast als normal zu betrachten. Diese Callcenter sind total entmenschlicht. Ein emotional und sozial betonter Mensch wie du, Gott sei Dank gibt's die ja noch, wird es schwer haben in solch einer "Kultur" klar zu kommen. Dass dir ein paar Kollegen wenigstens auch mal eine Antwort gegeben haben würde ich persönlich als Erfolg deiner positiven und bejahenden Ausstrahlung zuschreiben. Doch zur Kultur wird es wohl nicht werden können da zuviele gegen dich arbeiten werden.
Nimm diese Ablehnung also nicht persönlich. Sie resultiert aus der Aufgabe und der maximalen Unzufriedenheit der anderen mit dieser Tätigkeit. Nicht weil sie dich nicht mögen, sondern weil du ihnen als Mensch vollkommen egal bist. Manche betrachten solch einen Arbeitsplatz als Abstieg auf das unterste Niveau. Viele Mensche werden, weil durch Krankheit oder wer weiß was ich berufsunfähig im erlernten Beruf, dazu gezwungen in solchen Unternehmen zu arbeiten, solche Tätigkeiten anzunehmen, weil sonst das Geld nirgendwohin reicht. Von der BU Rente kann man nicht mehr leben. Eine Folge der Plünderung der Rentenkasse durch die Regierungen der letzten zwei Dekaden seit der Wiedervereinigung.

Pass auf, dass du simple Bemerkungen und durchweg alle Gesten der Kollegen nicht mit schlechter Absicht hinterlegst. Pass auf, dass du keinen Verfolgungswahn bekommst und der eigenen negativen Interpretation erliegst. Damit kannst du anderen Unrecht tun und den Gegnern in die Hände spielen. Das von dir als kritisch betrachtete "durchkämpfen" kann aus meiner Sicht auch als Lob gewertet werden wenn man die Sprache versteht die der andere spricht.
Um die zu verstehen braucht es Zeit intensiver Auseinandersetzung. Selbst 8 h sind hierfür zu wenig.
Es gibt Paare die nach 30 Jahren Ehe noch immer nicht verstehen was ihnen ihr Partner eigentlich sagen will.
Ohne sich vorbehaltlos auf jemanden einzulassen wird es keine Beziehung geben, weil das Adrenalin in der "Beziehung" förmlich zu riechen ist. Kampfstimmung!

Versuche mal darüber nachzudenken was in und mit einem Menschen mental passiert wenn er tagtäglich x-mal Ablehnung erfährt und genau diese Ablehnung das ist was er am meisten fürchtet. Selbst ein "Danke kein Interesse" kann da schon mit der Zeit als tief persönliche Verletzung wahrgenommen werden. Entweder du kapitulierst oder stumpfst ab. Nicht nur gegen die Kunden sondern auch gegen jede andere Person dich sich dir fortan nähert.
Selbst wenn ein Mitarbeiter wirklich super gut ist wird er bei 100 Anrufen statistisch gesehen zu 80% Abfuhren erhalten. Damit muss man umgehen können und ich bezweifle, ohne allzu sarkastisch zu wirken, das ihr ein psychisches Betreuungscenter mit Entspannungsraum und Meditationsmusik für allzu gestresste MA habt denen das allzu nahe geht und eine kurze Auszeit brauchen ;-))

Wenn das nicht geht und du das nicht aushalten kannst wäre eine Neuorientierung gewiss sinnvoll bevor dich deine Umgebung zu etwas umformt was du nicht sein willst. Les mal die nachfolgenden Zeilen durch, vielleicht ist ja auch was für dich dabei.

Gruß Martin

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Viele wird vielleicht interessieren woher ich mein Wissen bezogen habe.
Hier ein paar Buchempfehlungen die ich nicht nur Kollegen sondern auch Mitarbeitern auf ihrem Weg persönlicher Entwicklung aussprechen möchte.

Warum möchte ich alle ansprechen? Ganz einfach: Jeder ist sein eigener Chef und Geschäftsführer seines eigenen Unternehmens. Jeder ist sein eigener Verkäufer und Marketingchef in einer Person.
Es hat mir sehr geholfen zu wissen wie ein Unternehmen in allen Facetten funktioniert. Von der Produktion bis zum Verkauf. So war und bin ich in der Lage mein Unternehmen "Martin" zielgerichtet zu steuern und mit Erfolg Geschäfte mit meinen Mitmenschen zu tätigen, auf Basis einer gelebten Gewinn/Gewinn Strategie.
Für mich betrachte ich alle meine Mitmenschen als potenzielle "Kunden". Wenn es mit jemandem nicht so klappt, dann stellt dies für mich eine Herausforderung dar auch diesen Menschen zu gewinnen. Daher gibt es in meinem Leben nur sehr wenige, die ich nicht "gewinnen" konnte.
Dabei hilft mir die Einsicht auch selbst nie perfekt zu sein. Egal wie sehr ich mich bemühe. Ich bin mir bewusst Fehler zu machen und auch schon Menschen vor den Kopf zu stossen wenn ich die Kontrolle über meine Emotionen verliere.
Ich bin auch nur ein Mensch und damit auf die Toleranz und die Nachsicht meines Umfeldes angewiesen. So wie das Umfeld von meiner Toleranz abhängig ist. Das erreiche ich vor allem dadurch, meine Fehler offen einzugestehen und zu korrigieren. Was von meinem Umfeld dann wohlwollend wahrgenommen und honoriert wird.
Aber beileibe versuche ich nicht es jedem recht machen zu wollen. Ich mache keine einseitigen Geschäfte zu meinen Lasten. Das ist einer meiner ehernen Grundsätze. Der Kunde ist König solange er sich wie einer benimmt.

Um diese Kunst sich selbst zu verkaufen, zu erlernen empfehle ich jedem der seiner Entwicklung einen Schub geben möchte einen professionellen Verkaufskurs zu besuchen.
Die meisten Menschen wählen einen Beruf bei dem sie nichts verkaufen müssen. Buchhalter zum Beispiel oder irgend einen Verwaltungsjob, wo ich nie Gefahr laufe jemandem etwas verkaufen zu müssen. Das kann sich als folgenschwerer Irrtum herausstellen. Denn: Ich muss jeden Tag immer wieder neu etwas verkaufen: Nämlich  mich selbst!!

Mache ich das gut, werden mich meine Mitmenschen schätzen als einen der für jedes Problem scheinbar eine Lösung parat hat. Warum das?
Weil durch meine vielen Gespräche und mein Bemühen meinen Kollegen und Mitarbeitern oder auch Mitmenschen zu helfen ich unablässig lerne und so über eine Unmenge an Handlungsalternativen verfüge welche meine Mitbewerber eben nicht parat/präsent haben.
Das macht mein Leben reich und erfüllt. Es macht mich zu einem glücklichen Menschen. Es gibt meinem Leben und Wirken Sinn.

Und nichts gibt einem Menschen mehr Befriedigung als etwas von Menschen für Menschen zu tun. Ein Grundsatz der, in einer immer entmenschlichteren Arbeitswelt, dennoch am Anfang der Gründung einer jeden unternehmerischen Tätigkeit steht.
Nämlich: Eine Dienstleistung oder ein Produkt für die Steigerung der Lebensqualität eines oder mehrerer Menschen oder gar einer ganzen Gesellschaft zu erbringen.
Eine ganz großes Paradoxon unserer Zeit, dass genau dieses Bestreben, die Menschen, die dies erbringen, krank macht!

Aus meiner tiefen Überzeugung heraus dagegen etwas zu tun möchte ich mit der Weitergabe meines Wissens und meiner Erfahrung ein Stück weit den Kampf gegen diese Entwicklung aufnehmen. Das betrachte ich als eine soziale Verpflichtung.

Buchtitel:

Fritz Riemann: Grundformen der Angst
Friedm./Fritz: Wer bin Ich wer bist Du?
Karl Kälin/Peter Müri: Captain oder Coach? Neue Wege im Management.
Karl Kälin: Führen mit Herz und Verstand.
Viktor Frankl: Der Wille zum Sinn.
Walter Böckmann: Wer führen will muss Sinn bieten.
Nicolo Machiavelli: Der Fürst.
Robert Greene: "Power" Die 48 Gesetze der Macht.
Milton H. Erickson: Gesammelte Fälle
Bandler Grinder: Metasprache und Psychotherapie. Struktur der Magie Band 1 + 2
Titel: Goethe und die Menschenführung
Bruce Tulgan: It's okay to be the Boss / Einer muss der Chef sein.
Prof. Jörg Fengler: Feedback geben
Prof. Jörg Fengler: Konkurrenz und Kooperation in Gruppe, Team und Partnerschaft.
Konrad Lorenz: Das sogenannte Böse
Konrad Lorenz: Die 8 Todsünden der Menschheit
Martin Hilb: Innere Kündigung
Dr. Joseph Murphy: Die Macht ihres Unterbewusstseins
Paul Watzlawik: Wie wirklich ist die Wirklichkeit
Dale Carnegie: Wie man Freunde gewinnt
Kirschner: Manipulieren aber richtig
Robert Blake Jane Mouton: Besser führen mit GRID
Joseph M. Werle: Machiavelli für Zeitgenossen
Sun Zu: Die Kunst des Krieges
Arthur L. Williams: Das Prinzip Gewinnen
Harris: Ich bin OK / Du bist OK
Eric Berne: Spiele der Erwachsenen

Hörbücher:
Brian Tracy / Frank Scheelen: Speak to win
Brian Tracy: Die 21 Grundregeln der erfolgreichen Selbständigkeit
Brian Tracy: Thinking Big
Vogel: Das Lustprinzip
Napoleon Hill: Denke nach und werde reich
Scherer: Ganz einfach verkaufen

 


Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aber wohl derjenige mit den essentiellen Informationen und Weisheiten aus nahezu 6000 Jahren Menschheitsgeschichte. Sind auch ein paar Nobelpreisträger darunter. Zurecht wie euch auffallen wird.

Viel Spaß und neue Erkenntnisse wünscht euch bei der Lektüre

Martin

 

 

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Überzogen würde ich das nicht nennen aber etwas zu sehr aus der Emotionsecke.

Du solltest dich vielleicht darin üben das etwas eleganter zu bewerkstelligen.
Man könnte es auch so sagen. Nach dieser Bemerkung hätte ich bemerkt.
"Eigentlich war meine Hoffnung Hilfe zu bekommen. Satt dessen stelle ich fest, dass du mir dabei willst einzusehen wie dumm und ungeschickt ich bin. Unter diesem Aspekt verzichte ich auf diese Form der Hilfestellung. Ich schaffe das gewiss alleine. Ich weiß auch schon wie. Vielen Dank für dein Kommen aber diese Form der Zusammenarbeit hilft mir nicht, dir nicht und schon gar nicht unserem Brötchengeber. Weder heute noch in Zukunft. Einen schönen Tag noch!"

Kann sein, das du nun denkst: Das kapiert der eh nicht! Weit gefehlt. Der kapiert das sehr wohl. Mit solch einer Antwort stellst *DU* fest um was es ihm geht. Damit kehrst *DU* sein Innerstes, seine Selbstoffenbarung nach außen. Er wird sich länger je mehr von *DIR* durchschaut fühlen. *DU* weißt was in ihm vorgeht. *DU* ziehst die Grenze und zwar aalglatt ohne beleidigend zu wirken, weil du nur deine Empfindung spiegelst. *DU* machst die klare Ansage wie du dir die Zusammenarbeit *nicht* vorstellst. *DU* bedankst dich dennoch für seine Mühe und wünscht ihm einen schönen Tag.

Das bringt dir zwar keine Hilfe in einer konkreten Situation, hilft dir aber den Menschen von dir fern zu halten. Betrachte das Verhalten dieses Menschen als Umstand und nicht als emotionale Last. Glaub mir der hat mehr Probleme als du.
Um dir fachliche Hilfe zu besorgen gibt es genügend externe Kompetenzträger die man kontaktieren kann. Dazu brauchst du ihn nicht. Mach dir eine Liste mit fachlichen Dingen wo du dir selbst unsicher bist. Nutze deine Leerlaufphasen, du arbeitest bestimmt nicht im Akkord, um dir dieses Wissen anzueignen.
Diu machst einen hellen und aufgeweckten Eindruck. Nutze diese Kernkompetenzen, verfeinere sie.

Verändere deine Sprache. Sie ist das mächtigste Instrument, dass dir die Natur gegeben hat. Sie ist Ausdruck deiner Persönlichkeit.

Beispiel aus meinem Leben: Ich hatte einmal einen Chef der sehr gerne "intelligent" und sehr elitär mit den Mitarbeitern umging. Er ließ manchmal Kanonaden los wo jeder den Kopf einzog vor lauter Fremdwörtern und Begriffen aus dem Fachbegriffen aus dem Englischen die wie Gewehrkugeln durch den Raum flogen. Manchmal hatte ich einfach den Eindruck er brauchte dies, um sich zu zeigen wie klug er ist und wie blöde die andern. Bis ich einmal in einer Sitzung dermaßen mit einem Schwall fachlichem Chinesisch seine Frage beantwortete und er mich fragen musste was ich denn nun eigentlich sagen wollte. Von dort an sprach er, so, dass jeder ihn verstand. Den Appell welcher das hämische Grinsen auf den Gesichtern der übrigen Teilnehmern ausstrahlte war unübersehbar. Er hatte verstanden. Er verlor mir gegenüber nie ein Wort über diesen Vorfall.

Der gewählte, eloquente, konziliante und dennoch verständliche Ausdruck erweckt beim Gegenüber Achtung und Respekt, den Eindruck vor einer gebildeten Persönlichkeit zu stehen. Dies wird so oft unterschätzt. Die Sprache ist der Schlüssel zur Macht.
Wer frei sprechen kann, ein wahrer Meister der Kommunikation ist, wird in der Regel von seinem Umfeld als klüger und intelligenter angesehen, als jemand, dessen Ausdruck karg und plump ist.

Wenn du daran arbeiten möchtest und mehr vom Leben haben willst als Schlösser zu wechseln und dich mit einem niedrigen Niveau zufrieden zu geben, dann empfehle ich dir zum Einstieg folgende Lektüre

Coleman: *Emotionale Intelligenz*


Brian Tracy/ Frank Scheelen: *Speak to win*



Weise die Beschwerde mit den Worten zurück: "Ich dachte wir sind quitt. Wenn er so in den Wald ruft muss er nicht verwundert sein wenn das Echo die gleiche Tonfarbe hat!" Ende der Debatte. Lass dich nicht unterbuttern. Gib klar zu verstehen, dass auch der andere etwas beisteuern muss. Keine einseitigen Deals! Niemals!
Im Grunde hast du richtig reagiert. Aber ich bin mir sicher, du kannst das bald besser und souveräner.

Auf meiner Pinnwand hab ich eine Auswahl vieler interessanter Werke die auch mir sehr hilfreich waren. Wenn es bei mir funktioniert hat, warum nicht auch bei dir?
Ich bin auch nur ein Mensch durchschnittlicher Intelligenz *IQ*. Da werd ich auch nicht mehr besser werden. Das liegt in den Genen begründet.
Die emotionale Intelligenz *EQ*, ist jedoch frei erweiterbar. Das kann man lernen und durch Übung verfeinern. Dabei wirst du dauernd Fehler machen wie ich auch. Und nur wer Fehler macht lernt tatsächlich dazu.
Willst du weiterkommen im Leben, wirst du unablässig lernen müssen und vor allem wollen.
Wenn du nicht willst? Warum sollte das Leben dir etwas umsonst geben? Jeder Landwirt wird erst die Saat ausbringen müssen bevor er ernten kann. Willst du dein Schicksal dem Zufall überlassen oder willst du selbstbestimmt durchs Leben gehen?
An dieser Gabelung, diesem Scheideweg kommt man nicht vorbei. Man muss Entscheidungen treffen. Immer wieder neu. Triff deine Entscheidung! Bald!

Gruß  Martin

 

zum Forum ->  Mobbing am Arbeitsplatz

 

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Danke Martin,
Dank für die vielen Denkanstöße. Ich weiß, dass die es immer wieder versuchen werden, solange ich nicht in der Lage bin mit Worten souverän und standhaft zu argumentieren. Ich bin von meinen Chefs beeindruckt, dass diese mit diesen Menschen so reden, als würden sie meine Beschwerde nicht kennen. Ich habe da an manchen Gesprächen teilhaben können und anfangs gedacht, die spielen deren Spiel mit und war enttäuscht - ich habe erst im Verlauf der Gespräche gemerkt, dass sie genau wissen was sie tun, um die in gewünschte Richtung zu bringen. Man schlägt sie mit ihren eigenen Waffen, ohne das sie sich angegriffen oder ertappt fühlen. Das ist nicht nur reine Selbstbeherrschung, sondern wirkliche Intelligenz und bewundernswert. Das schaffe ich noch lange nicht.


   Er hat sich natürlich beschwert. Er will mir helfen und ich "jag dem vom Hof" - das lässt er sich von mir nicht gefallen. Mein Meister glaubt mir, weil der alle so von oben herab behandelt, vom Direktor über Lehrer bis hin zum Projektanten. Es gäbe da schon massive Beschwerden - er ist aber der Meinung, dass er höflich, korrekt ist. Ich soll den stehen lassen, wenn der mir so rüberkommt und den Meister um Hilfe bitten, wenn ich mal nicht klar komme. Ich soll wissen, dass ich von diesen Menschen nicht unbedingt abhängig bin und dem das so zeigen.
Stimmt man kann sich sehr viel aneignen, wäre sogar dafür mal einen Lehrgang mitzumachen, geht aber nicht, weil mit meiner Umsetzung die Vollzeitstelle (Zivistelle)in der Grundschule/Hort bisher nicht besetzt werden konnte. Ich habe somit 2 Vollzeitstellen im täglichen Wechsel (Kindergarten mit ca 180 Kindern und Grundschule mit 8 Klassen und Hortbetrieb)seit Februar zu überbrücken und die Gebäude liegen nicht mal nebeneinander und bin froh, wenn nicht all zu viel liegenbleibt - es fehlt mir einfach Freiraum, um mich in Ruhe mit Fremden auseinander setzen zu können. Mein Motto "Augen zu und durch" Hausmeister ist kein Lehrberuf, sondern Praxiserfahrung - bringt mich hier momentan notgedrungen noch am weitesten. Wenn ich diesen überheblichen Menschen wirklich mal in Anspruch nehmen muss, ist es absoluter Zeitmangel und Angst beim ausprobieren unnötig Schaden zu verursachen. Ist es ein Problem mir in einem Satz zu sagen, dass man den Schlüssel etwas drehen muss, um den Zylinder raus zu bekommen. Das dauert keine Minute- ich habe 5 min gebraucht, um dass raus zu bekommen. weil ich nach versteckten Schrauben gesucht habe. Um mir das zu verraten hätte ich den die Füße küssen müssen - normal ist das nicht. Ich bin eigentlich froh den nicht zu sehen. Der Arbeitgeber fordert diese Art Zusammenarbeit. Ich kann auch nicht jedesmal den Meister belästigen, der hat andere Aufgaben.


Ich wollte niemals Hausmeister spielen - ist aber immer noch besser als arbeitslos. Mein Arbeitgeber wollte mich eigentlich mit Meisterwechsel, wieder an meinen alten Arbeitsplatz zurück setzen. weil ich die Umsetzung nur wollte, um von diesen Menschen weg zukommen, mir aber die neue Tätigkeit eigentlich nicht zugetraut habe. Das Vorhaben ist von Arbeitgeberseite gestorben, weil man mich nicht mehr aus den Einrichtungen rausnehmen will.  Ich will auch nicht unbedingt zurück, weil das Arbeitsklima hier fair und super ist. Ich bin Mensch unter Menschen und weiß heute eigentlich nicht mehr, wie die es geschafft haben mich, als Spielzeug und Fußabtreter zu benutzen.
Mir hat der neue Meister gesagt, ich soll mich vor denen nicht mehr klein machen, der würde die alle rausschmeißen, wenn er könnte. Er hätte alle getestet, auch mich und festgestellt, dass die nicht anders konnten, die mussten mich für unfähig und minderwertig erklären.


Er hat mich dann noch mit einer kleinen Episode des überheblichen Kollegen aufgemuntert. Der Profi hat sich ne Dusche in der Werkstatt ohne Genehmigung gebaut, genau neben der Starkstromleitung. Der hat einen Elektrikerlehrgang besucht, weil der sämtliche Elektrogeräte TÜV mäßig prüft und hat keine Bedenken bei Wasser und Starkstrom - auf sowas wäre nicht mal ich gekommen - baut sich aber auf, weil ich noch nie einen Zylinder gewechselt habe. Der ist so was von überheblich lächerlich, den kann man eigentlich nur stehen lassen, wenn er versucht einen absolute "Bildungslücken" einzureden.


Ich habe nicht überzogen reagiert, solange ich nicht intelligent argumentieren kann, habe ich nur diese Möglichkeit, um den zu sagen, hier ist Schluss. Immerhin setzt er sich mit meiner Reaktion wenigstens auseinander - mit welchem Recht lässt die mich stehen, dass steht ihr nicht zu - sonst hätte er sich nicht beschwert. Er wird sich daran gewöhnen müssen, weil er es nie begreifen wird - der ist so abgehoben. Ich hatte auf meinen ehemaligen Arbeitsplatz immer in Abständen, die Räumlichkeiten reinigen müssen- kein Problem- ist normal als einzige Frau unter Männern- hätte ich auch nicht anders gewollt. Dieser Mensch hat nie den Aschenbecher auf dem Tisch benutzt, sondern auf den Fußboden geascht. Das hat mich gestört und dem das auch mehrmals gesagt. Es kann nicht sein, dass der Fußboden noch nicht mal trocken ist und es bei dem aussieht, wie "Sau" - er darf das. Ich hatte es irgendwann mal mit dem satt und seine Asche fein säuberlich zu einen Haufen zusammengekehrt und drum rum gewischt. Der Meister hatte den Sinn sofort begriffen und den aufgefordert seine Sauerei wegzumachen- statt das zu akzeptieren motzt der mich voll, warum ich seinen Dreck nicht wegmache, was ich mir einbilde. Wie gesagt der ist überheblich und steht über den Dingen. Ich habe da wenig Hoffnung.
Gruss Ram

 

 

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